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Markus Liske

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Markus Liske (* 13. Dezember 1967 in Bremen) ist ein deutscher Schriftsteller und Publizist.

Leben[Bearbeiten]

Markus Liske wuchs in Wiesbaden auf und lebt seit 1987 in Berlin. 1991 erschien sein bislang einziger Gedichtband Tumor. Während seines Studiums der Germanistik, Publizistik und Psychologie an der FU Berlin engagierte er sich in verschiedenen Lesereihen (u. a. Kapitalismus und Zuversicht mit Thomas Holzapfel, Das Homer Projekt mit Oliver Piecha und Thomas Holzapfel). Von 1995 bis 1999 war er Sänger der Experimental-Band Splatter Kakapo und Veranstalter div. Kunstfestivals an historisch belasteten Orten. 2000 wurde er Stammvorleser bei Dr. Seltsams club existentialiste.<ref>Offizielle Vita</ref>

2001 begründete Liske gemeinsam mit der Autorin und Musikerin Manja Präkels das Berliner Erich-Mühsam-Festival<ref>Artikel Graswurzelrevolution</ref>. Im selben Jahr begann auch die Zusammenarbeit mit Präkels' Band Der Singende Tresen. Für diese verfasste er gemeinsam mit Präkels diverse Liedtheater-Programme und ist auf mehren Tonträgern der Band als Sprechstimme zu hören. 2003 beteiligte er sich an der Wiederaufnahme der ursprünglich 1988 gegründeten ersten Berliner Lesebühne Die Höhnende Wochenschau<ref>Website Die Höhnende Wochenschau</ref>. Von 2004 bis 2009 betrieb er die monatliche Lesereihe Liske liest.

Seine politischen Satiren veröffentlichte Liske in mehreren Bänden im Verlag Edition AV. Daneben erschienen Satiren, Artikel und Essays u. a. in verschiedenen Tageszeitungen und Magazinen wie: Direkte Aktion, Tageszeitung junge Welt, Satiremagazin Titanic, Literaturmagazin Parmentier (NL), Tageszeitung taz, Schriftenreihe der Erich-Mühsam-Gesellschaft und WOZ Die Wochenzeitung. Seit 2012 ist er fester Kolumnist des Magazins Leben und Tod sowie Stammautor der Wochenzeitung Jungle World, in der er seit 2025 mit Alles muss Raus! Kolumne zur medialen Restmülltrennung ebenfalls eine eigene Kolumne hat.

2009 gründete Liske gemeinsam mit Manja Präkels die Gedankenmanufaktur WORT & TON<ref>Gedankenmanufaktur Wort & Ton</ref>. In gemeinsamer Herausgeberschaft entstanden seither die literarische Anthologie Kaltland – eine Sammlung (2011)<ref>Kritisch Lesen: Ein Lesebuch das es so noch nicht gab</ref> über die Pogrome der Nachwendezeit, das Erich-Mühsam-Lesebuch Das seid ihr Hunde wert! (2014)<ref>Klassiker und solche die es werden sollten: "Das seid ihr Hunde wert!"</ref> sowie die Streitschrift Vorsicht Volk! (2015)<ref>Michael Bittner über „Vorsicht Volk!“</ref> über neue identitär-völkische Bürgerbewegungen wie Pegida und Querfrontzusammenschlüsse wie die Mahnwachen für den Frieden.

2016 erschien mit Glücksschweine Liskes erster Roman, der (wie schon Kaltland – Eine Sammlung) die Neunzigerjahre des 20. Jahrhunderts gleichermaßen als historische Leerstelle und als Jahrzehnt entscheidender historischer Weichenstellungen beschreibt.<ref>Gerrit Bartels: Zwischen Rock und Techno – über Markus Liskes „Glücksschweine“.</ref><ref>Markus Liske: Sein und Nichtsein. In: Jungle World, 34/2016</ref> „Es gibt ja Bücher, die sind unangenehm und schmerzhaft, trotzdem lassen sie einen nicht los. Dieses gehört dazu!“, sagte darüber der Moderator Jörg Petzold auf Flux FM.

