Manuel Akanji
| Manuel Akanji | ||
| Datei:2023-10-04 Fußball, Männer, UEFA Champions League, RB Leipzig - Manchester City FC 1DX 2792 (Manuel Akanji).jpg Manuel Akanji (2023)
| ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Manuel Obafemi Akanji | |
| Geburtstag | 19. Juli 1995 | |
| Geburtsort | Neftenbach, Schweiz | |
| Grösse | 186 cm | |
| Position | Innenverteidigung | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| 2004–2007 | FC Wiesendangen | |
| 2007–2014 | FC Winterthur | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 2014–2015 | FC Winterthur | 35 (1) |
| 2015–2018 | FC Basel | 42 (5) |
| 2018–2022 | Borussia Dortmund | 119 (4) |
| 2022– | Manchester City | 85 (2) |
| 2025– | → Inter Mailand (Leihe) | 33 (0) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore)2 |
| 2014–2015 | Schweiz U-20 | 5 (0) |
| 2014–2015 | Schweiz U-21 | 4 (0) |
| 2017– | Schweiz | 87 (4) |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. Stand: 21. Mai 2026 2 Stand: 11. Juli 2026 | ||
Manuel Obafemi Akanji (* 19. Juli 1995 in Neftenbach<ref>Manuel Akanji. In: Internationales Sportarchiv. 24/2018, 12. Juni 2018, im Munzinger-Archiv, abgerufen am 12. November 2018 (Artikelanfang frei abrufbar).</ref>) ist ein Schweizer Fussballspieler. Der Innenverteidiger steht als Leihspieler von Manchester City bei Inter Mailand unter Vertrag und ist A-Nationalspieler. Zuvor spielte er zwischen 2018 und 2022 für Borussia Dortmund und wurde dort einmal DFB-Pokalsieger.
Vereinskarriere[Bearbeiten]
FC Winterthur[Bearbeiten]
Akanji wuchs in Wiesendangen in der Nähe von Winterthur als Sohn einer Schweizer Mutter und eines nigerianischen Vaters auf, dank dem er auch die nigerianische Staatsbürgerschaft besitzt.<ref>Thomas Buchwalder: Manuel Akanji im grossen Porträt. In: Schweizer Illustrierte. 8. Dezember 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 15. Januar 2018; abgerufen am 9. Oktober 2021.</ref> Er verbrachte seine Juniorenzeit zuerst beim FC Wiesendangen, später trat er als Elfjähriger dem FC Winterthur bei. In der Saison 2013/14 spielte er für die U-18-Mannschaft und ein Jahr darauf für die zweite Mannschaft. Parallel dazu begann er eine Lehre als Kaufmann.<ref name="LB" /> Am 1. Juli 2014 wurde der Verteidiger in die erste Mannschaft Winterthurs berufen, nachdem er bereits in der Vorsaison zwei Spiele in der zweitklassigen Challenge League bestritten hatte. Der Rechtsfüsser unterschrieb in der Folge einen bis 2018 laufenden Vertrag und gehörte auf Anhieb zur Stammmannschaft. Er wurde in der Spielzeit 2014/15 25-mal eingesetzt und erzielte einen Treffer.
