Zum Inhalt springen

Kaliumoxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von K2O)
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Kaliumoxid
Vorlage:Farbe K+ 0 Vorlage:Farbe O2−
Allgemeines
Name Kaliumoxid
Andere Namen
Verhältnisformel K2O
Kurzbeschreibung

hygroskopische, farb- und geruchlose Kristalle<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 235-227-6
ECHA-InfoCard 100.032.012
PubChem 9989219
ChemSpider 8164801
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 94,20 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,32 g·cm−3<ref name="GESTIS">Eintrag zu Kaliumoxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Schmelzpunkt

>740 °C<ref>A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 1. Band: Grundlagen und Hauptgruppenelemente. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049585-0, S. 1515 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>
Zersetzung an 446 °C<ref name="Touzain"/>

Löslichkeit

heftige Zersetzung in Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314
EUH: 014
P: 101​‐​102​‐​280​‐​303+361+353​‐​305+351+338​‐​405<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Kaliumoxid (K2O) ist eine chemische Verbindung des Kaliums aus der Gruppe der Oxide und liegt als weißer Feststoff vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Kaliumoxid kann durch Reaktion von Sauerstoff und Kalium gewonnen werden, wobei Kaliumperoxid K2O2 und durch die Reaktion mit weiterem Kalium dann Kaliumoxid entsteht.<ref name="wiberg1">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1285.</ref>

<chem>K2O2 + 2K -> 2K2O</chem>

Alternativ kann Kaliumoxid durch Erhitzen von Kaliumnitrat oder Kaliumnitrit mit Kalium oder Kaliumazid erzeugt werden.<ref name="wiberg1"/>

<chem>2KNO3 + 10K -> 6K2O + N2</chem>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Kaliumoxid besitzt eine kubische Antifluorit-Kristallstruktur mit der Raumgruppe Fm3m (Raumgruppen-Nr. 225)Vorlage:Raumgruppe/225 und dem Gitterparameter a = 6,436 Ångström (Einheit).<ref>E. Zintl, A. Harder, B. Dauth: Gitterstruktur der Oxyde, Sulfide, Selenide und Telluride des Lithiums, Natriums und Kaliums. In: Zeitschrift für Elektrochemie und angewandte physikalische Chemie. Band 40, Nr. 8, 1934, S. 588–593, doi:10.1002/bbpc.1934040081.</ref> In dieser Struktur tauschen die Anionen und Kationen gegenüber der von Calciumfluorid ihre Positionen. Zudem sind zwei weitere Modifikationen bekannt, die die Verbindung bei höheren Temperaturen bildet. Zwischen 317 und 372 °C kristallisiert es in einer kubisch-primitiven Struktur mit dem Gitterparameter a = 12,125 Å, oberhalb davon in einer rhomboedrischen Struktur mit den Gitterparametern a = 12,543 Å und α = 91,47°.<ref name="Touzain">Ph. Touzain, F. Brisse, and M. Caillet: Systèmes métaux alcalins–oxygène. 3ème Partie. Polymorphisme du monooxyde de potassium K2O. In: Canadian Journal of Chemistry. Band 48, Nr. 21, 1970, S. 3358–3361, doi:10.1139/v70-564.</ref>

Ab 446 °C beginnt eine partielle Disproportionierung zu Kalium und Kaliumperoxid.<ref name="Touzain"/>

Die Standardbildungsenthalpie von Kaliumoxid beträgt ΔHf0 = −363 kJ/mol.<ref name="wiberg2">A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 1286.</ref>

Wie andere Alkalimetalloxide bildet Kaliumoxid bei Berührung mit Wasser ein Hydroxid, in diesem Fall Kaliumhydroxid (KOH), das sich in Wasser zu Kalilauge löst.<ref name="GESTIS" />

<chem>K2O + H2O -> 2KOH</chem>

Verwendung[Bearbeiten]

Kaliumoxid selbst wird nicht als Düngemittel (PK/NPK-Dünger) verwendet, aber dort als Maßeinheit für den Anteil von Kalium (z. B. in Form von Kaliumsulfat, Kaliumformiat, Kaliumnitrat oder Kaliumchlorid) im Düngemittel eingesetzt.<ref>Bundesministerium für Justiz: Verordnung über das Inverkehrbringen von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln (Düngemittelverordnung - DüMV) §6 (Definition von Düngemitteltypen)</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Die Seite Vorlage:BoxenVerschmelzen/styles.css hat keinen Inhalt.