2019 veröffentlichte Liske zum 100. Jahrestag der Bairischen Räterepublik die literarische Montage Sechs Tage im April. Erich Mühsams Räterepublik auf Basis von Originaltexten Mühsams. Das parallel erschienene Hörbuch, das auch mehrere Mühsam-Vertonungen von Der Singende Tresen enthält, sprach Liske gemeinsam mit Robert Stadlober ein.<ref>Rezensionsnotiz Perlentaucher</ref>

Werke[Bearbeiten]

  • TUMOR. Hausschild Verlag, Bremen 1991. ISBN 3-926598-28-X
  • Die 1000jährige Infobox. Basislager, Berlin 1997.
  • Deutschland. Ein Hundetraum. Verlag Edition AV, Lich 2003. ISBN 3-936049-25-4.
  • Freier Fall für freie Bürger. Verlag Edition AV, Lich 2005.- ISBN 3-936049-56-4.
  • Weltmeister wie wir. Verlag Edition AV, Lich 2008. ISBN 978-3-86841-008-2.
  • Kaltland – Eine Sammlung (Herausgeber mit Karsten Krampitz und Manja Präkels). Rotbuch, Berlin 2011. ISBN 978-3-86789-144-8
  • Erich Mühsam: Das seid ihr Hunde wert! (Herausgeber mit Manja Präkels). Verbrecher Verlag, Berlin 2014. ISBN 978-3-943167-84-9
  • Vorsicht Volk! oder: Bewegungen im Wahn? (Herausgeber mit Manja Präkels). Verbrecher Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-95732-121-3
  • Glücksschweine (Roman). Verbrecher Verlag, Berlin 2016. ISBN 978-3-95732-162-6
  • Sechs Tage im April. Erich Mühsams Räterepublik (Sachbuch mit Texten von Erich Mühsam). Verbrecher Verlag, Berlin 2019. ISBN 978-3-95732-375-0
  • Sechs Tage im April. Erich Mühsams Räterepublik. Hörbuch. Gelesen von Robert Stadlober u. a., speak low, Berlin 2019. ISBN 978-3-940018-55-7

Mitwirkung an:

  • Heimat, Heimweh, Heimsuchung (hrsg. v. K. Krampitz, H. Werning). Karin Kramer Verlag, Berlin 2009. ISBN 978-3-87956-338-8.
  • Leben mit und ohne Gott (hrsg. v. K. Krampitz, U. Seltmann). Herbig Verlag, Berlin 2010. ISBN 978-3-7766-2645-2.
  • Schritt für Schritt ins Paradies (hrsg. v. K. Krampitz, K. Lederer). Karin Kramer Verlag, Berlin 2013. ISBN 978-3-87956-374-6.
  • Ist das jetzt Satire oder was? (hrsg. v. V. Surmann, H. Werning). Satyr Verlag, Berlin 2015. ISBN 978-3-944035-56-7.

Diskografie[Bearbeiten]

  • Splatter Kakapo: Peep Trash (1997?)
  • Der Singende Tresen: Sperrstundenmusik (2005) Raumer Records, Berlin – RR16505
  • Der Singende Tresen: Clowns im Regen (2007) Raumer Records, Berlin – RR16807
  • Der Singende Tresen: Kein Teil von Etwas (2009) Raumer Records, Berlin
  • Der Singende Tresen: Ernste Musik – CD, Setalight Records/Rough Trade, Berlin 2012 – SLR031
  • Der Singende Tresen: Mühsam Blues – CD, Setalight Records, Berlin 2014 – SLR044

Bühnenarbeiten[Bearbeiten]

Daneben war er einer der Autoren der Kindertheaterstücke Alles meins! (2001), Der Rabe im Schnee (2002), Ein Maulwurf in Berlin (2003), Gespensterstunde im Rabenwald (2005), Der Weihnachtshase (2006), und Der Piratenschatz (2008).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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