FC Basel[Bearbeiten]
Die Leistungen des jungen Akanji weckten das Interesse des Basler Sportchefs Georg Heitz. Dieser nahm Kontakt mit dem FC Winterthur auf mit dem Ziel, ihn aus dem laufenden Vertrag herauszulösen.<ref name="TW">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Ein neuer Verteidiger für den FCB: Manuel Akanji kommt vom FC Winterthur ( vom 31. Januar 2016 im Internet Archive). In: TagesWoche. 15. April 2015.</ref> Am 15. April 2015 unterschrieb Akanji schliesslich beim FC Basel 1893 (FCB) einen Dreijahresvertrag mit Gültigkeit ab dem 1. Juli 2015 und der Option auf Verlängerung um ein weiteres Jahr.<ref name="fcb" /> Sein Super-League-Debüt gab er am 26. September 2015 beim 3:1-Heimsieg gegen den FC Lugano. Im März 2016 erlitt der Innenverteidiger im Training einen Kreuzbandriss im linken Knie und fiel für den Rest der Saison aus.<ref>FC Basel: Akanji fällt verletzt bis Ende Saison aus. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. März 2016, ISSN 0376-6829 (online [abgerufen am 6. Juni 2017]).</ref> Unter Trainer Urs Fischer gewann er am Ende der Schweizer Fussballmeisterschaft 2015/16 den Meistertitel mit dem FCB.<ref name="fcb 2016-04-30">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Es ist vollbracht! Der FCB ist zum 19. Mal Meister.] FC Basel 1893, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 30. April 2016.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> In der Spielzeit 2016/17 avancierte Akanji zum Stammspieler in der Innenverteidigung und gewann mit dem Verein erneut die Meisterschaft.<ref name="fcb 2017-04-28">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig 2:1-Sieg in Luzern – der FCB ist Schweizer Meister!] FC Basel 1893, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 28. April 2017.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Für den Club war es der achte Titel in Serie und insgesamt der 20. Titel in der Vereinsgeschichte. Die Mannschaft gewann mit Akanji auch den nationalen Cupwettbewerb<ref name="fcb 2017-05-25">Caspar Marti: Der FCB besiegt Sion im Cupfinal! FC Basel 1893, 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 28. Mai 2017; abgerufen am 25. Mai 2017.</ref> am 25. Mai 2017 mit 3:0 gegen den FC Sion und damit das Double.<ref name="sfv">Libardoni Norman: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Petkovic nominiert erstmals Manuel Akanji ( vom 6. Juni 2017 im Internet Archive). Schweizerischer Fussballverband, 2. Juni 2017.</ref>
Borussia Dortmund[Bearbeiten]

Am 15. Januar 2018 schloss sich der Schweizer Borussia Dortmund an und erhielt einen bis 2022 gültigen Vertrag.<ref>BVB verpflichtet Schweizer Nationalspieler Manuel Akanji. Borussia Dortmund, 15. Januar 2018, abgerufen am 15. Januar 2018.</ref> Seinen ersten Treffer in der Bundesliga erzielte er beim 7:0-Heimsieg des BVB gegen den 1. FC Nürnberg am 26. September 2018 (5. Spieltag).<ref>7:0 – BVB-Express überrollt den Club. In: kicker.de. 26. September 2018, abgerufen am 30. September 2018.</ref> In seiner ersten Spielzeit bestritt der Innenverteidiger für den späteren Vizemeister als Stammspieler 31 Pflichtspiele und verpasste weitere 14 aufgrund einer Hüftverletzung.
Im August 2019 gewann Akanji seinen ersten Titel mit dem Verein, als der Doublesieger der Vorsaison, der FC Bayern München, mit 2:0 im DFL-Supercup besiegt wurde.<ref>Dortmund gewinnt Supercup gegen Bayern München. In: Der Spiegel. 3. August 2029, abgerufen am 3. August 2019.</ref> Nachdem er unter Lucien Favre weiterhin in der Innenverteidigung gesetzt gewesen war, verlor er zum 21. Spieltag der Spielzeit 2019/20 seinen Stammplatz kurzzeitig an Dan-Axel Zagadou, wurde jedoch nach dessen Verletzung von seinem Landsmann Favre wieder in die Startelf berufen. Zum Saisonende hin fiel der Schweizer seinerseits mit muskulären Problemen aus, in seiner Abwesenheit wurde der BVB erneut Vizemeister.
