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Keiler (Panzer)

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Keiler
Datei:DEU Mountain Engineers mine clearing tank "Keiler" on its way to clear the minefield, Trident Juncture 15 (22247738160).jpg

Minenräumpanzer Keiler

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 2 (Fahrer, Kommandant)
Länge 8,67 m (Bei Räumung: 10,7 m)
Breite 3,80 m (Bei Räumung: 6,35 m)
Höhe 3,84 m (Bei Räumung: 2,98 m)
Masse 53 t
Panzerung und Bewaffnung
Hauptbewaffnung keine
Sekundärbewaffnung Nebelmittelwurfanlage
Beweglichkeit
Antrieb MTU-Achtzylinder Dieselmotor MB 871 Ka-501 mit Abgasturbolader
818 kW (1112 PS)
Federung Torsionsstab
Geschwindigkeit 48 km/h (Straße)
Leistung/Gewicht 15,4 kW/t
Reichweite 350 km

Der Minenräumpanzer (MiRPz) Keiler dient in seiner Hauptfunktion dem sicheren Räumen von Gassen durch Minensperren unter Panzerschutz und wird in den Panzerpionierkompanien der Bundeswehr eingesetzt.

Entwicklungsgeschichte[Bearbeiten]

Das Minenräumsystem Keiler ist eine Entwicklung der Firmen MaK GmbH in Kiel, Thyssen Henschel Wehrtechnik (beide gehören seit 1992 und 1999 zu Rheinmetall Landsysteme), MTU Friedrichshafen und der Renk AG. Als Basis wählte man die Wanne des M48 Patton A2C<ref>Minenräumpanzer "Keiler". In: www.panzer-modell.de. Thomas Hartwig und Thomas Stefanus, 2003, abgerufen am 2. Januar 2023.</ref>. Zwischen 1996 und 1998 lieferte die Firma MaK als Generalunternehmer 24 Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von 114 Millionen Deutsche Mark an die Panzerpionierkompanien der Bundeswehr. Im Zeitraum 2016 bis 2018 wurden die verbliebenen Keiler modernisiert. Die modernisierte Variante unterscheidet sich äußerlich durch Antriebsrad und Kette.<ref>Ulrich Wrede: Minenräumpanzer Keiler. In: Ulrich’s Referenzbilder. Ulrich Wrede, 2012, abgerufen am 2. Januar 2023.</ref>

Funktionsbeschreibung[Bearbeiten]

Der Keiler ist in der Lage, mit Hilfe seiner hydraulisch angetriebenen Bodenfräse alle bislang bekannten Arten von verdeckt oder offen verlegten Landminen (Schützen- und Panzerabwehrminen) zu räumen. Dazu fräst er eine Gasse von 4,70 m Breite und 25 cm Tiefe mit 24 gegen die Fahrtrichtung rotierenden Räumelementen (Elefantenfuß), die an einer beweglichen Räumeinrichtung befestigt sind. Dabei werden die Minen ausgelöst, zerstört oder zur Seite geschleudert. Die Geschwindigkeit im Räumbetrieb, die sich nach der Bodenbeschaffenheit und Räumtiefe richtet, liegt zwischen 0,5 km/h und 4,5 km/h. Die so geräumte Gasse kann durch ein Räumgassenmarkierungssystem CLAMS (Clear Lane Marking System) gekennzeichnet werden. Das Verlegen der Räummarkierungsteller erfolgt manuell oder automatisch in Abständen von 6, 12, 24 oder 48 Metern.

Aufgrund der Belastungen und zum Schutz der Besatzung während des Räumens entschied man sich für die Gusswanne des M48 Patton, die einen besseren Schutz bietet und dauerhafter ist als eine geschweißte Wanne, deren Schweißnähte aufgrund der schockwellenartigen Explosionen von Minen und der Vibrationen des Räumgerätes reißen könnten. Als weitere Modifikation besitzt der Keiler einen klappbaren schlittenartigen Bugschild, der einen stabilen Räumvorgang ermöglicht und die Buglastigkeit im Räumbetrieb kompensiert.

