Neue Zürcher Zeitung
| Neue Zürcher Zeitung
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|---|---|
| Beschreibung | Schweizer Tageszeitung |
| Sprache | Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value) |
| Verlag | Neue Zürcher Zeitung AG |
| Erstausgabe | 12. Januar 1780 |
| Gründer | Salomon Gessner |
| Erscheinungsweise | werktäglich |
| Verkaufte Auflage | 53'771 Exemplare |
| (WEMF-Auflagebulletin 2025<ref name="wemf2025">https://wemf.ch/media/wemf_auflagebulletin.pdf.pdf</ref>) | |
| Verbreitete Auflage | 79'384 Exemplare |
| (WEMF-Auflagebulletin 2025<ref name="wemf2025" />) | |
| Reichweite | 0,223 Mio. Leser |
| (Mach Basic 2023-1) | |
| Chefredaktor | Eric Gujer |
| Herausgeber | Aktiengesellschaft für die Neue Zürcher Zeitung |
| Weblink | www.nzz.ch |
| Artikelarchiv | e-newspaperarchives.ch |
| ISSN (Print) | 0376-6829 |
| CODEN | NZZTA |
Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ), im Zürcher Dialekt Zürizytig genannt, ist eine Schweizer Tageszeitung des Medienunternehmens NZZ-Mediengruppe mit Sitz in Zürich. Als traditionsreiche Zeitung wird sie zu den Leitmedien der Schweiz (neben der Genfer Le Temps) und des deutschsprachigen Raums gezählt. Bezüglich ihrer innenpolitischen Ausrichtung hat sie eine Nähe zur FDP und gilt als «eher konservativ und rechtsliberal».
Geschichte[Bearbeiten]
Schweiz[Bearbeiten]
Salomon Gessner gab das Blatt erstmals am 12. Januar 1780 unter dem Namen Zürcher Zeitung heraus. Es ist damit die älteste heute noch erscheinende Zeitung der Schweiz. Das Blatt erschien zunächst jeweils am Mittwoch und am Samstag, ab 1843 an jedem Wochentag inklusive Sonntag. Von 1894 bis 1969 lieferte die NZZ täglich drei Ausgaben (morgens, mittags, abends) mit internationalen Nachrichten aus Politik und Finanzen.<ref>Finanzwissen. Was Anleger lesen sollten: Die Neue Zürcher Zeitung. Liechtenstein Global Trust, 31. März 2021.</ref>
Die ersten vier Redaktoren, die die Zeitung damals als der Aufklärung verpflichtetes Nachrichtenblatt machten,<ref name=":0">Thomas Maissen: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Historisches Lexikon der Schweiz, 10. April 2015, abgerufen am 21. Januar 2024.</ref> waren Johann Kaspar Riesbeck, Johann Michael Armbruster, Peter Philipp Wolf und Franz Xaver Bronner – vier deutsche Publizisten und politische Migranten.<ref>aus: «Gemeinsame Wurzeln, gemeinsame Grundsätze», NZZ-Newsletter vom 9. August 2022. Original-Wortlaut: «Wussten Sie, dass die ersten vier Redaktoren, die vor über 241 Jahren die damalige ‹Zürcher Zeitung› machten, Johann Kaspar Riesbeck, Johann Michael Armbruster, Peter Philipp Wolf und Franz Xaver Bronner waren – vier deutsche Publizisten, politische Migranten, wissensdurstige Abenteurer, die durch wichtige Grundsätze vereint wurden.»</ref> Seit 1821 trägt sie den Namen Neue Zürcher Zeitung. Unter der Redaktion von Paul Usteri trat sie als liberales Kampfblatt gegen die Zensur und den Sonderbund für den Bundesstaat ein. Nach dessen Gründung 1848 diente sie als Sprachrohr des «Systems Escher» des Zürcher Politikers und Unternehmers Alfred Escher.<ref name=":0" />
Aufgrund der Demokratischen Bewegung zerbrach 1867 im Kanton Zürich das «System Escher», die NZZ geriet in eine Krise. Zürcher Liberale gründeten deshalb 1868 eine Aktiengesellschaft, die die NZZ bis heute herausgibt.<ref name=":0" /> Deren Statuten schreiben vor, dass kein Aktionär mehr als 1 Prozent des Aktienkapitals halten darf und dass der Verwaltungsrat Bewerber ablehnen kann, die nicht der FDP (oder früher der LPS) angehören oder sonst ein «Bekenntnis zur freisinnig-demokratischen Grundhaltung» ablegen, ohne Mitglied einer anderen Partei zu sein.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 9. April 2011, abgerufen am 22. Januar 2024.</ref> Heute zählt die AG rund 3000 Aktionäre.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) 2021, abgerufen am 24. Januar 2024.</ref>
Am 1. Juni 1878 veröffentlichte die NZZ die ersten täglichen Wetterprognosen, bald darauf folgten andere Zeitungen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 9. September 2026.</ref>
Eine ambivalente Zeit erlebte die Zeitung, als sie vor den Zürcher Gemeinderatswahlen im Herbst 1933 ebenso wie der Zürcher Freisinn eine Listenverbindung der Frontisten mit den bürgerlichen Parteien guthiess, eine solche in Schaffhausen gleichzeitig scharf verurteilte. Dies, obschon die Frontisten die NZZ ihrerseits als «Sprachrohr der französischen Regierung oder als freimaurerisch und jüdisch unterwandertes Organ» bezeichnet hatten. In der Stadt Zürich verfügte die SP damals über die absolute Mehrheit in Stadt- und Gemeinderat. Der Historiker Thomas Maissen zitiert, dass seitens der NZZ dabei ob derer patriotischen und antimarxistischen Bekenntnisse «die antiparlamentarische Grundhaltung der Fröntler vernachlässigt» worden sei.<ref>Thomas Maissen: Geschichte der NZZ 1780–2005. NZZ-Verlag, Zürich 2005, S. 99.</ref> Nach dessen schon zuvor ausgesprochenen Warnungen einer «nationalen Gefahr» und der Wahl von Willy Bretscher zum Chefredaktor im selben Herbst 1933 schlug die Zeitung einen klar antifaschistischen Kurs ein. Am 18. Juli 1934 wurde als Reaktion auf die Berichterstattung zum Röhm-Putsch der Vertrieb der Zeitung im Deutschen Reich verboten.<ref>Adrian Sulc: Als Hitler den «Bund» verbieten liess. In: Der Bund (online). 30. September 2010, abgerufen am 18. April 2013.</ref> Chefredaktor Bretscher forderte noch 1940 nach der Kapitulation Frankreichs, als der Bundesrat die «Anpassung an die neuen Verhältnisse» empfahl, «die Bereitschaft des Schweizervolkes zu jedem Opfer für die Erhaltung der Unabhängigkeit des Landes». In seinem Pult in der Redaktion lag eine geladene Pistole für den Fall, dass Nazi-Schergen eindringen sollten.<ref>Marc Tribelhorn: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. NZZ, 12. Januar 2017, abgerufen am 22. Januar 2024.</ref>
Im Kalten Krieg galt die NZZ als massgebliche Stimme mit einer dezidiert antikommunistischen Position.