Vor allem in seiner zweiten Spielzeit für Dortmund, aber auch bereits in der Rückrunde der Saison 2018/19 war Akanji immer wieder das Ziel von Kritik seitens der Medien oder des Vereinsumfelds. Da er trotz seinen teils schwachen Leistungen regelmässig Zagadou oder dem noch jüngeren Leonardo Balerdi vorgezogen wurde, sprach das Portal 90min sogar von einer Art Nibelungentreue des Trainers gegenüber seinem Spieler.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Formschwacher BVB-Verteidiger: Manuel Akanji antwortet auf die Kritik ( vom 13. Oktober 2020 im Internet Archive). In: 90min.de. 9. Dezember 2019, abgerufen am 8. Oktober 2020.</ref> Ligalive lobte Akanjis taktische wie technische Ausbildung sowie seinen Ehrgeiz und seine Kritikfähigkeit, bemängelte allerdings auch «haarsträubende Patzer».<ref>Akte Manuel Akanji – Der verhinderte Abwehrchef. In: ligalive.net. 19. März 2021, abgerufen am 8. Oktober 2020</ref> Das vereinsnahe Nachrichtenmagazin Ruhr24 wurde in Bezug auf die Fehler des Schweizers noch deutlicher und benannte so unter anderem dessen «Slapstickeinlage» gegen Werder Bremen im Mai 2019 oder ein Eigentor zum Vorteil des SC Freiburg im Oktober desselben Jahres. Auch sprach man hier von einer «Kette individueller Fehler» in «fast jedem Spiel».<ref>Nach schwachen Leistungen des BVB-Verteidigers: Manuel Akanji entschuldigt sich bei den Fans. In: ruhr24.de. 3. März 2020, abgerufen am 8. Oktober 2020.</ref><ref>Dennis Friedrich-Liedschulte: Favre gegen Leverkusen vor wichtiger Entscheidung: Wie lange darf Akanji noch spielen? In: ruhr24.de. 6. Februar 2020, abgerufen am 8. Oktober 2020</ref> Bis zur Unterbrechung der Saison 2019/20 aufgrund der COVID-19-Pandemie hatte der «Inbegriff eines modernen Innenverteidigers»<ref name="quote">Zwischenbilanz: Die Top-5 Spieler mit der besten Passquote. Fußball-Bundesliga, abgerufen am 8. Oktober 2020.</ref> jedoch auch positiv auffallen können. So wurde seitens der Liga seine Fairness im Zweikampf gelobt sowie seine Passquote von 93 % positiv hervorgehoben, die nur vier weitere Spieler, darunter sein Mannschaftskamerad Axel Witsel, übertrafen.<ref name="quote" />
Verletzungs- sowie krankheitsbedingt verpasste der Schweizer in der Folgesaison einige Spiele, stand aber, wenn er fit war, stets in der Startelf. Nach einem guten Start des BVB in die Ligasaison (fünf Siege aus sechs Partien, alle ohne Gegentor) verschlechterte sich die Leistung der gesamten Hintermannschaft, so auch die von Akanji. Mit sechs weiteren Mitspielern erhielt er vom kicker die Note 5,5 beim 1:5 gegen den VfB Stuttgart, nach welchem Lucien Favre durch seinen Co-Trainer Edin Terzić ersetzt wurde.<ref>Borussia Dortmund – VfB Stuttgart 1:5 In: kicker.de. 12. Dezember 2020, abgerufen am 1. September 2021 (Spielbericht).</ref> In den letzten sieben Bundesligapartien, die allesamt gewonnen wurden, kassierte Dortmund im Schnitt ein Gegentor pro 90 Minuten und konnte sich noch die bereits verloren geglaubte Teilnahme an der Champions-League-Gruppenphase sichern. Akanji, der in der Hinrunde nicht berücksichtigt worden war, wurde vom kicker in dessen Rückserienrangliste schliesslich hinter Moussa Niakhaté und Matthias Ginter auf den dritten Rang der nationalen Klasse für Innenverteidiger einsortiert.<ref>Rangliste Sommer 2021. In: kicker.de. Abgerufen am 1. September 2021.</ref>
Im Verlauf der Hinserie 2021/22 bestätigte Akanji als einziger Dortmunder Innenverteidiger seine Form, indem er sich «auf hohem Niveau stabilisierte» sowie «seine Aussetzer minimierte», und besetzte diesmal in der nationalen Klasse den ersten Platz, vor ihm standen nur Niklas Süle und Nico Schlotterbeck, die der kicker in die internationale Klasse einsortiert hatte.<ref>Rangliste Winter 2021/22. In: kicker.de. Abgerufen am 4. Januar 2022.</ref> Mit Ausnahme des Pokalspiels gegen Ingolstadt absolvierte der Abwehrspieler alle seine Einsätze über die volle Spielzeit, gemeinsam mit Keeper Gregor Kobel und seinen Defensivkollegen gelang ihm aber nur ein Ligaspiel ohne Gegentreffer. Abgesehen von der 1:2-Niederlage gegen RB Leipzig sowie der beiden verlorenen Champions-League-Partien gegen Ajax Amsterdam benotete der kicker den Spieler immer mit Zensuren zwischen 2 und 3.<ref>Spielereinsätze. In: kicker.de. Abgerufen am 4. Januar 2022.</ref> Im Anschluss an die Rückrunde, die der Schweizer mit dem BVB als Vizemeister abschloss, verpflichtete sein Verein mit den deutschen Nationalspielern Niklas Süle und Nico Schlotterbeck zwei neue Innenverteidiger. Zuvor war Akanji mit seiner Mannschaft in der Vorrunde der Champions League sowie in der anschliessenden Playoff-Runde der Europa League ausgeschieden.
