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Lovoo

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Lovoo

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Basisdaten

Maintainer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Entwickler PE Digital GmbH
Erscheinungsjahr 27. Oktober 2011<ref name="Flirt">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Flirt-App Kiss2go wird zu Lovoo und bringt exklusive Funktionen für sicheres Dating (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive), auf: Inside Lovoo. Pressemitteilung vom 27. Oktober 2011, abgerufen am 23. September 2013.</ref>
Aktuelle Version 233.2 (Android –
Google Play Store)
(Version variiert je nach Gerät.)
28. August 2026<ref>Die App bei play.google.com, abgerufen am 1. September 2026.</ref>

233.0 (iOS)
28. August 2026<ref>LOVOO Dating App & Single Chat. App Store (iOS), abgerufen am 1. September 2026.</ref>

Aktuelle Vorabversion Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
(Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Betriebssystem Android, iOS
Programmier­sprache Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Kategorie Soziales Netzwerk, Flirt
Lizenz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1703: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
deutschsprachig ja
www.lovoo.com

Lovoo (Eigenschreibweise: LOVOO) ist eine Dating-Plattform, die über die Nutzung einer App das Kennenlernen von Menschen aus der Umgebung ermöglicht. Lovoo basiert auf standortbezogenen Daten und wird vom Hamburger Unternehmen PE Digital GmbH betrieben<ref>Impressum – Lovoo. Abgerufen am 21. November 2023.</ref>. Der ehemalige Hauptsitz des Unternehmens befand sich in Dresden, Lovoo beschäftigt rund 100 Mitarbeiter.<ref name="juve.de">Es hat gefunkt: Dating-Plattform Lovoo geht mit Morgan Lewis an US-Wettbewerber. Abgerufen am 1. Oktober 2017.</ref>

Seit September 2020 ist Lovoo Teil der ParshipMeet Group, in der das deutsche Medienunternehmen ProSiebenSat.1 Media ihre Dating-Aktivitäten bündelt.<ref>P7S1-Tochter schließt Übernahme der Meet Group ab. In: DWDL.de. 4. September 2020, abgerufen am 9. November 2020.</ref>

Die Anwendung wird im Freemium-Modell angeboten.<ref name="Konkurrenz">Martin Weigert: Lovoo macht Badoo Konkurrenz, auf: netzwertig.com. 22. Januar 2013, abgerufen am 20. September 2013.</ref><ref name="LOVOO wächst rasant">Martin Weigert: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.LOVOO wächst rasant (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive), auf: netzwertig.com. 10. April 2013, abgerufen am 2. Aug. 2021.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Die weltweit agierende Plattform wurde von einer Gruppe aus acht Personen entwickelt und erstmals unter dem Namen „Lovoo“ am 27. Oktober 2011 als Mobile-Dating-Anwendung veröffentlicht.<ref name="Flirt" /> Ursprünglich war der Name „Kiss2go“ für die App vorgesehen, der schon kurz nach dem Start geändert werden musste, weil der Berliner Radiosender Kiss FM den Machern eine Markennamen-Verletzung vorgeworfen hatte. Die Gründer der App entschieden sich gegen einen Rechtsstreit und kreierten binnen 20 Tagen die neue Marke „Lovoo“.<ref name="Fragen">Christina Cassala: 15 Fragen an Alexander Friede von Lovoo. In: deutsche-startups.de. 1. Februar 2013, abgerufen am 29. Oktober 2015.</ref><ref name="Kiss2go wird zu Lovoo">Flirt-App Kiss2go wird zu Lovoo und bringt exklusive Funktionen für sicheres Dating, In: frische-fische.com. 27. September 2011, abgerufen am 2. Mai 2015.</ref>

Der Name setzt sich zusammen aus „love“ (englisch Liebe) und zwei „O“, die angeblich einem Zufall zu verdanken sind: Inspirationsgeber sei ein Hund aus einem Webvideo, dessen Laut sich wie „Lovoo“ angehört habe.<ref name="Interview">Interview mit Tobias Börner – Lovoo App CMO & Co-Founder, 16. Januar 2014, abgerufen am 31. März 2014.</ref> Am 2. Februar 2012 wurde Lovoo mit dem Publikumspreis als beste deutsche Mobile App beim „Show your App Award“, im Rahmen der M-Days in Frankfurt am Main, ausgezeichnet. Grundlage war eine Onlineabstimmung.<ref name="Markt">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der Markt ist reif für Flirt-Apps (Memento vom 27. September 2013 im Internet Archive), auf: gfm-nachrichten.de, 14. Januar 2013, abgerufen am 2. Aug. 2021.</ref>

Das Start-up-Unternehmen wurde am 12. April 2013 als Teilnehmer in das „Silicon Valley Accelerator Program“ aufgenommen. Seit September 2013 bereitet die Lovoo GmbH in diesem Zusammenhang ihre Internationalisierung, mit Fokus auf den Markt der Vereinigten Staaten, vor.<ref name="Silicon">Yvonne Ortmann: German Silicon Valley Accelerator: Diese 12 deutschen Start-ups mischen bald das Silicon Valley auf!, auf: deutsche-startups.de, 15. April 2013, abgerufen am 23. September 2013.</ref> Anfang März 2014 hat Lovoo seine „Matching-Funktion“ unter dem Namen „Voo“ als eine eigenständige App herausgebracht. Bezüglich der Funktionen ähnelt Lovoo stark der US-amerikanischen Dating-Applikation „Tinder“.<ref name="voo">FLIRT-APP VOO: Tinder bekommt Konkurrenz aus Deutschland, 6. März 2014, abgerufen am 31. März 2014.</ref>

Im September 2017 wurde Lovoo für rund 60 Mio. Euro (davon rund 4 Mio. Euro erfolgsabhängig) an den US-Wettbewerber The Meet Group verkauft.<ref name="juve.de" />

Im Frühjahr 2020 wurde verkündet, dass die ProSiebenSat.1 Media SE den US-App-Entwickler The Meet Group übernimmt. Die deutsche Unternehmensgruppe hat mit diesem Deal ihre bis dahin größte Übernahme verzeichnen können. Der Fall musste vom Bundeskartellamt genehmigt werden, da ProSiebenSat.1 bereits Parship und Elite-Partner gehören. Die Freigabe für den Kauf erteilte das Kartellamt im Sommer. Insgesamt flossen rund eine halbe Milliarde Dollar für den Kauf.<ref>heise online: Kartellamt: ProSiebenSat1 darf Lovoo übernehmen. Abgerufen am 14. Juli 2020.</ref>

Funktionsweise[Bearbeiten]

Lovoos Funktionen entsprechen in weiten Teilen denen anderer Social Software. Zentrale Funktion ist das Live-Radar, das in der Umgebung des Nutzers nach anderen sucht, um mit ihnen ggf. Kontakt aufzunehmen. Die Suchergebnisse werden mit Entfernung und Richtung dargestellt.<ref name="Smartphone">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Flirten via Smartphone: 'Lovoo'-App bringt Singles an Ort und Stelle zusammen (Memento vom 28. September 2013 im Internet Archive), In: Inside Lovoo. Pressemitteilung vom 2. August 2011, abgerufen am 23. September 2013.</ref>

Kosten[Bearbeiten]

Solange man sich auf die Grundfunktionen beschränkt, ist die Lovoo-App zunächst kostenlos. Zu den Grundfunktionen zählen: Das Nutzen der Suchfunktion, Mitglieder anzeigen lassen sowie eine Nachricht pro Tag. Kostenpflichtig werden aber sogenannte „In-App-Credits“ und „Premium-Abos“, die man benötigt,<ref>Joachim Riekert: Tinder, Badoo oder LoVoo – Vergleich der Dating-Apps. In: CHIP.de. BurdaForward GmbH, 8. Februar 2022, abgerufen am 21. November 2023.</ref><ref>date-guide.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 6. Januar 2019; abgerufen am 21. November 2023.</ref><ref name ="Blei" /> z. B. um „Matches“ zu de-anonymisieren, d. h. das Profil der Person zu sehen, mit der eine Übereinstimmung festgestellt wurde.

