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Illgau

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Illgau
Datei:Illgau-blazon.svg
Wappen von Illgau
Staat: Vorlage:CHE2
Kanton: Kanton SchwyzDatei:Wappen Schwyz matt.svg Schwyz (SZ)
Bezirk: Schwyz
BFS-Nr.: 1363i1f3f4
Postleitzahl: 6434
UN/LOCODE: CH ILG
Koordinaten: Vorlage:Coordinate
Höhe: Vorlage:Höhe/Fmt m ü. M.
Höhenbereich: Vorlage:Metadaten Höhenbereich CH–Vorlage:Metadaten Höhenbereich CH m ü. M.<ref>Vorlage:Metadaten Höhenbereich CH </ref>
Fläche: Vorlage:FormatNumDef km²<ref>Vorlage:Metadaten Fläche CH </ref>
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Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
Vorlage:FormatNumDef
(Fehler: Ungültige Zeitangabe)<ref>Vorlage:Metadaten Ausländeranteil CH-SZ </ref>
Website: Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden.
Datei:2004-Illgau-Schulhaus.jpg
Illgau
Illgau
Lage der Gemeinde
Vorlage:Imagemap Bezirk Schwyz{w

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Illgau ist eine politische Gemeinde im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Illgau liegt in den zentralschweizerischen Voralpen, zwischen dem Muotathal und der Ibergeregg. Seine Topografie richtet sich zum grossen Teil in Richtung Süden und Südwesten hin. Illgau trägt deshalb den Beinamen «Sonnenterrasse» zu Recht. Die Fallenfluh, die Sternenegg, der Spyrstock im Hoch-Ybrig-Gebiet und die Hessisbohler First mit dem Hochweidgütsch als Ausläufer bilden im Rund die Gemeindegrenzen. Gegen das Muotathal hin gibt es Flühe von der Sulzmatt bis zur Fallenfluh hin. Über diese Bergkanten stürzen sich die Wasser des «Bettbach», dem Illgauer Dorfbach, und des «Mettelbach», welcher vom Hintern Oberberg her zu Tale fliegt und der Muota zufliesst. Vom tiefsten Gemeindepunkt in der Region Dorf bis zum höchsten Gemeindepunkt, das Huusmätteli auf der Hessisbohlerfirst, beträgt der Unterschied fast genau 1000 Höhenmeter.

Das Gemeindegebiet wird eingeteilt in das Dorf, den Vordern Oberberg – gegen die Ibergeregg hin –, den Hinteren Oberberg – gegen das Hoch Ybrig hin – und das unbewohnte Gebiet der Rieter und Alpen. Nachbargemeinden sind Muotathal im Süden, Schwyz im Westen und Norden, sowie Oberiberg im Nordosten.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 162
1870 278
2002 773
2013 801
2020 784

Heute hat Illgau 784 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2020).<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Bei der Volkszählung 2000 war die Bevölkerung zu 99 % deutschsprachig.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> 2021 bekannten sich 95 % der Bevölkerung zum römisch-katholischen Glauben.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Datei:ETH-BIB-Muotathal, Hoch-Ybrig, Druesberg, Pragel, Glarneralpen, Glärnisch v. W. aus 2300 m-Inlandflüge-LBS MH01-005611.tif
Historisches Luftbild aus 2300 m Walter Mittelholzer von 1928

In der Gemeinde gibt es als einzig organisierte Partei die CVP, die Christlichdemokratische Ortspartei Illgau. Gemeindepräsident ist Iwan Bürgler (Stand 2020).

Wappen[Bearbeiten]

Das junge Wappen der Gemeinde Illgau zeigt eine Lilie auf einem grünen Dreiberg und auf rotem Hintergrund. Die Feuerlilie wird im Dialekt Goldrose, aber auch «Ilge» genannt, was die Ursache sein dürfte, warum Illgau zu dieser Blume im Wappen kam.

Name[Bearbeiten]

Woher der Name Illgau stammt, kann nicht nachgewiesen werden, eher nicht von der schönen Lilie. Ein erster Siedler oder Landbesitzer auf dem Gemeindegebiet – alemannischer Herkunft – dürfte eine Person namens Yllo (oder so ähnlich) gewesen sein, weshalb die Gegend als Gau (Gebiet) des Yllo genannt wurde.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Gemeinde Illgau ist stark durch die Landwirtschaft geprägt. Die Bauernhöfe sind weit verstreut, bis auf 1300 m werden sie das ganze Jahr über bewirtschaftet. Die Landwirtschaftsfläche beträgt 62 %, der Wald 31 % der Gemeindefläche.

Es hat sich etwas Gewerbe und Tourismus etabliert, trotzdem finden 58 % der Erwerbstätigen ihre Arbeit ausserhalb der Gemeinde.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Zufahrt erfolgt ab Schwyz Richtung Muotathal und nach 6 Kilometern über die 3,5 km lange Strasse nach Illgau. Die Ibergeregg-Passstrasse verbindet den Vorderen Oberberg mit Schwyz und Oberiberg. Vom Dorf her gibt es Verbindungsstrassen Richtung Ibergereggstrasse und Hinter Oberberg.

Die öffentliche Verbindung erfolgt durch die Buslinie Schwyz–Muotathal über die Seilbahn Illgau–Ried. Eine weitere Gondelbahn führt von Illgau Dorf nach St. Karl/Oberberg; deren Talstation ist über eine Skipiste vom Skigebiet Hoch-Ybrig aus erreichbar, von der Bergstation führt eine Skipiste zu den Skiliften des Skigebiets Mythenregion am Ibergeregg.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 11. Jahrhundert lebten in der Gegend des «Vorder Oberberges» – im Chileguet, in der Wart und im Zimmerstalden – lebten ganzjährig Menschen. Diese Besiedelung ist durch Mauerreste von den sogenannten Heidenhüttli belegt. 1303 erhielten die Illgauer vom Bischof von Konstanz, Heinrich II. von Klingenberg, die Erlaubnis eine Kirche zu bauen. Gemäss einer Urkunde wurde am 13. August 1393 eine Priesterpfrund errichtet. Laut einer Aufzeichnung des Pfarrers von Euw in Muotathal starben im Pfarrbezirk Illgau 14 Einwohner an der Pest. Die Pfarrei Illgau wurde im März 1676 von Muotathal getrennt.

Während der Zeit Franzosenzeit kam es in den Jahren 1798 und 1799 in Illgau unter anderem zur Einquartierung von 4000 Soldaten.

Am 27. Februar 1748 wurde Illgau eine selbständige politische Gemeinde. Die Weihe der Pfarrkirche fand am 14. Oktober 1893 durch den Churer Bischof Johannes Fidelis Battaglia statt. Kirchenpatrone sind die Hl. Drei Könige. Die Kirche wurde nach Plänen von Pater Albert Kuhn, Kloster Einsiedeln<ref>Steinmetzvertrag 7. Mai 1893 Pfarreiarchiv Illgau</ref>, mit Einbezug der Grundmauern der Vorgängerkirche im neuromanischen Stil gebaut. Dabei wurde von der Ortsbevölkerung viel Fronarbeit geleistet. Eine neue Pfarrkirche wurde 1958 erbaut.

Es kam im 20. Jahrhundert zu umfangreichen Bauarbeiten und Modernisierungen: 1911 erfolgte der Bau der Strasse Grünenwald–Illgau, einer schmalen Güterstrasse, die in den Wintermonaten wegen Lawinengefahr geschlossen ist. Der Fluhweg – der uralte Fussweg ins Muotatal hinab – wird heute noch gerne als Wanderweg benutzt. 1973 wurde die Strasse vom «Grünenwald» nach Illgau mit dem Kernstück des neuen Strassentunnels und der Lawinengalerie ausgebaut. 1938 folgte der Bau des Stromnetzes, sodass die meisten Heimwesen mit elektrischer Kraft versorgt werden konnten. Nach dem Bau der Luftseilbahn Illgau–Ried 1951 folgte 1955 der Bau der Seilbahn Illgau–Vorder Oberberg/St. Karl. Ein neues Schulhaus wurde 1965 errichtet.

In den 1970er-Jahren wurde die Entwicklung der Gemeinde weiter vorangetrieben. In dieser Zeit wurden die Erschliessungstrassen der Heimwesen zum Hintern Oberberg und die Strasse Richtung Vorder Oberberg erbaut. Illgau erhielt ein Baureglement, eine Wasserversorgung und die Kanalisation.

Im April 2022 erhielt der illegale Abbruch des auf 1305 datierten Holzwohnhauses «Wepfenen», das zu den ältesten Holzhäuser Europas zählte, schweizweites Aufsehen.<ref>NZZ vom 14. April 2022: Ein Holzhaus aus der Gründerzeit der Eidgenossenschaft wurde abgerissen — der Heimatschutz droht mit Strafanzeige</ref>

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden. Die Illgauer Volksmusik in seiner Originalität ist im ganzen Land bekannt. Der «Illgauer Stil» ist in Kreisen der Volksmusikliebhaber ein Markenzeichen. Die ruhig-gezogene und melodiös-einfache Art dieser gefälligen Musik ist sowohl für gesellige Anlässe auf dem Tanzboden als auch für besinnliche Momente bei Gottesdiensten einsetzbar. Diese Musik wird in Dreierformation mit zwei Handorgeln und einem Streichbass gespielt. Diese Besetzung kann aber auch mit Klarinette/Saxophon oder mit Klavierbegleitung ergänzt werden. Gegen zehn Musikkapellen spielen Ländlermusik. Seit 1898 gibt es die Feldmusik Illgau. Die Zitherspielgruppe, eine Gruppe von Frauen, macht alte Tänze auf ihren Schwyzer Zithern. Auch Musik in moderner Form wird von einigen Bands mit Erfolg gepflegt.

Nebst der instrumentalen gehört aber auch die vokale Musik zur Dorfkultur. Daran am längsten beteiligt ist der Kirchenchor, der wahrscheinlich über 100 Jahre alt sein dürfte. Die formelle Gründung des Cäcilienvereins erfolgte 1946. Der Jodlerklub und einige Familiengruppen, welche das Jodellied und alte Volkslieder in ihrem Repertoire haben, runden das musikalische Illgau auf. In der Mehrzahl der Haushaltungen ist ein Instrument zu Hause. Illgau gilt als eine der musikalischsten Ortschaften der Schweiz.

Bilder[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Partnergemeinde[Bearbeiten]

Seit August 2017 unterhält Illgau eine Gemeindepartnerschaft mit Rodna in Rumänien.

Literatur[Bearbeiten]

  • Linus Birchler: Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz, Band II: Die Bezirke Gersau, Küssnacht und Schwyz. Kunsthistorischer Überblick. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 2). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1930.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Illgau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende