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Leersia

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Leersia
Datei:Leersia oryzoides — Flora Batava — Volume v10.jpg

Reisquecke (Leersia oryzoides), Illustration<ref name="Illustration"/>

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Ehrhartoideae
Tribus: Oryzeae
Gattung: Leersia
Wissenschaftlicher Name
Leersia
SW.

Leersia ist eine Gattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), deren Vertreter sich nur wenig von Vertretern der Gattung Reis (Oryza) unterscheiden. Die Arten finden sich weltweit in tropischen bis warmgemäßigten Gebieten. Eine der etwa 20 Arten, die Reisquecke (Leersia oryzoides), findet man in Europa.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Leersia sind meist ausdauernde, seltener einjährige Wasser- oder Sumpfpflanzen, die Ausläufer oder Rhizome bilden. Die Halme sind dünn und 15 bis 200 Zentimeter lang. Der untere Teil ist kriechend oder schwimmend, der obere Teil aufgerichtet oder aufsteigend, mit vielen, behaarten und angeschwollenen Knoten. Die Blattspreiten sind linear-lanzettlich und wachsen beinahe ohne Blattscheide direkt am Halm (kaulin). Das Blatthäutchen ist häutig und unbewimpert. Die Blütenstände sind Rispen mit meist einfachen, traubenartigen Seitenästen auf kurzen Stielen. Die Ährchen tragen jeweils nur ein Blütchen und sind elliptisch bis schmal länglich, deutlich seitlich abgeflacht und 1,5 bis 8 Millimeter lang. Sie lösen sich leicht vom Stiel und fallen als ganzes ab. Hüllspelzen fehlen. Die Deckspelze ist bootsförmig, gekielt, papierartig bis derbhäutig, vorstehend fünfnervig, wobei die äußeren Nerven mit denen der Vorspelze ineinander greifen. Der Kiel der Deckspelze ist schuppig bis kammförmig bewimpert, das obere Ende ist spitz oder geschnäbelt und meist grannenlos. Die Vorspelze ähnelt der Deckspelze, ist jedoch schmäler, gleich lang oder etwa länger, papierartig, dreinervig und hat einen bewimperten Kiel. Je Blüte werden zwei Schwellkörper und ein, zwei, drei oder sechs Staubblätter gebildet. Die Früchte sind länglich, der Embryo erreicht etwa ein Drittel der Länge der Frucht. Das Hilum ist linealisch.<ref name="FoC"/><ref name="grassbase"/>

Die Chromosomengrundzahl beträgt x=12.<ref name="FoC"/>

Verbreitung[Bearbeiten]

Die etwa 20 Arten sind in tropischen bis warm-gemäßigten Zonen auf der ganzen Welt verbreitet. Eine Art, die Reisquecke (Leersia oryzoides) kommt in Europa vor, elf Arten in Afrika, sechs Arten in Nordamerika, vier in Südamerika und vier in China.<ref name="FoC"/><ref name="grassbase"/>

Datei:Leersia hexandra flowerhead8 (8236290516).jpg
Leersia hexandra, Blütenstand
Datei:Leersia virginica NRCS-1.jpg
Leersia virginica, Blütenstand

Systematik und Forschungsgeschichte[Bearbeiten]

Leersia ist eine Gattung aus der Familie der Süßgräser (Poaceae), dort wird sie der Unterfamilie Ehrhartoideae und Tribus Oryzeae zugeordnet.<ref name="GRIN"/> Die Gattung wurde 1788 von Olof Peter Swartz in Nova Genera & Species Plantarum seu Prodromus descriptionum Vegetabilium ... Band 1, Seite 28 aufgestellt.<ref name="IPNI"/> Der Gattungsname Leersia erinnert an den deutschen Apotheker Johann Daniel Leers, (1727–1774).<ref name="spektrum"/> Die Gattung unterscheidet sich nur durch das Fehlen steriler Deckschuppen vom Reis (Oryza).<ref name="FoC"/> Synonyme der Gattung sind Aplexia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Asprella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Schreb., Blepharochloa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Endl., Ehrhartia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.F.H.Wigg., Endodia Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Raf., Homalocenchrus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Mieg und Pseudoryza Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griff.<ref name="GRIN"/>

Der Gattung werden etwa 20 Arten zugerechnet<ref name="PlantList"/>:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="grassbase"> W.D. Clayton, M. Vorontsova, K.T. Harman, H. Williamson: Leersia. In: GrassBase - The Online World Grass Flora. Royal Botanic Gardens, Kew, abgerufen am 2. November 2014 (englisch). </ref> <ref name="FoC"> Shou-liang Chen et al.: Leersia in Flora of China, Vol 22. </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. </ref> <ref name="IPNI"> Leersia. In: The International Plant Name Index. Abgerufen am 2. November 2014 (englisch). </ref> <ref name="PlantList"> Leersia. In: The Plant List. Abgerufen am 2. November 2014. </ref> <ref name="spektrum"> Leersia. In: Kompaktlexikon der Biologie bei Spektrum.de. Abgerufen am 8. November 2014. </ref> <ref name="deutsch"> Deutscher Name nach Aichele, Schwegler: Unsere Gräser. Über 400 Farbzeichnungen. Aktualisierte 12. Auflage. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12573-1, S. 100. </ref> <ref name="Illustration"> Illustration von Jan Kops (1765–1849) aus Flora Batava of Afbeelding en Beschrijving van Nederlandsche Gewassen. 1849. </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Leersia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • W.D. Clayton, M. Vorontsova, K.T. Harman, H. Williamson: Leersia. In: GrassBase - The Online World Grass Flora. Royal Botanic Gardens, Kew, abgerufen am 2. November 2014 (englisch).