Reinhard Teufel
Reinhard Johannes Teufel<ref>Die Landtagswahlen am 29. Jänner 2023 in Niederösterreich. Januar 2023, abgerufen am 21. August 2023.</ref> (* 20. Mai 1979<ref name="lt">Landtag Niederösterreich: Reinhard Teufel. Abgerufen am 24. März 2018.</ref>) ist ein rechtsextremer<ref>jhager,johannes.weichhart: Engster Vertrauter von FPÖ-Chef Kickl: Wer ist Reinhard Teufel? In: Kurier. 8. Januar 2025, abgerufen am 18. Mai 2026.</ref><ref>Geheime Chats zeigen Nähe zwischen FPÖ und Identitären – und wie Sellner der Partei subtil drohte. In: Der Standard. Abgerufen am 21. Juli 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> österreichischer Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Seit März 2018 ist er Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich, seit 23. März 2023 dort auch Klubobmann seiner Partei.
Leben[Bearbeiten]
Reinhard Teufel besuchte nach Volks- und Hauptschule in Lackenhof und Gaming die Höhere Bundeslehranstalt für Forstwirtschaft in Gainfarn, wo er 1998 maturierte. Nach dem Präsenzdienst begann er ein Studium der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, das er 2004 als Magister abschloss.<ref>Die Rolle des christlichen Glaubens bei depressiven Menschen. Universität Innsbruck, Diplomarbeit 2003.</ref> Teufel ist Alter Herr der Innsbrucker akademischen Burschenschaft Brixia (DB).<ref>derStandard.at: Bünde fürs Leben: FPÖ-Minister vertrauen auf Burschenschafter. Artikel vom 26. Jänner 2018, abgerufen am 24. März 2018.</ref>
Nach dem Studium war er in der Finanzbuchhaltung des Austrian Research Centers tätig, ab 2007 war er Fachreferent im Freiheitlichen Parlamentsklub, weiters von 2007 bis 2017 Hauptmitglied der §7-Kommission beim Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus.<ref>Gründer Bericht 2016 des Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, S. 226.</ref> 2011 wurde er Büroleiter bei FPÖ-Klubobmann Heinz-Christian Strache. 2013 übernahm er den elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb in Lackenhof, den er seitdem im Nebenbetrieb weiterführt. 2014 legte er die Dienstprüfung für den Verwaltungsdienst in der Parlamentsdirektion und im Juli 2017 die Staatsprüfung für den leitenden Forstdienst (Försterprüfung) ab.<ref name="mb">Die FPÖ im Bezirk Scheibbs ist mit dem "Teufel im Bunde". Artikel vom 18. September 2017, abgerufen am 24. März 2018.</ref> Seit 2016 ist er Vorstandsmitglied des FPÖ-Bildungsinstituts.<ref name="ma">meineabgeordneten.at: Reinhard Teufel. Abgerufen am 24. März 2018.</ref> Im Dezember 2017 wurde er Kabinettschef im Bundesministerium für Inneres unter dem damaligen Innenminister Herbert Kickl<ref name="noen72.293.042#">NÖN: Lackenhof: Teufel ist Kickls Kabinettschef in: NÖN, 28. Dezember 2017, abgerufen am 24. März 2018.</ref>, wo er bis zu dessen Entlassung durch den Bundespräsidenten im Mai 2019 im Zuge der Ibiza-Affäre das Kabinett leitete.<ref>Fabian Schmid: Kopf des Tages - Reinhard Teufel: Kickls engster Vertrauter, der von Strache kam. In: Der Standard. 8. Januar 2025, abgerufen am 27. September 2026.</ref>
Reinhard Teufel gehörte von 2010 bis 2020 dem Gemeinderat in Gaming an, im Mai 2017 wurde er zum FPÖ-Obmann des Bezirks Scheibbs gewählt. Am 22. März 2018 wurde er in der konstituierenden Landtagssitzung der XIX. Gesetzgebungsperiode als Abgeordneter zum Landtag von Niederösterreich angelobt, wo er für die Ressorts Sicherheit, Asyl und Zuwanderung zuständig war und für Landwirtschaft, Wirtschaft/Tourismus sowie Wissenschaft/Forschung zuständig ist.<ref name="fpoe-noe">FPÖ Niederösterreich: Reinhard Teufel. Abgerufen am 6. November 2019.</ref> Darüber hinaus war Teufel Mitglied des Aufsichtsrates der ASFINAG Maut Service GmbH und ist Delegierter der Oberösterreichischen Wechselseitigen Versicherung Vermögensverwaltung sowie seit 2020 Obmann der Agrargemeinschaft Lackenhof.<ref>Transparenzdatenbank des Niederösterreichischen Landtages</ref>
Bei der Landtagswahl 2023 kandidierte er auf dem sechsten Listenplatz der Landesliste sowie als Spitzenkandidat der Partei im Landtagswahlkreis Scheibbs.<ref name="n345228209">Landtagswahl 2023: FPÖ-Landesliste: Lackenhofer Reinhard Teufel auf Platz sechs. In: noen.at. 29. November 2022, abgerufen am 30. November 2022.</ref><ref>https://www.noe.gv.at/wahlen/L20231/Kandidaten.html#/main3k3.htm</ref> Zu Beginn der XX. Gesetzgebungsperiode folgte er Udo Landbauer als Klubobmann des FPÖ-Landtagsklubs nach.<ref name="noen359126558">Reinhard Teufel neuer Klubobmann der FPÖ NÖ. In: noen.at. 18. März 2023, abgerufen am 18. März 2023.</ref> Neben Herbert Kickl, Michael Schnedlitz, Christian Hafenecker, Norbert Nemeth, Susanne Fürst und Arnold Schiefer wurde er nach der Nationalratswahl 2024 Teil des Verhandlungsteams der FPÖ zur Bildung einer Regierung.<ref>Blaues Verhandlungsteam steht, ein Mandat könnte noch wandern. In: Kleine Zeitung. 3. Oktober 2024, abgerufen am 3. Oktober 2024.</ref> Im August 2026 wurde er mit 96,5 Prozent der Stimmen als Bezirksparteiobmann der FPÖ Scheibbs bestätigt.<ref>FPÖ: Reinhard Teufel mit 96,5 Prozent als Obmann bestätigt. In: noen.at. 17. August 2026, abgerufen am 17. August 2026.</ref>
Er ist verheiratet und Vater von vier Kindern.<ref name="mb"/>
Politische Positionen[Bearbeiten]
Im Rahmen seiner politischen Tätigkeit setzt sich Teufel dafür ein, aufenthaltsbeendende Maßnahmen im Fremden- und Asylwesen umzusetzen und zu beschleunigen.<ref>Livevideo-Übertragung Landtagssitzung – NÖ Landtag. Abgerufen am 29. Oktober 2019.</ref> Zudem arbeitet er unter anderem darauf hin, den Einsatz ausländischer Pflegekräfte einzuschränken.<ref>Reinhard Teufel et al.: Entzug und keine Neuausstellung der Gewerbeberechtigung für ausländische Personenbetreuer mit Abgabenschulden in Österreich. Landtag Niederösterreich, 27. November 2018, abgerufen am 29. Oktober 2019.</ref>
Im Bereich der Wohnbauförderung fordert er leistbare Startwohnungen explizit für junge Niederösterreicher und spricht sich dafür aus, ökologische Maßnahmen und Klimaauflagen beim Wohnbau abzuschaffen.<ref>Reinhard Teufel et al.: Flächendeckende Wohnbauoffensive: leistbare Startwohnungen für junge Niederösterreicher. Landtag Niederösterreich, 21. Februar 2019, abgerufen am 29. Oktober 2019.</ref> Des Weiteren fordert er, die Lichtverschmutzung aufzuhalten, indem er Studien zur wissenschaftlichen Untersuchung der Folgen von Lichtverschmutzung von der Bundesregierung fordert, wobei ein Sternenpark für astronomische Studien im südlichen Niederösterreich dienen könnte.<ref>Gegen Lichtverschmutzung - FPÖ NÖ fordert: „Rettet den Sternenhimmel“ auf NÖN.at, abgerufen am 25. Juli 2019</ref> Teufel setzt sich auch dafür ein, das „Recht auf Barzahlung“ in der Bundesverfassung zu verankern, und macht sich gegen die kritiklose und einseitige Förderung der batteriebasierten Elektromobilität stark, in der er eine „Umwelt-Mogelpackung“ sieht.<ref>FPÖ NÖ will Bargeld verfassungsrechtlich schützen auf NÖN.at, abgerufen am 25. Juli 2019</ref>