Manchester City[Bearbeiten]
Ohne Pflichtspieleinsatz für den BVB in der Spielzeit 2022/23 wechselte Akanji am Ende der Sommertransferperiode in die englische Premier League zu Manchester City, wohin es bereits kurz zuvor den Dortmunder Stürmer Erling Haaland gezogen hatte. Beim amtierenden Meister unterschrieb der Schweizer, der gut vier Jahre zuvor gegenüber Schweizer Journalisten die Aussage «Seit meiner Kindheit ist mein Lieblingsverein Manchester United. Dort würde ich gern einmal spielen»<ref>Akanji will eines Tages für Manchester United spielen. In: 4-4-2.com. 11. Oktober 2018, abgerufen am 20. Oktober 2022.</ref> getroffen hatte, einen bis 30. Juni 2027 laufenden Vertrag.<ref>City seal Akanji signing. Manchester United, 1. September 2022, abgerufen am 1. September 2022 (englisch).</ref> Die Citizens reagierten damit auf den verletzungsbedingten Ausfall Nathan Akés sowie Aymeric Laportes und trafen in der Champions-League-Gruppenphase auf die Borussia.<ref>Traum von United, Wechsel zu City: Akanjis BVB-Abgang Richtung Manchester perfekt. In: transfermarkt.de. 1. September 2022, abgerufen am 1. September 2022.</ref> Das Team beendete die Gruppenphase ohne Niederlage und mit nur zwei Gegentreffern, Akanji stand in vier von sechs Gruppenspielen auf dem Feld. Der BVB wurde einmal mit 2:1 besiegt, das Rückspiel endete hingegen torlos. In der Liga war der Schweizer in der Innenverteidigung gesetzt und absolvierte alle acht möglichen Partien. In zweien wich er nach der Rückkehr von Aké und Laporte auf den rechten Flügel aus, im letzten Spiel vor der Winterpause bereitete er ein Tor vor. «Manuel hat seit seiner Ankunft grosse Bedeutung für uns. Er ist ein Geschenk für jeden Trainer», äusserte Trainer Pep Guardiola bereits nach wenigen Auftritten Akanjis im himmelblauen Dress. In Bezug auf Akanjis Leistungen auf der rechten Aussenbahn sagte Guardiola: «Seine defensiven und offensiven Bewegungen sind perfekt. Manchen Spielern muss man alles zehn Mal erklären oder mit ihnen zehn Mal üben, bevor sie verstehen, was man von ihnen will. Dieser Kerl bestreitet eine Trainingseinheit und kapiert es sofort. Das beweist mal wieder, dass nichts über Intelligenz geht.»<ref>Raphael Honigstein: Pep Guardiola schwärmt von Manuel Akanji in den höchsten Tönen – der Schweizer kam auf den letzten Drücker, ist aber einer der Ersten auf dem Matchblatt. In: NZZ.ch. 26. Oktober 2022, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref>
Inter Mailand[Bearbeiten]
Im September 2025 wurde er für eine Saison an Inter Mailand ausgeliehen mit der Option auf einen endgültigen Transfer oder einer Kaufverpflichtung, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind.<ref>Manuel Akanji è un nuovo giocatore dell’Inter. Inter Mailand, 2. September 2025, abgerufen am 4. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> In Mailand war Akanji sofort Stammspieler und glänzte mit guten Leistungen.<ref>Auch dank Akanji: Inter mit später Wende zum 3. Sieg. In: SRF Sport. 5. September 2026.</ref>
Nationalmannschaften[Bearbeiten]
Akanji, der bereits im Kader der Schweizer U-20 gestanden hatte, debütierte am 18. November 2014 in der U-21 mit einem Teileinsatz in einem Freundschaftsspiel. Für das WM-Qualifikationsspiel gegen die Färöer am 9. Juni 2017 erhielt der U-21-Spieler erstmals ein Aufgebot für das Schweizer A-Nationalteam und hatte bei dessen 2:0-Sieg sein Länderspieldebüt.<ref name="sfv" /> Seit diesem Einsatz in einem Pflichtspiel für die Schweizer Nationalmannschaft ist er nur noch für die Schweiz spielberechtigt und nicht mehr für Nigeria, dessen Staatsbürgerschaft er ebenso besitzt.
