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Itilleq

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Itilleq
(Itivdleĸ)
Kommune Qeqqata Kommunia
Distrikt Sisimiut
Einwohner 100 (1. Januar 2026)
Siedlungsstatus 1847–1966: Udsted
ab 1966: Dorf
Demonym Itillermiut
(Plural; Singular mit -mioq/-miu)
Postleitzahl 3911
Zeitzone UTC-2
Koordinaten 66° 34′ 37″ N, 53° 29′ 50″ WKoordinaten: 66° 34′ 37″ N, 53° 29′ 50″ W
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Itilleq (Grönland)
Itilleq (Grönland)
Lage in Grönland
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Lage in der Qeqqata Kommunia

Itilleq [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.iˈtˢiɬːɜq] (nach alter Rechtschreibung Itivdleĸ) ist eine grönländische Siedlung im Distrikt Sisimiut in der Qeqqata Kommunia.

Lage[Bearbeiten]

Datei:Itilleq, Greenland.jpg
Itilleq (2017)

Itilleq liegt auf der Insel Itinninnguaq auf einer dem Festland vorgelagerten Inselgruppe. Im Norden verläuft der Fjord Kangerluarsunnguaq und im Süden der Itillip Ilua. Der nächstgelegene Ort ist der Kommunalhauptort Sisimiut 40 km nördlich.<ref>Nunat Aqqi. Karte über die vom Grönländischen Ortsnamenausschuss offiziell anerkannten Ortsnamen. Oqaasileriffik.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Itilleq wurde 1847 als Udsted gegründet. Dafür war 1846 das Haus aus Ukiivik, wo sich bis 1845 ein Udsted befunden hatte, nach Itilleq versetzt worden. 1850 gab es ein Wohnhaus und ein Speckhaus in Itilleq. Ursprünglich befand sich der Ort einen Kilometer weiter westlich.<ref>Vorlage:Grönland200</ref>

Ab 1911 war Itilleq eine eigene Gemeinde im Kolonialdistrikt Holsteinsborg, der noch der Wohnplatz Saqqaq angehörte. Sie war Teil des 10. Landesratswahlkreises Südgrönlands.<ref>Vorlage:Grönland200</ref>

1918 lebten 81 Menschen in Itilleq. Es gab einen kleinen See, aus dem das Trinkwasser genommen wurde, aber das Wasser wurde vergiftet, weil die Bewohner in dessen Zulauf die Toten bestatteten, sodass sie stattdessen das Wasser aus Erdlöchern nahmen. Die Bewohner lebten in elf grönländischen Wohnhäusern. Die aus dem Jahr 1895 stammende Wohnung für den Udstedsverwalter war ein Fachwerkgebäude mit Bretterverkleidung. Das Speckhaus von 1916 und das Proviantlager mit Laden aus dem Jahr 1848 waren ebenfalls aus Holz, während das Pulverhaus aus Stein gebaut war. Die 22 m² große Kapelle war nur 1,72 m hoch, aus Stein und sehr verfallen. In ihr arbeitete ein Katechet. Außerdem war auch eine Hebamme in Itilleq tätig. Es gab zwölf Jäger und vier Fischer, die hauptsächlich von der Jagd auf Robben und Füchse sowie von der Fischerei lebten.

