Nerol
| Strukturformel | ||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Struktur von Nerol | ||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Name | Nerol | |||||||||||||||
| Andere Namen |
| |||||||||||||||
| Summenformel | C10H18O | |||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farblose, Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch<ref name="roth">Datenblatt Nerol (PDF) bei Carl RothVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse | 154,25 g·mol−1 | |||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig | |||||||||||||||
| Dichte |
0,88 g·cm−3<ref name="roth" /> | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
−10 °C<ref name="ALFA" /> | |||||||||||||||
| Siedepunkt |
224–225 °C<ref name="roempp">Eintrag zu Geraniole. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref> | |||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,474 (20 °C)<ref name="Sigma">Datenblatt Nerol bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
| ||||||||||||||||
| Toxikologische Daten |
4500 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)<ref name="ALFA">Datenblatt Nerol bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref> | |||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||
Nerol (nach IUPAC (Z)-2,6-Dimethyl-2,6-octadien-8-ol genannt) ist ein acyclischer Monoterpen-Alkohol. Die klare Flüssigkeit hat einen frischen, süßen, rosig-zitrusartigen Geruch. Nerol ist isomer zum Geraniol. Der Stoff hat seinen Namen durch das Vorkommen in Neroliöl.<ref name="Ullmann" />
Struktur[Bearbeiten]
Geraniol ist das trans-Isomer, Nerol das cis-Isomer der Verbindung mit derselben Summenformel. Es ist ein primärer, einwertiger Alkohol: Das Molekül weist eine Hydroxygruppe auf, an das Kohlenstoffatom, an das diese Hydroxygruppe gebunden ist, ist direkt nur ein weiteres Kohlenstoffatom gebunden.
Vorkommen[Bearbeiten]
Nerol kommt in vielen ätherischen Ölen wie von Wermut,<ref name="ZNaturf1981-370" /> Estragon (Artemisia dracunculus),<ref name="Dr Dukes" /> Echter Katzenminze (Nepeta cataria),<ref name="Dr Dukes" /> Zitronen (Citrus limon),<ref name="Dr Dukes" /> Basilikum (Ocimum basilicum),<ref name="Dr Dukes" /> Echtem Koriander (Coriandrum sativum),<ref name="Dr Dukes" /> Grünem Kardamom (Elettaria cardamomum),<ref name="Dr Dukes" /> Polei-Minze (Mentha pulegium),<ref name="Dr Dukes" /> Muskatnuss (Myristica fragrans),<ref name="Dr Dukes" /> Schwarzem Holunder (Sambucus nigra),<ref name="Dr Dukes" /> Lavendel oder Rosen vor. Es kommt immer gemeinsam mit Geraniol vor.<ref name="Surburg">Horst Surburg & Johannes Panten: Common Fragrance and Flavor Materials. 6. Vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Wiley-VCH, 2016, ISBN 978-3-527-33160-4, S. 32.</ref><ref name="Ullmann" />
Herstellung[Bearbeiten]
Nerol fällt als Nebenprodukt bei der Herstellung von Geraniol an und wird hauptsächlich auf diese Weise gewonnen.<ref name="Surburg" /> Eine gezielte Darstellung gelingt durch die Telomerisation von Isopren mit Butyllithium in Gegenwart von Dipropylamin. Das entstehende N,N-Dipropylnerylamin wird in weiteren Schritten mit hoher Selektivität zum Nerol umgesetzt.<ref name="TakabeK" />
Eigenschaften[Bearbeiten]
Der Flammpunkt liegt bei 100 °C. In einem Liter Wasser sind weniger als ein Gramm Nerol löslich. An der Luft wird Nerol zu Neroloxid oxidiert. Nerol ist gesundheitsschädlich.
Verwendung[Bearbeiten]
Es wird zur Herstellung von Citral, Citronellol, Vitamin A und Vitamin E benötigt. Nerol wird in der Parfümerie in Rosen-, Blütenduft- aber auch Citrus-Kompositionen als Duftstoff verwendet.<ref name="Ullmann" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Dr Dukes">Vorlage:DrDukesDB</ref> <ref name="TakabeK">Kunihiko Takabe, Takao Katagiri, Juntaro Tanaka: Highly stereoselective syntheses of nerol and geraniol. In: Chemistry Letters. 6.9, 1977, S. 1025–1026.</ref> <ref name="Ullmann">Karl‐Georg Fahlbusch, Franz‐Josef Hammerschmidt, Johannes Panten, Wilhelm Pickenhagen, Dietmar Schatkowski, Kurt Bauer, Dorothea Garbe, Horst Surburg: Flavors and Fragrances. In: Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry. Band 15, 2012, S. 86, doi:10.1002/14356007.a11_141.</ref> <ref name="ZNaturf1981-370">Otto Vostrowsky, Thorolf Brosche, Helmut Ihm, Robert Zintl, Karl Knobloch: Über die Komponenten des ätherischen Öls aus Artemisia absinthium L.. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 36, 1981, S. 369–377 (PDF, freier Volltext).</ref> </references>
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:EG-Nummer abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:ECHA-InfoCard-ID abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:PubChem abweichend
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:DrugBank fehlt lokal
- Hautreizender Stoff
- Sensibilisierender Stoff
- Augenreizender Stoff
- Wikipedia:Wikidata-Wartung:CAS-Nummer fehlt lokal
- Terpenalkohol
- Allylalkohol
- Alkadien
- Sekundärer Pflanzenstoff
- Aromastoff (EU)
- Futtermittelzusatzstoff (EU)