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Michael Schnedlitz

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Datei:Michael Schnedlitz - Pressekonferenz 3. März 2026.JPG
Michael Schnedlitz (2026)

Michael Schnedlitz (* 13. März 1984<ref name="ma">meineabgeordneten.at: Michael Schnedlitz. Abgerufen am 26. März 2018.</ref><ref name="lt">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Landtag Niederösterreich: Michael Schnedlitz (Memento vom 26. März 2018 im Internet Archive). Abgerufen am 26. März 2018.</ref> in Tamsweg, Salzburg<ref name="parlament-at" />) ist ein rechtsextremer österreichischer Politiker (FPÖ). Von März bis September 2018 war er Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich.<ref name="derstandard.at2000086243208"/> Seit September 2018 ist er Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich.<ref name="orf2936763">Landbauer auch geschäftsführender Parteichef. 19. September 2018 (orf.at [abgerufen am 19. September 2018]).</ref> Seit dem 23. Oktober 2019 ist er Abgeordneter zum Nationalrat.<ref name="parlament-at">Michael Schnedlitz auf der Website des österreichischen Parlaments</ref> Am 30. Jänner 2020 wurde er zum Generalsekretär der FPÖ gewählt.<ref name="wz2045272" /><ref name="art385,3219953" />

Leben[Bearbeiten]

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten]

Michael Schnedlitz besuchte nach der Volksschule in Rinegg die Schihauptschule Murau. Seit 1998 lebt er in Wiener Neustadt,<ref name="cv">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Zur Person: Michael Schnedlitz (Memento vom 26. März 2018 im Internet Archive). Abgerufen am 26. März 2018.</ref> wo er das Militärrealgymnasium besuchte. Er war als Einzelunternehmer, Gesellschafter beziehungsweise Teilhaber im Bereich Finanzen und eines Bauunternehmens tätig und parlamentarischer Mitarbeiter des Nationalratsabgeordneten Christian Lausch.<ref name="ma"/><ref name="lt"/>

Schnedlitz hat einen Zwillingsbruder.<ref name="art385,3209705">Michael Schnedlitz: Landbauer-Vertrauter und mit seinem Zwilling im Gemeinderat. In: nachrichten.at. 8. Januar 2020, abgerufen am 14. Mai 2025.</ref> Sein Vater Ernst Schnedlitz war bis Ende 2014 ÖVP-Bürgermeister von Rinegg.<ref>Michael Schnedlitz: Kickls blauer Bauer. In: Die Presse. 25. August 2023, abgerufen am 28. August 2023.</ref><ref>Michael Schnedlitz: Kickls blauer Bauer. In: Die Presse/myreadit.com. 25. August 2023, abgerufen am 28. August 2023.</ref>

Politik[Bearbeiten]

Michael Schnedlitz begann seine politische Laufbahn 2004 beim Ring Freiheitlicher Jugend (RFJ) in Niederösterreich, wo er ab 2006 dem Landesvorstand angehörte und bis 2015 Landesobmann-Stellvertreter war.<ref name="ma" /><ref name="cv" /> 2010 wurde er Gemeinderat in Wiener Neustadt,<ref name="lt" /> im Dezember 2013 wurde er dort als Stadtrat angelobt und war für das Ressort Verkehr verantwortlich. Von 2010 bis 2015 war er dort auch Klubobmann der FPÖ; nach dem Rücktritt von Stadtrat Markus Dock-Schnedlitz, dem Bruder von Michael Schnedlitz,<ref>orf.at: In Wiener Neustadt rumort es. Artikel vom 31. März 2016, abgerufen am 26. März 2018.</ref> übernahm er diese Funktion 2016 erneut.<ref>Wiener Neustadt: Michael Schnedlitz neuer FPÖ Klubobmann. Artikel vom 13. September 2016, abgerufen am 26. März 2018.</ref> Nach den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 wurde er in Wiener Neustadt Bürgermeister-Stellvertreter und Stadtrat für Wohnen und Soziales.<ref name="ma" /><ref name="cv" /><ref>Wiener Neustadt: Gemeinderat. Abgerufen am 26. März 2018.</ref>

