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Lo Breier

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Lodewijk „Lo“ Breier (* 24. Jänner 1953 in Wien;<ref>Bundesanzeiger: Lodewijk Breier, geb. 24. 01. 1953. In: Genios, 12. Dezember 2000.</ref> † 29. Juni 2025<ref>Bärbel Egli-Unckrich: Gestalter-Legende Lo Breier stirbt mit 72 Jahren. In: campaigngermany.de. 30. Juni 2025, abgerufen am 1. Juli 2025.</ref> ebenda) war ein österreichischer Kreativdirektor und Designer.<ref>Lo Breier: Kämpfer für Design und Ästhetik. In: Horizont Österreich / Genios, 6. September 2019, nur Artikelanfang frei.</ref> Er wurde bekannt als innovativer Artdirektor der Zeitgeist-Magazine Wiener und Tempo.<ref name="spiegel-13516331" /> Breier zählt zu den ersten Grafikdesignern, die ein umfassendes, ganzheitliches Verständnis von Gestaltung entwickelten.<ref name="Liquid_Frontiers" />

Datei:LoBreierLifeAchivement.jpg
Lo Breier, 2020

Leben[Bearbeiten]

Breier war der Sohn eines Holländers und einer Österreicherin.<ref name="Red_Box_2015" /> Sein erstes Geld verdiente er mit dem Verkauf von Jimi-Hendrix-Plakaten als Siebdruck. Die Abnehmer dafür fand er im Wiener Szenelokal Camera Club, wo auch der Popsänger Falco regelmäßig verkehrte.<ref>Camera Club. In: goodnight.at, 2019, aufgerufen am 3. November 2019. „Dort, wo sogar schon Falco blunzenfett [öster.: total betrunken] war.“ </ref> Er wurde am Döblinger Friedhof bestattet.<ref name="Verstorbenensuche">Vorlage:Verstorbenensuche Wien</ref>

Wien (Wiener)[Bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Meisterklasse an der „Graphischen“ in Wien folgte bald der erste Erfolg<ref name="Uni_Essen_2005">Christoph Lindemann (Pressemitteilung): Neuer Professor für Kommunikationsdesign. Bereits als Jung-Designer Vorbild. In: Universität Essen, 18. März 2005.</ref>: Breier erzielte den 1. Platz für das beste Plakat des Jahres für die Stadt Wien. Später arbeitete Breier für Designbüros wie Fuhrherr sowie Mark & Nevosad. Prägend für Breiers Berufsweg war das Jahr 1980, und damit die Arbeit für die Wiener Werbeagentur GGK, die das Grafikdesign für das frühe Zeitgeist-Magazin Wiener ausführte. 1984 erschien das von ihm gestaltete Falco-Album Junge Roemer.<ref>Falco – Junge Roemer. Veröffentlicht: 06 Apr 1984. In: discogs.com, aufgerufen am 3. November 2019.</ref>

Hamburg (Tempo)[Bearbeiten]

1985 holte ihn der österreichische Medienmanager Markus Peichl nach Hamburg zum Jahreszeiten Verlag, wo ein weiteres Magazin mit seiner grafischen Linie entstand: Tempo.<ref name="spiegel-13516331">Presse: Schöne Aussicht. In: Der Spiegel. Nr. 48, 1985, S. 108–110, (online – 25. November 1985).</ref> Von 1986 bis 1996 arbeitete Breier zusammen mit Neville Brody am Tempo-Heft. „Der Erfolg und Einfluss dieser Magazine [Wiener und Tempo] beruhte neben ihrer kräftigen, stark durch Fotografie und Typografie geprägten visuellen Sprache, auf der spannungsvollen Dramaturgie, die Breier für jedes Heft entfaltete.“<ref name="Liquid_Frontiers">Wertzeichen Europa • Lo Breier / Sina Otto. In: Liquid Frontiers, Designagentur (Wien), aufgerufen am 5. November 2019.</ref>

Büro X[Bearbeiten]

1990 beteiligte er sich an der Gründung der Designagentur mit dem Namen Büro X <ref name="Uni_Essen_2005" /> in Hamburg sowie Wien und verließ diese im Jahr 2000.<ref name="kress_7.8.2000">kress news: Ein Designpapst geht von Bord. In: kressreport, 7. August 2000.</ref> Daraufhin gründete er die P. Agentur für Markengestaltung und beendete dabei seine Geschäftsführung im Jahre 2003.<ref>Henning Kornfeld: Der Lo-tse geht von Bord: Breier verlässt seine Agentur. In: kressreport, 5. September 2003.</ref> Als Begründung für das Verlassen der beiden Agenturen führte er an: „Wir waren für die wirklich großen Kunden zu klein, und mit den interessanten kleinen Kunden kann man letztendlich nicht wirklich überleben.“ Seine Firmenkunden waren u. a. ARD, Swatch, Die Woche, MuseumsQuartier Wien, Münchner Rück, Telekom Austria<ref name="Uni_Essen_2005" /><ref name="Red_Box_2015" /> sowie Porsche, Bogner, Mercedes, Helmut Lang, Joop und Prada.<ref>(red): Werbe- und Designprofi Lo Breier bei Bluetango ab sofort Head of Art. In: Der Standard, 16. August 2005.</ref> Von 2003 bis 2005 war Lo Breier Kreativpartner bei der Wiener Werbeagentur Bluetango.