Akanji stand bei der WM 2018 in Russland im Kader der Schweiz und absolvierte dort bis zum Ausscheiden im Achtelfinal gegen Schweden alle Spiele. In der UEFA Nations League 2018/19 erreichten der Verteidiger und die Schweiz die Endrunde und wurden nach einem 5:6 im Penaltyschiessen gegen England Vierte.
Für die Europameisterschaft 2021 wurde Akanji ins Aufgebot der Schweiz berufen. Als einer der vier besten Gruppendritten zog die «Nati» in den Achtelfinal ein, in dem sie den amtierenden Weltmeister Frankreich im Penaltyschiessen besiegte. Im Viertelfinal ging es für Akanji und die Schweiz erneut ins Penaltyschiessen, wo man aber Spanien unterlag. Als Teil einer Dreierkette, die er mit Nico Elvedi sowie erst mit Fabian Schär und dann mit Ricardo Rodríguez bildete, war der Innenverteidiger in jeder Partie über die volle Spielzeit aktiv, einmal liess man keinen Gegentreffer zu.
Für die Nationalmannschaft kam Akanji bei der Weltmeisterschaft 2022 bis zum Ausscheiden im Achtelfinal in allen vier Spielen zum Einsatz. Beim 0:1 im Gruppenspiel gegen Brasilien fälschte er einen Ball Casemiros ab<ref>Casemiro trotzt dem VAR: Brasilien steht im Achtelfinale. In: kicker.de. 28. November 2022, abgerufen am 8. Januar 2023.</ref>, wohingegen der Verteidiger das einzige Tor beim Achtelfinal-Aus gegen Portugal (Endstand 1:6) erzielte.<ref>6:1! Dreierpacker Ramos & Co. führen die Schweiz vor. In: kicker.de. 6. Dezember 2022, abgerufen am 8. Januar 2023.</ref>
Auch bei der Europameisterschaft 2024 gehörte er zum Schweizer Kader und wurde in allen Spielen bis zum gegen England im Penaltyschiessen verlorenen Viertelfinal eingesetzt.
Im Mai 2026 berief ihn Trainer Murat Yakin ins Kader für die Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA.<ref>Männer-Nationalteam: Murat Yakins Aufgebot mit 18 WM-erfahrenen Spielern. Schweizerischer Fussballverband, 20. Mai 2026, abgerufen am 20. Mai 2026.</ref> Auch hier spielte Akanji in allen sechs Spielen bis zum Ausscheiden der Schweiz im Viertelfinal gegen Argentinien jeweils über die volle Distanz und wurde überragend benotet.<ref>Auch Akanji auf dem Podest. Xhaka überragt unter Druck und überflügelt an dieser WM alle. In: kicker.de. 23. Juni 2026.</ref> Im Achtelfinal gegen Kolumbien, in dem wieder das Penaltyschiessen über die Qualifikation für den Viertelfinal entschied, verschoss er seinen Penalty, die Mannschaft gewann das Penaltyschiessen aber trotzdem und qualifizierte sich für den Viertelfinal. Im Anschluss daran kündigte Akanji an, künftig keine Penaltys mehr schiessen zu wollen.<ref>Pascal Ruckstuhl: Akanji zieht nach Penalty-Drama Konsequenzen. In: 20 Minuten. 8. Juli 2026.</ref>
Titel[Bearbeiten]
- International
- Champions-League-Sieger: 2023 (Manchester City)
- Klub-Weltmeister: 2023 (Manchester City)
- UEFA-Super-Cup-Sieger: 2023 (Manchester City)
- Schweiz
- Deutschland
- Cupsieger: 2021 (Borussia Dortmund)
- Supercupsieger: 2019 (Borussia Dortmund)
- England
- Meister (2): 2023, 2024 (beide Manchester City)
- Cupsieger: 2023 (Manchester City)
- Supercupsieger: 2024 (Manchester City)
- Italien
- Sonstiges
- Schweizer MVP des Jahres 2023<ref>Odermatt zum Sportler des Jahres gekürt – Gut-Behrami gewinnt bei den Sportlerinnen. In: Watson.ch. 10. Dezember 2023, abgerufen am 10. Dezember 2023.</ref>
- Wahl in das Team des Turniers der Europameisterschaft 2024
- Wahl in das Fussballteam des Jahres der Serie A: 2026
Privates[Bearbeiten]