Die Wirksamkeit (98 %) des Minenräumpanzers zeigte sich bei dem UN-Einsatz in Somalia und bei SFOR. Durch sein Funktionsprinzip, das in Kauf nimmt, dass Minen nicht ausgelöst, sondern nur zur Seite geschleudert werden, ist er ein rein militärisches Gerät und nicht zum Räumen von Flächen im Rahmen humanitärer Einsätze geeignet.

Technische Daten[Bearbeiten]

Datei:Minenräumpanzer Keiler.jpg
Keiler in Marschstellung
Gut zu erkennen der Bugschild, die Tiefenfühler links und rechts und die zwei Stützen für die Räumelemente.
Datei:MaK Keiler working.JPEG
Keiler im Räumeinsatz während des SFOR-Einsatzes in Bosnien-Herzegowina
Datei:Minenräumpanzer M 48 Keiler - Panzermuseum Munster-20240529 (1).JPG
MiRPz Keiler im Panzermuseum Munster
Minenräumsystem KEILER
Räumwirksamkeit: 98 %
Räumgeschwindigkeit: 0,5 km/h bis 4,5 km/h
Räumbreite: 4,70 m
Räumtiefe: 0,25 m
Gefechtsgewicht: 53 t
Bodenfreiheit: 245 mm
Steigfähigkeit: max. 60 %
Kletterfähigkeit: 220 mm
Querneigung: max. 30 %
Grabenüberschreitfähigkeit: 1.620 mm
Watfähigkeit o. Vorbereitung: 800 mm mit Räumspurmarkierungskasten (CLAMS); 1.220 mm ohne
Kraftstoffmenge: 1111 l
Kraftstoffverbrauch: Straße: ca. 320 l / 100 km
Gelände: ca. 580 l / 100 km
Räumbetrieb: ca. 320 l/h
Kühlung: Flüssigkeitsumlaufkühlung mit geschlossenem Kreislauf
Getriebe: Renk HSWL 284 M; vier Vor-, zwei Rückwärtsgänge

Nutzer[Bearbeiten]

Neben Deutschland nutzt Polen seit 2002 vier Keiler aus den Beständen der Bundeswehr.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Minenräumpanzer Keiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Kampfpanzer:

M47 Patton • M48 Patton • Leopard 1 • Leopard 2

Spähpanzer:

M41 Walker Bulldog • Schützenpanzer kurz, Hotchkiss • Radaraufklärungspanzer 91-2

Jagdpanzer:

Raketenjagdpanzer 1, HS30 • Kanonenjagdpanzer • Raketenjagdpanzer 2 • Jaguar 1 • Jaguar 2

Schützenpanzer:

M39 • Schützenpanzer lang, HS30 • Marder • Puma

Transporter:

Universal Carrier • M113 • Bv206 D/S

Waffenträger:

M113 Panzermörser 120 mm • Wiesel 1 • Wiesel 2 • Wiesel 2 Ozelot

Rohrartillerie:

M7 B2 Priest • M44 • M52 • M55 • M107 Selbstfahr-Haubitze • M109 • M110 Selbstfahr-Haubitze • Panzerhaubitze 2000

Raketenartillerie:

M667/M668 Lance • MARS

Flugabwehrpanzer:

M16 • M42 A1 Duster • Gepard • Roland

Pionierfahrzeuge:

Brückenlegepanzer M48 • Räumpanzer M48 • Pionierpanzer 1 • Biber • Skorpion • Dachs • Keiler • Leguan • Kodiak

Bergepanzer:

M74 • M88 • Bergepanzer 2 • Büffel

Kettenzugmaschinen:

M4 • M5 A4

Prototypen und Versuchsmuster:

TÜR • Kampfpanzer 70 • VTS1 • VT1 • SP I.C. • GPM • Marder 2 • Panzerhaubitze 70 • Panzerschnellbrücke 2 • NGP • PUMA • Begleitpanzer 57 AIFSV • Panzerkampfwagen 2000 • Versuchsträger Gesamtschutz • Spähpanzer Ru 251 • Europanzer

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

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