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Minuskel 83

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Manuskripte des Neuen Testaments
Papyri • Unziale • Minuskeln • Lektionare
Minuskel 83
Name Codex Monacensis 518
Text Evangelien
Sprache griechisch
Datum 11. Jahrhundert
Lagerort Bayerische Staatsbibliothek
Größe 21,4 × 16,6 cm
Typ Byzantinischer Texttyp
Kategorie V

Minuskel 83 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland), ε 1218 (von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 321 Pergamentblättern (21,4 × 16,6 cm). Mittels Paläographie wurde das Manuskript auf das 11. Jahrhundert datiert.<ref name = Aland>K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 51. </ref> Die Handschrift ist vollständig.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Handschrift enthält den Text der vier Evangelien. Er wurde einspaltig mit je 20–21 Zeilen geschrieben.<ref name = Aland/> Sie enthält Prolegomena, Listen der κεφαλαια, κεφαλαια, (nicht τιτλοι), Lektionar-Markierungen, αναγνωσεις, Menologion, Unterschriften und στιχοι.<ref name = Scrivener>Frederick Henry Ambrose Scrivener: A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament. Band 1. London 1894, S. 206.</ref><ref name = Gregory>Caspar René Gregory: Textkritik des Neuen Testaments. Band 1. Leipzig 1900, S. 148 (Internet Archive).</ref>

Text[Bearbeiten]

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den byzantinischen Texttyp. Kurt Aland ordnete ihn in Kategorie V ein.<ref>Kurt und Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 324.</ref> Er gehörte zur Textfamilie Kr.<ref>Frederik Wisse, The profile method for the classification and evaluation of manuscript evidence, William B. Eerdmans Publishing Company, 1982, S. 54.</ref>

Der Text Johannes 7,53-8,11 ist mit einem Obelus markiert.<ref name = Gregory/>

Geschichte[Bearbeiten]

Früher befand sich die Handschrift in Augsburg (wie Kodex 84 und 85). Sie wurde durch Johann Albrecht Bengel, Johann Martin Augustin Scholz, John William Burgon und Caspar René Gregory untersucht.<ref name = Scrivener/><ref name = Gregory/>

Der Kodex befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek (Gr. 518) in München.<ref name = Aland/>

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Weblinks[Bearbeiten]

  • R. Waltz, Minuscule 83 in der Encyclopedia of Textual Criticism