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Migros Online

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Migros Online AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1997
Sitz Zürich, Schweiz
Leitung
  • Katrin Tschannen (Geschäftsführerin)<ref name="hr-eintrag" />
Mitarbeiterzahl 719 (2024)<ref>Tochtergesellschaften & Beteiligungen. In: report.migros.ch. 2025, abgerufen am 8. September 2025.</ref>
Umsatz 362 Mio. CHF(2025)<ref name="umsatz2025">Die Migros-Gruppe geht gestärkt aus der Transformation hervor. In: corporate.migros.ch. Migros-Genossenschafts-Bund, 24. März 2026, abgerufen am 25. März 2026.</ref>
Branche Internethandel, Lebensmitteleinzelhandel, Non-Food
Website migros.ch

Migros Online, ehemals LeShop.ch, ist der Online-Supermarkt des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB), eines der grössten Detailhandelsunternehmen der Schweiz.

In den letzten Jahren sank der Marktanteil von Migros Online auf unter 50 Prozent (2025: 46,7 %; 2024: 48,8 %; 2023: 47,5 %; 2022: 48 %; 2021: 50,6 %; 2020: 50,8 %; 2019: 52,9 %).<ref>David Morant: Wachablösung an der Spitze des Frische E-Food: Coop.ch überholt Migros Online. In: blog.carpathia.ch. 28. März 2026, abgerufen am 29. März 2026.</ref><ref>David Morant: E-Food mit Frischesortiment 2024: Migros Online, Coop.ch und Gebana wachsen, Farmy verliert. In: blog.carpathia.ch. 1. Februar 2025, abgerufen am 26. März 2026.</ref><ref>David Morant: Lebensmittel Online: Migros Online und Coop.ch legen zu, Gebana neu dabei. In: blog.carpathia.ch. 9. Februar 2024, abgerufen am 26. März 2026.</ref><ref>Edith Hollenstein, Erich Bürgler: Onlinehandel mit Lebensmitteln: Bessere Lieferzeiten, mehr Service: Coop.ch holt Migros Online ein. In: tagesanzeiger.ch. 27. März 2023, abgerufen am 27. März 2023.</ref><ref>Heidi Kölliker: Lebensmittel Online: Migros, Coop und Farmy knacken die CHF 600 Mio. In: blog.carpathia.ch. 19. Januar 2022, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref><ref>Thomas Lang: Lebensmittel Online: Migros, Coop und Farmy knacken die CHF 500 Mio. Umsatzgrenze. In: blog.carpathia.ch. 19. Januar 2021, abgerufen am 7. Juli 2022.</ref> Der grösste Online-Konkurrent von Migros Online ist Coop.ch.

Unternehmen[Bearbeiten]

Der Online-Supermarkt vertreibt über seine Internetplattform 12'500 Produkte, davon etwa zwei Drittel Migros-Artikel. Die restlichen Produkte sind Markenartikel inklusive Tiefkühlkost und Alkohol. Mit seinem Partner, der Schweizerischen Post, liefert Migros Online die Einkäufe nach Hause.

Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Zürich. Es gibt Versandzentern in Regensdorf (ZH), Ecublens (VD), Cheseaux-sur-Lausanne (VD) und Bremgarten (AG). 2022 wurde des ehemaligen Saviva-Logistikzentrum in Regensdorf übernommen,<ref name="zuonline20211006">Anna Bérard: Gastro-Grosshändler Saviva verlässt das Furttal — Migros Online liefert ab 2024 von Regensdorf aus. In: zuonline.ch. 6. Oktober 2021, abgerufen am 6. Oktober 2021.</ref> welches nach einem Umbau Ende Mai 2026 als Versandzentrum von Migros Online wieder eröffnet wurde und die Standorte Pratteln und Bremgarten ablösen soll.<ref>Florian Osterwalder: Sortiment reduziert: Migros-Onlineshop: Immer wieder Produkte nicht lieferbar. In: 20min.ch. 29. August 2026, abgerufen am 31. August 2026.</ref> Damit werde im Stadtgebiet Zürich auch Same Day Delivery ermöglicht.<ref name="zuonline20211006" /><ref>Migros-Genossenschafts-Bund: Migros Online baut neues Verteilzentrum in Regensdorf. In: deutscherpresseindex.de. 7. Februar 2023, abgerufen am 8. Februar 2023.</ref> Mit dem neuen Versandzentrum in Regensdorf werde das Angebot auf 21'000 Produkte erhöht.<ref>Migros Online setzt mit neuem Verteilzentrum auf Wachstum. In: corporate.migros.ch. 8. September 2026, abgerufen am 9. September 2026.</ref> Das Versandzentrum in Pratteln (BL) sei im Juni 2026 geschlossen worden,<ref>Manuel Navarro, Urs Jaudas: Migros Online: Neues Verteilzentrum in Regensdorf. In: tagesanzeiger.ch. 9. September 2026, abgerufen am 9. September 2026.</ref> jenes in Bremgarten folge im Frühjahr 2027.<ref>Marc Ribolla: Migros schliesst Online-Logistikzentrum in Bremgarten. In: aargauerzeitung.ch. 10. September 2026, abgerufen am 10. September 2026.</ref>

2023 wies das Unternehmen einen Umsatz von 344 Millionen Franken aus und beschäftigte 700 Mitarbeitende.<ref name="gb2023">Migros Geschäftsbericht 2023. (PDF) In: report.migros.ch. Abgerufen am 26. März 2024.</ref> 2024 wuchs der Umsatz auf 365 Millionen Franken<ref>Die Migros steigerte 2024 ihren Umsatz. In: corporate.migros.ch. 17. Januar 2025, abgerufen am 17. Januar 2025.</ref> und sank 2025 auf 362 Millionen Franken.<ref name="umsatz2025" /> Migros Online ist seit dem 1. Januar 2006 eine Tochtergesellschaft des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB).

Geschichte[Bearbeiten]

1997 bis 2003[Bearbeiten]

LeShop.ch wurde 1997 von den privaten Unternehmern Alain Nicod, Jesús Martin Garcia, Rémi Walbaum und Christian Wanner gegründet. Im April 1998 nahm LeShop.ch als erster Internet-Supermarkt der Schweiz und als einer der ersten weltweit<ref>Barry Fox: Online supermarket comes unplugged. New Scientist, 14. August 1999, abgerufen am 6. Dezember 2006.</ref> mit einem Sortiment von über 1'500 Trockenartikeln den Betrieb auf. Die Hauslieferung erfolgte in Partnerschaft mit der Post in der ganzen Schweiz. Im November 1998 entwickelte LeShop.ch eine Kühlkette für die Lieferung von Frischprodukten und nahm Früchte, Gemüse, Fleisch etc. ins Sortiment auf. Im Jahr 1999 hat LeShop.ch einen Umsatz von 4 Millionen Franken erwirtschaftet.<ref>Leshop.ch legt wieder zu. In: srf.ch. 6. Januar 2014, abgerufen am 16. März 2023.</ref>

Im Juni 2000 beteiligte sich die Bon appétit Group von Beat Curti mit 33,3 % am Aktienkapital von Le Shop S.A. Gleichzeitig wurden Tochtergesellschaften in Deutschland und Argentinien gegründet (beide Unternehmen wurden unterdessen wieder geschlossen). Der Mitgründer Christian Wanner übernahm als CEO die Geschäftsleitung. Nach vier Monaten Bauzeit eröffnete LeShop.ch im August 2001 das erste Versandzentrum in Bremgarten. Eine Partnerschaft mit der Schweizer ExpressPost sicherte die Logistik zu den Bestellern. Im Dezember 2002 kündigte die Bon appétit Group als Hauptaktionärin die Schliessung per Ende Jahr an<ref>LeShop gibt auf. In: Tagesschau. Schweizer Radio und Fernsehen, 10. Dezember 2002, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>, doch die private Investorengruppe ShoppingNet Holding SA und das Management übernahmen das Unternehmen.<ref>Online-Supermarkt LeShop gerettet. In: Schweiz aktuell. 27. Januar 2003, abgerufen am 26. März 2026.</ref>