International wurde die NZZ wegen ihres weiten Korrespondentennetzes als wichtigste Qualitätszeitung des neutralen Landes zwischen den Blöcken wahrgenommen, dank einer Fernausgabe seit 1937.<ref name=":0" /> Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt meinte deshalb, er lese lieber gleich die NZZ als die Berichte seines Auslandgeheimdienstes BND.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> National war sie das Sprachrohr des Zürcher Freisinns, der auch im konkordanten System ab 1959 den Führungsanspruch behauptete. Mehrere NZZ-Redaktoren sassen während oder nach ihrer Tätigkeit bei der Zeitung für die FDP im Nationalrat, so neben Chefredaktor Bretscher (1951–1967) Ernst Bieri (ab 1966 Zürcher Stadtrat), Kurt Müller und Richard Reich (ab 1971 Direktor des Vororts).
Seit der 68-er Bewegung geriet die NZZ als Stimme des kapitalistischen Establishments in die Kritik. Scharf äusserte sich Max Frisch, der in der Jugend rege für die NZZ geschrieben hatte, vor allem in seinem Tagebuch 1966–1971:
«Ihr Kniff: die Inhaber als die Verantwortungsbewussten. Nicht nur in Wirtschaft und Industrie, auch in der Armee. Die Inhaber sind von der Arbeitskraft abhängig, aber nicht von deren Meinung; hingegen ist die Mehrheit abhängig von der Meinung der Inhaber: Das ergibt das Verantwortungsbewusstsein der Inhaber. Es spricht aus fast jedem NZZ-Artikel, oft zwischen den Zeilen. Man gibt sich in der mise-en-page so langweilig wie möglich, das wirkt seriös. Es überträgt sich auf die Leser; sie kommen sich seriös vor, schon wenn sie die NZZ in der Hand halten.»<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Nach 1989 verlor der Zürcher Freisinn und damit die NZZ die Führungsrolle, aufgrund des erzwungenen Rücktritts der Zürcher FDP-Bundesrätin Elisabeth Kopp und des dadurch ausgelösten Fichenskandals. Die Bindung der Zeitung zur Partei lockerte sich. Ab 1994 leitete erstmals ein Parteiloser die Inland-Redaktion.<ref name=":2">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Der führende FDP-Politiker Ulrich Bremi gab 1999 das Verwaltungsratspräsidium der AG für die Neue Zürcher Zeitung an den ehemaligen FDP-Regierungsrat Eric Honegger weiter. Der Bundesratssohn musste aber 2001 zurücktreten, weil die SAirGroup, die er als Konzernchef und Verwaltungsratspräsident führte, in Turbulenzen geraten war. Seit Karin Keller-Sutter (2012–2016) sassen keine freisinnigen Politiker mehr im Verwaltungsrat.
Der Umbruch um die Jahrtausendwende traf die NZZ unvorbereitet. Sie druckte am 20. September 1999 das umfangreichste Blatt aller Zeiten, mit insgesamt 168 Seiten. Und für 2000 schrieb die NZZ-Gruppe einen Rekordumsatz von über einer halben Milliarde Franken und einen innert fünf Jahren auf 50 Millionen Franken verdoppelten Gewinn. Deshalb machte das Bonmot die Runde, die NZZ sei die einzige Bank der Schweiz, die sich eine Tageszeitung leiste. Der ehemalige Redaktor Friedemann Bartu stellt in seinem «kritischen Porträt» der NZZ fest:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
«Man sass auf einem Matterhorn von Cash und Finanzanlagen und auf entsprechend hohem Ross. Das galt selbst für die Redaktion, deren hochmütige Devise lautete: Wir schreiben etwas, wovon wir glauben, dass es Leser und Leserinnen interessiert. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist das nicht unser, sondern deren Problem. Auch hinsichtlich Enthüllungsjournalismus gab man sich blasiert: Die NZZ sei so wichtig, dass, wenn es etwas Wichtiges zu berichten gäbe, sie das sowieso als Erste erfahre.»