Betrugsvorwürfe[Bearbeiten]

Im September 2015 wurden in der Zeitschrift c’t und der Nachrichten-Website Heise online umfangreiche Artikel zu möglichen unlauteren Praktiken durch den Betreiber der Plattform veröffentlicht.<ref name="Blei">Holger Bleich, Ronald Eikenberg, Heiko Frenzel und Torsten Kleinz: Dating-Plattform Lovoo im Fake-Verdacht. In: c’t. 18. September 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 21. März 2022; abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref><ref name="heise">Holger Bleich: Verdacht auf Abzocke bei Dating-Plattform Lovoo. In: Heise online. 18. September 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref> Dem Verlag waren über 50 Gigabyte Daten aus E-Mail-Postfächern, Screenshots und Quellcode-Ausschnitte zugespielt worden, die darauf hindeuten, dass gezielt und automatisiert Profile mit erfundenen weiblichen Personen erstellt wurden, die anschließend programmgesteuert echten Nutzern Interesse vorgaben<ref>Holger Bleich: Abzock-Verdacht gegen Flirt-Plattform Lovoo erhärtet sich. In: Heise online. 25. September 2015, abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref> und sie animierten, gegen eine Gebühr den Kontakt herzustellen. Der Schaden<ref>Lovoo: Flirt-App kommt mit hoher Zahlung davon. In: handelsblatt.com. 29. September 2016, abgerufen am 2. März 2024.</ref> durch gezieltes Anwerben mit Fake-Profilen durch fiktives Interesse und Locknachrichten wurde damals für die damaligen Nutzer mit 1,2 Mio. EUR beziffert.

In einer Stellungnahme bezeichnet das Unternehmen die Herkunft der dem Artikel zugrundeliegenden Unterlagen als dubios und verweist darauf, dass gemeldete Fake-Profile gelöscht würden, ohne dem Vorwurf zu widersprechen, Fake-Profile selbst erstellt zu haben.<ref>Lovoo-Kommentar auf c’t-Artikel. In: Lovoo. 18. September 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Oktober 2015; abgerufen am 20. Oktober 2015.</ref> Zur Echtheit der Dokumente hat das Unternehmen ebenfalls keine Stellung genommen.<ref name="heise" />

Im Oktober 2015 veröffentlichte die c’t eine erweiterte Analyse der ihr zugespielten E-Mail-Postfächer. Danach betrieb Lovoo unter dem Namen „Chat Banana“ über 16.000 mit dem Chatverlauf echter Nutzer trainierte Chatbots.<ref>„Promote-Bitches“ – Interne Mails bekräftigen Abzock-Verdacht gegen Dating-Plattform Lovoo, c’t 22/15, S. 26 (erschienen am 1. Oktober 2015)</ref>

Am 8. Juni 2016 kam es zu einer Durchsuchung der Firmenräume durch das Landeskriminalamt Sachsen. Gegen die beiden Unternehmensgründer und Kaufleute Benjamin Bak und Alexander Friede aus Dresden lagen Untersuchungshaftbefehle vor.<ref>heise online: Razzia und Festnahmen beim Dating-Dienst Lovoo. In: heise online. Abgerufen am 8. Juni 2016.</ref> Die Staatsanwaltschaft warf den Beschuldigten gewerbsmäßigen Betrug vor.<ref>Holger Bleich: Razzia und Festnahmen beim Dating-Dienst Lovoo. Heise online, 8. Juni 2016, abgerufen am 8. Juni 2016.</ref> Insgesamt wurden 16 Privatwohnungen und Firmenräume durchsucht.<ref name="spon" />

Das Verfahren der Staatsanwaltschaft Dresden wurde daraufhin am 30. September 2016 gegen Zahlung von Geldauflagen, ohne Feststellung von Straftaten, eingestellt.<ref name="betrugZeit">Dating-App: Ermittlungen gegen Lovoo eingestellt. In: Die Zeit. 30. September 2016, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 30. September 2016]).</ref>

Sicherheitslücken[Bearbeiten]

Im August 2019 gelang es Journalisten des Bayerischen Rundfunks Bewegungsprofile von Nutzern zu erstellen, die Rückschlüsse auf Arbeits- oder Wohnorte zulassen. Das Unternehmen hat auf diese Kritik reagiert und die Genauigkeit der Standortdaten verringert. Nutzer können nun nicht mehr auf weniger als 1.000 Meter genau verortet werden, zudem soll Triangulation durch Unterdrückung wiederholter Abfragen verhindert werden.<ref>Nutzer der Dating-App Lovoo können geortet werden. Abgerufen am 9. August 2019.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pressestatement zur Berichterstattung des Bayerischen Rundfunks über Lovoo (Memento vom 31. Dezember 2019 im Internet Archive)</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="spon">asa/gru/dpa: Lovoo: Razzia in 16 Wohnungen und Firmenräumen, zwei Festnahmen. In: Spiegel Online. 8. Juni 2016, abgerufen am 2. März 2024.</ref> </references>