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Lichte

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Lichte
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Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner/km²
Postleitzahl: 98724
Vorwahl: 036701
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Datei:Lichte-ev-Gemeindehaus.jpg
Evangelisches Gemeindehaus
Datei:Talsperre Leibis Lichte in August 2009.jpg
Talsperre Leibis-Lichte (102,5 m)

Lichte (auch: Lichte (Thüringen) / kurz Lichte (Thür.)) ist ein Ortsteil<ref>Hauptsatzung der Stadt Neuhaus am Rennweg vom 14. März 2019 ($ 3, Ziffer 7)</ref> mit Ortsteilverfassung der Stadt Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg gemäß der Thüringer Kommunalordnung. Lichte war zuvor bis zum 31. Dezember 2018 eine Gemeinde und gehörte zur Verwaltungsgemeinschaft Lichtetal am Rennsteig.

Details[Bearbeiten]

Die kommunalen Interessen nimmt ein Ortsteilbürgermeister auf dem Weg des Ehrenamtes wahr. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst den gesamten Ort Lichte mit den vier ehemaligen Lichtener Ortsteilen und den zugehörigen Wohnplätzen sowie Ansiedlungen (Siehe Ortsgliederung). Der Ortsteilbürgermeister hat seine Sprechstunde im ehemaligen Rathaus in Wallendorf.

Der Ortsteil besteht aus den vier Gemarkungen Bock und Teich, Lichte, Geiersthal und Wallendorf. Die Gemarkung Lichte hat eine Fläche von 5,586 km².<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Geoindex Aktiengesellschaft; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref>

Ortsgliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde Lichte bestand aus vier Ortsteilen mit zugehörigen Wohnplätzen und gehört seit 1. Januar 2019 zu der Stadt Neuhaus am Rennweg.

Lichte mit zugehörigen Orten und Wohnplätzen
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Ortsteilbürgermeister gemäß Wahl 2024

Geografie[Bearbeiten]

Lichte liegt im Thüringer Schiefergebirge nahe den Städten Coburg, Ilmenau, Saalfeld und Sonneberg. Der gesamte Ort und die umliegenden Berge sind Teil des Naturparks Thüringer Wald. Der Rennsteig und die ehemalige innerdeutsche Grenze verlaufen nur wenig südlich.

Der Ort erstreckt sich weit in den Tälern der Lichte und der Piesau. Beide Flüsse und die Gebirgsbäche der umliegenden Täler speisen eine der größten Trinkwassertalsperren Deutschlands, die Talsperre Leibis-Lichte mit der Vorsperre Deesbach, gelegen unmittelbar am nördlichen Ortsausgang von Lichte (Geiersthal).

Piesau und Lichte formten in Jahrmillionen tief eingeschnittene Täler mit steil abfallenden Berghängen. Vor allem im Unterlauf der Lichte betragen die Unterschiede zwischen Talsohle und Höhenzug bis zu 200 Meter, was für Mittelgebirgsregionen als durchaus beachtlich gilt.

Die Gebirgsbäche in der Umgebung gelten als die goldreichsten Deutschlands.

Berge[Bearbeiten]

Berge nahe Lichte
Bezeichnung Höhe NN Richtung Besonderheit
Spitzberg 694 m Coordinate n. n. Hausberg von Wallendorf (Lichte)
Rauhhügel 801,9 m NO (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Aussichtsturm, Sendemast
Mutzenberg 770,0 m NO (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Nadelwald
Petersberg 646,0 m NO (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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mit Schutzhütte
Kirchberg 685,6 m SO Aufstieg Wallendorf, Kirchsteig
Mittelberg 803,6 m SSO (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Apelsberg 785,3 m SW (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Rückersbiel 755,6 m W (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Nadelwald
Hahnberg 685,3 m W (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Weidefläche
Sauhügel 721,7 m W (<span title=" Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden.">⊙
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Geiersbachkopf 717,6 m W Quellgebiet Geiersbach, Nebenfluss Lichte

Geschichte[Bearbeiten]

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Historische Siegelmarken
(1850–1923)
Gemeinde: „Lichte bei Wallendorf“

