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Manfred Leger

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Leger (zweiter von rechts) bei einem Festakt am Fildertunnel im September 2019

Manfred Leger (* 28. Februar 1954<ref name="stn-2013-207-16c" />) ist ein deutscher Wirtschaftsingenieur. Vom 1. September 2013 bis Ende April 2021 war er Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart–Ulm und damit verantwortlich für die Eisenbahnprojekte Stuttgart 21 und Neubaustrecke Wendlingen–Ulm.<ref name="stz-2013-207-19">Markus Heffner: Stuttgart-21-Manager fordert Unterstützung. In: Stuttgarter Zeitung. Nr. 207, 6. September 2013, S. 19 (online).</ref><ref name="db-2021-03-22" />

Werdegang[Bearbeiten]

Leger wuchs in München auf.<ref name="sz-2013-09-06" /> Nach einem Ingenieurstudium begann seine berufliche Laufbahn 1979 bei MBB im Luftverkehrsbereich. 1994 wechselte er zu AEG in eine Position mit Bahnbezug.<ref name="stn-2013-207-16c" /> Er war zeitweise Assistent des heutigen Daimler-Aufsichtsratschefs Manfred Bischoff.<ref name="sz-2013-09-06" />

Im Jahr 2000 war er Leiter des Bereichs Bahnfahrwegsysteme von Adtranz, als dieser von Balfour Beatty übernommen wurde.<ref name="lvz-2000-09-21">Reinhard Zweigler: Schrempp verkauft seine Sorgen. In: Leipziger Volkszeitung. 21. September 2000, ISSN 0232-3222, S. 7.</ref> Um 2002 war er Geschäftsführer der Balfour Beatty Rail Power Systems, einer Münchner Tochterfirma des Londoner Bau- und Dienstleistungskonzerns Balfour Beatty.<ref name="fr-2002-02-08">Balfour Beatty mit 130 Mitarbeitern eingezogen. In: Frankfurter Rundschau (Ausgabe Offenbach/Groß-Gerau). 8. Februar 2002, ISSN 0940-6980, S. 1.</ref> Von Ende Dezember 1999 bis Januar 2001 war er Prokurist der DaimlerChrysler Rail Systems GmbH (Berlin).<ref>DaimlerChrysler Rail Systems GmbH. Handelsregister-Bekanntmachungen vom 29. Dezember 1999 (Handelsregister-Nummer HRB64838).</ref><ref>DaimlerChrysler Rail Systems GmbH. Handelsregister-Bekanntmachungen vom 13. Februar 2001.</ref>

2006 wurde er zum Bereichsvorstand für Infrastruktur bei Balfour Beatty ernannt.<ref name="stn-2013-207-16c">Zur Person: Manfred Leger. In: Stuttgarter Nachrichten. 6. September 2013, S. 16.</ref> Er war dort Director International der Balfour Beatty Rail Group.<ref name="elnet-2012">EL-Net Consulting AG (Hrsg.): Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012, S. 2 f.</ref> Für Balfour Beatty errichtete Leger unter anderem Schienenwege in Bulgarien und Malaysia.<ref name="sz-2013-09-06" /> Er war unter anderem für die technische Ausrüstung des Gotthard-Basistunnels verantwortlich und leitete die elektrische Ausrüstung der Schnellfahrstrecke Wuhan–Guangzhou.<ref name="bild-2013-208-06" /> Bis 2013 war Leger für Balfour Betty in London tätig.<ref name="stn-2013-06-27" />

Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 wurde er in den Aufsichtsrat der Balfour Beatty Rail GmbH gewählt.<ref>Balfour Beatty Rail GmbH. Bundesanzeiger (elektronische Ausgabe), 8. Februar 2007.</ref> Er war ebenfalls um 2011 Mitglied der Geschäftsführung der Balfour-Beatty-Tochter BICC Holdings GmbH (München).<ref>BICC Holdings GmbH (Hrsg.): Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011. Bundesanzeiger-Jahresabschlüsse, Veröffentlichung vom 29. Januar 2013.</ref> Ab 1. Juli 2012 war er Aufsichtsratsmitglied der EL-Net Consulting AG (München).<ref name="elnet-2012" />

Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH[Bearbeiten]

Ende Juni 2013 wurde die Besetzung der vierköpfigen Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH bekannt. Leger sollte dabei zum 1. August 2013 zum Vorsitzenden von deren Geschäftsführung bestellt werden.<ref name="stn-2013-06-27">Michael Isenberg: Neuer Projektchef bei Stuttgart 21. In: Stuttgarter Nachrichten. 17. Juni 2013 (ähnliche Version online).</ref> Letztlich übernahm er diese Funktion am 1. September 2013.<ref name="stz-2013-207-19" /> Er ist damit, nach Hans Sommer/Reimar Baur, Peter Marquart, Hany Azer und Stefan Penn, der fünfte<ref name="stn-2013-09-06">Michael Isenberg: 'Wir werden nichts unter den Teppich kehren'. In: Stuttgarter Nachrichten. 6. September 2013, S. 16 (online).</ref> Chef des Bahnprojekts Stuttgart 21 seit 1994. Volker Kefer soll ihn für seine neue Aufgabe ausgewählt haben.<ref name="sz-2013-09-06" />

Nach eigenen Angaben wolle er Stuttgart 21 für höchstens 5,8 Milliarden Euro realisieren.<ref name="sz-2013-09-06" /> Im Januar 2018 verantwortete er eine Kostenerhöhung von damals 6,5 auf 8,2 Milliarden Euro.<ref name="stn-2020-135-3">Christian Milankovic: Der sechste Chef soll S 21 vollenden. In: Stuttgarter Nachrichten. Band 75, Nr. 135, 15. Juni 2020, S. 3 (online).</ref>

Leger war von Anfang 2015 bis Ende Januar 2018 technischer Projektleiter, bevor Olaf Drescher zum 1. Februar 2018<ref name="bezug-22-4">„Jedes Projekt ist ein Unikat“. In: Bahnprojekt Stuttgart–Ulm e. V. (Hrsg.): Bezug. Nr. 22, März 2018, ZDB-ID 2663557-4, S. 4–7 (bahnprojekt-stuttgart-ulm.de [PDF]).</ref> diese Funktion übernahm.

Leger galt als „Außenminister“ des Projekts und pflegte direkten Kontakt zum DB-Konzern, zu Politik, Öffentlichkeit und Medien. Während das Technische Projektmanagement, die Projektsteuerung, Zentrale Baulogistik und Technische Systemintegration seither von Drescher verantwortet werden, ist Leger zuständig für Qualitätssicherung und Kommunikation/Presse.<ref name="bezug-22-4" />

Zum 1. Juli 2020 übergab er den Vorsitz der Geschäftsführung an Olaf Drescher abgeben und behielt anschließend als Stellvertreter seine bisherigen Zuständigkeiten.<ref name="db-2020-06-15">Kurs auf Inbetriebnahme. Stabwechsel beim Bahnprojekt Stuttgart–Ulm. In: bahnprojekt-stuttgart-ulm.de. Deutsche Bahn, 15. Juni 2020, abgerufen am 15. Juni 2020.</ref>

Leger schied Ende April 2021 altersbedingt aus der Geschäftsführung aus. Er war anschließend „Senior-Experte für den Bereich Infrastrukturprojekte Region Süd“ von DB Netz.<ref name="db-2021-03-22">Generationenwechsel beim Bahnprojekt Stuttgart–Ulm: Michael Pradel wird neuer Technik-Geschäftsführer. In: deutschebahn.com. Deutsche Bahn, 22. März 2021, abgerufen am 22. März 2021.</ref><ref name="ei-2021-05-87">Neuer Technikchef beim DB Projekt Stuttgart-Ulm. In: Der Eisenbahningenieur. Band 72, Nr. 5, Mai 2021, ISSN 0013-2810, S. 87.</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

Leger lebt in München.<ref name="sz-2013-09-06">Roman Deininger, Max Hägler: Der Bahnhofsversteher. In: Süddeutsche Zeitung. 6. September 2013, ISSN 0174-4917, S. 6.</ref> Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder.<ref name="bild-2013-208-06">Beate Maisch: ER soll Stuttgart21 stemmen. In: Bild, Regionalausgabe Stuttgart. Nr. 208, 6. September 2013, S. 11.</ref>

Er gilt als passionierter Reiter.<ref name="stn-2020-135-3" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Reimar Baur | Peter Marquart | Hany Azer | Stefan Penn | Manfred Leger | Olaf Drescher | Michael Pradel | Klaus Müller Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein