Leetze
Leetze Gemeinde Kuhfelde
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(88)&title=Leetze 52° 46′ N, 11° 4′ O
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| Höhe: | 55 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 7,6 km²<ref name="HOB-12" /> | |||||
| Einwohner: | 88 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 12 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 20. Juli 1950 | |||||
| Eingemeindet nach: | Heidberg | |||||
| Postleitzahl: | 29416 | |||||
| Vorwahl: | 039035 | |||||
Lage von Leetze in Sachsen-Anhalt
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Leetze ist ein Ortsteil der Gemeinde Kuhfelde im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie[Bearbeiten]
Leetze, ein Haufendorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt etwa vier Kilometer südwestlich von Kuhfelde und 12 km südwestlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark. Nordöstlich des Dorfes liegt die Kiesgrube Heidberg.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]
Leetze hat sich von einem Sackgassendorf zu einem Haufendorf entwickelt.<ref name="HOB-12" />
Die erste urkundliche Erwähnung als Letze stammt aus dem Jahre 1344, als Markgraf Ludwig dem Kloster Dambeck Hebungen aus mehreren Dörfern überlässt.<ref name="Riedel-17" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird das Dorf ebenfalls als Letze mit 18 Hufen aufgeführt, wegen ihrer Armut mussten die 18 Höfe keine Abgaben an das Kloster leisten.<ref name="Landbuch" /> Weitere Nennungen sind 1438 tor Letzen,<ref name="Riedel-6" /> 1687 Leetze<ref name="HOB-12" /> und so auch 1804 Leetze, Dorf mit 10 Feuerstellen und 18 Hufen.<ref name="Bratring-1" />
Archäologie[Bearbeiten]
Im Oktober 1893 hatte Joachim Rokohl beim Anlegen einer Kartoffelmiete westlich des Dorfes in einer Steinsetzung drei Kugeltöpfe gefunden. In einem davon waren in einem Lederbeutel 201 Münzen aus dem 10. Jahrhundert. Einige Münzen sind im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin überliefert.<ref name="JBAGV-1894" /><ref name="Corpus 1" />
Landwirtschaft[Bearbeiten]
Im Jahre 1952 wurde in der Gemeinde Heidberg die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III gegründet, die LPG „Frischer Wind“ in Leetze. 1966 wurde in Heidberg eine Zwischengenossenschaftliche Einrichtung, die ZGE (Geflügel) „Fortschritt“, gegründet, die 1973 an die LPG „Frischer Wind“ angeschlossen wurde. 1975 entstand aus der LPG in Leetze, der LPG „Eichengrund“ Bierstedt, der LPG „Einigkeit“ Mehmke und LPG „V. Parteitag“ Hohengrieben die LPG (T) „Einigkeit“ Bierstedt.<ref name="HOB-12 S. 915" />
Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten]
Heinrich Sültmann leitet den Namen ausgehend von 1375 Letze, 1438 tor letzen aus dem slawischen Wort „laze, lozow“ für „Rodung“ oder „lese, lessen“ für „Wald“ ab und übersetzt zu „Waldrodung“.<ref name="Sültmann 1931" />
Aleksander Brückner erkennt im Namen das altslawische Wort „lêsъ“ für „Wald“.<ref name="Brückner" />
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Leetze gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Beetzendorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />
Mit der Auflösung des Gutsbezirks Tylsen am 30. September 1928 wurde das Vorwerk Wötz mit der Landgemeinde Leetze vereinigt.<ref name="AB-RB-Magdeburg" />
Am 20. Juli 1950 wurden die Gemeinde Leetze (mit ihrem Ortsteil Wötz) und die Gemeinde Hohenlangenbeck aus dem Landkreis Salzwedel zur neuen Gemeinde Heidberg zusammengeschlossen.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 1. März 1973 wurde die Gemeinde Heidberg aus dem Kreis Salzwedel in die Gemeinde Siedenlangenbeck eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" /> So kamen die Heidberger Ortsteile Leetze und Wötz zu Siedenlangenbeck. Am 1. Juli 2009 wurde Siedenlangenbeck in Kuhfelde eingemeindet. Damit kamen die Ortsteile Leetze und Wötz zur Gemeinde Kuhfelde.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:<ref name="HOB-12" />
Religion[Bearbeiten]
Die evangelische Kirchengemeinde Leetze, die früher zur Pfarrei Kuhfelde gehörte,<ref name="Almanach1903" /> gehört heute zum Kirchspiel Kuhfelde und zum Pfarrbereich Salzwedel, St. Katharinen des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- Die Dorfkirche in Leetze ist ein kleiner neogotischer Rechteckbau aus Feldstein mit Backsteingiebeln aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.<ref name="Altmarkkirchen" /> Die Kirche war eine Filialkirche der Kirche in Kuhfelde.<ref name="Pfarrerbuch" />
- Die Großsteingräber bei Leetze sind eine Gruppe von acht noch weitgehend erhaltenen jungsteinzeitlichen Megalithanlagen der Trichterbecherkultur.
Verkehrsanbindung[Bearbeiten]
Das Dorf liegt unweit westlich der Bundesstraße 248, die das Gemeindegebiet von Kuhfelde von Südwesten nach Nordosten durchquert und unter anderem von Rohrberg nach Salzwedel führt. Die in der Nähe liegende Bahnstrecke Oebisfelde–Salzwedel ist stillgelegt.
Wirtschaft[Bearbeiten]
- Kieswerk Heidberg
Literatur[Bearbeiten]
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks[Bearbeiten]
- Leetze im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 278 (PDF).</ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 217.</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Berlin 1804, S. 380 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Brückner">Aleksander Brückner: Die slavischen Ansiedlungen in der Altmark und im Magdeburgischen (= Preisschriften, gekrönt und herausgegeben von der Fürstlich-Jablonowskischen Gesellschaft zu Leipzig. Band 22). 1879, S. 73, 40 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Corpus 1">Joachim Herrmann und Peter Donat (Hrsg.): Bezirke Rostock (Westteil), Schwerin und Magdeburg. Textteil. (= Corpus archäologischer Quellen zur Frühgeschichte auf dem Gebiet der DDR. Lieferung 1). Berlin 1973, DNB 740209957, S. 165, 18/11 Leetze, Gemeinde Heidberg.</ref>
<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>
<ref name="HOB-12 S. 915">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="JBAGV-1894">Karl Gädcke: Fundberichte. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 24. Jahresbericht, 1894, S. 90 (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 404 (Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.uni-potsdam.de ( vom 22. März 2019 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Salzwedel, St. Katharinen. In: ekmd.de. Abgerufen am 30. Mai 2023.</ref>
<ref name="Pfarrerbuch">Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen (= Series Pastorum. Band 10). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 398.</ref>
<ref name="Riedel-6">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Riedel-17">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Sültmann 1931">Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Salzwedel (= Wochenblatt-Schriften. Folge IX.). 1931, DNB 362852693, S. 19.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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