2004: Übernahme[Bearbeiten]

Im September 2003 kündigte LeShop.ch eine strategische Allianz mit dem Migros-Genossenschafts-Bund (MGB) an, vorerst noch ohne Kapitalbeteiligung. Die Migros schloss ihre Website migros-shop.ch und übergab LeShop.ch per Januar 2004 die Migros-Sortimente und die bestehenden Online-Kunden. 2004 konnte LeShop.ch den Umsatz um 52 Prozent auf 33 Millionen Franken steigern.<ref>Starker Online-Umsatzanstieg. In: migros.ch. Abgerufen am 18. Juli 2021.</ref>

Bis 2012[Bearbeiten]

Das erste Quartal 2006 ergab den ersten Gewinn der Firmengeschichte. Der MGB übernahm 80 % des Aktienkapitals von LeShop.ch und begann ein Investitionsprogramm für weiteres Wachstum. Im Oktober 2006 wurde in Ecublens das zweite Versandzentrum von LeShop.ch in Anwesenheit von Wirtschaftsministerin und Bundesrätin Doris Leuthard eröffnet. Der Geschäftssitz von LeShop.ch wurde von Chavannes-de-Bogis nach Ecublens verlegt. Im November 2008 überschritt LeShop.ch erstmals die Umsatzgrenze von 100 Millionen Franken. Im Juni 2009 führte das Unternehmen als erster Schweizer Anbieter den Versand von Tiefkühlprodukten ein. Dazu wird eine Mehrweg-Kühlbox mit Trockeneis-Element verwendet. Seit Januar 2010 kann bei LeShop.ch auch via Smartphone und einem eigenen iOS-App eingekauft werden. Seit August 2011 steht durch die Kooperation mit Denner, einer weiteren Migros-Tochterfirma, auch ein Sortiment an Weinen zur Verfügung. Im Juni 2012 wurde eine iPad-Applikation eingeführt. Der Anteil an Verkäufen über die mobile App wuchs schnell. Per Ende September 2013 erfolgen bereits über ein Viertel der Bestellungen (27 %) über Smartphones oder Tablets.<ref>LeShop wächst und wächst. CEtoday, 4. Oktober 2013, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>

2012 bis 2019[Bearbeiten]

Datei:LeShopDRIVE.jpg
Abholservice mit dem Auto von 2012 bis 2017

Ab Oktober 2012 konnten vorher im Internet getätigte Einkäufe über LeShop.ch direkt in einem Drive-In in den Kofferraum des Autos geladen werden, das Angebot hiess DRIVE. Das Konzept war in dieser Ausführung (Lagerhaltung vor Ort, Bestellung zwei Stunden vor Abholung) eine Innovation im Schweizer Markt. Als Ergänzung folgte im Dezember 2012 LeShop.ch Rail für die Bahnreisenden; die Bestellungen konnten an SBB-Bahnhöfen (vorerst Zürich und Lausanne) abgeholt werden. Vier Neuerungen gab es im Jahr. Die Eröffnung eines zweiten Drive-Pilotstandorts in Staufen erfolgte im September.<ref>Drive-in von LeShop in Staufen ist gut gestartet. Aargauer Zeitung, 6. Januar 2015, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> Damit war „der Service erstmals für die ganze zentrale Deutschschweiz verfügbar“.<ref name="leshop159">Rekordumsatz: 165 Mio. Franken – neue schweizweite Tageslieferung und Mobile-Geschäft fördern Wachstum. LeShop.ch, 5. Januar 2015, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 13. Februar 2015; abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> Ebenfalls seit 2014 sind Bio-Produkte der Alnatura-Linie lieferbar. Eine weitere Neuerung war die schweizweite Tageslieferung zu Bürozeiten bspw. in Geschäftsgebäude. Das testweise lancierte RAIL-Pilotprojekt mit den SBB wurde 2014 abgeschlossen, die Erkenntnisse flossen in die Weiterentwicklung ein.<ref>Schluss mit LeShop am Schalter. Blick, 10. Oktober 2014, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>

LeShop.ch wuchs weiter und verkaufte 2014 online Lebensmittel für 165 Millionen Franken, ein Plus von 7 Millionen Franken, bzw. 4,4 % im Vergleich zu 2013. Das «Online-Geschäft wächst überdurchschnittlich»<ref>Online-Geschäft wächst überdurchschnittlich. Online PC, 18. Januar 2015, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> werteten Medien den Rekordumsatz.<ref name="leshop159" /> 2015 wuchs der Umsatz um weitere 6,6 % auf CHF 176 Mio.<ref>176 Millionen: LeShop.ch erzielt neuen Umsatzrekord. LeShop.ch, 1. Januar 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 9. Januar 2016; abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>

Als «Pilotbetrieb» bezeichnete leshop.ch die 2015 eröffneten «PickMup»-Abholstellen, an denen Kunden Einkäufe am Folgetag ihre Online-Bestellung selbst abholen konnten. Mit dem signifikanten Ausbau des Liefer- und Abhol-Service wurden die Drive-in-Standorte in Studen und Staufen per 6. Mai 2017 aufgehoben, da den Kunden die nahegelegenen PickMup-Abholstellen zur Verfügung standen.<ref>LeShop.ch baut Abhol-Service auf über 100 Standorte aus. LeShop.ch, 24. April 2017, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> Findet LeShop.ch keinen Nachmieter, so wird die Miete bis 2022 trotzdem jeden Monat fällig. So lange läuft der Mietvertrag für den Drive-in-Markt in Staufen weiter.<ref>Beim ehemaligen «LeShop» tut sich was: Es wird «neutralisiert». Aargauer Zeitung, 13. Februar 2018, abgerufen am 14. Februar 2018.</ref>

2017 verzeichnete LeShop.ch einen Umsatzrückgang und rutschte zurück auf den achten Rang der umsatzstärksten Schweizer B2C-Onlineshops.<ref>Sergio Aiolfi: Der Konkurrenzkampf entscheidet sich an der Frische-Front. In: nzz.ch. 24. Januar 2018, abgerufen am 24. Dezember 2022.</ref><ref>Christoph Grau: Zalando schliesst zu Digitec auf. Netzwoche, 12. Juli 2018, abgerufen am 13. Juli 2018.</ref> Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass LeShop.ch über einen Namenswechsel nachdenkt, da der Name Migros zu wenig im Zentrum stehe.<ref>Der Name LeShop soll dem orangen M weichen. 20 Minuten, 8. Oktober 2017, abgerufen am 13. Juli 2018.</ref> Berichten im April 2019 zufolge soll LeShop.ch – derzeit dem Departement Handel unterstellt – in Zukunft dem Departement Marketing unterstellt werden.<ref>Bastian Heiniger: Migros baut neue Online-Food-Plattform. Handelszeitung, 9. April 2019, abgerufen am 9. April 2019.</ref>

2020: Aus LeShop.ch wird Migros Online[Bearbeiten]

Im November 2020 wurde LeShop.ch in Migros Online umbenannt.<ref>Die Meilensteine von Migros Online. Abgerufen am 3. November 2020.</ref> Die Anzahl an Migros-Produkten wurde um 2'000 Artikel erhöht und umfasst nun zwei Drittel des gesamten Sortiments.