Akanji ist der Sohn einer Schweizerin aus Oberwinterthur und eines Nigerianers.<ref name="LB">Der blitzschnelle Aufstieg? In: Landbote. 30. August 2015.</ref> Er hat zwei ältere Schwestern, darunter die Fussballspielerin und Politikerin Sarah Akanji. Nach der Schule absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung, die er im Jahr 2017 abschloss.<ref>Hinweis in: Willkommen, Manuel Akanji. In: Borussia – Das Mitgliedermagazin. Ausgabe 137, 27. Januar 2018, S. 10 ff.</ref> Im Sommer 2019 heiratete der schweizerisch-nigerianische Doppelbürger<ref name="fcb">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Der FC Basel verpflichtet Manuel Akanji ( vom 14. Januar 2018 im Internet Archive). FC Basel 1893, 15. April 2015.</ref> seine Verlobte Melanie.<ref>Florian Groeger: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Erst Götze, jetzt Akanji: BVB-Spieler im Hochzeitsfieber ( vom 22. Juni 2019 im Internet Archive). In: Ruhr Nachrichten. 22. Juni 2019, abgerufen am 24. Juni 2019</ref> Mit ihr hat er zwei Söhne (* 2020, * 2022)<ref>«Die verrücktesten Tage meines Lebens». In: Blick.ch. 12. September 2022.</ref> und eine Tochter (* 2024).<ref>«Sind überglücklich» – Manuel Akanji freut sich über Töchterchen. In: SRF News. 12. September 2024.</ref>
Von November 2019 bis Ende 2020 war Akanji Markenbotschafter und Blogger des Schweizer Newsportals watson.ch.<ref>Manuel Akanji ist neuer Markenbotschafter. In: persoenlich.com. 8. November 2019.</ref><ref>Blog «Akanjis Revier». In: Watson.ch. abgerufen am 17. September 2022.</ref>
Trivia[Bearbeiten]
Akanji hat am 11. November 2018 in der Sendung sportpanorama des Schweizer Fernsehens herausragende Fähigkeiten im Kopfrechnen unter Beweis gestellt, indem er Rechenaufgaben schneller löste als der Moderator mit dem Taschenrechner.<ref>BVB-Profi schneller als der Taschenrechner. In: sky.de. 14. November 2028, abgerufen am 29. Juni 2021.</ref><ref>Fussball: Manuel Akanji als Studiogast. In: SRF Play. 11. November 2028, abgerufen am 29. Juni 2021.</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Manuel Akanji im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
- Einsatzstatistiken auf der Website des Schweizerischen Fussballverbands: A-Team, U-21, U-20, U-19, U-18, U-17, U-16, U-15
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive />
Manuel Akanji |
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Marcus Thuram |
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Cheftrainer: Cristian Chivu
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Akanji, Manuel |
| ALTERNATIVNAMEN | Akanji, Manuel Obafemi |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 19. Juli 1995 |
| GEBURTSORT | Neftenbach |
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- Fußballnationalspieler (Schweiz)
- Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft (Schweiz)
- Teilnehmer an einer Fussball-Europameisterschaft (Schweiz)
- Fußballspieler (FC Winterthur)
- Fußballspieler (FC Basel)
- Fußballspieler (Borussia Dortmund)
- Fußballspieler (Manchester City)
- Fußballspieler (Inter Mailand)
- Schweizer Meister (Fussball)
- Schweizer Cupsieger (Fussball)
- DFB-Pokal-Sieger
- Deutscher Supercupsieger (Fußball)
- Englischer Meister (Fußball)
- FA-Cup-Sieger
- Italienischer Meister (Fußball)
- Coppa-Italia-Sieger
- UEFA-Champions-League-Sieger
- UEFA-Super-Cup-Sieger
- FIFA-Klub-Weltmeister
- Schweizer
- Nigerianer
- Geboren 1995
- Mann