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Michael Köhler (Dirigent)

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Michael Koehler (* 1965 in Dresden) ist ein deutscher Dirigent, Musikwissenschaftler und Hochschullehrer. Seit 2000 ist er Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Philharmonie Leipzig. Darüber hinaus unterrichtet er seit 1998 Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Seit 2019 ist er Generalmusikdirektor des Shanxi Symphony Orchestra in Taiyuan (China).

Leben[Bearbeiten]

Michael Koehler erhielt seine erste musikalische Ausbildung als Pianist. Anschließend studierte er Tonregie und Orchesterdirigieren an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Rolf Reuter. Weitere Studien führten ihn zu Sergiu Celibidache nach München sowie an die Schola Cantorum (Paris). Er nahm an Meisterkursen unter anderem bei Kurt Masur, Gerd Albrecht und der Yehudi-Menuhin-Akademie Gstaad teil.

Mit einer Dissertation über die Opern Richard Strauss’ wurde er im Jahr 2000 an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Dr. phil. promoviert. Er veröffentlichte musikwissenschaftliche Arbeiten zu Richard Strauss und Claudio Monteverdi.

Von 1992 bis 1994 war Koehler am Staatstheater Meiningen engagiert und wirkte dort unter anderem an August Everdings Inszenierung der Oper Die Meistersinger von Nürnberg mit. Bereits 1994 debütierte er in der Berliner Philharmonie mit Werken von Hans Pfitzner, Gustav Mahler und Pjotr Iljitsch Tschaikowski

Seit 1998 ist Koehler Dozent für Orchesterleitung und Leiter des Hochschulsinfonieorchesters an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. Dort arbeitete er unter anderem mit Kurt Masur, Herbert Blomstedt, Fabio Luisi und Daniel Harding zusammen.

Seit November 2000 ist Koehler Künstlerischer Leiter und Chefdirigent der Philharmonie Leipzig. Unter seiner Leitung gastierte das Orchester unter anderem in den Vereinigten Staaten, China, Südkorea, Indien, Italien, Schweden, Russland und Lateinamerika. Konzertauftritte führten ihn unter anderem in den Musikverein Wien, die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, die Carnegie Hall in New York, das Grand Theatre (Shanghai) sowie das Seoul Arts Center.

Neben seiner Tätigkeit in Leipzig dirigiert Koehler regelmäßig als Gastdirigent Orchester in Asien, darunter das Sichuan Radio Philharmonic Orchestra, das Shanghai Philharmonic Orchestra sowie das Sai Symphony Orchestra in Indien. Im Jahr 2010 wurde er als Professor für Orchesterleitung an eine Hochschule in Seoul berufen. Seit 2017 lehrt er außerdem an der Shanxi University in Taiyuan; 2019 wurde er zum Generalmusikdirektor des Shanxi Symphony Orchestra ernannt.

Seit 2007 verbindet ihn eine Zusammenarbeit mit dem indischen Geiger und Komponisten L. Subramaniam, aus der unter anderem das Indian Philharmonic Orchestra hervorging.<ref>Chefdirigent Michael Koehler Website der Philharmonie Leipzig. Abgerufen am 23. Juli 2026.</ref>

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Koehler veröffentlichte musikwissenschaftliche Arbeiten und Bücher über Richard Strauss und Claudio Monteverdi. Tonträger unter seiner Leitung erschienen unter anderem bei Sony Music.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 2010: Global Music Award für eine DVD- und CD-Produktion unter seiner Leitung
  • 2018: Chinese Music Award
  • 2022: Nominierung für den OPUS Klassik.<ref>Website Michael Koehler Website von Michael Koehler. Abgerufen am 23. Juli 2026.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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