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Marcus Engert

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Datei:COWORK 2017- Tag 1 im Social Impact Lab (31.03.2017 - by Anne Schwerin, CC BY 4.0).jpg
Marcus Engert (2017)

Marcus Engert (* 30. Januar 1984) ist ein deutscher Investigativjournalist.

Leben[Bearbeiten]

Engert, der im Erzgebirge aufwuchs,<ref>Über mich. Abgerufen am 23. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> studierte Germanistik, Journalistik und Neuere Geschichte an der Universität Leipzig und erhielt seinen Abschluss mit einer Arbeit zur Sprache des modernen Rechtsextremismus im Netz. Während und nach dem Studium arbeitete er als freier Journalist und Autor, zunächst bei mephisto 97.6, dem Lokalradio der Universität Leipzig, als Chefredakteur, später am Leipziger Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, beim BBC World Service in London, als Autor für verschiedene ARD-Anstalten und bei der Nachrichtenagentur dapd.

Von 2009 bis 2013 war er ehrenamtlicher Vorstand des Freundeskreis der Qualität in der Medienkultur e.V. Er hatte Lehraufträge an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.onlineradiomaster.de: Lehrkräfte (Memento vom 20. März 2014 im Internet Archive)</ref> sowie an der Hochschule für Musik Karlsruhe (Studiengang Musikjournalismus für Rundfunk und Multimedia). Seit 2013 ist er Jury-Mitglied beim Campus Radio Preis,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Expertenjury (Memento vom 20. März 2014 im Internet Archive)</ref> seit 2020 Mitglied der Hauptjury beim Deutschen Reporter:innenpreis.<ref>Reporter-Forum e.V. - Reporterpreis 2020. Abgerufen am 22. März 2021.</ref> Er ist zudem Mitglied im Netzwerk Recherche.

Engert ist Mitgründer von detektor.fm,<ref>das sind wir.</ref> einem mehrfach ausgezeichneten Radiosender und Podcastlabel mit Sitz in Leipzig, als dessen Programmchef und Gesellschafter er von 2009 bis 2017 verantwortlich für Redaktion und Programm war.

Recherchen und beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Seit Juli 2017 war Marcus Engert „Senior Reporter“ der Redaktion BuzzFeed News Deutschland, heute „Ippen Investigativ“.<ref>Jens Twiehaus: Radiogründer Marcus Engert und Juliane Löffler kommen zu BuzzFeed. In: turi2 (Hrsg.): turi2. 14. Juni 2017 (turi2.de [abgerufen am 15. Juni 2017]).</ref> Er berichtete als erster darüber, dass die Zahl verletzter Beamter beim G20-Gipfel in Hamburg 2017 deutlich niedriger gewesen sei als von der Polizei angegeben<ref>G20: Wir haben uns die Verletzten-Zahlen einmal genauer angesehen. (Foto: Konrad Lembcke / flickr.com / CC BY-ND 2.0). In: BuzzFeed. (buzzfeed.com [abgerufen am 19. Oktober 2017]).</ref>, über eine umstrittene Rede des AfD-Politikers Alexander Gauland, der darin „Stolz auf die Leistungen deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen“ einforderte<ref>Exklusiv: Gauland findet, Deutsche sollten stolz sein auf Leistungen in zwei Weltkriegen. In: BuzzFeed. (buzzfeed.com [abgerufen am 19. Oktober 2017]).</ref> sowie über schwere Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen gegen den WWF.<ref>Tom Warren, Katie J. M. Baker, Marcus Engert: WWF-Recherche: Die Bundesregierung hat offenbar schwere Menschenrechtsverbrechen über Jahre mitfinanziert. Abgerufen am 6. Oktober 2020.</ref>

2020 gehörte er zum internationalen Rechercheteam, welches die FinCEN Files veröffentlichte, die verdächtige Bankgeschäfte internationaler Großbanken mit hochriskanten Kunden im Umfang von 1,69 Billionen Euro nachwiesen.<ref>Marcus Engert, Reporter, Berlin | torial. Abgerufen am 6. Oktober 2020.</ref>

Zusammen mit Aiko Kempen deckte Engert im August 2021 die bis dahin geheimgehaltene rechte Vergangenheit von Stephan Maninger auf, der als Professor an der Hochschule der Bundespolizei künftige Bundespolizisten ausbildet.<ref>Verdacht auf rechte Vergangenheit: Bundespolizei prüft Biographie eines Professors für Sicherheitspolitik. Abgerufen am 20. Januar 2022.</ref>

