Leo Leowald
Leo Leowald (* 1967 in Gummersbach) ist ein deutscher Comiczeichner.
Leben und Werk[Bearbeiten]
Nach dem Studium der Visuellen Kommunikation liefert Leowald Illustrationen für Zeitschriften und Zeitungen (u. a. taz, Spex, Titanic und Jungle World). Er ist Mitglied des Zeichnerkollektivs Herrensahne (u. a. mit Tobi Dahmen und Roman Klonek) und veröffentlichte vom 15. Mai 2004 bis zum 16. Februar 2010<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zwarwald: Exit (16. Februar 2010) ( vom 10. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>, als „eine Art James Kochalka aus Köln“<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.comicologie.de ( vom 31. August 2009 im Internet Archive)</ref>, den wochentäglichen Comicstrip Zwarwald auf seiner Website. Ab Ende 2010 wurden die Veröffentlichungen wieder reger, zeitweise erschienen mehrmals wöchentlich neue Zwarwald-Zeichnungen. Der vorläufig letzte dokumentierte Beitrag auf der ursprünglichen Zwarwald-Webseite erfolgte im August 2021 mit einem auf die COVID-19-Pandemie anspielenden Strip zu einem „neuartigen Murmeltiervirus“, das sich in einem unstillbaren Drang zu schrillem Pfeifen äußert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zwarwald: Murmeltier (August 2021) ( vom 4. Oktober 2022 im Internet Archive)</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Kommentare zu Zwarwald: Murmeltier (August 2021) ( vom 4. Oktober 2022 im Internet Archive)</ref>.
Leowalds Arbeiten greifen Anekdoten<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>, Beobachtungen<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> und biographisches Material<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> auf, können aber auch die Form von rein grafischen Bilderzählungen<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> oder sogar metafiktionalen Verweisspielen<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> annehmen. Leowald experimentiert auch mit Arbeiten befreundeter Comiczeichner oder Autoren<ref>www.zwarwald.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im März 2026. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref> (beispielsweise Ralph Ruthe oder Flix), Serien (innerhalb der Serie, so bspw. der „Tant“-Zyklus<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>) oder multimedialen, intertextuellen Mischformen zwischen Comic und anderen Medien<ref>wp1163540.wp190.webpack.hosteurope.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)</ref>.
Leowalds grafische Arbeiten stehen in der Tradition der Neuen Frankfurter Schule (er nennt F. K. Waechter, Rattelschneck und Bernd Pfarr als Einflussgeber<ref>www.comicradioshow.com</ref>), Erzählduktus und die Bearbeitung von biographischem und beobachtetem Material erinnern an die Kolumnen<ref>vgl. die Diskussion des Begriffs "Kolumne" in Goldts Arbeiten, so bspw. in Ein Buch namens Zimbo (Hamburg 2009)</ref> Max Goldts. Leowald selbst nennt seine Arbeiten „kafkaeske Ulks“, seinen Stil „barock“.<ref>www.comicradioshow.com</ref>
Nachdem er bereits 2018 in der ersten Ausgabe des Kinder-Comic-Magazins POLLE mit einem Beitrag vertreten war,<ref>POLLE #1. Reprodukt, abgerufen am 18. Juli 2026.</ref> hat er wiederholt Comics für die Reihe beigesteuert.<ref>Datenbankabfrage DNB-Katalog: Leowald als Beitragender zu POLLE. Deutsche Nationalbibiothek, abgerufen am 18. Juli 2026.</ref>
Seit 2022 ist Leo Leowald Professor für Illustration an der zur Hochschule Fresenius gehörenden ecosign Akademie für Nachhaltiges Design in Köln, wo er zuvor bereits seit 1998 lehrte.<ref>Prof. Leo Leowald: Professor für Illustration. ecosign Akademie für Nachhaltiges Design, abgerufen am 12. Juli 2026.</ref>
Leo Leowald lebt und arbeitet in Köln.
Veröffentlichungen[Bearbeiten]
Comics[Bearbeiten]
- Zwar No. 1. Köln 2004.
- In your face. (Zwar No. 2). Köln 2007, ISBN 978-4-11-911337-0.
- Elementartierchen. Reprodukt, Berlin 2006, ISBN 978-3-938511-74-9.
- Raues Sitten. Das Babybuch Reprodukt, Berlin 2008, ISBN 978-3-938511-86-2.
- Die Reisezahnbürste. Ausnahmeverlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-940992-04-8.
- Stopptanz. Reprodukt, Berlin 2011, ISBN 978-3-941099-66-1.
- Das i in Zürich: Ein Touri-Guide. Edition Moderne, Zürich 2014, ISBN 978-3-03731-126-4.
- (als Herausgeber:) Mit Comics durch Köln. Garantiert ohne Dom. 24 Kölner*innen zeichnen Lieblings- und Hassorte. Emons Verlag, Köln 2021, ISBN 978-3-7408-1061-0.
Kinderbuchreihe Gustav (mit Haimo Kinzler)[Bearbeiten]
- Gustav und Albo vom Aldebaran. Stromboli, Köln 2009.
- Gustav und der Professor. Stromboli, Köln 2009.
- ... Nur dem Gustav haben sie Zuhause wieder kein Wort geglaubt. Stromboli, Köln 2014.
Rezeption[Bearbeiten]
Andreas Platthaus bescheinigte Leowalds Kinderbuch Gustav und Albo vom Aldebaran (2009), es könne eine „ganz große Serie“<ref name="faz-1860011">Andreas Platthaus: Umweg ins Saurierland. In: FAZ.net. 14. September 2009, abgerufen am 16. Dezember 2014.</ref> werden, der Erzählton sei „knapp und lapidar“, die grafische Umsetzung „klar und liebenswert“<ref name="faz-1860011" />.
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Leo Leowald im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Internetpräsenz von Leo Leowald
- Interview mit Leowald, 19. Februar 2008
- Interview mit Leowald (zu Gustav und Albo vom Aldebaran), 2. Juli 2009
- Rezension zu Gustav und der Professor, 12. November 2009
- Das i in Zürich Interview auf der ComicRadioShow 17. November 2014
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leowald, Leo |
| ALTERNATIVNAMEN | Zwarwald |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Comiczeichner |
| GEBURTSDATUM | 1967 |
| GEBURTSORT | Gummersbach |