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Monogerman

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Strukturformel
Struktur von Monogerman
Allgemeines
Name Monogerman
Andere Namen
  • Germaniumwasserstoff
  • Germaniumtetrahydrid
  • Germanium(IV)-hydrid
Summenformel GeH4
Kurzbeschreibung

farbloses Gas mit unangenehmem Geruch<ref name="GESTIS" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 231-961-6
ECHA-InfoCard 100.029.055
PubChem 23984
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 76,62 g·mol−1
Aggregatzustand

gasförmig<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Dichte
  • 3,45 kg·m−3 (0 °C und 1013 hPa)<ref name="GESTIS" />
  • 1,38 g·cm−3 im flüssigen Zustand am Siedepunkt<ref name="GESTIS" />
Schmelzpunkt

−166 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

−88,5 °C<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

Hydrolyse in Wasser<ref name="GESTIS" />

Brechungsindex

1,451 (16,85 °C)<ref name="DOI10.1021/jp953245k">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
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Gefahr

H- und P-Sätze H: 220​‐​280​‐​330
P: 260​‐​210​‐​377​‐​381​‐​304+340+315​‐​403​‐​405<ref name="GESTIS" />
MAK

Schweiz: 0,2 ml·m−3 bzw. 0,6 mg·m−3<ref>Vorlage:SUVA-MAK</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Monogerman (GeH4) ist die einfachste chemische Verbindung aus der Gruppe der Germane (eine Verbindung aus Germanium und Wasserstoff). Es ist ein sehr reaktionsfreudiges, giftiges, leicht zersetzliches Gas mit unangenehmem Geruch. Es findet Anwendung in der Halbleitertechnologie.

Vorkommen[Bearbeiten]

Monogerman wurde in der Jupiteratmosphäre nachgewiesen.<ref>nasa.gov: Jupiter, abgerufen am 10. Januar 2021 (englisch).</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Monogerman entsteht bei der Zersetzung salzartiger Germanide (Germanium-Metallverbindungen) in Säuren, wie zum Beispiel Magnesiumgermanid in verdünnter Chlorwasserstoffsäure:<ref name="DOI10.1002/zaac.19281740114">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

<chem>Mg2Ge + 4HCl -> GeH4 + 2MgCl2</chem>.

Monogerman kann auch durch direkte Reaktion von Germanium mit Wasserstoff dargestellt werden, wobei auch andere Germaniumhydride (Germane) wie Germaniumhexahydrid/Digerman (Ge2H6) und Germaniumoctahydrid/Trigerman (Ge3H8) entstehen. Leichter und mit hoher Reinheit gelingt die Synthese von Monogerman durch die Reaktion von Germaniumtetrachlorid mit Methan und Palladium als Katalysator. Die Ausbeute beträgt dabei 98 %, als Nebenprodukt entsteht Tetrachlormethan:

<chem>Ge + 2Cl2 -> GeCl4</chem>
<chem>GeCl4 + CH4 -> GeH4 + CCl4</chem>

Im Labormaßstab kann Monogerman auch durch Reaktion von Germanium(IV)-Verbindungen mit Hydriden gewonnen werden. Eine typische Synthese dieser Art ist Natriumgermanat Na2GeO3 mit Natriumborhydrid

<chem>Na2GeO3 + NaBH4 + H2O -> GeH_4 + 2NaOH + NaBO2</chem>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Monogerman hat eine kritische Temperatur von 34,85 °C, einen kritischen Druck von 55,5 Bar und eine kritische Dichte von 0,598 kg·l−1.

Verwendung[Bearbeiten]

Monogerman wird in der Elektronik-Industrie zur Epitaxie und zum Dotieren verwendet.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Schon ab einem Anteil von ca. 10,1 % bildet Monogerman stark explosionsfähige Gemische mit Luft. Da das Gas sehr schwer ist und sich normalerweise nur bis zu 5 % in der Luft anreichert, ist es nur als hochentzündlich einzustufen.

Monogerman ist sehr giftig. Bei einer akuten Vergiftung mit großen Mengen Monogerman treten die folgenden Symptome auf:

Ursache hierfür ist die Unterbrechung des Sauerstofftransports, da Monogerman mit dem im Blut transportierten Sauerstoff zu Germanium(IV)-oxid und Wasser reagiert:

<chem>GeH4 + 2O2 -> GeO2 + 2H2O</chem>

Verhindert werden kann dies durch Gabe von Komplexbildnern wie beispielsweise EDTA.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />