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Niesten

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Niesten
Stadt Weismain
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(32)&title=Niesten 50° 4′ N, 11° 16′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(32) 50° 4′ 15″ N, 11° 15′ 44″ O
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Höhe: 347–390 m ü. NHN
Einwohner: 32 (1. Jan. 2018)<ref name="Einwo2018">Stadt Weismain: Ortsteile. Abgerufen am 14. Juni 2023.</ref>
Postleitzahl: 96260
Vorwahl: 09575
Katholische Kapelle St. Josef
Katholische Kapelle St. Josef

Niesten ist ein Dorf mit 32 Einwohnern und Stadtteil von Weismain im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels im Norden des Freistaates Bayern.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Blick über Niesten aus südwestlicher Richtung, dahinter der Burgberg der Burgruine Niesten

Niesten befindet sich auf ca. 347 m ü. NN bis ca. 390 m ü. NN am offenen Ende des Zillertals, eines kleinen, rechten Nebentals des Weismain-Taltrichters.<ref name="amtl.karte">Topografische Karte von Bayern - Niesten - Weismain, geoportal.bayern.de, abgerufen am 27. Dezember 2014</ref> Das Tal und die das Dorf umgebenden Hänge gehören zu den nördlichen Ausläufern des Frankenjuras im Naturpark Fränkische Schweiz – Frankenjura. Die nächsten Ortschaften sind Görau, Neudorf und Krassach. Der Stadtkern von Weismain befindet sich rund 2,2 Kilometer nordwestlich.<ref name="amtl.karte" />

Geschichte[Bearbeiten]

Wann der Ort gegründet wurde, ist unklar. Die Ansiedlung der Bewohner dürfte jedoch in Zusammenhang mit der Errichtung der Burg Niesten um 1100 stehen. Die Niestener Mühle wurde im 16. Jahrhundert errichtet. Die Burg Niesten verlor ihre Bedeutung mit dem Umzug des letzten Vogts nach Weismain im Jahr 1710, woraufhin die Burg leer stand und verfiel.<ref name="burgenregister">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Burg Niesten (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/burgenregister.de, burgenregister.de, abgerufen am 4. Mai 2012 (offline)</ref> Die katholische Kapelle St. Josef wurde als neugotischer, eingeschossiger Bau mit Satteldach und Dachreiter im frühen 20. Jahrhundert errichtet.

Niesten wurde am 1. Januar 1978 als Ortsteil der Gemeinde Neudorf zusammen mit Görau, Herbstmühle, Krassach und Seubersdorf nach Weismain eingemeindet.<ref name="sw">Niesten, stadt-weismain.de, abgerufen am 27. Dezember 2014</ref>

Etymologie[Bearbeiten]

Erstmals wurde der Ort 1142 als „Niste“ urkundlich erwähnt.<ref name="george">George (2011), S. 111 f.</ref> Für 1151 ist die Schreibweise „Niston“ und für 1152 erstmals die heutige Schreibweise „Niesten“ überliefert. Weiterhin gab es 1157 die Schreibweise „Nieste“, 1180 „Nisten“, 1248 „Niesthen“ und 1249 erneut „Niesten“. In der örtlichen Varietät des oberfränkischen Dialekts wird der Ortsname als [Die Seite Vorlage:IPA/styles.css hat keinen Inhalt.nįsn] (sprich: niisn) ausgesprochen.<ref name="george" /> In der Mundart zeigt sich ein Ausfall des -t zwischen -s und -n nach Synkope des -e.<ref name="george" />

Nach dem Germanisten Ernst Schwarz könnte der Name vom alttschechischen niestěgě, später nístěj oder vom obersorbischen něsć herrühren, was jeweils offene Feuerstätte bedeutet. Gestützt wird diese Theorie durch den Linguisten Ernst Eichler, der den Ortsnamen mit großer Wahrscheinlichkeit als Entwicklung aus dem slawischen něstěja sieht, mit der gleichen Bedeutung wie bei Schwarz. Die Entwicklung aus dem Wort gnězdo (Nest, bzw. Ort in Nestlage) hält er für ausgeschlossen, da sonst der Ortsname als Gniest oder ähnlich aufgetreten wäre. Die Endung auf -n gibt den deutschen Lokalitätsdativ wieder.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Tabelle gibt die Einwohnerentwicklung von Niesten wieder.

Jahr Einwohner
1833 98<ref>Joseph Anton Eisenmann: Geographische beschreibung des erzbisthums Bamberg: nebst kurzer übersicht der suffragan diöcesen: Würzburg, Eichstätt und Speyer. Bamberg 1833, S. 511 (Volltext in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.)., S. 497</ref>
1861 91<ref name="OVB1864">Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 908, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).</ref>
1987 52<ref>Niesten im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum</ref>
2013 36<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2013 (Memento vom 5. Januar 2013 im Internet Archive), stadt-weismain.de, abgerufen am 27. Dezember 2014</ref>
2015 32<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Einwohnerverteilung der Stadt Weismain am 1. Januar 2011 (Memento vom 5. Januar 2013 im Internet Archive), stadt-weismain.de, abgerufen am 10. Oktober 2015</ref>
2018 32<ref name="Einwo2018" />

Vereine[Bearbeiten]

  • Gartenbauverein „Burgfreunde Niesten“
  • Kapellenbauverein Niesten

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernhard Dietz: Geschichte der Burg Niesten bei Weismain, Niesten bei Weismain, Staeffler, 1931, S. 70–78 („Geschichtliches vopn Dorf Niesten“)
  • Dieter George: Die Ortsnamen des Raumes Weismain. In: Günter Dippold (Hrsg.): Weismain – Eine fränkische Stadt am nördlichen Jura 1. Dechant Bau GmbH, Weismain 2011, ISBN 978-3-9814302-0-2

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Niesten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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