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Lindner Hotels

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Lindner Hotels AG

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Lindner-hotels-resorts logo.jpg
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1973
Sitz Düsseldorf, Deutschland
Leitung Adrian Lindner (CEO)
Christoph Scherk (CFO)<ref>Impressum der Lindner Hotels AG, abgerufen am 1. August 2026.</ref>
Mitarbeiterzahl rund 1600 (April 2026)<ref name="karriere">Karriere bei der Lindner Hotel Group, abgerufen am 1. August 2026.</ref>
Umsatz ca. 145,6 Mio. Euro (2025)<ref name="ahgz">Branchenreport 2025 – Die Kraft der Marken in der Hotellerie. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, erschienen am 28. Juli 2026, abgerufen am 1. August 2026.</ref>
Branche Hotelgewerbe
Website www.lindnerhotelgroup.com
Stand: 1. August 2026
Datei:Lindner Golf & Wellness Resort Portals Nous.jpg
Hotel Portals Nous der Marke „Lindner Hotels & Resorts“ auf Mallorca
Datei:Meandallhotel mainz.jpg
Boutique-Hotel der Marke „me and all hotels“ in Mainz

Die Lindner Hotels AG ist ein familiengeführtes deutsches Hotelunternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Sie betreibt mit ihren vier Marken insgesamt über 30 Hotels, den Großteil davon in Deutschland sowie einzelne Häuser im europäischen Ausland und in den Vereinigten Staaten (Stand August 2026).

Seit Oktober 2022 besteht eine strategische Vertriebs- und Marketingpartnerschaft mit der Hyatt Hotels Corporation, über die ein Großteil der Häuser in die Markenwelt von Hyatt integriert wurde; das Unternehmen blieb dabei eigenständig.<ref>Lindner-Hotels verbünden sich mit Hyatt. In: FAZ.NET. 6. Oktober 2022, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 20. April 2023]).</ref>

Ende 2024 beantragte die Lindner Hotels AG aufgrund der stark gestiegenen Kosten ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung zur wirtschaftlichen Restrukturierung, das im August 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde.<ref name="ahgz01092025">Lindner Hotels AG schließt Eigenverwaltung ab. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, erschienen am 2. September 2025, abgerufen am 2. August 2026.</ref>

Marken und Kennzahlen[Bearbeiten]

Das Unternehmen betreibt und führt Hotels unter vier verschiedenen Marken (Stand August 2026):<ref>Marken der Lindner Hotels AG, abgerufen am 15. August 2026.</ref>

  • „Lindner Hotels & Resorts“ ist die Kernmarke der Gruppe und umfasst 14 Standorte, die überwiegend in Deutschland sowie in den Niederlanden, Österreich, der Slowakei und Spanien liegen.
  • Unter der Marke „me and all hotels“ werden neun Boutique-Hotels in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem US-Hotelkonzern Hyatt geführt.
  • Die Luxusmarke „7Pines Hotels & Resorts“ umfasst zwei Standorte auf Ibiza und Sardinien.
  • Außergewöhnliche Unterkünfte werden unter der Marke „L-Collection“ zusammengefasst, darunter ein Schloss in Schottland, Hotels in Oberstaufen, Kitzbühel, auf Sylt, an der Ostsee sowie in New York.

Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Lindner Hotels AG mit mehr als 3100 Zimmern einen Umsatz von rund 145,6 Millionen Euro.<ref name="ahgz" /> Das Unternehmen beschäftigt etwa 1600 Mitarbeiter (Stand August 2026).<ref name="karriere" />

Geschichte[Bearbeiten]

Gründung und erste Expansion (1973–1999)[Bearbeiten]

Die Ursprünge des Unternehmens gehen auf den Architekten und Ingenieur Otto Lindner zurück, der ab 1970 am Düsseldorfer Seestern ein mehrstöckiges Gebäude errichtete. Ursprünglich als kombiniertes Wohn- und Bürohaus geplant, wurde das Objekt noch in der Bauphase für die Nutzung als Hotel umgestaltet. Nach dem Rückzug des eingeplanten Betreibers im Zuge der Ölkrise 1973 übernahm Lindner den Betrieb in Eigenregie und gründete am 26. Juli 1973 die „Rheinstern-Hotel GmbH & Co. KG“ als Vorläufer der Lindner Hotels AG. Wenige Jahre später folgte im schweizerischen Crans-Montana das erste Hotel außerhalb Deutschlands.<ref name="historie">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Unternehmens-Geschichte der Lindner Hotels AG von 1970 bis heute (Memento vom 20. April 2023 im Internet Archive)</ref>

Im Jahr 1991 übernahm Otto Lindner, einer der fünf Söhne des Firmengründers, den Unternehmensvorsitz. Bis zur Jahrtausendwende kamen weitere Standorte hinzu, unter anderem in Oberstaufen, Leipzig, Leverkusen sowie am Düsseldorfer Flughafen. 1999 trat Andreas Krökel als Chief Operations Officer in den Vorstand ein.<ref>Generationswechsel: Lindner Hotels AG stellt Unternehmensspitze neu auf. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, erschienen am 4. Februar 2022, abgerufen am 2. August 2026.</ref>

Neue Hotelkonzepte und Wachstum (2000–2021)[Bearbeiten]

