Zum Inhalt springen

Javaapfel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Javaapfel
Datei:Wax apple1.jpg

Javaapfel (Syzygium samarangense)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Myrtenartige (Myrtales)
Familie: Myrtengewächse (Myrtaceae)
Gattung: Syzygium
Art: Javaapfel
Wissenschaftlicher Name
Syzygium samarangense
(Blume), Merr. & L.M.Perry

Der Javaapfel oder Rosenapfel (Syzygium samarangense), auch aus dem englischen Trivialnamen wax apple - Wachsapfel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Syzygium innerhalb der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Sie wird als Obst in den südostasiatischen Tropen und Subtropen angepflanzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Hoa của loài roi.jpg
Blüten mit den vielen auffälligen Staubblättern
Datei:Atlas der baumarten von Java (Figur 452) BHL47163274.jpg
Illustration aus Sijfert Hendrik Koorders, Theodoric Valeton: Atlas der Baumarten von Java, 1915, Figur 452
Datei:Wax apple.png
Querschnitt der Frucht

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Syzygium samarangense wächst als Baum und erreicht Wuchshöhen von bis zu 12 Metern. Die Zweige sind abgeflacht.<ref name="FoC2007" />

Die Laubblätter sind mehr oder weniger gegenständig am Zweig angeordnet. Der Blattstiel ist höchstens 4 Millimeter lang bis manchmal kaum erkennbar.<ref name="FoC2007" /> Die dünne ledrige, einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 10 bis 22 Zentimetern und einer Breite von 5 bis 8 Zentimetern elliptisch bis länglich mit schmal-gerundeter bis etwas herzförmiger Spreitenbasis und stumpfem bis etwas spitzem oberen Ende.<ref name="FoC2007" /> Auf der Blattunterseite sind viele kleine Drüsen vorhanden und die -oberseite wird beim Trocknen gelblich-braun. Auf jeder Seite des Mittelnervs befinden sich 14 bis 19 Seitenadern jeweils 6 bis 10 Millimeter voneinander entfernt und mit einem Winkel von 45° von der Mittelader abgehend, es gibt in geringem Abstand von etwa 5 Millimetern zum Blattrand verlaufende intramarginale Adern und eine zusätzliche Intramarginalader im Abstand von 1,5 Millimetern zum Blattrand; die Netznervatur ist auffällig.<ref name="FoC2007" />

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die achsel- oder endständigen zymösen Blütenstände sind 5 bis 6 Zentimeter lang und enthalten einige Blüten.<ref name="FoC2007" />

Die zwittrige Blüte ist vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist bei einer Länge von 7 bis 8 Millimetern sowie einem Durchmesser von 6 bis 7 Millimetern verkehrt-kegelförmig.<ref name="FoC2007" /> Die vier Kelchlappen sind etwa 4 Millimeter groß und fast kreisförmig.<ref name="FoC2007" /> Die vier freien, weißen Kronblätter sind 1 bis 1,3 Zentimeter lang.<ref name="FoC2007" /> Die vielen Staubblätter sind etwa 1,5 Zentimeter lang. Der Griffel ist 2,5 bis 3 Zentimeter lang.<ref name="FoC2007" />

An der Frucht sind haltbare fleischige Kelchblätter vorhanden.<ref name="FoC2007" /> Die bei Reife dunkel-rote, glänzende Frucht ist bei einer Länge von 4 bis 5 Zentimetern birnen- bis kegelförmig mit tief eingesunkenem oberen Ende und fleischig; sie enthalten nur einen Samen.<ref name="FoC2007" />

Ähnlichkeit mit Früchten verwandter Arten[Bearbeiten]

Die Javaapfelfrucht kann leicht mit dem ihm verwandten und ähnlichen Wasserapfel (Syzygium malaccense) verwechselt werden. Letztere ist jedoch in der Regel kleiner und gedrungener.<ref name="Schütt2006" />

Phänologie[Bearbeiten]

In Asien reicht die Blütezeit von März bis April. Die Früchte reifen im Mai sowie Juni.<ref name="FoC2007" />

Kulinarische Verwendung[Bearbeiten]

Das Fruchtfleisch ist fleischig mit hohem Wassergehalt und wird oft in Salaten frisch verzehrt. Die Früchte sind bekannt für ihren erfrischenden Geschmack, der an Wasser erinnert, und enthalten sehr wenig Nahrungsenergie, viele Antioxidantien wie Vitamin C sowie Mineralien wie Kalium und Kalzium. Damit entwickelt sich der Javaapfel immer mehr zum Trendfood. Die Früchte enthalten Lycopin, was hautverjüngend wirkt.<ref name="jung">Susanne Jung: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Lebensmittel-Warenkunde.de, 21. Oktober 2019; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);.@1@2Vorlage:Toter Link/blog.lebensmittel-warenkunde.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>

Aus den Laubblättern des Javaapfels kann ein krampflösendes, ätherisches Öl gewonnen werden.<ref name="jung" />

Es gibt einige Hinweise auf medizinische Verwendungen.<ref name="PurdueUni" />

Anbau und Kultivierung[Bearbeiten]

Sein Hauptanbaugebiet weist der Javaapfel inmitten des thailändischen Urwalds auf.<ref name="jung" />

Der Javaapfel gedeiht am besten in tropischen Klimazonen und wird anderen Klimazonen in beheizbaren Wintergärten oder Gewächshäusern kultiviert. Der Javaapfel wird bevorzugt auf sonnigen bis halbschattigen und warmen, windgeschützten Standorten angebaut. Für eine erfolgreiche Kultivierung ist es wichtig, die Pflanze ganzjährig unter Glas zu halten, um beste Ernteergebnisse zu erzielen.<ref name="picthisc">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. PictureThis; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Ökologische Bedeutung und Kultivierung[Bearbeiten]

Der Javaapfel trägt zur Biodiversität bei, indem er Bestäuber wie Bienen anzieht und als Nahrungsquelle für verschiedene Vogelarten dient. Der Javaapfel ist auch ein wichtiger Bestandteil der lokalen Kultur und Wirtschaft in den Ursprungsregionen, wo sie traditionell angebaut und genutzt wird. Der Javaapfel wird auch in anderen tropischen und subtropischen Regionen weltweit kultiviert.<ref name="picthisc" />

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Javaapfel (Syzygium samarangense) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Schütt2006"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="FoC2007"> Jie Chen, Lyn A. Craven: Myrtaceae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 13: Clusiaceae through Araliaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2007, ISBN 978-1-930723-59-7. Syzygium samarangense (Blume) Merrill & L. M. Perry. S. 345 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="PurdueUni"> J. Morton: Java Apple. In: Julia F. Morton: Fruits of warm climates. Miami, FL 1987, ISBN 0-9610184-1-0, S. 381 f, bei Horticulture – Purdue University </ref> </references>