Frederik Olsen schlug 1930 in Grønlands Landsråd vor, dass Itilleq auf eine Insel weiter östlich versetzt werden sollte, da die Trinkwasser- und Heizmaterialversorgung sowie die Hafenverhältnisse zu schlecht waren. Der Vorschlag wurde angenommen und die Umsiedlung 1933 durchgeführt, nachdem sichergegangen worden war, dass die Bewohner einverstanden waren. Im selben Jahr wurde am neuen Ort ein neuer Laden gebaut und 1936 eine neue Wohnung für den Udstedsverwalter. Aus den Materialien der alten Kirche wurde ein Versammlungshaus gebaut. 1950 wurde Itilleq Teil der neuen Gemeinde Sisimiut. 1952 wurde eine Schule gebaut, die auch Sanitäreinrichtungen hatte. Für die Fischerei wurden mehrere Fischhäuser mit einer Gesamtfläche von 360 m² gebaut. 1952 betrug die Menge an gefangenem Dorsch 130 t bei 34 Fischern. 1954 wurden eine Hebammenwohnung und eine Werkstatt errichtet und 1956 eine Telestation. 1960 lebten bereits 246 Menschen in Itilleq. 1962 wurde die alte Kirche aus Uummannaq (Dundas) in Itilleq aufgebaut. Die alte Kirche wurde deswegen in einen Jugendklub umfunktioniert.<ref>Jens Christian Madsen: Udsteder og bopladser i Grønland 1901–2000. Atuagkat, 2009, ISBN 978-87-90133-76-4, S. 99 f.</ref><ref>Pie Barfod, Gudrun Ebbesen: Itivdleq. In: Niels Nielsen, Peter Skautrup, Christian Vibe (Hrsg.): Grønland (= Trap Danmark. Femte Udgave. Band XIV). G. E. C. Gads Forlag, 1970, ISBN 87-12-88316-6, S. 495–496.</ref>

Seit 2009 ist Itilleq Teil der Qeqqata Kommunia.<ref>Einar Lund Jensen, Peter A. Friis: Itilleq. Den Store Danske.</ref>

Infrastruktur und Versorgung[Bearbeiten]

Der Hafen von Itilleq besteht aus einem Bootssteg für kleinere Boote und einem Kai für Versorgungsschiffe. Es existiert zudem ein Heliport zur Anbindung nach Sisimiut.

Über eine von Nukissiorfiit betriebene Meerwasserentsalzungsanlage wird der Ort mit Trinkwasser versorgt. Die Stromversorgung erfolgt über ein Dieselkraftwerk. Abwasser werden ins Meer und in den Boden entsorgt. Der Müll wird deponiert und verbrannt. TELE Greenland ist für die telekommunikative Anbindung zuständig.<ref name="plan">Itilleq. Kommunalplan der Qeqqata Kommunia (2018–2022).</ref>

Bebauung[Bearbeiten]

Datei:Itilleq.jpg
Itilleq (2017)
Datei:Itilleq church, Greenland.jpg
Kirche in Itilleq (2017)

In Itilleq gibt es drei Wohnungen für Senioren, einen Kindergarten und eine Schule. Dazu kommen eine Pilersuisoq-Filiale, ein Versammlungsgebäude, eine Kirche, ein Friedhof, ein Servicegebäude, eine Bibliothek, ein Fußballplatz und ein Spielplatz.<ref name="plan"/>

Die Gebäude in Itilleq sind teilweise noch aus der Gründerzeit. Geschützte Gebäude im Dorf sind unter anderem die alte Kirche von 1933 sowie die neue Kirche, die 1930 in Uummannaq (Dundas) errichtet worden war.<ref name="sisimiut">Fakta om Sisimiut Kommune. sisimiut.gl (archiviert).</ref>

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Sport[Bearbeiten]

Der 1987 gegründete Fußballverein IT-87 Itilleq nahm 2003 an der Grönländischen Fußballmeisterschaft teil.

Söhne und Töchter der Siedlung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl von Itilleq war viele Jahre mehr oder weniger konstant, geht aber seit 2012 stark zurück.<ref>Einwohnerzahl Itilleq seit 1977. Grønlands Statistik.</ref>

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Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Itilleq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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Folgende Orte gehörten der 1950 gebildeten Gemeinde Sisimiut an:

Bewohnte Orte: Itilleq | Kangerlussuaq | Sarfannguit | Sisimiut (Stadt)

Verlassene Siedlungen: Ikerasaarsuk († 1953) | Ikerasak († 1955) | Qerrortusoq († 1969) | Saqqaq († 1952) | Saqqarliit († 1961) | Uummannaarsuk († 1962)

Für vor 1950 aufgegebene Siedlungen, siehe Kategorie:Ort im Distrikt Sisimiut.

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