Aufgrund der Wirtschaftskrise nach dem Platzen der Dotcom-Blase und dem Swissair-Grounding brach der Erlös von Inseraten und Annoncen innert zwei Jahren um 40 Millionen Franken ein. Die NZZ-Gruppe schrieb deshalb für 2002 einen rekordhohen Verlust von 50 Millionen Franken und musste Stellen abbauen. Von 2002 bis 2006 ging die Mitarbeiterzahl der NZZ-Gruppe von 2095 auf 1714 zurück, jene der NZZ, die sich im Namen des Primats der Publizistik gegen den Abbau wehrte, von 712 auf 548 Personen. Dabei wurde auch die Expansion des 1997 erfolgreich gestarteten Internet-Auftritts gestoppt und das Online-Team, das eigenständige Artikel verfassen konnte, mit der Nachrichtenredaktion verschmolzen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Chefredaktor Hugo Bütler, der nie einen Computer in seinem Büro hatte,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> trat 2006 zurück. Unter seinem jungen Nachfolger Markus Spillmann, der von der 2002 gegründeten NZZ am Sonntag kam, vollzog die wegen ihres Konservatismus in Stil und Layout als «Alte Tante» belächelte Zeitung<ref>«Alte Tante» in neuem Kl… Nein, wir verzichten zur Neulancierung der NZZ auf DIE Überschrift. In: Watson. 21. August 2015.</ref> einen Relaunch und stellte das Online-Angebot neu auf. Im Juni 2012 wurden Online- und Print-Redaktion vereinigt und die Website unter «Neue Zürcher Zeitung» (nicht länger als «NZZ Online») neu lanciert. Nachrichten der Print-Redaktion wurden unmittelbar online gestellt; nach Einführung einer Paywall gingen die Seitenaufrufe zurück.<ref>Das Sorgenkind der NZZ. In: Tages-Anzeiger. 10. Januar 2013, abgerufen am 10. Juli 2015.</ref>
Im Dezember 2014 trat Spillmann wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem Verwaltungsrat als erster NZZ-Chefredaktor der jüngeren Geschichte unfreiwillig von seinem Posten zurück.<ref>NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann tritt zurück. NZZ-Mediengruppe, 9. Dezember 2014 (Medienmitteilung).</ref><ref>Christian Lüscher: NZZ opfert den Chefredaktor. In: Tages-Anzeiger. 10. Dezember 2014, abgerufen am 10. Juli 2015.</ref> Der Verwaltungsrat plante, Markus Somm als Chefredaktor einzusetzen, löste damit aber Protest in der Redaktion und der Öffentlichkeit aus.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 16. Dezember 2014, abgerufen am 13. Juli 2019.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 27. Februar 2019, abgerufen am 13. Juli 2019.</ref><ref>Christof Moser: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 17. Januar 2015, abgerufen am 13. Juli 2019.</ref> Befürchtet wurde ein «Rechtsputsch», da Somm sich als «Statthalter Blochers» sehe und, obwohl FDP-Mitglied, zur SVP neige.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 15. Dezember 2014, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref><ref>Thomas Wagner: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 20. Dezember 2014, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref><ref>Thomas Kirchner: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 10. Dezember 2014, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref> Zuvor hatten die Handelszeitung, der Tages-Anzeiger und die Schweiz am Wochenende berichtet, dass «zurzeit Personen Aktien erwerben, die SVP-Volkstribun Christoph Blocher nahe stehen», um «eine unfreundliche Übernahme herbeizuführen».<ref>Othmar von Matt: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 21. Juni 2014, abgerufen am 23. Juli 2019.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 22. Juni 2014, abgerufen am 23. Juli 2019.</ref><ref>Philipp Loser: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 12. Dezember 2014, abgerufen am 23. Juli 2019.</ref> Blocher selbst bestritt diese Aussagen im Interview mit der Zeitschrift persönlich.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 14. Dezember 2014, abgerufen am 23. Juli 2019.</ref>
Neuer Chefredaktor wurde Auslandchef Eric Gujer, der seit 1986 vorwiegend als Korrespondent in Deutschland für die NZZ tätig war.<ref>Marc Felix Serrao, Charlotte Theile: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. Dezember 2015, abgerufen am 13. Juli 2019.</ref><ref>Charlotte Theile: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. März 2015, abgerufen am 22. Juli 2019.</ref> Danach kam es zu einigen Entlassungen und Umbesetzungen in der Redaktion. Verschiedene Zeitungen wie die WOZ,<ref>Kaspar Surber: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Die Wochenzeitung, 11. Oktober 2017, abgerufen am 31. März 2024.</ref> Die Zeit<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und der Tages-Anzeiger<ref>Dominique Eigenmann, Philipp Loser: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Tages-Anzeiger, 11. März 2017, abgerufen am 31. März 2024.</ref> sahen deshalb bei der NZZ unter Gujer eine «rechtskonservative» oder «rechte» Ausrichtung. Der Chefredaktor bestritt diese Einschätzung; er ordnete die Zeitung als bürgerlich-liberal ein und beklagte einen «stark links-liberalen Hintergrund» vieler Journalisten.<ref name=":3">Charlotte Theile, Claudia Tieschky: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Süddeutsche Zeitung, 26. Juni 2017, abgerufen am 31. März 2024.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 2. September 2015, abgerufen am 31. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Ende Juni 2015 stellte die Druckerei NZZ Print in Schlieren den Betrieb ein. Die NZZ wird seither im Druckzentrum Zürich von Tamedia aufs Papier gebracht.<ref>NZZ schliesst Druckerei in Schlieren. In: Werbewoche. 25. November 2014.</ref> Spätestens ab Ende 2026 übernimmt das Druckzentrum Bern von Tamedia den Druck, da das Druckzentrum in Zürich geschlossen wird.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 16. April 2026, abgerufen am 18. April 2026.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 17. April 2026, abgerufen am 18. April 2026.</ref> Per 1. Januar 2021 wurden die Ressorts Wirtschaft und International der NZZ und der NZZ am Sonntag zusammengeführt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 17. September 2020, abgerufen am 31. August 2023.</ref>
Aktivitäten in Österreich und Deutschland[Bearbeiten]
Nach dem Scheitern von NZZ Österreich, einer Online-Plattform, die von 2014 bis 2017 mit einer Redaktion in Wien «liberalen Qualitätsjournalismus» bieten wollte, baute die NZZ ihre Aktivitäten in Deutschland aus.