2005 wurde Breier als Professor für Corporate Design an die Universität Essen berufen.<ref name="Uni_Essen_2005" /> Außerdem hielt er Vorträge<ref name="Uni_Essen_2005" /> und hatte Lehraufträge an mehreren Kunst- und Design-Hochschulen in Deutschland und Österreich.<ref>Campus:Report 01 | 2005, S. 35: Corporate Identity: Lo Breier. In: Universität Essen, 2005, (PDF; 7,5 MB): „Als Hochschullehrer sammelte er Erfahrungen an verschiedenen Kunst- und Design-Hochschulen in Deutschland, aber auch in Wien und Salzburg“.</ref> Unter anderem unterrichtete er gemeinsam mit Peter Wippermann (Editorial Design) und Bernhard Prinz (Fotografie) an der ehemaligen Folkwangschule.(Quelle?)

Berlin (Springer)[Bearbeiten]

2007 wechselte er nach Berlin zum Springer Verlag als Artdirektor für Bild am Sonntag.<ref name="Red_Box_2015">Vanessa Rummelhagen (vr): Lo Breier verlässt die Bild am Sonntag. In: Red Box, 12. September 2015.</ref> Er gehörte auch der Chefredaktion an und verließ 2015 den Springer Verlag.<ref name="new-business.de_14.9.2015">V. Möhring: Lo Breier nimmt seinen Hut bei der 'Bild am Sonntag'. In: new-business.de, 14. September 2015.</ref> Danach arbeitete er als „freier Kreativer“<ref name="new-business.de_14.9.2015" /> für Kunden wie die Universität Wien, das Magazin der Deutschen Bahn mobil und für den ADC mit dem Band „WirD! 50 Ideen für Deutschland“. Breier war Mitglied des Art Directors Club (ADC) und des Creativ Club Austria (CCA) sowie Vorstandsmitglied der Lead Academy.<ref>Impressum. In: LeadAcademy für Medien e.V., 2019, aufgerufen am 3. November 2019.</ref> Mitte der 2010er Jahre kehrte er wieder zum Berliner Büro von Büro X zurück.<ref>Berlin X. Design für ein idealistisches und schickes Morgen mit Haltung. Brunnenstrasse 192, 10119 Berlin © Breier x Nowak, aufgerufen am 3. November 2019.</ref>

Nach eigenen Angaben war er besonders mit drei Projekten zufrieden<ref>Video: ADC Kopf: Lo Breier. In: YouTube / Art Directors Club, 30. April 2019, 1:31 Min.</ref>: dem LP-Album Junge Roemer von Falco,<ref>Lo Breier: Falco   Junge Roemer. In: lobreier.com, aufgerufen am 5. November 2019.</ref><ref>Liedtexte: Junge Roemer – Falco. In: songtexte.de, aufgerufen am 5. November 2019.</ref> dem Magazin Tempo und dem Ausstellungsplakat für die documenta 10.<ref>Archiv: documenta X   21. Juni – 28. September 1997. In: documenta 10, aufgerufen am 5. November 2019.</ref>

2020 wurde er in Frankfurt vom ADC Deutschland für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dazu wurde ein filmisches Portrait von Regisseurin Marieli Fröhlich gedreht.

Ausstellung[Bearbeiten]

Buchgestaltungen[Bearbeiten]

  • Fritz Emslander (Hrsg.): Sigmar Polke. Fotografien 70–80. Herausgegeben vom Museum Morsbroich, Leverkusen 2018, DNB 1177826003, Ausstellungskatalog.
  • Markus Peichl (Hrsg.): Ironimus. Cartoons 1948–2018. Buchgrafik von Lo Breier und Charlotte Hafke. Residenz Verlag, Salzburg 2018, ISBN 978-3-7017-3453-5.
  • Stephan Vogel (Hrsg.): WirD! 50 Ideen für Deutschland. Buchgrafik von Lo Breier und Anja Steinig. Herausgegeben vom Art Directors Club für Deutschland e.V. seltmann+söhne, Berlin 2015, ISBN 978-3-944721-49-1, Inhaltsangabe.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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