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Moritz vom Sode

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Moritz vom Sode (auch: Moritz von Soden<ref name="HBL">Helmut Zimmermann: Sode, vom. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 336; online über Google-Bücher</ref> und Moritz von Sode oder Mauritius de Sode<ref name="DI 36: Stadt Hannover (1993), Nr. 159">Sabine Wehking: Inschriftenkatalog Stadt Hannover / DI 36: Stadt Hannover (1993) / Nr. 159, Sodensches Kloster, 1587 auf der Seite Deutsche Inschriften Online (DIO)</ref> sowie Mauritius a Soden;<ref name="DNB">Vergleiche die Angaben unter der GND-Nummer der Deutschen Nationalbibliothek</ref> * 1527 in Hannover; † 20. März 1606 in Hildesheim)<ref name="HBL"/> war ein deutscher Theologe, Kanoniker, Propst und Stiftungsgründer.<ref name="DI 36: Stadt Hannover (1993), Nr. 159"/>

Leben[Bearbeiten]

Datei:Hildesheim Taufbecken Heilig Kreuz.jpg
Das 1590 von von Sode gestiftete und 1592 von Mante Pelckinck gegossene Taufbecken in der Kirche Heilig Kreuz in Hildesheim

Moritz vom Sode war ein Abkömmling der seit dem Mittelalter nachweisbaren hannoverschen Kaufmanns- und Patrizierfamilie von Soden, die im Lauf der Jahrhunderte mehrere Ratsherren und Bürgermeister stellte.<ref name="HBL"/> Laut dem Wäskenbok war vom Sode der jüngste Sohn des Hannoveraner Bürgers Hans von Sode sowie der Katharina Krudener.<ref name="DI 36: Stadt Hannover (1993), Nr. 159"/>

Im Oktober 1549 schrieb er sich an der Universität Köln ein. Sein Studium beendete er 1551 mit dem Titel eines Lizenziaten der Theologie.<ref name="DI 36: Stadt Hannover (1993), Nr. 159"/>

Später wurde vom Sode in Hildesheim „Senior-Kanoniker des Kollegiatstifts Heilig Kreuz und Propst des Hildesheimer Nonnenklosters der heiligen Maria Magdalena“.<ref name="Nr. 500 / Heilig Kreuz">Sabine Wehking: DI 58: Stadt Hildesheim (2003) / Nr. 500 / Heilig Kreuz / 1592 auf der Seite inschriften.net (DIO)</ref> Nachdem der Kanoniker bereits 1575 Propst in Hildesheim geworden war, ließ er aus den Einkünften des Maria-Magdalenen-Klosters am 8. Mai 1577 den Gebäudekomplex Mühlenstraße 18 bis 20 (ehemals mit den Hausnummern 1403 bis 1405, im Zweiten Weltkrieg zerstört) für die Kurie des Stiftes errichten.<ref>Sabine Wehking: ... Mühlenstr. 18–20 (no. 1403/05) ...</ref>

Rund ein Jahrzehnt später stiftete vom Sode seiner Heimatstadt Hannover als eine der ersten bürgerlichen Stiftungen nach der Reformation ein Legat, mit dem laut der Stiftungsurkunde von 1587<ref name="Stiftungen in Hannover">Theda Minthe (Red.): Reformation und Kloster. In: Wegweiser zu Stiftungen in Hannover, überarbeitete Neuauflage vom November 2013, hrsg. von der Landeshauptstadt Hannover, Der Oberbürgermeister, in Zusammenarbeit mit der Stiftungsinitiative Hannover, Hannover: 2013, S. 27ff.; herunterladbar als PDF-Dokument</ref> auf dem Gelände des ehemaligen Barfüßerklosters ein Hospital für achtzehn Bedürftige errichtet werden sollte, neun Männer und neun Frauen. Dieses sogenannte „Sodensche Kloster“<ref name="DI 36: Stadt Hannover (1993), Nr. 159"/> wuchs später zum Altersheim namens Rats- und von-Soden-Kloster zusammen<ref name="Stiftungen in Hannover"/> und war einer der Namensgeber des Klostergangs an der Leine.<ref>Helmut Zimmermann: Klostergang, in ders.: Die Strassennamen der Landeshauptstadt Hannover, Verlag Hahnsche Buchhandlung, Hannover 1992, ISBN 3-7752-6120-6, S. 144</ref>

1590 stiftete Moritz vom Sode der – katholischen – Hildesheimer Heilig-Kreuz-Kirche das bis 1592 von dem Hildesheimer Gießer Mante Pelckinck gegossene Taufbecken.<ref name="Nr. 500 / Heilig Kreuz"/> Auch die beiden Postamente mit den Figuren der Apostel Petrus und Paulus vor der Kirche wurden 1603 von vom Sode gestiftet.<ref>Sabine Wehking: Nr. 564 Heilig Kreuz 1603</ref>

Spätestens in seinem Todesjahr 1606 war an der Front des (nicht mehr vorhandenen) Gebäudes in der Hildesheimer Straße Am Platze 7 (ehedem das Haus Nummer 477) an der „Seite nach dem Meyerhof“ eine Inschrift mit Hinweis auf Moritz von Sode als „Gründer [...] des Hauses der Vikarie“ angebracht worden.<ref>Sabine Wehking: Am Platze 7 (no. 477)</ref>

Moritz vom Sode wurde 1606 mitten in der Heilig-Kreuz-Kirche beigesetzt in der Nähe seiner Stiftung; daher „läßt [sich] vermuten, daß auch das südliche Seitenschiff nicht der originale Standort der Taufe war.“<ref name="Nr. 500 / Heilig Kreuz"/>

Archivalien[Bearbeiten]

An Archivalien von und über Moritz von Sode finden sich beispielsweise

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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