Lichte wurde erstmals 1414 im Erbteilungsvertrag der Grafen von Orlamünde urkundlich erwähnt.<ref name="Lattermann" details="S. 27">Paul Lattermann: Lichte in Thüringen. Wallendorf, Bock und Teich, Lichte bei Wallendorf, Geiersthal. Entstehung und Entwicklung. Verwaltungsgemeinschaft Lichtetal am Rennsteig, Lichte 1996.</ref> Der Ort bestand 1726 aus weit auseinanderliegenden Einzelansiedlungen mit elf Häusern.<ref name="Lattermann" details="S. 45" /> Die Gemeinde gehörte zum Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, ab 1850 zum Verwaltungsbezirk Landratsamt Königsee und führte bis 1950 die Bezeichnung Lichte bei Wallendorf (kurz: Lichte b/W). Bis 1920 trennte der Grenzfluss Lichte die im Westen liegende Gemeinde von der östlichen Nachbargemeinde Wallendorf, die zum Sachsen-Meiningischen Kreis Saalfeld gehörte.

Bereits 1764 wurde in Wallendorf Porzellan hergestellt, die Wallendorfer Porzellanmanufaktur gehörte somit zu den ältesten Europas. Wallendorfer Porzellan erlangte schnell Zuspruch weit über die damaligen Landesgrenzen hinaus. So wurde bereits 1822 durch Johann Heinrich Leder, unterstützt von der Fürstlich Schwarzburgischen Landesregierung, in Lichte eine weitere Porzellanmanufaktur, die spätere Lichte Porzellan GmbH, gegründet. Obwohl das neue Unternehmen im Wettbewerb zu Wallendorf stand, gelang rasch die Erschließung eigener Märkte, die lange gehalten werden konnten, obwohl auch hier die beiden Weltkriege und die Abschottung zu DDR-Zeiten kaum förderlich waren. Während des Zweiten Weltkrieges mussten Arbeitskräfte aus Polen in Wallendorf Zwangsarbeit verrichten, woran vier Namen auf einem Grabstein auf dem dortigen Friedhof erinnern. An zwei Opfer des Todesmarsches von Häftlingen des KZ Buchenwald im April 1945, die im Finsteren Grund am Eisenbahnviadukt gefunden wurden, erinnert eine Gedenktafel auf dem Friedhof von Lichte.<ref name="Stätten des Widerstandes">Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 237.</ref>

Nach der Eröffnung des neuen Schulhauses 1926 baute die evangelische Kirchgemeinde Lichte den bis dahin schon für Gottesdienste genutzten alten Schulsaal komplett für kirchliche Zwecke aus. Ein zusätzlicher Glockenturm mit einem neuen Geläut aus drei Bronzeglocken wurde 1930 errichtet. Im Jahr 1991 musste das baufällige Gebäude mit dem Betsaal abgebrochen werden. Ein Neubau wurde am 10. Mai 2014 als Gemeindehaus eingeweiht.<ref>Doris Hein: Der Glockenturm ist fest verwurzelt. In: insuedthueringen.de, 17. Februar 2023</ref>

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Bock und Teich, Geiersthal und Wallendorf nach Lichte eingegliedert. Die neue Gemeinde hatte den Namen der einwohnerstärksten Gemeinde. Am 18. Juni 1994 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Lichte-Piesau-Schmiedefeld gegründet, die nach dem Beitritt von Reichmannsdorf Ende 2004 in Verwaltungsgemeinschaft Lichtetal am Rennsteig umbenannt wurde. Zuvor hatten die Gemeinden jeweils eine eigene Gemeindeverwaltung. Von 1922 bis 1952 gehörte die Gemeinde Lichte zum Landkreis Saalfeld, zwischen 1952 und 1994 zum Kreis Neuhaus und zwischen 1994 und 2018 zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Zum 1. Januar 2019 wurde die Gemeinde Lichte als Ortsteil in die Stadt Neuhaus am Rennweg eingegliedert und wechselte hierdurch vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in den Landkreis Sonneberg.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohnerzahl
Lichte
Einwohnerzahl Summe
Lichte, Wallendorf, Geiersthal sowie Bock und Teich
1870 1035<ref>Ortsverzeichnis der Thüringischen Staaten, Jena 1870, S. 44</ref> 2475
1900 1430<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2007;.</ref> 3426
1939 1380<ref>Michael Rademacher: Landkreis Saailfeld. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.</ref> 3293
1994 2149<ref name="TLS">Thüringer Landesamt für Statistik</ref>
2018 1493<ref name="TLS" />
2025 1348<ref>Stadtkurier Neuhaus, Amtsblatt der Stadt Neuhaus am Rennweg und der Gemeinde Goldisthal, 37. Jahrgang, 18. September 2026, S. 9</ref>

