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Miki Zohar

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Datei:Miki Zohar.jpg
Miki Zohar, 2020

Miki Zohar ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), * 28. März 1980 in Kirjat Gat) ist ein israelischer Politiker der Likud-Partei und Rechtsanwalt.

Leben[Bearbeiten]

Zohar studierte Rechtswissenschaften an der Bar-Ilan-Universität und ist als Rechtsanwalt in Israel tätig. 2004 wurde er Präsident des israelischen Basketballvereins Maccabi Kiryat Gat B.C. Zohar ist seit 2015 Abgeordneter in der Knesset. Im Kabinett Netanjahu VI ist Zohar seit 29. Dezember 2022 Kultur- und Sportminister.<ref>Who’s who in Netanyahu’s government. Jewish News Syndicate (JNS), 29. Dezember 2022, abgerufen am 1. März 2026.</ref> Zohar ist verheiratet und hat vier Kinder.

Politik[Bearbeiten]

Im März 2017 sagte Zohar:

»Die Zwei-Staaten-Lösung ist tot. Was bleibt, ist eine Ein-Staat-Lösung, wobei die Araber hier nicht die volle Staatsbürgerschaft haben, denn sonst können sie an den Knesset-Wahlen teilnehmen. In ihrer Stadt sollen sie [jeweils] das wählen und kandidieren können, mit administrativer Autonomie, unter israelischer Souveränität ...«<ref>Josef Federman (AFP): Israeli Minister Says U.S. Warned Israel About Annexing West Bank. In: Bloomberg, 6. März 2017, abgerufen am 1. März 2026.</ref>

Zohar schlug vor, dass Israel das besetzte Westjordanland annektiert. Die dort lebenden Palästinenser sollten die israelische Staatsbürgerschaft erhalten, jedoch vom Wahlrecht ausgeschlossen sein. In der israelischen Presse wurde sein Vorschlag mit Apartheid verglichen.<ref>Uzi Baram: The Israeli Lawmaker Who Embraces Apartheid. In: Haaretz, 7. März 2017; Uri Misgav: Israeli Lawmaker Miki Zohar Wants to Annex the West Bank, What on Earth Is People's Problem With Him?. In: Haaretz, 9. März 2017; Nahum Barnea: Miki Zohar has a dream for an annexation. In: Jediot Achronot, 13. März 2017.</ref>

Im Juni 2018 erregte Zohar international Aufsehen, als er Netanjahu lobte und dabei sagte:

»Die israelische Gesellschaft gehört der jüdischen Rasse. Und die jüdische Rasse ist das klügste, verständigste und beste Humankapital.«<ref>Stuart Winer: Israeli lawmaker proclaims supremacy of ‘Jewish race’. In The Times of Israel, 13. Juni 2018;

Cristina Maza: Jews are smartest race in the world and superior humans, Israeli lawmaker claims. In: Newsweek, 14. Juni 2018.</ref>

Im Jahr 2024 forderte Zohar den rechtsextremen Finanzminister Bezalel Smotrich auf, jegliche staatliche Unterstützung für das israelische Tanzensemble Batsheva einzustellen, nachdem dieses die palästinensische Fahne (unter Dutzenden anderen Nationalfahnen) auf der Bühne gezeigt hatte.<ref>Talia Banon Tsur: Israeli Minister Threatens to Stop Funding of Famed Dance Troupe Over Use of Palestinian Flag in Performance. In: Haaretz, 19. Dezember 2024.</ref>

Der israelische Faschismus-Forscher Zeev Sternhell sieht Abgeordnete wie Zohar (und Bezalel Smotrich) als Zeichen eines wachsenden Rassismus und Faschismus in Israel und vergleicht sie mit dem Anfangsstadium des Nationalsozialismus.<ref>Zeev Sternhell: In Israel, Growing Fascism and a Racism Akin to Early Nazism. In: Haaretz, 19. Januar 2018.</ref>

Anfang Juli 2025 gehörte Zohar zu den Unterzeichnern eines Briefes an Ministerpräsident Netanjahu, in dem 14 Minister der Likud-Partei sowie Knesset-Sprecher Amir Ohana die sofortige Annexion des Westjordanlandes forderten.<ref>Zein Khalil, Mohammad Sio: 14 Israeli ministers call on Netanyahu to immediately annex occupied West Bank. Anadolu Ajansı, 2. Juli 2025, abgerufen am 3. Juli 2025.</ref>

Im September 2025 kündigte Zohar im Anschluss an die Verleihung des israelischen Filmpreises Ophir an, die finanzielle Unterstützung der Preisverleihung durch das Ministerium ab 2026 einzustellen, nachdem die Mitglieder der Israeli Academy of Film and Television den Preis für den Besten Film an The Sea von Shai Carmeli-Pollak vergeben hatten.<ref>Minister says he will pull funding for Israel’s Oscars after movie about Palestinian wins. In: The Times of Israel. 17. September 2025, abgerufen am 1. März 2026.</ref> Ein israelischer Film soll nach seiner Ansicht nur Finanzierung erhalten, wenn er „unpolitisch“ ist.<ref>Sylvain Cypel: Une société à rebours de l’histoire. In: Benoît Bréville, Anne-Cécile Robert (Hrsg.): Le Monde diplomatique – Manière de voir. Gaza : témoigner, comprendre, résister. Nr. 205, Februar 2026, ISSN 1241-6290, S. 58–61, hier S. 60.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Miki Zohar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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