Im März 2022 räumte Migros Online seiner Kundschaft die umstrittene Möglichkeit der Klimakompensation ein.<ref>Per Mausklick den CO2-Ausstoss ausgleichen. In: corporate.migros.ch. 11. März 2022, abgerufen am 11. Oktober 2023.</ref>

Per Ende Mai 2023 wurde die App «Migros Online» eingestellt und der Bestellprozess komplett in die reguläre Migros-App integriert.<ref>Milena Kälin: Shoppingfunktion bleibt: Migros setzt künftig nur noch auf eine App. In: blick.ch. 17. Mai 2023, abgerufen am 19. Mai 2023.</ref><ref>Migros App: Eine für alle(s). Abgerufen am 3. August 2023.</ref>

Im Juni 2024 verkündete der MGB, dass Migros, Denner, Migrolino und Migros Online Teile ihrer Beschaffung zentralisieren.<ref>Florian Decker wird Leiter Gruppenbeschaffung der Migros-Gruppe. In: corporate.migros.ch. 28. Juni 2024, abgerufen am 14. Januar 2025.</ref> Im Jahr 2025 wurde der Hauptsitz von Ecublens nach Zürich verlegt. Im gleichen Jahr fiel Migros Online umsatzmässig hinter Coop.ch zurück.

Management und Verwaltungsrat[Bearbeiten]

Per Ende September 2013 übergab Mitgründer Christian Wanner die Verantwortung als CEO an den langjährigen Verkaufs- und Marketingdirektor Dominique Locher (ab 2000). In der Rolle des Chief Organisation Officers COO unterstützte der vormalige Direktor Finanz und Personal, Sacha Herrmann den neuen CEO in der Geschäftsleitung. Christian Wanner blieb Mitglied des Verwaltungsrates.<ref>Leshop muss sich neuen Chef suchen. Handelszeitung, 4. Juni 2013, abgerufen am 9. April 2019.</ref>

Urs Schumacher übernahm als CEO per 1. August 2017 die Leitung von LeShop.ch und löste damit Dominique Locher ab. COO Sacha Herrmann verliess den Online-Supermarkt Ende September 2017.<ref>Führungswechsel bei LeShop.ch: Urs Schumacher wird neuer CEO von LeShop.ch. LeShop.ch, 19. Mai 2017, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref> Im Oktober 2017 verliess auch der Gründer Christian Wanner das Unternehmen. Er wurde als Verwaltungsrat durch Digitec-Mitgründer Florian Teuteberg ersetzt.<ref>Leshop-Gründer Christian Wanner wird durch Florian Teuteberg ersetzt. itreseller.ch, 9. Oktober 2017, abgerufen am 11. Oktober 2019.</ref>

Katrin Tschannen übernahm am 1. März 2020 die Leitung von LeShop und «Migros Food Online».<ref>Neue Chefin für LeShop und «Migros Food Online». Handelszeitung, 5. Dezember 2019, abgerufen am 16. Juni 2020.</ref> Per Ende März 2027 verlässt sie das Unternehmen auf eigenen Wunsch.<ref>Migros Online: CEO verlässt das Unternehmen nach sechs Jahren. In: corporate.migros.ch. 18. August 2026, abgerufen am 19. August 2026.</ref> Chief Technology Officer (CTO) ist seit Februar 2024 Isabel Steiner.<ref>Maximilian Schenner u. a.: Wie Migros Online auf KI setzen will, ohne das Rad neu zu erfinden. In: netzwoche.ch. 26. Februar 2024, abgerufen am 26. Februar 2024.</ref> Die weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung sind Daniel Käser, Thomas Lüscher, Stéphane Pillonel und Michael Alexander Schöllhorn.<ref name="hr-eintrag" />

Am 15. September 2026 wurde bekannt, dass Teuteberg zum Verwaltungsratspräsidenten gewählt wurde. Ausserdem wurden Oliver Herren, Mitgründer von Digitec Galaxus und Innovationschef, sowie Hendrik Blenken Blijdenstein, der den kommerziellen Bereich verantwortet in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenfalls werden Mario Irminger, Präsident der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes, und Peter Diethelm, CEO der Migros Supermarkt AG, als Bindeglied zur Migros-Gruppe und zum Supermarktgeschäft Einsitz im Verwaltungsrat nehmen. Matthias Wunderlin, bisheriger Verwaltungsratspräsident von Migros Online, sowie Reto Sopranetti und Michel Gruber scheiden aus dem Verwaltungsrat aus.<ref>Migros Online: Florian Teuteberg wird neuer Verwaltungsratspräsident. In: corporate.migros.ch. 15. September 2026, abgerufen am 15. September 2026.</ref>

Kritik[Bearbeiten]

Preisgestaltung im Onlinehandel[Bearbeiten]

Die Migros bot gewisse Produkte bei LeShop.ch teurer an als in den eigenen Filialen. 2009 stellte das Konsumentenmagazin K-Tipp bei einem Testkauf von 50 Produkten eine Preiserhöhung von 45 % fest.<ref>Die Migros sahnt online ab. K-Tipp, 19. Mai 2009, abgerufen am 22. Oktober 2017.</ref> Mittlerweile sind alle Migros-Produkte bei LeShop.ch zu denselben Preisen erhältlich wie in einem Migros-Supermarkt. Ausgenommen sind Aktionen und Sonderangebote: Diese erfolgen unabhängig von den Migros-Supermärkten.<ref>FAQ Heimlieferservice. LeShop, 2020, abgerufen am 16. Juni 2020.</ref> Außerdem steht Migros in der Kritik wegen bedenklicher Arbeitsbedingungen und rigoroser Kündigungspraxis von Mitarbeitern.<ref>Heben von schweren Boxen - «Krank machen und dann kündigen» – harte Kritik an Migros Online, auf srf.ch</ref>

Arbeitsbedingungen in Logistikzentren[Bearbeiten]

Seit 2025 gerieten die Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren von Migros Online vermehrt in die öffentliche Kritik. Medienberichte und Gewerkschaften thematisierten unter anderem eine hohe körperliche Belastung durch das Heben schwerer Waren, einen erhöhten Zeit- und Leistungsdruck sowie gesundheitliche Beschwerden bei Mitarbeitenden. Kritisiert wurden zudem unzureichende Pausenregelungen sowie der Umgang mit krankheitsbedingten Ausfällen.<ref>Mängel und harter Druck – die belastenden Arbeitsbedingungen bei Migros Online. Abgerufen am 27. Januar 2026.</ref><ref>Kritik an Migros Online: «Krank machen und dann kündigen». Abgerufen am 27. Januar 2026.</ref><ref>Artikel. Abgerufen am 27. Januar 2026.</ref><ref>Christian Egg: Ein M mieser: Die Migros lässt chrampfen bis zum Umfallen. In: workzeitung.ch. 27. Februar 2025, abgerufen am 27. Januar 2026.</ref>

Migros Online wies Teile der Vorwürfe zurück, räumte jedoch Verbesserungsbedarf ein und kündigte verschiedene Massnahmen zur Optimierung der Arbeitsbedingungen an. Dazu zählten Anpassungen der Arbeitsorganisation, ergonomische Verbesserungen sowie technische Hilfsmittel zur Reduktion körperlicher Belastungen. Nach Angaben des Unternehmens wurden diese Massnahmen in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) und den zuständigen Arbeitsinspektoraten erarbeitet.<ref>SRF Kassensturz: «Kassensturz»-Spezial: Höhepunkte aus fünf Jahrzehnten | 2026 | Kassensturz | SRF. 7. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.</ref>

Im Jahr 2026 erhielt das Kollektiv Migros Online Pratteln den Prix Engagement der Gewerkschaft Unia, mit dem das Engagement von Mitarbeitenden für verbesserte Arbeitsbedingungen und Mitbestimmung gewürdigt wurde.<ref>Artikel. Abgerufen am 27. Januar 2026.</ref> Die Auszeichnung erfolgte vor dem Hintergrund der zuvor öffentlich geführten Diskussionen über die Arbeitsverhältnisse im Unternehmen.<ref>Iwan Schauwecker: Auszeichnung für Mut, Widerstand und Ausdauer. In: workzeitung.ch. 26. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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