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat und Ortsteilrat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde Lichte bestand aus zwölf Ratsfrauen und -herren einschließlich des Bürgermeisters, der erste Ortsteilrat besteht aus 9 Mitgliedern.

Gemeinderat 2009 und 2014, Ortsteilrat 2019
Wahljahr CDU Bürgerinitiative (BI) Summe
2009 5 7 12 Mandate
2014<ref>Thüringer Landesamt für Statistik: Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen – Lichte</ref> 7 5 12 Mandate
2019<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. neuhaus-am-rennweg.de; ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);</ref> 9 9 Mandate

Bürgermeister (Lichte)[Bearbeiten]

Landtagswahl 2014[Bearbeiten]

Lichte fiel durch die landesweit geringste Wahlbeteiligung aller Thüringer Gemeinden auf. Von 1369 Wahlberechtigten gingen 392 (28,6 %) zur Wahl. Sie gaben 379 gültige Zweitstimmen ab. Bemerkenswert war der hohe Stimmenanteil der AfD mit 24,4 %.

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der Gemeinde Lichte
„In Grün mit goldenem Winkelschildfuß ein silberner Leuchter mit goldener Flamme und ständerförmig angeordneten Strahlen im Schildhaupt, beseitet von vier silbernen Ahornblättern.“
„In Grün mit goldenem Winkelschildfuß ein silberner Leuchter mit goldener Flamme und ständerförmig angeordneten Strahlen im Schildhaupt, beseitet von vier silbernen Ahornblättern.“
Blasonierung: „Vorlage:Str trim“<ref name=""></ref><ref name=""></ref>
Wappenbegründung: Das Wappen von Lichte<ref>Das Wappen wurde am 15. Juli 1995 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.</ref> greift ein älteres Siegelmotiv auf, führt damit eine örtliche Darstellungstradition fort und steht für die jahrhundertelange Tradition der Porzellanherstellung im Tal der Piesau und Lichte. Die Ahornblätter symbolisieren die vier Ortsteile und eine für die Gemeindefluren charakteristische Baumart. Sie verweisen gemeinsam mit der Schildfarbe Grün auf die Lage der Gemeinde im Thüringer Wald, dem „grünen Herzen Deutschlands“.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Datei:Piesau-Viadukt.jpg
Piesau-Viadukt Lichte<ref name="Kirsche" />, Wahrzeichen von Lichte
  • Heimatmuseum Lichte (Ortsteil Geiersthal)
  • Kirche zu Wallendorf – erbaut 1733 im Stil des Bauernbarocks
  • Piesau-Viadukt im Bereich der Hammerwiesen zu Lichte, zehn Gewölbebögen, L = 258 m, H = 34 m – überspannt das Tal, die Bundesstraße 281 und die Piesau im Bereich der Hammerwiesen am ehemaligen Lipfertshammer
  • Finstergrund-Viadukt<ref name="Kirsche">Hans-Joachim Kirsche: Eisenbahndirektion Erfurt 1882–1993. VBN Verlag B. Neddermeyer, Berlin 2006, ISBN 3-933254-76-0, S. 64.</ref> über die Kleine Lichte, Ortsausgang Lichte (Waschdorf)
  • Zeichen- und Modellierschule, Gründung 1862 (Ortsteil Geiersthal in der Ferienanlage Lichte-Geiersthal neben dem Waldhotel Feldbachtal)

→ Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Neuhaus am Rennweg<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Skriptfehler: Ein solches Modul „WLink“ ist nicht vorhanden. (Memento des Vorlage:Referrer vom 21. Juli 2011 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot (PDF; 629 kB).</ref>

