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Lisa Kaltenegger

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Datei:Lisa Kaltenegger in 2025.jpg
Lisa Kaltenegger (2025)

Lisa Kaltenegger (* 4. März 1977 in Kuchl bei Salzburg) ist eine österreichische Astronomin und Astrophysikerin, die sich mit der Entdeckung und Erforschung von Exoplaneten, Exomonden und Supererden beschäftigt. Seit 1. Juli 2014 ist sie Associate Professor an der Cornell University und Founding director des Carl Sagan Institute.<ref>Tanja Paar: Astrophysikerin Lisa Kaltenegger. „Spitzenforschung nicht nur Männersache“. In: derStandard.at. 17. Dezember 2014, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref><ref>Lisa Kaltenegger. Associate Professor, Director of the Carl Sagan Institute. In: CarlSaganInstitute.cornell.edu. Cornell University. Abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> Zuvor war sie am Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg (Deutschland) und am Harvard Smithsonian Center for Astrophysics in Boston (USA) tätig.

Leben und Leistungen[Bearbeiten]

Ausbildung[Bearbeiten]

Lisa Kaltenegger besuchte das Bundesrealgymnasium in Hallein.<ref name="orf2923591">Astrophysikerin begeistert bei Kinderuni. In: Salzburg.ORF.at. 9. Juli 2018, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> Nach der Matura im Jahr 1995 inskribierte sie Film- und Medienkunde, Technische Physik, Astronomie, Betriebswirtschaft mit Japanisch und arbeitete als Übersetzerin. 1999 schloss sie das Studium der Astronomie mit der Diplomarbeit zum Thema Extrasolar planet search: Formation of planets and detection methods (Extrasolare Planetensuche: Bildung von Planeten und Nachweisverfahren)<ref>Verbundkatalog – Diplomarbeit: Extrasolar planet search: Formation of planets and detection methods, Graz 1999. In: OBVSG.at. Österreichischer Bibliothekenverbund. Abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> an der Karl-Franzens-Universität Graz (M.Sc.) und im Jahr 2002 das Studium der Technischen Physik mit Spezialisierung auf Biophysik und Biomedizin mit der Diplomarbeit zum Thema Optical tweezers – application of optical traps in medicine and biology: A survey and feasability study (Optische Pinzetten – Anwendung von optischen Fallen in Medizin und Biologie. Eine Umfrage und Machbarkeitsstudie)<ref>Verbundkatalog – Diplomarbeit: Optical tweezers – application of optical traps in medicine and biology. A survey and feasability study, Graz 2002. In: OBVSG.at. Österreichischer Bibliothekenverbund. Abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> an der Technischen Universität Graz (M. Eng.) ab.<ref>Virginia Gewin: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Turning point: Lisa Kaltenegger. (Memento vom 7. März 2016 im Internet Archive). In: Nature.com. 25. April 2012, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref>

2004 promovierte sie an der Karl-Franzens-Universität Graz auf dem Gebiet der Astronomie mit der Dissertation zum Thema Search for extra-terrestrial planets: The darwin mission. Target stars and array architectures (Suche nach extra-terrestrischen Planeten: Die Darwin-Mission. Zielsterne und Array-Architekturen)<ref>Verbundkatalog – Dissertation: Search for extra-terrestrial planets: the darwin mission: target stars and array architectures, Graz 2004. In: OBVSG.at. Österreichischer Bibliothekenverbund. Abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> mit sub auspiciis.

Karriere[Bearbeiten]

Danach arbeitete sie für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) in den Niederlanden auf der Suche nach extrasolaren erdähnlichen Planeten. Im Alter von 27 Jahren wechselte sie an die Harvard University, wo sie forschte und unterrichtete, bis sie 2010 die Leitung einer siebenköpfigen internationalen Emmy Noether-Gruppe am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg übernahm. Weiterhin ist sie Research Associate (Wissenschaftliche Mitarbeiterin) des Harvard Smithsonian Center for Astrophysics sowie Lecturer (Dozentin) am Harvard Astrophysics Department. Seit 2009 ist sie auch für das NASA Astrobiology Institute sowie die Extrasolar Planet Analysis Group der NASA tätig.

Datei:Lisa Kaltenegger.jpg
Lisa Kaltenegger (2014)

Seit 1. Juli 2014 ist sie Associate Professor (außerordentliche Professorin) an der Cornell University.<ref>Kathy Hovis: Lisa Kaltenegger searches for another ‘pale blue dot’. In: Cornell.edu. 25. Juni 2014, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> Seit 2015 ist sie Gründungsdirektorin des dortigen Carl Sagan Institute.<ref>Lisa Kaltenegger. In: carlsaganinstitute.cornell.edu. Abgerufen am 30. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Lisa Kaltenegger leitet jetzt Carl-Sagan-Institute. In: Futurezone.at. 12. Mai 2015, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref> Sie ist im wissenschaftlichen Team der Mission Transiting Exoplanet Survey Satellite (TESS).<ref>Start von NASA-Weltraumteleskop „Tess“ verschoben. In: Wienerzeitung.at. 17. April 2018, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref><ref>Neues Weltraumteleskop. Planetensuche in der Nachbarschaft: Tess-Start verschoben. In: derStandard.at. 17. April 2018, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref>

Wissenschaftliche Arbeit[Bearbeiten]

Kaltenegger beschäftigt sich speziell mit der Modellierung und Charakterisierung von Atmosphären um erdähnliche Planeten und ihrer Wechselwirkungen mit der Planetenoberfläche. Mittels Analyse atmosphärischer spektraler Fingerabdrücke, d. h. des von Exoplaneten reflektierten Lichts, wird nach Indikatoren, die auf mögliches Leben hindeuten (wie z. B. Wasserstoff und Sauerstoff), gesucht. Ihre Forschergruppe am MPIA war an der Entdeckung von Kepler-62e und Kepler-62f beteiligt, zwei Planeten, die sich in der habitablen Zone befinden.<ref>Birgit Braunrath: Österreicherin sucht Leben im All. In: Kurier.at. 17. Mai 2012, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref><ref>Susanne Mauthner-Weber: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Flüssiges Wasser? Vielleicht. Forscher finden Erde-II-Kandidaten. (Memento vom 30. November 2015 im Internet Archive). In: Kurier.at. 19. April 2013, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref><ref>Robert Gast: Astrophysikerin Kaltenegger. Detektivin im Weltall. In: Zeit.de. 15. Juni 2012, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bislang aussichtsreichste Kandidaten für lebensfreundliche Exoplaneten gefunden. (Memento vom 25. April 2013 im Internet Archive). In: MPIA.de. Max-Planck-Institut für Astronomie, 18. April 2013, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref>

Im September 2024 war sie im Rahmen der Lise-Meitner-Lectures an der Technischen Universität Braunschweig zu Gast.<ref name="magazin.tu-braunschweig.de">Die Suche nach Alien Earths: Neueste Erkenntnisse und Abenteuer. In: tu-braunschweig.de. 10. September 2024, abgerufen am 25. September 2024.</ref><ref>Termine der Lise-Meitner-Lectures. In: dpg-physik.de. Abgerufen am 25. September 2024.</ref>

Privates[Bearbeiten]

2014 wurde die mit dem portugiesischen Weltraumtechniker Felipe Pereira verheiratete Physikerin und Astronomin Mutter einer Tochter.<ref>Kuchler Astrophysikerin in der Weltspitze. In: Salzburg.ORF.at. 6. Juli 2014, abgerufen am 3. Dezember 2022.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2015: Sind wir allein im Universum? Meine Spurensuche im All (mit Illustrationen von Mandy Fischer). Ecowin, Salzburg 2015, ISBN 978-3-7110-0080-4.
  • 2024: Alien Earths: The New Science of Planet Hunting in the Cosmos, St Martin’s Press, 2024, ISBN 978-1-250-28363-4.
    • Alien Earths: Auf der Suche nach neuen Planeten und außerirdischem Leben, übersetzt von Gisela Fichtl, Droemer Verlag, München 2024, ISBN 978-3-426-28424-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Lisa Kaltenegger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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