Seit den 2000er-Jahren setzte das Unternehmen seinen Expansionskurs fort und eröffnete jährlich neue Standorte, darunter 2003 das erste Haus auf Mallorca.<ref>Neues Haus. In: Rheinische Post. 19. Juli 2003.</ref> Im Jahr 2004 erwarb die Gruppe das von Hans Kollhoff entworfene Main Plaza in Frankfurt am Main.<ref>Ben Reichardt: Main Plaza wird nun ein Vier-Sterne-Hotel. In: Frankfurter Rundschau. 18. November 2003, S. 43.</ref>

Ab Ende der 2000er-Jahre entwickelte das Unternehmen vermehrt Spezial- und Themenhotels. So eröffnete 2009 mit dem „Lindner Park-Hotel Hagenbeck“ in Hamburg das erste Tierpark-Themenhotel. Im selben Jahr übernahm Lindner zwei Hotels sowie ein Feriendorf am Nürburgring.<ref>Helmut Gassen: Main Plaza wird nun ein Vier-Sterne-Hotel. In: Trierischer Volksfreund. 16. April 2009.</ref> In Kooperation mit dem Deutschen Turner-Bund folgte 2011 das „Lindner Hotel & Sports Academy“ in Frankfurt am Main.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lindner Hotel & Sports Academy - Fit für die Eröffnung (Memento vom 7. Juni 2019 im Internet Archive)</ref>

2016 eröffnete Lindner in Düsseldorf das erste Boutique-Hotel der neuen Marke „me and all hotels“.<ref>Lindner Hotels: Erstes „me and all“-Hotel wird in Düsseldorf eröffnet. 11. April 2016, abgerufen am 7. Juni 2019.</ref> Im April 2019 trat mit Frank Lindner ein weiterer Bruder des Vorstandsvorsitzenden als Technikvorstand (CTO) für den Bereich Bauwesen und Architektur in die Führungsebene ein.<ref>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Frank Lindner im Vorstand der Lindner Hotels AG.] Tageskarte GmbH & Co. KG, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 14. Juni 2021.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Neuausrichtung und Restrukturierung (seit 2022)[Bearbeiten]

Im Mai 2022 übernahm Arno Schwalie die Funktion des CEO und löste damit die bisherige Unternehmensleitung ab.<ref>Lindner Hotels mit neuem CEO. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, erschienen am 29. März 2022, abgerufen am 2. August 2026.</ref> Um die internationale Expansion voranzutreiben, ging Lindner im Oktober 2022 eine strategische Allianz mit einer Tochtergesellschaft der Hyatt Hotels Corporation ein, wodurch die Häuser der Gruppe an das weltweite Vertriebsnetz von Hyatt angebunden wurden.<ref>Timo Kotowski: Lindner-Hotels verbünden sich mit Hyatt. In: FAZ. 6. Oktober 2022, abgerufen am 10. Oktober 2022.</ref> Im Juni 2024 veräußerte Lindner die Markenrechte an „me and all hotels“ vollständig an den Partner Hyatt, führt den Betrieb der Häuser jedoch als Franchisenehmer weiter.<ref name=meandallverkauf>hotelier.de - Hyatt übernimmt me and all Hotels, erschienen am 28. Juni 2024, abgerufen am 2. August 2026.</ref>

Ende 2024 leitete das Unternehmen ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung ein, um sich wirtschaftlich neu aufzustellen. Der im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens vorgelegte Insolvenzplan wurde von den Gläubigern angenommen und im August 2025 gerichtlich bestätigt.<ref name="ahgz01092025" /> Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens übernahm zum 1. Oktober 2025 Adrian Lindner den Vorstandsvorsitz (CEO) an der Seite des bisherigen Finanzvorstands (CFO) Christoph Scherk.<ref name="ahgz01092025" />

Nachhaltigkeit[Bearbeiten]

Die Häuser der Marken „Lindner Hotels & Resorts“ und „me and all hotels“ sind mit dem Branchensiegel GreenSign für nachhaltiges Hotelmanagement zertifiziert.<ref>Me and all trägt jetzt GreenSign. In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung, erschienen am 16. März 2021, abgerufen am 4. August 2026.</ref> Das Unternehmen setzt an verschiedenen Standorten auf Maßnahmen zur Energieeffizienz, unter anderem durch den Einsatz von Blockheizkraftwerken, Fernwärme und Photovoltaikanlagen.<ref>Raphaela Kwidzinski: Lindner untermauert sein Öko-Management mit Zahlen. ahgz.de, 19. Dezember 2016, abgerufen am 7. Juni 2019.</ref> Zur Ausstattung gehört zudem eine Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und E-Bikes.<ref>Oliver Numrich: Zum Steak noch ein paar Kilowatt. ahgz.de, 2. Februar 2019, abgerufen am 30. Mai 2022.</ref> Um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, kooperiert Lindner seit 2016 mit dem Verein United Against Waste<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Lindner Hotels setzen Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung (Memento vom 7. Juni 2019 im Internet Archive)</ref> sowie mit Initiativen wie Too Good To Go.<ref>“Mampferei”: Neue Gastro im Lindner Hotel Am Ku´damm., abgerufen am 4. August 2026.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Lindner Hotels AG – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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