Nach der Landtagswahl in Niederösterreich 2018 und dem Rücktritt von Udo Landbauer übernahm er dessen Mandat und wurde auch geschäftsführender FPÖ-Parteiobmann in Wiener Neustadt.<ref name="orf2898430">orf.at: FPÖ: Martin Huber wird neuer Klubobmann. Artikel vom 1. März 2018, abgerufen am 26. März 2018.</ref><ref>FPÖ reagiert nach Landbauer-Rückzug: Michael Schnedlitz übernimmt als geschäftsführender Parteiobmann. Artikel vom 1. Februar 2018, abgerufen am 26. März 2018.</ref> Am 22. März 2018 wurde er in der konstituierenden Landtagssitzung der XIX. Gesetzgebungsperiode als Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich angelobt. Am 20. September 2018 übernahm Udo Landbauer das Mandat von Schnedlitz im Landtag wieder.<ref name="derstandard.at2000086243208">Udo Landbauer kehrt am 20. September in den Landtag zurück. Artikel vom 28. August 2018, abgerufen am 18. September 2018.</ref> Schnedlitz folgte im September 2018 Christian Hafenecker als Landesparteisekretär der FPÖ Niederösterreich nach.<ref>FPÖ Niederösterreich: Michael Schnedlitz. Abgerufen am 29. September 2018.</ref><ref name="orf2936763"/>

Am 23. Oktober 2019 wurde Schnedlitz zu Beginn der XXVII. Gesetzgebungsperiode als Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat angelobt. Im FPÖ-Parlamentsklub fungiert er als Bereichssprecher für Jugend.<ref>Klubs. In: parlament.gv.at. Parlamentsdirektion, abgerufen am 11. November 2019.</ref><ref name="orf3143948">NR: Freiheitliche legten Sprecherrollen fest. In: ORF.at. 12. November 2019, abgerufen am 12. November 2019.</ref> Am 30. Jänner 2020 wurde er nach dem Rücktritt von Harald Vilimsky und Christian Hafenecker zum Generalsekretär der FPÖ gewählt.<ref name="wz2045272">Michael Schnedlitz wird neuer FPÖ-Generalsekretär. In: Wiener Zeitung. 8. Januar 2020, abgerufen am 8. Januar 2020.</ref><ref name="art385,3219953">Schnedlitz einstimmig zum FPÖ-Generalsekretär gewählt. In: Oberösterreichische Nachrichten. 30. Januar 2020, abgerufen am 31. Januar 2020.</ref>

Am 18. November 2021 wurde die parlamentarische Immunität von Schnedlitz durch den österreichischen Nationalrat aufgehoben, um die Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft Wien wegen Verhetzung wegen eines Postings im Fall eines getöteten Kindes zu ermöglichen.<ref>Ausgeliefert: Ermittlungen gegen Kurz können weitergehen. Österreichischer Rundfunk, abgerufen am 18. November 2021.</ref> Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft schließlich eingestellt.<ref>Die 100 Einzelfälle, seit Herbert Kickl an der FPÖ-Spitze steht. derstandard.at, 1. Juni 2024, abgerufen am 3. Juli 2024.</ref> Am Rand einer Corona-Demonstration im Jahr 2021 äußerte Schnedlitz gegenüber der rechtsextremen Zeitschrift Info-Direkt, er bevorzuge es, mit den Leuten auf der Straße zu sein statt bei „Volksverrätern im Plenarsaal“. Es sei „Zeit für außerparlamentarische Aktivitäten“.<ref>Corona-Demos: Rechtsextreme wittern "Jahrhundertchance". In: Der Standard. 2. Dezember 2021, abgerufen am 3. Juli 2024.</ref>

Im Jänner 2023 wurde Christian Hafenecker neben Michael Schnedlitz FPÖ-Generalsekretär.<ref name="orf3301274">FPÖ: Hafenecker wieder Generalsekretär. In: ORF.at. 13. Januar 2023, abgerufen am 14. Januar 2023.</ref>

