Meta-Regalbau
| META-Regalbau GmbH & Co. KG
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| colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | META-Regalbau Logo.svg | |
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1896 |
| Sitz | Arnsberg, Deutschland |
| Leitung | Klaus Vatter |
| Mitarbeiterzahl | 379 (weltweit, 2025) |
| Umsatz | rund 120 Mio. Euro |
| Branche | Lagertechnik, Regalbau |
| Website | meta-online.com |
| Stand: 25. Dezember 2025 | |
Die META-Regalbau GmbH & Co. KG (Eigenschreibweise META) ist ein Hersteller von Regalsystemen und Lagertechnik mit Sitz in Arnsberg im Sauerland. Das Unternehmen geht auf eine 1896 gegründete Nagelfabrik zurück und stellt seit 1963 Stahlregale her. Seit 1986 gehört es zur Joachim-Loh-Unternehmensgruppe. Meta beschäftigt insgesamt rund 380 Mitarbeiter und ist über Tochtergesellschaften und Vertriebsbüros in mehreren europäischen Ländern sowie in den Vereinigten Staaten vertreten.<ref name="jlu">META. In: JLU-Group. Abgerufen am 27. Juli 2026.</ref><ref name="standorte">Standorte. META-Regalbau GmbH & Co. KG, abgerufen am 27. Juli 2026.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Ursprünge als Nagelfabrik (1896–1919)[Bearbeiten]
Der Kaufmann August Linneborn und der Schmied Caspar Schnettler schlossen am 31. Dezember 1895 einen Gesellschaftsvertrag; zum 1. Januar 1896 nahm die Caspar Schnettler & Co. Nagelfabrik in Hüsten den Betrieb auf. Sie stellte aus Blech geschnittene Nägel her.<ref name="chronik100">Werner Saure: META – das Unternehmen im Wandel. Hrsg. META-Regalbau GmbH & Co. KG, Arnsberg 1996, S. 23–32.</ref> Nach dem Eintritt von Heinrich Schnettler, dem Sohn des Gründers, wurde das Unternehmen 1898 in eine GmbH umgewandelt und das Sortiment um Polster- und Spezialnägel sowie Reißbrettstifte erweitert.<ref name="chronik100" />
Um von Zulieferungen unabhängiger zu werden, errichtete die Firma 1913 ein eigenes Kaltwalzwerk für Bandeisen. Das benötigte warmgewalzte Vormaterial bezog sie unter anderem von der benachbarten Hüstener Gewerkschaft.<ref name="chronik100" /> Neben dem Stammbetrieb bestanden in Hüsten mehrere gesellschaftsrechtlich verflochtene Nagelfabriken, darunter die 1901 gegründete Westfälische Metallwaren- und Nagelfabrik GmbH und die 1915 gegründete Hüstener Nagelfabrik Kemmerling & Hockelmann GmbH.<ref name="chronik100" />
Metall-Industrie GmbH (1919–1969)[Bearbeiten]
1919 wurden Teile dieser Unternehmen zur Metall-Industrie GmbH zusammengeführt, die zeitweise mit dem Kürzel „META“ auftrat. Das Ursprungsunternehmen Schnettler bestand bis 1924 fort.<ref name="chronik100" /><ref name="bessler">Tanja Bessler-Worbs, Klaus Pradler: Entdeckungen. Dokumente aus firmengeschichtlichen Sammlungen des südöstlichen Westfalen. Arnsberg 2001, S. 40 f.</ref> Zum Fertigungsprogramm gehörten weiterhin Nägel und Stifte, später kamen Möbelgleiter hinzu.<ref name="chronik100" /> Reißbrettstifte sowie Reiß- und Polsternägel vertrieb das Unternehmen unter eigenen Markennamen, darunter Perfekt, Gloria, Regent und Meta.<ref name="chronik100" />
Zeit des Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]
Während der Zeit des Nationalsozialismus profitierte die Metall-Industrie GmbH von der Aufrüstung. Im Zweiten Weltkrieg stellte sie ihre Produktion auf „Wehrmachtsanfertigung“ um und fertigte unter anderem Flugzeugteile für Rüstungszwecke.<ref name="chronik100" /> Zum Militärdienst eingezogene Arbeiter wurden durch Frauen sowie durch Zwangsarbeiter ersetzt.
Für den Einsatz von Zwangsarbeiterinnen sind bauliche Vorgänge überliefert: Am 1. Mai 1942 genehmigte das Kommando des Rüstungsbereichs Lüdenscheid den Bau einer Unterkunftsbaracke für „weibliche russische Arbeitskräfte“. In einem Schreiben an das Stadtbauamt vom 14. September 1942 begründete die Metall-Industrie GmbH die Vergrößerung eines Kontrollraums mit der „Wehrmachtsfertigung“; ein Bauschein vom 5. Februar 1943 sah zudem einen Aufenthaltsraum und ein Krankenzimmer für sogenannte „Ostarbeiterinnen“ vor.<ref name="chronik100" /> Nach Recherchen von Nadja Thelen-Khoder bestand bei H. Schnettler in Hüsten ein „Ostarbeiterinnenlager“ mit etwa 30 Personen.<ref name="thelen">Nadja Thelen-Khoder: Für Nikolai Cybin, 27.5.1915 – 4.3.1943, verbrannt in Wewelsburg. L.I.S.A. – Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung (PDF), S. 8. Dort wiedergegebene zeitgenössische Lagerliste für den Kreis Arnsberg mit dem Eintrag: „Ostarbeiterinnenlager Metallindustrie Hüsten, H. Schnettler ca. 30 Personen“.</ref> Am 10. April 1945 besetzten US-amerikanische Truppen den Betrieb; im Sommer 1945 verließen die Zwangsarbeiterinnen das Werk.<ref name="chronik100" />
Umstellung auf Regale und Lagertechnik (1963–1986)[Bearbeiten]
Als weiteren Verarbeitungszweig für das selbst hergestellte Bandeisen nahm das Unternehmen 1963 die Fertigung von Stahlregalen im Baukastenprinzip für Haushalt, Büro und Gewerbe auf. Die Regale wurden in genormten Größen und mit Zubehör versandfertig in Einzelkartons ausgeliefert.<ref name="chronik100" /> 1969 verlagerte die Firma ihren Betrieb in das Industriegebiet Große Wiese im Arnsberger Ortsteil Bruchhausen und firmierte zur META-Regalbau GmbH & Co. KG um; der Schwerpunkt lag nun auf der Regalproduktion.<ref name="chronik125">META – das Unternehmen im Wandel. 125 Jahre 1896–2021. Hrsg. META-Regalbau GmbH & Co. KG, Arnsberg 2021.</ref>
In den folgenden Jahren erweiterte Meta das Sortiment über einfache Steckregale hinaus. 1980 kam das Steckregalsystem Meta Clip auf den Markt, 1984 das verschraubte Weitspannregal Meta Mini-Rack.<ref name="chronik125" /> 1984 erwarb das Unternehmen zudem den Duschabtrennungshersteller Kusto in Bad Salzuflen.<ref name="bessler" />
Zugehörigkeit zur Joachim-Loh-Gruppe[Bearbeiten]
Zum Jahresbeginn 1986 wurde META von Joachim Loh übernommen und in die Joachim-Loh-Unternehmensgruppe eingegliedert; der entsprechende Handelsregistereintrag datiert vom 3. April 1986.<ref name="chronik100" /><ref name="jlu" /> Innerhalb der Gruppe konzentrierte sich das Unternehmen auf die Lagertechnik. 1996 erschien zum 100-jährigen Bestehen die Festschrift META – das Unternehmen im Wandel.<ref name="chronik100" /> 1997 ging aus der Werkzeugbauabteilung das eigenständige Unternehmen Lotec hervor.<ref name="chronik125" />
Zwischen 1998 und 2000 führte Meta mehrere bis heute geführte Regalsysteme ein, so für Paletten- und Kragarmregale. Im Jahr 2000 bezog das Unternehmen ein neues Verwaltungsgebäude in Arnsberg.<ref name="chronik125" /> Nach der Schließung des 1997 übernommenen Werks im Fröndenberger Ortsteil Dellwig Ende 2003 wurde die Stahlbauproduktion an den tschechischen Standort České Budějovice verlagert.<ref name="chronik125" />
Internationalisierung[Bearbeiten]
Die erste Auslandstochter gründete Meta 1972 in Österreich.<ref name="chronik125" /> Ab 2000 folgten weitere Tochtergesellschaften, unter anderem in Tschechien (2000), Polen (2002), dem Vereinigten Königreich (2008), Rumänien (2011), den Vereinigten Staaten und Skandinavien (2013) sowie den Niederlanden (2019). Ergänzend bestehen Vertriebsbüros in weiteren Ländern.<ref name="chronik125" /><ref name="standorte" />
Jüngere Entwicklung[Bearbeiten]
2016 übernahm Meta das benachbarte ehemalige Selecta-Werk am Westring in Arnsberg als zusätzliche Lagerfläche.<ref name="chronik125" /> Am Standort Arnsberg nahm Meta 2025 eine vollautomatische Schweißanlage für die Fertigung von Palettenregalholmen in Betrieb; die Kosten dafür bezifferte das Unternehmen auf rund 2,3 Millionen Euro.<ref name="profiboerse">Meta nimmt vollautomatisierte Schweißanlage in Betrieb. In: ProfiBörse. Abgerufen am 27. Juli 2026.</ref>
Unternehmen[Bearbeiten]
Meta-Regalbau ist eine Kommanditgesellschaft in der Rechtsform der GmbH & Co. KG mit Sitz in Arnsberg. Alleiniger Gesellschafter ist die Joachim-Loh-Unternehmensgruppe.<ref name="jlu" /> Geschäftsführer ist seit 2014 Klaus Vatter. Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen 261 Mitarbeiter in Deutschland und 379 insgesamt.<ref name="jlu" /> Den Jahresumsatz gibt das Unternehmen mit rund 120 Millionen Euro an.<ref name="umsatz">Angabe des Unternehmens.</ref>
Produkte[Bearbeiten]
Meta stellt Regalsysteme für gewerbliche und industrielle Anwendungen her, darunter Fachboden-, Weitspann-, Paletten-, Kragarm-, Verschiebe- und Durchlaufregale sowie mehrgeschossige Bühnen- und Geschossanlagen.<ref name="jlu" />
Literatur[Bearbeiten]
- Werner Saure: META – das Unternehmen im Wandel. Hrsg. META-Regalbau GmbH & Co. KG, Arnsberg 1996.
- Tanja Bessler-Worbs, Klaus Pradler: Entdeckungen. Dokumente aus firmengeschichtlichen Sammlungen des südöstlichen Westfalen. Arnsberg 2001, S. 40 f.
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references /> Vorlage:Hinweisbaustein