NZZ Berlin[Bearbeiten]
Im Hinblick auf die Bundestagswahl 2017 bot sie dann ein tägliches E-Paper samt Newsletter und einen wöchentlichen Kommentar von Chefredaktor Eric Gujer an.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) AG für die Neue Zürcher Zeitung, 2018, abgerufen am 30. März 2024.</ref> Das wachsende Interesse, das sich 2018 mit einem Wachstum der Abonnentenzahl um 50 Prozent zeigte,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) AG für die Neue Zürcher Zeitung, 2019, abgerufen am 30. März 2024.</ref> führte zu einem Ausbau des Angebots und damit des Büros Berlin. Die Abonnentenzahl stieg bis 2023 auf rund 50'000.<ref name=":1" /> Die zehnköpfige Redaktion wird von Chefredaktor Florian Eder geleitet; weitere Redaktoren sind unter anderem Alexander Kissler und Oliver Maksan, von 2016 bis 2021 Chefredaktor der konservativen katholischen Wochenzeitung Tagespost.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. RW Media UG (haftungsbeschränkt), 31. Mai 2021, abgerufen am 26. Juni 2021.</ref><ref name="impressum">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Neue Zürcher Zeitung, 10. Mai 2023, abgerufen am 30. März 2024.</ref> In Deutschland wirbt die NZZ mit dem Slogan „Der andere Blick“.<ref>Stefan Niggemeier: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 30. August 2024, abgerufen am 31. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Seit dem Markteintritt 2017 erregte die NZZ Aufsehen. Gemäss ihrem Selbstverständnis sieht sie Deutschland mit einem bürgerlich-liberalen Blick und wahrt Distanz zum Berliner Politikbetrieb.<ref name=":3" /><ref name=":1" /> Der in Berlin lebende Schweizer Publizist Frank A. Meyer meinte dazu, der deutsche Medienmarkt sei eintönig geworden, da wirke die NZZ wie früher das Westfernsehen in der DDR, «weil jetzt Sachen gesagt werden, die jahrelang nicht gesagt wurden».<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 13. Juli 2019.</ref><ref name="ZAPP">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. ZAPP – Das Medienmagazin, 1. März 2018, abgerufen am 13. Juli 2019.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. NDR, abgerufen am 16. Juli 2019.</ref> Vor allem Chefredaktor Eric Gujer wurde vorgeworfen, er fische im rechten Spektrum, indem er in seinen Kommentaren Positionen vertrete, die bei der Alternative für Deutschland (AfD) Anklang fänden.<ref>Cornelius Oettle: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. taz.de, 10. Juli 2019, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Der Medienwissenschaftler Uwe Krüger stellte dazu fest, die NZZ geriere sich in ihren Meinungsbeiträgen zwar rhetorisch nicht populistisch und distanziere sich immer wieder von der AfD und von der Rechten allgemein. Sie spiele aber bewusst mit Begrifflichkeiten, die dort anschlussfähig seien.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. deutschlandfunk.de, abgerufen am 5. September 2023.</ref>
Als der ehemalige Präsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz Hans-Georg Maaßen im Juli 2019 die Zeitung in einem Tweet ebenfalls als «Westfernsehen» bezeichnete, bat die Redaktion, diesen Vergleich zu unterlassen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. tagesspiegel.de, 10. Juli 2019, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref> Und sie wandte sich ebenso gegen einen Aufruf der AfD-Politikerin Beatrix von Storch, sich bei der NZZ auf ein Volontariat zu bewerben.<ref>Reza Rafi: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. blick.ch, 15. Juli 2018, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. persoenlich.com, 16. Juli 2018, abgerufen am 4. Juli 2024.</ref>
Während in den letzten Jahren die NZZ in der Schweiz immer wieder Stellen abbaute, wurde das Berliner Büro immer grösser. Waren 2019 noch 5 Redaktoren beschäftigt, stieg die Zahl bis 2025 auf 11. Das Deutschland-Geschäft ist ab 2021 rentabel geworden und wird als zukünftige Cashcow angesehen. Gleichzeitig ist mit diesem Wachstum ein Schwenk der NZZ zur AfD zu beobachten. Ursache dafür könnten marktökonomische Gründe sein. So wurde ab dem Jahr 2024 in mehreren Artikeln des Berliner Büros zu einer Regierungsbeteiligung der AfD aufgerufen. Werbekampagnen der NZZ ähneln dem Medienwissenschaftler und dem früheren Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, Klaus Meier, zufolge jenen der AfD. Mit der Übernahme durch Eric Gujer als Chefredaktor habe Meier zufolge die NZZ begonnen, Begriffe zu verwenden, die aus rechtspopulistischen bis rechtsextremen Kreisen stammen, und sie damit in den gesellschaftlichen Diskurs eingebracht. So spreche sich die NZZ für die Umsetzung einer „Remigration“ aus und verwende den Begriff „Zwangsabgabe“ für Gebühren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Arbeit der NZZ ordnet Klaus Meier zwischen „Ideologie, Aktivismus und Propaganda“ ein. In Artikeln werfe die NZZ anderen Medien immer wieder vor, nicht neutral zu berichten. So würden Faktenchecks anderer Medien, etwa der DPA, von „Ideologen“ durchgeführt. Dabei besuchen Journalisten der NZZ Faktencheck-Seminare der DPA, und selbst ein Artikel der NZZ mit der Überschrift „Wie Faktenchecker die Unwahrheit verbreiten und die Debatte vergiften“ musste nachträglich mehrmals korrigiert werden. Der Soziologe Oliver Nachtwey befindet daher, dass die NZZ sich in einem Kulturkampf gegen alle Formen des Liberalismus befinde. Einer Einschätzung des emeritierten Geschichtsprofessors und langjährigen Hausautors der NZZ, Georg Kreis, zufolge müsse sich der Chefredaktor Gujer den Vorwurf gefallen lassen, vom konsequent liberalen Kurs der Zeitung abzuweichen. Die Forderung Gujers, Björn Höcke (AfD) solle in Thüringen zum Ministerpräsidenten gewählt werden, kommentierte der frühere CEO der NZZ, Veit Dengler, so: „Einer NZZ, die ich kenne und liebe, ist das unwürdig. Der Verwaltungsrat und die Aktionäre sollten nach ihr schauen.“<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Ausrichtung[Bearbeiten]
Der amerikanische Journalismus-Professor John Calhoun Merrill nannte die NZZ 1968 eine «europäische Institution».<ref>John Calhoun Merrill: The Elite Press: Great Newspapers of the World, Pitman Publishing Corporation, 1968, S. 214</ref> In Medienratings der Schweizer Medien gelangt die NZZ in der Regel auf höchste Positionen, dies regelmässig im Wettstreit mit dem Echo der Zeit von Radio SRF 1.<ref>«Qualitätsrating»: «Echo der Zeit» und NZZ an der Spitze, Kleinreport.ch, 20. September 2016</ref><ref>Medienqualitätsrating 2022 – Das ist die Bestenliste der Schweizer Medien, persönlich.com, 13. September 2022</ref>
Die NZZ gilt als «eher konservative, rechtsliberale» Zeitung.<ref name=":4">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Führende Köpfe, wie Chefredaktor Willy Bretscher, Carlo Mötteli,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Gerhard Schwarz,<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Ernst Bieri und weitere waren entweder Mitgründer oder Mitglieder der Mont Pelerin Society, die als «gedankliche[r] Hort des Neoliberalismus» gilt.<ref>Andrea Franc: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 1. Februar 2013, abgerufen am 25. Juli 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der wirtschaftspolitische Kurs der NZZ wurde im und nach dem Zweiten Weltkrieg insbesondere auch von den Ideen Wilhelm Röpkes geprägt. Im Wirtschaftsteil der NZZ war auch noch im 21. Jahrhundert durch Gerhard Schwarz «eine eigentliche Röpke-Verehrung auszumachen».<ref name="schweizermonat2013">Andrea Franc: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. schweizermonat.ch, 1. Februar 2013, abgerufen am 13. Juli 2024.</ref> Gerhard Schwarz<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> und René Scheu<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 7. August 2019, abgerufen am 13. Juli 2024.</ref> waren Mitglieder der Hayek-Gesellschaft.
2015 änderte sich die Ausrichtung von einer zuvor liberal-demokratischen zu einer deutlich rechtskonservativen Blattlinie.<ref>Barbara Hönig, Simone Liesnig: Sozioökonomische Krisenfolgen und Geschlechtergerechtigkeit im Wissenschaftsbereich. In: Barbara Ratzenböck et al. (Hrsg.): Sozialer Zusammenhalt in der Krise. Interdisziplinäre Perspektiven auf Heterogenität und Kohäsion moderner Gesellschaften. Bielefeld 2023, S. 69–90 (hier S. 74).</ref> Die Presseschau eurotopics änderte im April 2019 ihren Eintrag über die NZZ dahingehend, dass die Zeitung seit der Übernahme der Chefredaktion durch Eric Gujer im Jahr 2015 «deutlich konservativer» geworden sei.<ref>Neue Zürcher Zeitung. In: eurotopics.net. Abgerufen am 1. März 2016, am 9. März 2019 und am 2. April 2019</ref> Davor hatte der Historiker Rudolf Walther 2018 geschrieben, dass es ab 2015 zu einem «redaktionellen Rechtsruck» gekommen sei.<ref>Rudolf Walther: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Neue Gesellschaft/Frankfurter Hefte, April 2018, abgerufen am 10. Juli 2024.</ref> Das Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft (FÖG) der Universität Zürich untersuchte von 2018 bis 2023 die Berichterstattung im Vorfeld von Volksabstimmungen in der Schweiz. Auf der dabei verwendeten Skala stand die NZZ auf 17 von 100 Punkten «rechts der Mitte».<ref>Die grossen Medien berichten politisch ausgewogen, Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft, 25. September 2023</ref>
Der Historiker Volker Weiß schrieb 2025, dass die neue politische Weltlage dazu geführt habe, dass Medien wie die NZZ, «die bereits seit einiger Zeit an der Normalisierung der AfD mitgewirkt hatten, grundsätzlich aber transatlantisch ausgerichtet» seien, gegenüber einer prorussischen Linie «auf weite Distanz» gegangen seien. «In der Haltung zu Flucht, Migration und den Grünen» seien «ihre Positionen für das Rechtsaußen-Lager oft nahtlos anschlussfähig» gewesen, «bei einer Kritik der politischen Westorientierung» habe die Gemeinsamkeit jedoch geendet.<ref>Volker Weiß: Das Deutsche Demokratische Reich. Wie die extreme Rechte Geschichte und Demokratie zerstört. Klett-Cotta, Stuttgart 2025, S. 98</ref>
Der Jurist und Medienethiker Luis Paulitsch zählte die NZZ 2025 zu den Mainstream-Medien, bei denen sich eine Tendenz erkennen lässt, dass sie «bestimmte Feindbilder oder Begriffe rechtsalternativer Medien übernehmen und sich ihnen – ob bewusst oder unbewusst – thematisch angleichen.»<ref>Luis Paulitsch: Alternative Medien. Definition, Geschichte und Bedeutung. Springer VS, Wiesbaden 2025, ISBN 978-3-658-47632-8, S. 84.</ref>
Berichterstattung zur Klimakrise[Bearbeiten]
Die Berichterstattung der NZZ zum vom Menschen verursachten Klimawandel ist Gegenstand einiger Untersuchungen und wird medial diskutiert: Von 2009 bis 2014 lag die Anzahl der Artikel zum Klimawandel des Tages-Anzeiger gleichauf mit der der NZZ. Zwischen 2014 und 2017 sank dann der Anteil «der in der NZZ zum Thema Klimawandel publizierten Artikel deutlich unter de[n] des Tages-Anzeigers».<ref name=":4" /> Gemäss des Forschungszentrums Öffentlichkeit und Gesellschaft (FÖG) der Universität Zürich war 2017 die Tonalität der Berichterstattung der NZZ zum Energiegesetz ablehnend, wenn auch weniger stark als bei der Weltwoche und der Basler Zeitung.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. Juli 2024.</ref> In der NZZ seien um 2011 in einer Reihe zu Energien der Zukunft die Windenergie immer wieder schlecht gemacht worden und der Klimawandel ignoriert worden, so Christina Marchand.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 11. Juni 2017, abgerufen am 13. Juli 2024.</ref> Bezüglich des CO₂-Gesetzes 2021 berichtete die NZZ neutral.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. Juli 2024.</ref> 2023 berichtete die NZZ laut FÖG bzgl. des Klimagesetz leicht positiv.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 10. Juli 2024.</ref> Ein Artikel des Magazins Republik verlautbarte, dass die NZZ auch wegen einiger Artikel zu Klimafragen «starke rechte Schlagseite erhalten» habe.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Fokus auf Energie statt Klima[Bearbeiten]
Im Abstimmungsmonitor von 2003 wird folgende Tendenz festgestellt: Während beim CO₂-Gesetz 2001 noch stärker das Problem (Klimawandel) thematisiert und damit die Dringlichkeit betont wurde, liegt nun der Fokus stärker auf der Umsetzung mit dem Klimagesetz. Damit verbunden, richtet sich die Aufmerksamkeit auf Energie- statt Umweltfragen; es geht vor allem um fossile vs. erneuerbare Energien statt beispielsweise um schmelzende Gletscher. Laut Abstimmungsmonitor verbindet die nzz.ch die Kostenfrage mit einer Kritik an den geplanten «schädlichen Subventionen» und bettet sie ein in eine Kritik, wonach «Klima-Kommunisten» nicht nur nach einem Umbau im Energiebereich strebten, sondern nach einem (linken) Umbau der Gesellschaft.<ref>Linards Udris: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Universität Zürich, 16. Juni 2023, S. 5, abgerufen am 28. Juli 2024.</ref><ref>Christina Marchand: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Journal21.ch ist ein im Handelsregister des Kantons Zürich eingetragener Verein (CHE-169.338.194), 11. Juni 2017, abgerufen am 29. Juli 2024.</ref>
Rüge des Schweizer Presserates[Bearbeiten]
Der Schweizer Presserat hat einen NZZ-Artikel vom 9. Oktober 2023 mit dem Titel «Das Schweizer Fernsehen schürt seit 35 Jahren Klimapanik – oft wider die Wissenschaft und gerne auch vor den Wahlen» gerügt. Die Rüge bezog sich insbesondere auf den Satz «Die Wissenschaft sieht noch heute keine Trends zu mehr Extremereignissen». Der Presserat kam zu dem Schluss, dass dieser Satz wichtige Informationen unterschlägt und damit gegen den Journalistenkodex verstösst. Dabei wurde betont, dass Journalisten zwar einen allgemein anerkannten Forschungsstand kritisch hinterfragen dürfen, aber wenn sie diesem widersprechen, sollten sie Belege liefern oder zumindest darauf hinweisen, dass es sich um eine Minderheitenposition handelt. Die Rüge wurde am 30. Dezember 2024 veröffentlicht.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 26. Februar 2025.</ref>
Aufmachung und Erscheinungsweise[Bearbeiten]
Die NZZ erscheint im üblichen Schweizer Zeitungsformat, das in Deutschland gelegentlich auch als «Format NZZ» bezeichnet wird. Die NZZ selbst hat diese Bezeichnung aufgenommen und bestreitet ein wöchentliches Fernseh-Magazin unter dem Titel NZZ Format.