Im Februar 2024 bestätige Schnedlitz die pro-russische Position der FPÖ, indem er Außenminister Schallenberg kritisierte während eines Disputs mit dem Außenamt Russlands nach dem Tod des prominenten russischen Oppositionellen Nawalny in dem sibirischen Straflager Polarfuchs.<ref>putin-trolle-in-hoechstform. Standard, abgerufen am 20. Februar 2024.</ref>

Für die Nationalratswahl 2024 wurde er hinter Spitzenkandidat Herbert Kickl Zweiter der Landesliste der FPÖ Niederösterreich<ref>NR-Wahl: Kickl Listenerster der FPÖ in Niederösterreich. In: Kurier.at. 19. Juni 2024, abgerufen am 29. Juni 2024.</ref> und Fünfter auf der FPÖ-Bundesliste.<ref>Blaue Bundesliste steht: Wer auf den Plätzen hinter Kickl gelandet ist. In: Die Presse. 24. Juli 2024, abgerufen am 24. Juli 2024.</ref> Neben Herbert Kickl, Christian Hafenecker, Norbert Nemeth, Susanne Fürst, Reinhard Teufel und Arnold Schiefer wurde er nach der Nationalratswahl Teil des Verhandlungsteams der FPÖ zur Bildung einer Regierung.<ref>Blaues Verhandlungsteam steht, ein Mandat könnte noch wandern. In: Kleine Zeitung. 3. Oktober 2024, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref> Für die Gemeinderatswahl im Jänner 2025 verzichtete er auf eine Kandidatur.<ref>Mathias Schranz: Michael Schnedlitz verkündete Abschied aus Wr. Neustädter Gemeinderat. In: noen.at. 9. Dezember 2024, abgerufen am 9. Dezember 2024.</ref>

Ehrenamt[Bearbeiten]

Schnedlitz ist Kuratoriumsmitglied des Österreichischen Schwarzen Kreuzes Niederösterreich.<ref>Geschäftsstellen: Das österreichische schwarze Kreuz. Abgerufen am 10. März 2026.</ref>

Politische Positionen[Bearbeiten]

Identitäre[Bearbeiten]

2016 begrüßte Schnedlitz bei einer Kundgebung anwesende Identitäre „recht herzlich in Wiener Neustadt“ und lud sie in sein Büro im Rathaus ein. 2019 distanzierte er sich von der Gruppe, er habe seit 2016 keinen Kontakt mehr zu dieser.<ref>Landbauer bestreitet Naheverhältnis zu Identitären. derstandard.at, 10. April 2019, abgerufen am 30. Juni 2024.</ref> Im Jahr 2020 hielt Schnedlitz in einem Interview mit Info-Direkt fest, mit der „Distanziererei“ von den Identitären sei es „definitiv vorbei“. Später relativierte Schnedlitz seine Aussage.<ref>Generalsekretär Schnedlitz: Distanzierung der FPÖ von Identitären "definitiv vorbei". derstandard.at, 30. November 2020, abgerufen am 30. Juni 2024.</ref> Im selben Jahr bezeichnete er die Identitären als eine „Art NGO auf der rechten Seite“.<ref>FPÖ: Mitarbeiter marschiert mit Rechtsextremen. krone.at, 24. Januar 2022, abgerufen am 3. Juli 2024.</ref> 2022 trug Schnedlitz bei einer Corona-Demonstration in Gänserndorf gemeinsam mit Identitären ein Demonstrationsbanner und posierte mit einem White-Power-Zeichen.<ref>Die 100 Einzelfälle, seit Herbert Kickl an der FPÖ-Spitze steht. derstandard.at, 1. Juni 2024, abgerufen am 3. Juli 2024.</ref>

Pensionsantrittsalter[Bearbeiten]

Im Juli 2025 sprach sich Schnedlitz gegen eine Anhebung des Pensionsantrittsalters in Österreich auf 70 Jahre aus, dabei handle es sich um einen „beispiellosen Affront gegenüber all jenen, die unser Land mit ihrer Hände Arbeit aufgebaut haben“.<ref>Nach Knill will auch Mahrer über Pensionsalter 70 "diskutieren". In: derstandard.at. 5. Juli 2025, abgerufen am 6. Juli 2025.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Michael Schnedlitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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