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Jacques Pauw

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Datei:Jacques Pauw 20221221.jpg
Jacques Pauw

Jacques Pauw [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.poː] (* im 20. Jahrhundert) ist ein südafrikanischer Schriftsteller, Journalist und Dokumentarfilmer. Er war Mitbegründer der Zeitung Vrye Weekblad und ist als investigativer Journalist bekannt.

Leben[Bearbeiten]

Pauw ist seit 1984 Journalist. Er war 1988 Mitbegründer und bis 1994 stellvertretender Herausgeber der oppositionellen afrikaanssprachigen Wochenzeitung Vrye Weekblad. 1989 war er der erste Journalist, der die Existenz von Todesschwadronen im südafrikanischen Vlakplaas aufdeckte. Ab 1994 arbeitete er als Exekutivdirektor der Sendereihe Special Assignment im Bereich Aktuelles bei der South African Broadcasting Corporation. Er wurde besonders durch seine Dokumentarfilme über Afrika bekannt, in denen er vor allem Gewalttaten beschreibt, etwa die Verbrechen der Apartheid-Regierung in Südafrika, den Darfur-Konflikt und kriminelle Milieus im südlichen Afrika. Die 2001 entstandene Dokumentation The Bishop of Shyogwe handelte von einem anglikanischen Bischof, der in den Völkermord in Ruanda verstrickt war und sich der Strafverfolgung entziehen wollte.

Als Autor schrieb er vor allem Sachbücher und mit Little ice cream boy einen Roman.

Im Oktober 2017 erschien sein Buch The President’s keepers, in dem er das Geflecht um Präsident Jacob Zuma beschreibt. Darin greift er unter anderem den südafrikanischen Geheimdienst State Security Agency (SSA) an, dessen Generaldirektor mit einer Unterlassungsverfügung die Verbreitung des Buches zu verhindern sucht. Auch Teile der Steuerbehörde South African Revenue Service (SARS) werden der illegalen Unterstützung Präsident Zumas bezichtigt, ebenso wie die Gupta-Familie, denen zusätzlich zu den bereits bekannten Einflussnahmen die erzwungene Einstellung von Personen im Justizbereich zur Last gelegt wird.<ref>5 key points from Jacques Pauw’s ’The President’s keepers’. enca.com vom 6. November 2017 (englisch), abgerufen am 8. November 2017</ref> Zu den Informanten gehörte der Jurist Paul O’Sullivan, der die Vereinigung Forensics for Justice leitet.<ref>Paul O’Sullivan helped Jacques Pauw. biznews.com vom 6. November 2017 (englisch), abgerufen am 7. November 2017</ref> Nach der Androhung eines Verbots am 4. November 2017 verkaufte sich das Buch an einem Tag rund zehntausend Mal.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.First 20,000 ’The President’s Keepers’ books sold. (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. November 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.enca.com enca.com vom 5. November 2017 (englisch), abgerufen am 8. November 2017</ref> Pauw wurde in seinem Konflikt mit Regierungsbehörden von der Ahmed Kathrada Foundation unterstützt.<ref>Picket in support of Jacques Pauw’s book – The President’s Keepers. radioislam.org.za vom 8. November 2017 (englisch), abgerufen am 8. November 2017</ref> Am 9. November erstattete die SSA Anzeige gegen Pauw und einen mutmaßlichen Informanten wegen Verstoßes gegen den Intelligence Service Act.<ref>State Security Agency lays charges against Jacques Pauw. businesslive.co.za vom 9. November 2017 (englisch), abgerufen am 10. November 2017</ref> Am 28. Februar 2018 wurde sein Haus von Mitgliedern der Polizei-Sondereinheit Hawks erfolglos durchsucht.<ref>Hawks raid Jacques Pauw’s house. timeslive.co.za vom 28. Februar 2018 (englisch), abgerufen am 14. Juni 2018</ref> Im Mai 2018 war The President’s Keepers über 200.000-mal verkauft worden.<ref>‘The President’s Keepers’ Just Broke A South African Record 2oceansvibe.com (englisch), abgerufen am 9. März 2019</ref>

Pauw lebt seit 2014 in der Stadt Riebeek Kasteel in der Lokalgemeinde Swartland nördlich von Kapstadt, wo er und seine Frau, die ebenfalls preisgekrönte Journalistin Sam Rogers, ein Gästehaus mit Restaurant betreiben.<ref>Helen Grange: Time for a career detox. iol.co.za vom 19. Oktober 2015 (englisch), abgerufen am 7. November 2017</ref>

Er gehört zum Redaktionsteam des Vrye Weekblad, dessen erneutes Erscheinen ab April 2019 geplant ist.<ref>Jessica Levitt: Vrye Weekblad is back and armed with a powerful crew. timeslive.co.za vom 19. Februar 2019 (englisch), abgerufen am 8. März 2019</ref>

Pauw ist Mitglied des Internationalen Netzwerks investigativer Journalisten (ICIJ).<ref>Porträt bei icij.org (englisch), abgerufen am 2. Dezember 2017</ref>

Bibliografie[Bearbeiten]

  • 1991: In the heart of the whore: the story of apartheid’s death squads. Halfway House, Southern Book Publishers
  • 1997: Into the heart of darkness: confessions of apartheid’s assassins. Jonathan Ball Publishers, Johannesburg
  • 2007: Dances with devils: a journalist’s search for truth. Penguin Random House South Africa, Cape Town
  • 2009: Little ice cream boy. Penguin Books, Johannesburg
  • 2012: Rat roads: one man’s incredible journey. Penguin Random House South Africa, Cape Town
  • 2017: The President’s keepers: those keeping Zuma in power and out of prison. Tafelberg, Cape Town

Ehrungen[Bearbeiten]

  • 1999 und 2000: CNN African Journalist of the Year
  • 2001: ICIJ Award for Outstanding International Investigative Reporting für The Bishop of Shyogwe<ref>Liste der Preisträger (englisch), abgerufen am 7. November 2017</ref>
  • 2007: Nat Nakasa Award for Media Integrity

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Jacques Pauw – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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