Denkmale der Gefallenen der Weltkriege[Bearbeiten]

  • in Lichte (Ascherbach/Waschdorf)
  • in Lichte (Bock-und-Teich), B 281 Saalfelder Str., Einmündung Piesauer Str.
  • in Lichte (Geiersthal) am Dürrer Berg
  • in Lichte (Wallendorf) am Kirchsteig

Denkmale Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

  • Friedhof Wallendorf: Grab zur Erinnerung an vier polnische Zwangsarbeiter
  • Friedhof Lichte: Gedenktafel an zwei Opfer des Todesmarsches im April 1945 aus dem KZ Buchenwald (Fundort Finstern Grund unter dem Eisenbahnviadukt).<ref name="Stätten des Widerstandes" />

Wiederkehrende Veranstaltungen[Bearbeiten]

Datei:Lichte, Porcelain princess 2010, 2010-07-25.jpg
Lichte (Wallendorf), Porzellanprinzessin mit 3000 Kaffee- und Teekannen (2010)
  • Porzellanmarkt, am letzten Wochenende im Juli mit Krönung der Porzellanprinzessin endete Mitte der 2010er Jahre.<ref>Porzellanfabrik Lichte</ref>
  • Porzellanweihnacht am 1. Advent
  • Lichtner Kirmes – geht auf eine Genehmigung des Landesfürsten (1825) zurück, vor Michaeli (29. September) Jahrmärkte halten zu dürfen (Thür.St.Archiv Rudolstadt: A/XVII,C.1.Nr.49; F/LXXII, Nr.21)

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Lichte geborene Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten mit Verbindung zu Lichte[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Wirtschaft Lichtes ist (typisch für das Thüringer Schiefergebirge) von Tourismus, Glas-, Porzellan- und Holzindustrie geprägt.

Verkehr[Bearbeiten]

Der Ort liegt an der B 281 (Saalfeld/Saale–Eisfeld), deren Anstieg auf den Rennsteig (850 m ü. NHN) hier beginnt. Weitere Straßen führen nach Oberweißbach und Gräfenthal. 1899 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss zur Frankenwaldbahn bei Probstzella und 1913 nach Neuhaus am Rennweg. Die Bahnstrecke Probstzella–Neuhaus am Rennweg ist im durch Lichte führenden Abschnitt Probstzella–Ernstthal seit 1998 außer Betrieb und seit Juni 2006 endgültig stillgelegt. Im Ort liegen die Bahnhöfe Lichte (Thür) Ost und Lichte (Thür). Die größten Bauwerke der Eisenbahnstrecke durch das Lichtetal sind das Piesau-Viadukt in Bock und Teich sowie das Viadukt Finsterer Grund am Ortsausgang von Waschdorf Richtung Ernstthal.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

In Lichte gibt es einen Regelschulstandort, dessen Schulbezirk die Ortsteile Lichte und Piesau sowie die im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, zur Stadt Saalfeld gehörenden Ortsteile Schmiedefeld und Reichmannsdorf umfasst. Die Regelschule in Lichte ist die einzige Schule im Landkreis Sonneberg, an der Schülerlotsen ausgebildet werden und zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit an der B 281 im Einsatz sind.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Albert Brödel, Von der Köhlerhütte zum Industriestandort (… Geschichte des Ortes Lichte … nach amtlichen Quellen 1937–1939), Herausgeber W. Brödel 1997
  • Markus Schade: Gold in Thüringen. Thüringer Wald, Schiefergebirge, Frankenwald. Herkunft – Entstehung – Fundorte. Thüringer Landesanstalt für Geologie, Weimar 2001, ISBN 3-9806811-3-0.

Weblinks[Bearbeiten]

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Lichte (bestehend aus Bock und Teich, Geiersthal, Lichte mit Ascherbach, Oberlichte, Waschdorf, Hügel und Unterlichte sowie Wallendorf mit Lamprecht) | Limbach | Neuhaus am Rennweg mit Igelshieb und Schmalenbuche | Neumannsgrund | Piesau | Scheibe-Alsbach mit Alsbach und Scheibe | Siegmundsburg | Steinheid

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