Manterruption
Manterruption (auch: Manterrupting) ist ein Kofferwort aus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (englisch: Mann) und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (englische Kurzform von interruption zum Verb to interrupt, unterbrechen). Mit dem Begriff assoziiert man das Unterbrechen einer Frau bei einer Konversation durch einen Mann.<ref name="Frangou">Sophia Frangou: Women in Academic Psychiatry: A Mind to Succeed. Springer, 2016, ISBN 978-3-319-32177-6 (google.ch [abgerufen am 9. Mai 2017]).</ref>
Entstehung[Bearbeiten]
Eine der ersten Erwähnungen des Begriffs „Manterrupting“ datiert auf den 14. Januar 2015, im englischen Nachrichtenmagazin Time.<ref>How Not to Be ‘Manterrupted’ in Meetings. Abgerufen am 9. Mai 2017.</ref> Auch die englische Zeitung The Guardian übernahm das Wort einige Tage darauf in einem Bericht.<ref name="Srinivas" /> Die Etablierung des Wortes „Manterruption“ fand aber erst 2 Jahre später durch die brasilianische Agentur BETC Sao Paulo statt, welche mit einer Kampagne für den Internationalen Frauentag auf das vermeintliche Problem, dass Frauen durch Männer unterbrochen werden, aufmerksam machen wollte. Um diese Kampagne zu unterstützen, wurden eine App<ref>Girl, Manterrupted: App alerts women when they are talked over by men. In: Mail Online. (dailymail.co.uk [abgerufen am 8. Mai 2017]).</ref> und ein Youtubevideo<ref>Woman Interrupted - Um aplicativo que detecta Manterrupting. 3. März 2017, abgerufen am 5. Mai 2017.</ref> erstellt.
Entsprechende Studien werden im britischen Telegraph vom 3. Juli 2017 vorgestellt.<ref>Harry Yorke: Women are given a tougher time in interviews than men, scientists find</ref> Kristina Appel fasst wesentliche Erkenntnisse so zusammen: „Eine aktuelle Studie der Universities of California and Southern California hat ergeben, dass Frauen selbst in Jobinterviews häufiger unterbrochen werden als Männer. Und dass Männer anderen doppelt so oft ins Wort fallen wie Frauen. In den observierten Bewerbungsgesprächen auf akademische Stellen blieb den Frauen durch die häufigen Unterbrechungen weniger Zeit, ihre Vorträge im Zeitrahmen abzuschließen“ (als dies bei Männern der Fall war).<ref>Kristina Appel: Manterruption: Kann ich mal ausreden? Zeit Online, 6. August 2017; abgerufen am 6. August 2017.</ref>
Verwendung[Bearbeiten]
Der Begriff und die Thematik ist vor allem in der Medienwelt präsent, so wurde beispielsweise in der britischen Zeitung The Guardian ein Artikel über „Manterruption“ am Arbeitsplatz publiziert<ref name="Srinivas">Siri Srinivas: The secret plague of women at work: 'manterrupting'. In: The Guardian. 15. Januar 2015 (theguardian.com [abgerufen am 8. Mai 2017]).</ref> und in der englischsprachigen Tageszeitung The New York Times ein Artikel mit Titel Hillary Clinton Will Not Be Manterrupted (englisch für „Hillary Clinton wird nicht unterbrochen“) veröffentlicht.<ref>Jessica Bennett: Hillary Clinton Will Not Be Manterrupted. In: The New York Times. 27. September 2016, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 5. Mai 2017]).</ref> Im deutschsprachigen Raum wurde die Thematik vor allem in der österreichischen Presse aufgenommen, so berichtete unter anderem das österreichische Medium ORF<ref>Wie sich Frauen im Weißen Haus durchsetzen - news.ORF.at. Abgerufen am 9. Mai 2017.</ref>, die Tageszeitung Kurier<ref>elisabeth.mittendorfer: App zählt, wie oft Männer Frauen ins Wort fallen. (kurier.at [abgerufen am 9. Mai 2017]).</ref> und Der Standard<ref>Mansplaining: Erklären Männer Ihnen die Welt? In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 9. Mai 2017]).</ref> über Manterruption. Auch auf der deutschen Zeit Online, dem Online-Portal der Wochenzeitung Die Zeit, gab es 2016 ein Interview von Tina Groll mit Isabel Garcia<ref>Rhetorik: „Frauen brauchen keine Papageien“ auf zeit.de vom 3. Oktober 2016</ref> und im August 2017 einen Artikel von Kristina Appel, in dem der Begriff verwendet wird.<ref>Kristina Appel: Manterruption: Kann ich mal ausreden? Zeit Online, 6. August 2017; abgerufen am 6. August 2017.</ref>
Kritik[Bearbeiten]
Der Begriff wird wegen seiner Stereotypisierung des männlichen Geschlechts als sexistisch kritisiert.<ref name="MRCTV">Pardon My ‘Manterruption’, Feminists, But… In: MRCTV. (mrctv.org [abgerufen am 8. Mai 2017]).</ref> Weiters wird wegen der fehlenden Faktenlage vorgeworfen, dass es sich beim Manterruption um eine belanglose Anschuldigung gegen Männer handelt.<ref name="mittendorfer" /><ref name="jetzt.de" /><ref name="dailywire" /><ref name="MRCTV" />
In der Washington Post schrieb Cathy Young 2016, dass Manterrupting nur eine von vielen Wortneuschöpfungen sei, die „Mann“ als abwertende Vorsilbe verwenden, und sieht diese als Teil eines „aktuellen Zyklus der Misandrie“. Verstärkt durch soziale Medien würde sich der radikale Feminismus immer weiter in der Mitte der Gesellschaft ausbreiten. Das Niedermachen von Männern sei zum konstanten Hintergrundrauschen in den Online-Medien geworden. Bezüglich Manterrupting würden Studien aber zeigen, dass Frauen mehr von anderen Frauen als von Männern unterbrochen werden, wofür sie „Femterrupting“ als Ausdruck vorschlägt.<ref>Cathy Young: Feminists treat men badly. It’s bad for feminism. Washington Post, 30. Juni 2016, abgerufen am 25. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Siehe auch[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references > <ref name="mittendorfer">elisabeth.mittendorfer: App zählt, wie oft Männer Frauen ins Wort fallen. (kurier.at [abgerufen am 8. Mai 2017]).</ref> <ref name="jetzt.de">Diese App soll messen, wie oft Männer Frauen unterbrechen. In: jetzt.de. 7. März 2017 (jetzt.de [abgerufen am 8. Mai 2017]).</ref> <ref name="dailywire">‘Manterruption!’ Feminist App Detects When Men Interrupt Women Talking. In: Daily Wire. 10. März 2017 (dailywire.com [abgerufen am 5. Mai 2017]).</ref> </references >