Nach der Layout-Revision von 2009 gliederte sich die NZZ nur noch in drei Bünde. Am 21. August 2015 erschien die NZZ in einem wiederum in Zusammenarbeit mit Meiré und Meiré entwickelten neuen Layout. Die Zeitung gliedert sich seither wieder in vier Bünde mit einem fünften am Freitag. Der Inlandteil befindet sich damit neu am Beginn eines Bundes (des zweiten). Der Sport ist statt am Ende des zweiten Bundes (Wirtschaft) am Ende des vierten (Feuilleton) zu finden. Der zusätzliche fünfte Bund am Freitag (Wochenende) enthält einen Schwerpunkt als Auftakt, dazu die Spezialressorts «Forschung und Technik», «Reisen» und «Mobil/Digital» sowie grosse Reportagen, Porträts und Gesellschaftsthemen.
Bis zum 6. Dezember 1869 erschien die NZZ einmal, danach zweimal, vom 3. Januar 1894 an dreimal täglich. Am 29. September 1969 kehrte man wieder zu zwei Ausgaben zurück. Seit dem 30. September 1974 erscheint nur noch eine Tagesausgabe. Als ergänzenden Beinamen erhielt die NZZ am 1. Januar 1879 die Bezeichnung «und schweizerisches Handelsblatt».
Zuerst, ab 12. Januar 1780, hiess der Zeitungskopf Zürcher Zeitung, ab 1. Januar 1799 Züricher Zeitung, ab 1. Januar 1802 wieder Zürcher Zeitung, ab 1. Februar 1809 Zürcher-Zeitung, ab 2. Juli 1821 Neue Zürcher-Zeitung und seit 1. Januar 1898 Neue Zürcher Zeitung.
Bezüglich der verwendeten Druckschrift erfolgte mit der Morgenausgabe vom 1. August 1946 der Wechsel von der Fraktur zur Antiqua<ref>Von der Fraktur zur Antiqua. In: Neue Zürcher Zeitung, Morgenausgabe vom 1. August 1946 (Digitalisat in e-npa.ch).</ref> (Antiqua-Fraktur-Streit).
Die NZZ wendet die neue Rechtschreibung nicht vollständig an. So wird etwa Greuel anstelle von Gräuel und sich in acht nehmen anstelle von sich in Acht nehmen verwendet. Einen Leitfaden dazu bietet das von «NZZ Libro» verlegte NZZ-Vademecum.<ref>Boas Ruh: Kennen Sie die besonderen Schreibweisen der «Neuen Zürcher Zeitung»? In: Neue Zürcher Zeitung. 3. Juni 2017.</ref><ref>Urs Bühler: Wie man Plastik richtig platziert. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. November 2018 (archiviert auf PressReader).</ref>
Ab 1893 führte die Zeitung eine Partie- und Problemschach-Rubrik, die 2016, nach über 120 Jahren, eingestellt wurde.<ref>Richard Forster: Ein Abschied vom Schach. In: Neue Zürcher Zeitung. 23. Dezember 2016, S. 64.</ref>
Digitalisierung[Bearbeiten]
Im Jahre 2005 digitalisierte die NZZ den Mikrofilm der bisherigen Ausgaben seit 1780, insgesamt ca. zwei Millionen Seiten, was Dateien im Umfang von 70 Terabyte erzeugte.<ref>70 Terabyte Zeitgeschichte. In: Fraunhofer Magazin. 2. 2005.</ref><ref>NZZ Archiv 1780.</ref> In den Jahren 2021/22 wurden die gedruckten Originalausgaben der Jahre 1780 bis inklusive 1996 gescannt, mit verbesserter Texterkennung (OCR) bearbeitet und auf dem Portal e-newspaperarchives.ch online gestellt. Für den Zugriff gilt eine retrospektive Sperrfrist von 25 Jahren.
Auflage[Bearbeiten]
Die NZZ hat Stand 2023 eine WEMF-beglaubigte Gesamtauflage von 82'438 verkauften bzw. 89'766 verbreiteten Exemplaren pro Tag<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF) WEMF AG für Werbemedienforschung, 2023, abgerufen am 29. März 2024.</ref> und eine Reichweite von 223'000 (Vorjahr 210'000) Lesern.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 29. März 2024.</ref> Ihre internationale Ausgabe NZZ International ist ein zumeist etwa 40 Seiten umfassendes, werktäglich erscheinendes Zeitungsformat. Die Ausgabe ist speziell für Leser aus dem deutschsprachigen Ausland konzipiert, weshalb sie einen verminderten Anteil an Schweizer Meldungen und einen entsprechend stärkeren Fokus auf internationale Politik hat.
Wie fast alle gedruckten Tageszeitungen büsste die NZZ aufgrund der Digitalisierung stark an Auflage ein. Die verkaufte Printauflage fiel in den 10 Jahren von 2013 bis 2023 von 114'154 auf 82'438 Exemplare. Das entsprach einem durchschnittlichen Rückgang von 3,2 % pro Jahr. In den letzten Jahren konnte das Printgeschäft stabilisiert und das digitale Angebot stark ausgebaut werden. Die NZZ verzeichnete Ende 2023 60 Prozent rein digitale Abonnenten und nur noch 20 Prozent reine Print-Nutzer.<ref name=":1">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 9,0 MB) AG für die Neue Zürcher Zeitung, März 2024, abgerufen am 29. März 2024.</ref>
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- Entwicklung der verkauften Auflage nach WEMF-Auflagebulletins (s. Details 2008<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WEMF-Auflagenbulletin 2008 ( vom 21. Mai 2009 im Internet Archive). (PDF; 215 kB), S. 12.</ref> und 2023<ref name="wemf" />)
Leitende Personen[Bearbeiten]
- CEO: Felix Graf<ref>CEO der NZZ geht per sofort. In: Tages-Anzeiger. 7. Juni 2017.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 29. November 2017, abgerufen am 15. Mai 2018.</ref>
- Verwaltungsratspräsidentin: Isabelle Welton<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. NZZ, 15. April 2023, abgerufen am 20. April 2023.</ref>
- Leiter der Auslandredaktion: Benedict Neff<ref>Benedict Neff wird neuer Auslandchef der NZZ. In: Unternehmen NZZ, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
- Leiterin der Inlandredaktion: Christina Neuhaus
- Leiter der Wirtschaftsredaktion: Chanchal Biswas
- Leiter der Lokalredaktion: Daniel Fritzsche
- Leiter der Sportredaktion: Sebastian Bräuer
(leitende Redaktoren laut Impressum)<ref name="impressum" />
Liste der Chefredaktoren[Bearbeiten]
Zürcher Zeitung[Bearbeiten]
- 1780–1788: Salomon Gessner
- 1788–1821: 6 verschiedene Chefredaktoren
Neue Zürcher Zeitung[Bearbeiten]
- 1821–1830: Paul Usteri
- 1830–1849: 10 verschiedene Chefredaktoren
- 1849–1867: Peter Jakob Felber
- 1868–1872: Eugen Escher
- 1872–1876: Hans Weber
- 1876–1877: Eugen Huber
- 1877–1878: Gottwalt Niederer
- 1878–1884: Gustav Vogt
- 1885–1915: Walter Bissegger
- 1915–1929: Albert Meyer
- 1933–1968: Willy Bretscher
- 1968–1985: Fred Luchsinger
- 1985–2006: Hugo Bütler
- 2006–2014: Markus Spillmann
- Seit 2015: Eric Gujer<ref>Neue NZZ-Leitung. Eric Gujer wird Chefredaktor. In: Neue Zürcher Zeitung. 11. März 2015.</ref>
Weitere Produkte[Bearbeiten]
Der Name NZZ wird neben der Zeitung selbst auch für viele andere Produkte verwendet. Die wichtigsten:
- NZZ am Sonntag, Sonntagsausgabe
- NZZ Folio, zweimonatliches Magazin
- NZZ Geschichte, historisches Magazin
- NZZ Magazin, digitales Portal mit Magazininhalten
- Z – Die Substanz des Stils, Lifestyle-Magazin im Spezialformat
- NZZ Bellevue, digitales Portal mit Lifestyleinhalten
- NZZ Format, eine Doku-Reihe für das Schweizer Fernsehen
- NZZ Standpunkte, Fernsehsendung und Podcast<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 30. Juni 2026.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Abgerufen am 30. Juni 2026.</ref>
- NZZ Akzent, täglich erscheinender Podcast
- NZZ Machtspiel, wöchentlich erscheinender Podcast zur deutschen Innenpolitik
- NZZ Geopolitik, wöchentlich erscheinender, aussenpolitischer Podcast
- NZZ Quantensprung, wöchentlich erscheinender Wissenschaftspodcast
- NZZ Podium, Veranstaltungsreihe<ref>Website NZZ Podium</ref>
- NZZ Libro, Buchverlag der Neuen Zürcher Zeitung
- NZZ Jobs, Stellenportal der NZZ für Kader und Fachspezialisten
- NZZ Domizil, Immobilienplattform
- NZZ Vademecum, sprachlich-technischer Leitfaden der NZZ<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
- The Market NZZ, digitale Finanzplattform<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. PressemitteilungSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Neue Zürcher Zeitung AG, 11. Dezember 2023, abgerufen am 2. Juli 2024 (nzz.ch: themarket.ch): „Vorlage:Str trim“</ref>
Literatur[Bearbeiten]
- Neue Zürcher Zeitung und schweizerisches Handelsblatt (NZZ). Neue Zürcher Zeitung, Zürich 42.1821, 2. Juli-ff. ISSN 0376-6829.
- Thomas Maissen: Die Geschichte der NZZ 1780–2005. NZZ Libro, Zürich 2005, ISBN 3-03823-134-7.
- Thomas Maissen: Vom Sonderbund zum Bundesstaat. Krise und Erneuerung 1798–1848 im Spiegel der NZZ. Zürich 1998, ISBN 3-85823-742-6.
- Conrad Meyer: Das Unternehmen NZZ 1780–2005. NZZ Libro, Zürich 2005, ISBN 3-03823-130-4.
- Urs Hafner: Aus den Anfängen der NZZ. Texte und Kommentare. NZZ Libro, Zürich 2006, DNB 981445519.
- Urs Hafner: Subversion im Satz. Die turbulenten Anfänge der «Neuen Zürcher Zeitung» (1780–1798). NZZ Libro, Zürich 2015, ISBN 3-03810-093-5.
- Friedemann Bartu: Umbruch. Die Neue Zürcher Zeitung. Ein kritisches Porträt. Orell Füssli, Zürich 2020, ISBN 978-3-280-05716-2.
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Offizielle Website der Neuen Zürcher Zeitung
- Digitalisierte Version der Neuen Zürcher Zeitung auf der Schweizer Plattform für digitalisierte Zeitungen e-newspaperarchives.ch
- Thomas Maissen: Neue Zürcher Zeitung (NZZ). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 15. April 2015.
- Literatur von und über Neue Zürcher Zeitung im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Neue Zürcher Zeitung AG in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references responsive> <ref name="wemf"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />WEMF-Auflagebulletin 2019 ( vom 28. April 2020 im Internet Archive; PDF; 593 kB) In: wemf.ch, WEMF AG für Werbemedienforschung </ref> </references>
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