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Kill II This

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Kill II This
Allgemeine Informationen
Herkunft Stockport, England
Genre(s) Industrial Metal, Groove Metal, Nu Metal
Aktive Jahre
Gründung 1996, 2014
Auflösung 2005 oder später als City of God
Website
Aktuelle Besetzung
Simon Gordon
Mark Mynett
Pete Stone
Jeff Singer
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Phillip Bretnall
Schlagzeug
Steve Rooney
Gesang
Nick Arlea
Gesang
Matt Pollock
E-Gitarre
Suneil Raj
E-Bass
Caroline Campbell
Schlagzeug
Ben Calvert
E-Bass
Andy Whitehead
E-Bass
Tim Lyons Preston

Kill II This (manchmal auch Kill 2 This) ist eine englische Industrial-Metal- und Groove-Metal-Band aus Stockport, die 1996 gegründet wurde, sich ca. 2005 unter dem Namen City of God auflöste und seit 2014 wieder aktiv ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Band wurde im März<ref name="profiles">Profiles. kill2this.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 26. April 2005; abgerufen am 19. August 2017.</ref> 1996 von dem Gitarristen Mark Mynett und dem Schlagzeuger Jeff Singer gegründet. Ergänzt wurde die Besetzung durch den Sänger Nick Arlea und den Bassisten Pete Stone.<ref name="lexikon">Christian Graf: Nu Metal und Crossover Lexikon. Lexikon Imprint Verlag, 2002, ISBN 3-89602-515-5, S. 145 f.</ref> Bis auf Arlea waren zuvor alle Mitglieder in der Band China Beach aktiv gewesen. Der Bandname Kill II This geht auf Mynett zurück, der, als er 19 Jahre alt war, wegen seines Betäubungsmittelkonsums berauscht und nackt auf einem Friedhof tanzend, sich einbildend mit den Toten zu sprechen, festgenommen und infolgedessen in eine Psychiatrie eingewiesen worden war. In seinem Zimmer hatte mit Blut an einer Wand geschrieben gestanden „I kill all this“.<ref name="MH 03/97">Matthias Weckmann: Kill II This. In: Metal Hammer. März 1997, S. 109.</ref>

Im Juni 1997 erschien über Hardware Records das von Colin Richardson abgemischte Album Another Cross II Bare.<ref name="lexikon" /> Das Album wurde aufgrund seines Covers in seiner ursprünglichen Form in Japan verboten, sodass es abgeändert werden musste.<ref name="MH 03/97" /> Kurze Zeit später kam Andy Whitehead als neuer Bassist hinzu.<ref name="lexikon" /> Ebenfalls im Juni 1997 ging es zusammen mit Grip Inc. und Skinlab auf Europatournee. Im Herbst<ref name="rockdetector">Biography. rockdetector.com, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 11. April 2016; abgerufen am 18. August 2017.</ref> spielte die Band zusammen mit Megadeth, wobei sie auch zusammen mit Testament auftrat.<ref name="facebook">Info. Facebook, abgerufen am 12. August 2017.</ref> Auch war die Gruppe live mit Annihilator zu sehen.<ref name="lexikon" /> Dabei waren die beiden Bands auch zusammen mit Dearly Beheaded in München zu sehen.<ref>Matthias Weckmann: Annihilator Dearly Beheaded Kill II This. München Backstage. In: Metal Hammer. Januar 1997, S. 130.</ref> Später begannen mit dem Produzenten Andy Sneap die Vorarbeiten zum nächsten Album. Im April 1998<ref name="rockdetector" /> kam Caroline Campbell als neue Bassistin zur Besetzung, die erstmals im Sommer des Jahres mit der Band als Vorgruppe von Stuck Mojo live unterwegs war. Danach stieg Arlea aus und wurde durch den Sänger Patt Pollock ersetzt.<ref name="lexikon" />

Nachdem 1998 über Visible Noise<ref name="lexikon" /> das Album Deviate veröffentlicht worden war, ging es auf Tournee, wobei seit Ende<ref name="lexikon" /> des Jahres der 17-jährigre<ref name="lexikon" /> Ben Calvert das Schlagzeug für Singer übernommen hatte. Die Band spielte zusammen mit Anthrax, trat mit Soulfly in Großbritannien auf und ging auf Tour durch Europa mit Entombed.<ref name="facebook" /> 1999 war die Band auch zusammen mit My Ruin zu sehen.<ref name="lexikon" /> Nach einer Tour durch Großbritannien im Jahr 2000<ref name="bio">Biography... kill2this.co.uk, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 19. August 2017; abgerufen am 13. August 2017.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/kill2this.co.uk</ref> mit Earthtone9<ref name="bio" /> und Linea 77<ref name="bio" /> folgten Konzerte mit Slipknot auf deren erster Europatour.<ref name="facebook" /> Im Juli 2000 gehörte die Band zum Programm des Londoner Lost Weekend Festivals. 48 Stunden zuvor hatte Calvert die Band verlassen, woraufhin Jay Micciche<ref name="rockdetector" /> von der Band Vacant Stare einsprang. Permanenter Schlagzeuger wurde im Sommer 2000<ref name="profiles" /> Steve Rooney. Im Herbst des Jahres ging es zusammen mit Brutal Deluxe und den Lostprophets auf Tournee. Danach trennte sich Campbell im Streit von der Gruppe, woraufhin Stone zur Besetzung zurückkehrte.<ref name="lexikon" />

Auf dem dritten Album Trinity, das erneut von Sneap<ref name="facebook" /> produziert und im selben<ref name="lexikon" /> Jahr veröffentlicht worden war, ist Burton C. Bell als Gastsänger im Lied Two Tribes, im Original von Frankie Goes to Hollywood, enthalten.<ref name="bio" /> An den Turntables ist Ross Stone von Vacant Stare zu hören.<ref name="rockdetector" /> Mitte 2001 war die Gruppe auf dem Graspop Metal Meeting zu sehen.<ref>Robert Müller, Thorsten Zahn, Elmar Salmutter: Festival: Graspop. Orgien, Orgasmen und Ohrenschmerzen. In: Metal Hammer. August 2001, S. 38 ff.</ref> Im August des Jahres wurde bekannt, dass sich Visible Noise von der Band getrennt hatte, ehe Pollock kurze Zeit später seinen Ausstieg verkündete. Am 26. November 2001 wurde daraufhin der neue Sänger Phil Bretnall präsentiert.<ref name="lexikon" /> Nach Auftritten mit Devin Townsend und Godflesh in Großbritannien im Dezember, spielte Kill II This im Januar 2002 im Camden Underworld als Vorgruppe für SOiL.<ref name="rockdetector" /> Die nächste Großbritannientournee wurde mit Fear Factory abgehalten, danach gab es erneute Auftritte mit Slipknot in Europa.<ref name="facebook" />

2003 schloss sich mit dem Album Mass. [Down.]-Sin. (Drone.) die nächste von Sneap<ref name="popoff">Martin Popoff, David Perri: The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The ’00s. Collectors Guide Ltd, Burlington, Ontario, Kanada 2011, ISBN 978-1-92659220-6, S. 263 f.</ref> produzierte Veröffentlichung an.<ref name="facebook" /> Nach Auftritten mit Anthrax und Type O Negative in Großbritannien, ging es im September 2003 mit Area 54 auf UK-Tournee. Danach folgten Auftritten mit Machine Head in Europa, denen sich weitere in Europa mit Slitheryn und Dagoba anschlossen.<ref name="rockdetector" />

Im Frühling 2004 gab Mark Mynett bekannt, dass das fünfte Album der Gruppe ihr letztes sein würde. Ab Oktober 2004<ref name="city of god">News. cityofgod.co.uk, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. August 2005; abgerufen am 14. August 2017.</ref> nannte sich die Band City of God, woraufhin das Album A New Spiritual Mountain veröffentlicht wurde, das im Januar 2005<ref name="city of god" /> fertiggestellt worden war.<ref name="facebook" /> Die Besetzung bestand dabei neben Mynett aus dem Schlagzeuger Jeff Singer, dem Sänger Simon Gordon und dem Bassisten Tim Preston. Für das Lied God Kills America wurde im Februar 2005 ein Musikvideo erstellt, dem im Mai für When Broken Glass Floats ein zweites folgte.<ref name="city of god" /> Die Band ging nicht auf Tour, um den Tonträger zu bewerben, stattdessen löste sie sich auf.

2014 reaktivierten Singer, Mynett und Stone Kill II This, wobei Simon Gordon den Gesang übernahm. Nachdem die Band auf dem La Fiesta Du Rock in Belgien und dem Bloodstock Open Air aufgetreten war, ging es im Herbst 2016 auf Tour durch Großbritannien.<ref name="facebook" />

Stil[Bearbeiten]

Joel McIver zählte die Gruppe in seinem Buch The Next Generation of Rock & Punk Nu-Metal zur „new wave of British nu-metal“.<ref>Joel McIver: The Next Generation of Rock & Punk Nu-Metal. Omnibus Press, 2002, ISBN 0-7119-9209-6, S. 67 f.</ref> Martin Popoff schrieb in seinem Buch The Collector’s Guide of Heavy Metal Volume 4: The ’00s über Mass. [Down.]-Sin. (Drone.), dass hierauf Gothic Rock, Industrial, progressiver Black Metal, etwas Nu Metal und die geradlinigen Grooves von Paradise Lost vermischt werden. Andererseits klinge die Gruppe jedoch auch wie eine Mischung aus Slipknot und Stuck Mojo. Popoff fasste die Musik insgesamt als futuristischen Progressive Metal zusammen.<ref name="popoff" />

Matthias Weckmann vom Metal Hammer stellte fest, dass man auch auf dem Debütalbum noch Neo-Thrash-Einflüsse feststellen kann, sodass ein Vergleich zu vorherigen China-Beach-Zeiten naheliege. Der Vergleich passe auf Deviate jedoch nicht mehr, da man nun Industrial-Gitarren einsetze. Den Stilwandel begründete Mynett im Interview mit Weckmann dadurch, dass man früher oft mit Machine Head und Pantera verglichen wurde, jedoch könne man solchen Bands nicht das Wasser reichen. Da er im Metal-Bereich nichts Innovatives mehr habe finden können, habe er sich dann verstärkt mit elektronischer Musik beschäftigt. Weckmann fasste Deviate wie folgt zusammen: „[D]ie Gitarren surren wie Turbinen, weibliche Background-Vocals setzen einen genialen Kontrapunkt zu den harschen Tönen des neuen Sängers Mat Pollock und die Samples stützen die unaufhaltsame Energie der Songs, die qualitativ selbst nicht vor den Genreführern Fear Factory zurückschrecken müssen“.<ref>Matthias Weckmann: Kill II This. Unterwasser-Metal. In: Metal Hammer. März 1999, S. 9.</ref>

Uwe „Buffo“ Schnädelbach vom Rock Hard schrieb in seiner Rezension zu Another Cross II Bare, dass man hierauf „brutalen, zumeist mörderisch groovenden Power/Thrash Metal“ hören könne, wobei man sich oft an Machine Head oder Pantera erinnert fühle. Als Gesang werde nicht nur „aggressiv durch die Gegend [ge]brüllt“, sondern der Sänger könne auch passabel singen.<ref>Uwe "Buffo" Schnädelbach: Kill II This. Another Cross to Bear. In: Rock Hard. Nr. 118, März 1997.</ref> Zwei Jahre später stellte Wolfgang Schäfer in der Rezension zu Deviate fest, dass die Band sich seit der Gründung im Industrial-Bereich befindet. Die Band habe ein besonderes Gespür für griffige Melodien. Als Basis benutze man „genregerecht fett inszenierte und produzierte Gitarren, knackige Grooves und Rap-Beats, über die diverse elektronische Spielereien, Gescratche und soulig angehauchte weibliche Backings getürmt werden“. Der Gruppe gelinge der Spagat zwischen Härte und Melodie, wobei man sie als „minimal gemäßigtere und melodischere Ausgabe von Machine Head und Clawfinger“ bezeichnen könne.<ref>Wolfgang Schäfer: Kill II This. Deviate. In: Rock Hard. Nr. 140, April 1999.</ref> Drei Ausgaben später schrieb das Rock Hard, dass Deviate für Leute geeignet ist, die von Fear Factorys Obsolete enttäuscht seien und das Album könne es sogar mit Demanufacture aufnehmen. Insgesamt spiele die Gruppe eine „durch Scratches & Loops aufgemotzte Mischung aus Industrial- und Thrash-Metal“. Im Interview mit dem Magazin gab Mynett an, dass alle Lieder der CD von Isolation, Einsamkeit, Verzweiflung und Wut handeln. Seine Kindheit habe ihn stark geprägt, da seine Eltern mit Einäscherungs-Geräten gehandelt hätten, sodass er oft auf Friedhöfen gespielt habe und dadurch Interesse an Dingen wie gewalttätiger Literatur entwickelt habe. Besonders fasziniere ihn das Alte Testament, das voller Sex und Gewalt sei.<ref>Kill II This. Wann kommt die Flut? In: Rock Hard. Nr. 143, April 1999.</ref> In einer weiteren Ausgabe rezensierte Schnädelbach Trinity und zählte die Band zu den „besten Modern/Neo-Metalbands Europas“, wobei sich die Musik vor allem durch Originalität auszeichne, indem man unter anderem vermeide, Gruppen wie Fear Factory zu kopieren. In den Songs setze die Band Loops und Samples ein und baue auf eine Mischung aus „satten Grooves und griffigen Melodien“.<ref>Uwe "Buffo" Schnädelbach: Kill II This. Trinity (Voodoo, Vice and the Virgin Mary). In: Rock Hard. Nr. 157, Juni 2000.</ref> Wolfram Küper stellte in seiner Rezension zu Mass. [Down.]-Sin. (Drone.) fast, dass man die Band in keine eindeutige Kategorie stecken kann, sodass man ihr am ehesten die inhomogene Bezeichnung Crossover zuweisen könne. Die Gruppe verbinde klassischen Thrash Metal, Nu Metal und Industrial sowie akustische, symphonische und orientalische Elemente. Hinzu komme ein abwechslungsreicher Gesang. Dadurch habe man ein „interessantes, kreatives und abwechslungsreiches modernes Album“ geschaffen.<ref>Wolfram Küper: Kill II This. Mass Down Sin Drome. In: Rock Hard. Nr. 193, Juni 2003.</ref>

Diskografie[Bearbeiten]

als Kill II This
  • 1996: Kill II This (Demo, Eigenveröffentlichung)
  • 1997: Another Cross II Bare (Album, Hardware Records)
  • 1998: Deviate (Album, Visible Noise)
  • 2000: Trinity (Album, Visible Noise)
  • 2003: Mass. [Down.]-Sin. (Drone.) (Album, M10 Records)
als City of God

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />