Zum Inhalt springen

Minuskel 84

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Manuskripte des Neuen Testaments
Papyri • Unziale • Minuskeln • Lektionare
Minuskel 84
Name Codex Monacensis 568
Text Evangelien †
Sprache griechisch
Datum 12. Jahrhundert
Lagerort Bayerische Staatsbibliothek
Größe 17 × 13,2 cm
Typ Byzantinischer Texttyp
Kategorie V

Minuskel 84 (in der Nummerierung nach Gregory-Aland), ε 1219 (von Soden) ist eine griechische Minuskelhandschrift des Neuen Testaments auf 66 Pergamentblättern (17 × 13,2 cm). Mittels Paläographie wurde das Manuskript auf das 12. Jahrhundert datiert. Die Handschrift ist nicht vollständig.<ref name = Aland>K. Aland, M. Welte, B. Köster, K. Junack: Kurzgefasste Liste der griechischen Handschriften des Neues Testaments, Walter de Gruyter, Berlin, New York 1994, S. 51. </ref>

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Handschrift enthält den Text der Evangelien nach Matthäus und nach Markus mit zahlreichen Lücken. Er wurde einspaltig mit je 20–21 Zeilen geschrieben<ref name = Aland/> und enthält κεφαλαια, τιτλοι, Ammonianische Abschnitte, (nicht Eusebischer Kanon), Lektionar-Markierungen und incipits.<ref name = Scrivener>Frederick Henry Ambrose Scrivener: A Plain Introduction to the Criticism of the New Testament. Band 1. London 1894, S. 206.</ref><ref name = Gregory>Caspar René Gregory: Textkritik des Neuen Testaments. Band 1. Leipzig 1900, S. 148 (Internet Archive).</ref>

Inhalt
Matthäus 1,18–13,10; 13,27–42; 14,3–18,25; 19,9–21,33; 22,4–Ende;
Markus 1,1–7,14.<ref name = Aland/>

Text[Bearbeiten]

Der griechische Text des Kodex repräsentiert den byzantinischen Texttyp. Kurt Aland ordnete ihn in Kategorie V ein.<ref>Kurt und Barbara Aland: Der Text des Neuen Testaments. Einführung in die wissenschaftlichen Ausgaben sowie in Theorie und Praxis der modernen Textkritik. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-438-06011-6, S. 324.</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Früher befand sich die Handschrift in Augsburg (wie Kodex 83 und 85). Sie wurde durch Johann Albrecht Bengel, Johann Martin Augustin Scholz, John William Burgon, und Caspar René Gregory untersucht.<ref name = Scrivener/><ref name = Gregory/>

Der Kodex befindet sich in der Bayerischen Staatsbibliothek (Gr. 568) in München.<ref name = Aland/>

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />