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Hollerstetten

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Hollerstetten
Stadt Velburg
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(122)&title=Hollerstetten 49° 12′ N, 11° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(122) 49° 11′ 50″ N, 11° 39′ 9″ O
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Höhe: 463 m ü. NHN
Einwohner: 122 (7. Mai 2025)<ref>(Stadt Velburg)</ref>
Postleitzahl: 92355
Vorwahl: 09182
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Hollerstetten ist ein Gemeindeteil der Stadt Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Hollerstetten liegt in der Gemarkung Oberweiling.<ref>Webkarte. ALKIS-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. April 2026.</ref>

Geographische Lage[Bearbeiten]

Das Kirchdorf liegt im Oberpfälzer Jura der Südlichen Frankenalb auf ca. 463 m ü. NHN rechts der Schwarzen Laber. Auf dem südöstlich sich erhebenden Kellerberg (610 m) befindet sich die Burgruine Adelburg. Westlich erhebt sich der Fuchsschlagberg bis zu 547 m.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ort verläuft die Staatsstraße 2251; sie führt südlich nach Eichenhofen als nächstgelegenen Ort und nördlich zum Gemeindesitz. 1 km nördlich des Ortes verläuft die Bundesautobahn 3; die nächsten Ausfahrten sind die AS Velburg bzw. AS Parsberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort erscheint urkundlich erstmals um 1130 als „Holrsteten“. Im 13. Jahrhundert tritt ein Ulrich Türk/Tuck zu Hollerstetten als Siegler auf. Im 15. und 16. Jahrhundert kam es zu Besitzwechseln von Höfen und der Mühle des Ortes; so erwarb 1527 der adelige Hans Adam Wiesbeck, Inhaber der herzoglich-bayerischen Herrschaft Velburg, von einer Erbengemeinschaft einen Hof zu Hollerstetten. Der Ort unterstand dem Amt Velburg. Um 1600 gehörten diesem Amt in Hollerstetten die Mühle, 2 Höfe und 7 Güter.<ref>Jehle, S. 251, 254, 263.</ref> Auch die Hofmark Froschau hatte Untertanen in Hollerstetten, die jedoch – so 1734 – mit dem Amt Velburg strittig waren.<ref>Jehle, S. 459.</ref> Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand der Ort im Amt Velburg aus 22 Anwesen unterschiedlicher Größe, nämlich 3 Ganzhöfen (einer davon der Hofmark Froschau gehörend), 4 Viertelhöfen (auch hiervon einer der Hofmark Froschau gehörend), 6 Achtelhöfen, 6 Sechszehntelhöfen und 3 „Häusln“ ohne nennenswerten Grund.<ref>Jehle, S. 484, 511.</ref> Als 1860 ein Anwesen zur Versteigerung kommt, heißt es in der Ausschreibung: „Haus, mit Stroh gedeckt, einstöckig, mit Stallung, Schweinstall, hölzernem, mit Stroh gedecktem Stadel, Wurzgarten und Hofraum.“<ref>Beilage zum Kreis-Amtsblatt der Oberpfalz und von Regensburg, Nr. 29, Regensburg, 11. April 1860, S. 185 (des Amtsblattes).</ref>

Im neuen Königreich Bayern (1806) wurden zunächst Steuerdistrikte aus jeweils mehreren Orten gebildet. Hollerstetten gehörte mit den Dörfern Oberweiling, Reckenhofen, Finsterweiling und den Einöden Froschau und Haumühle zum Steuerdistrikt Oberweiling im Landgericht Parsberg (dem späteren Landkreis Parsberg).<ref>Jehle, S. 534.</ref> Als mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 dieser Steuerdistrikt zur Ruralgemeinde wurde, gehörte zu deren Bestand wiederum Hollerstetten.<ref>Jehle, S. 556</ref> Hierbei blieb es bis zur Gebietsreform in Bayern, als die Gemeinde am 1. Januar 1972 in die Stadt Velburg eingegliedert wurde. Seitdem ist Hollerstetten ein amtlich benannter Ortsteil von Velburg.<ref>Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799-1980. München 1983, S. 547.</ref>

Die Kinder gingen spätestens seit dem 19. Jahrhundert 1,2 km weit in das Pfarrdorf Oberweiling zur Schule, wo schon 1676 ein Lehrer genannt ist und wo der Lehrer um 1835 zugleich Mesner und Organist, später Chorregent und Organist war. 1908 wurde dort ein neues Schulhaus errichtet und das alte verkauft. Um 1938 unterrichteten zwei „weltliche Lehrer“.<ref>Popp, S. 126.</ref><ref>Buchner II, S. 295, 297, 300.</ref>

Einwohner- und Gebäudezahl[Bearbeiten]

Datei:St Stefan - Hollerstetten 001.JPG
Die Filialkirche St. Stephan

Kirchliche Verhältnisse[Bearbeiten]

Hollerstetten gehört mit der 1428 erstmals genannten Filialkirche St. Stephan zur katholischen Pfarrei Oberweiling im Pfarrverband Velburg des Bistums Eichstätt. Diese Pfarrei war unter Pfalz-Neuburg 1548 bis 1620 reformatorisch; den jeweiligen Glaubenswechsel mussten auch die Untertanen in Hollerstetten vollziehen. 1676 stellten die Bauern von Hollerstetten einen eigenen Mesner zum Läuten des Ave und bei Unwettern auf. 1726 wurde der Altar renoviert und ein neues Altarblatt aufgestellt. 1755 kam es schließlich zum Neubau der Filialkirche im Barockstil. 1938 stand in der Kirche eine „sehr alte“ Orgel mit 3 Registern.<ref>Buchner II, S. 294–296, 299.</ref>

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Die Filialkirche St. Stephan, ein Mühlengebäude wohl aus dem 17. Jahrhundert, das Wohnhaus eines Bauernhauses, bezeichnet 1794, ein Bildstock nördlich des Ortes, bezeichnet 1891, sowie die Ruine Adelburg sind in die Bayerische Denkmalliste aufgenommen.<ref>Sixtus Lampl und Otto Braasch: Denkmäler in Bayern, Band III: Oberpfalz. Ensembles, Baudenkmäler, Archäologische Geländedenkmäler, München: R. Oldenbourg Verlag, 1986, S. 162.</ref> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Hollerstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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