Teufel betont ferner, dass die FPÖ trotz der „einen oder anderen Überschneidung in inhaltlichen Bereichen“ keine Schwesterpartei der AfD sei und bezeichnet analog zu den Äußerungen des Klubobmanns Kickl die Identitären als „eine NGO von rechts und meines Wissens nach auch nicht verboten“.<ref>Martin Gebhart: Kickls Büroleiter im Interview: „Die haben schon auf Panik-Modus geschaltet". In: Kurier. 26. September 2026, abgerufen am 27. September 2026.</ref>
Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 2014: Parlamentarische Untersuchungsausschüsse als Minderheitenrecht, gemeinsam mit Norbert Nemeth, FPÖ-Bildungsinstitut, Wien 2014, ISBN 978-3-902720-22-1
- 2017: Dem Antrag wird stattgegeben. Anmerkungen zur Bundespräsidentenwahl 2016, gemeinsam mit Andreas Hauer u. a., FPÖ-Bildungsinstitut, Wien 2017<ref>Österreichische Bibliografie, Reihe A, Verzeichnis der österreichischen Neuerscheinungen, Jahrgang 2018, Heft 4, 19. März 2018 hrsg. von der Österreichischen Nationalbibliothek</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Reinhard Teufel auf meineabgeordneten.at
- Reinhard Teufel FPÖ Niederösterreich
- Reinhard Teufel auf der Website des Landtags von Niederösterreich
- Kickl-Vertrauter Reinhard Teufel rechnet mit der ÖVP ab, Kurier Interview mit Walter Gebhard, YouTube-Video, 23. September 2026
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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ÖVP (23 Abgeordnete): Otto Auer | Silke Dammerer | Jochen Danninger | Franz Dinhobl | Josef Edlinger | Anton Erber | Christian Gepp | Kurt Hackl | Hermann Hauer | Bernhard Heinreichsberger | Richard Hogl | Christoph Kainz | Christoph Kaufmann | Florian Krumböck | Franz Linsbauer | René Lobner | Lukas Michlmayr | Franz Mold | Doris Schmidl | Manfred Schulz | Karl Wilfing | Mario Wührer | Marlene Zeidler-Beck
Datei:Logo of Freedom Party of Austria.svg FPÖ (14 Abgeordnete): Andreas Bors | Christian Brenner | Dieter Dorner | Philipp Gerstenmayer | Peter Gerstner | Jürgen Handler | Hubert Keyl | Edith Mühlberghuber | Richard Punz | Anja Scherzer | Alexander Schnabel | Helmut Fiedler | Reinhard Teufel | Gottfried Waldhäusl
Datei:Sp-bundKopie.PNG SPÖ (12 Abgeordnete): Michael Bierbach | Doris Hahn | René Pfister | Christian Samwald | Karin Scheele | Kathrin Schindele | Elvira Schmidt | Franz Schnabl | Rainer Spenger | Kerstin Suchan-Mayr | Hannes Weninger | René Zonschits
Datei:Grüne Logo.svg GRÜNE (4 Abgeordnete): Georg Ecker | Dominic Hörlezeder | Helga Krismer-Huber | Silvia Moser
Datei:NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum 2022 logo.svg NEOS (3 Abgeordnete): Indra Collini | Edith Kollermann | Christoph Müller
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Teufel, Reinhard |
| ALTERNATIVNAMEN | Teufel, Reinhard Johannes |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Politiker (FPÖ), Landtagsabgeordneter |
| GEBURTSDATUM | 20. Mai 1979 |
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- Landtagsabgeordneter (Niederösterreich)
- Kabinettschef (Österreich)
- Politiker (21. Jahrhundert)
- Manager (ASFINAG)
- Politiker (Gaming)
- Absolvent der Universität Innsbruck
- Burschenschafter (21. Jahrhundert)
- FPÖ-Mitglied
- Österreicher
- Geboren 1979
- Mann
- Klubobmann (Niederösterreichischer Landtag)