Mit Juliane Löffler und Katrin Langhans veröffentlichte Engert im Oktober 2021 Ergebnisse von Recherchen über Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt im Spiegel<ref>Isabell Hülsen, Alexander Kühn, Juliane Löffler, Martin U. Müller, Anton Rainer: »Bild«-Chef Julian Reichelt: Warum er gehen musste. In: Der Spiegel. 18. Oktober 2021, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 30. Oktober 2021]).</ref>, nachdem der Verleger Dirk Ippen die Veröffentlichung in seinen eigenen Medien kurzfristig verhindert hatte.<ref>Recherchen über „Bild“-Chef: „Buzzfeed“-Verleger Ippen verhindert Veröffentlichung. In: Übermedien. 17. Oktober 2021, abgerufen am 30. Oktober 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zuvor war ein Protestschreiben der Redaktion „Ippen Investigativ“ öffentlich geworden und hatte für anhaltende Diskussionen gesorgt.<ref>https://twitter.com/jsachse/status/1449857396705271809. Abgerufen am 30. Oktober 2021.</ref> Ippens Eingriff in die redaktionelle Unabhängigkeit führte zum Zerwürfnis zwischen Ippen und Redaktion. Im Januar 2022 wurde bekannt, dass Engert sowie Daniel Drepper, Katrin Langhans und Juliane Löffler im Laufe des Jahres geschlossen das Unternehmen verlassen werden.<ref>Marvin Schade: Nach Zerwürfnis wegen Reichelt-Recherche: Investigativ-Team verlässt Ippen. In: medieninsider.com vom 20. Januar 2022.</ref><ref>Ingo Rentz: Mediengruppe Ippen: Investigativ-Team geht geschlossen von Bord. In: horizont.net vom 20. Januar 2022.</ref>

Von Oktober bis Dezember 2021 arbeitete er als Arthur. F. Burns Fellow beim ICIJ in Washington, DC.

Engert ist Co-Produzent sowie Autor und Host des Storytelling-Recherche-Podcasts „The Real Bierkönig“, welcher im April 2022 auf Spotify erschien<ref>Podcast. Abgerufen am 23. April 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und den Fall Manfred Meisel beleuchtet. Das Format stieg innerhalb von zwei Wochen nach Veröffentlichung bis auf Platz 1 der dortigen Podcast-Charts.<ref>https://twitter.com/philipp/status/1516056486056759304. Abgerufen am 23. April 2022.</ref> Zwischen 2019 und 2021 war er zudem gemeinsam mit Sandro Schroeder Podcast-Kritiker auf Übermedien.<ref>Marcus Engert, Übermedien. 19. Mai 2021, abgerufen am 31. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Mitte 2022 Engert wechselte ins Investigativ-Ressort des Norddeutschen Rundfunks, wo unter anderem er für den NDR, tagesschau.de den Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung und in internationalen Recherche-Kooperationen arbeitete.<ref>Daniel Drepper wird stellvertretender Leiter der Recherchekooperation von NDR, WDR, SZ – Marcus Engert wird Redakteur im Investigativ-Ressort des NDR. NDR, abgerufen am 24. Januar 2022.</ref> Nach dem Aufkommen des rbb-Skandals recherchierte und veröffentlichte Engert dort u. a. zu großzügigen Ruhegeld-Regelungen für öffentlich-rechtliche Führungskräfte<ref>ARD und ZDF - Großzügiges Ruhegeld für Senderchefs. tagesschau.de, abgerufen am 6. Dezember 2022.</ref> und zu einem teuren Beratervertrag, den der rbb mit seinem ausgeschiedenen Chefredakteur geschlossen hatte<ref>Goldener Handschlag für Ex-Chefredakteur des rbb. rbb24.de, abgerufen am 6. Dezember 2022.</ref>, war Teil eines Recherche-Projekts von NDR, WDR, rbb (Kontraste), SWR und dem ARD Hauptstadtstudio zu den Anschlägen auf die Nord Stream Pipelines und enthüllte Ende 2023 mit Sebastian Pittelkow die Pläne der Deutschen Bahn für Millionen-Bonuszahlungen an ihre Vorstände.<ref>Marcus Engert, Marlene Obst, Sebastian Pittelkow, NDR, und Markus Grill WDR: Boni trotz verfehlter Ziele: Weitere Millionen für die Bahnchefs. Abgerufen am 31. Juli 2024.</ref>

Heute ist Marcus Engert in der trimedialen Chefredaktion des Mitteldeutschen Rundfunks.<ref>Marcus Engert auf LinkedIn: Ich beginne etwas Neues. | 62 Kommentare. Abgerufen am 31. Juli 2024.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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