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Norbert Himmler

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Datei:Norbert Himmler.jpg
Norbert Himmler (2019)
Unterschrift von Norbert Himmler, 2026
Unterschrift von Norbert Himmler, 2026

Norbert Himmler (* 24. Januar 1971 in Mainz) ist ein deutscher Medienmanager und Journalist. Er ist Intendant des ZDF. Vor seinem Amtsantritt als Intendant im März 2022 war er beim ZDF bereits als Medienmanager, Journalist und Redakteur tätig, zuletzt von 2012 bis 2022 als Programmdirektor.

Leben[Bearbeiten]

Himmler wuchs in Mainz auf. Sein Vater Robert war als Polizeibeamter Leiter der Bereitschaftspolizei – Rheinland-Pfalz, seine Mutter war Apothekerin.<ref>Von Wetten, dass..? bis Böhmermann: Norbert Himmler, Programmdirektor des ZDF im Interview. In: Wiesbadener Kurier vom 3. Juni 2017, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref>

Studienzeit[Bearbeiten]

Himmler studierte von 1991 bis 1996 Germanistik und Politikwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.<ref name="BiografieZDF">Biografie: Dr. Norbert Himmler: ZDF Presseportal. Abgerufen am 18. August 2019.</ref> Nach Abschluss des ersten Staatsexamens wurde er 1999 am Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München für eine Analyse der britischen Außenpolitik von 1989 bis 1990 promoviert.<ref name="BiografieZDF" /><ref>Zwischen Macht und Mittelmaß: Großbritanniens Außenpolitik und das Ende des Kalten Krieges. Eintrag im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref>

Stationen beim ZDF (1997–2012)[Bearbeiten]

Im ZDF war er zunächst als studentische Aushilfskraft tätig, ab 1997 arbeitete er als freier Mitarbeiter in der heute-Redaktion. Nach seinem Redaktionsvolontariat von 1998 bis 1999 arbeitete er unter anderem beim Länderspiegel und in der Planungsredaktion. 2002 wurde Himmler Referent des damaligen Chefredakteurs Nikolaus Brender und übernahm im selben Jahr die Leitung der Planungsredaktion. 2008 wurde er Leiter der Hauptredaktion Spielfilm. 2009 übernahm er zusätzlich die Leitung von ZDFneo. Ziel des neuen Senders war, das ZDF auch für jüngere Zuschauer interessanter zu machen.<ref>Hans Hoff: Norbert Himmler - Der Don Draper vom Lerchenberg. Süddeutsche Zeitung, 1. September 2010, abgerufen am 25. April 2013.</ref>

ZDF-Programmdirektor (2012–2022)[Bearbeiten]

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Norbert Himmler (links) im ZDF-Hauptstadtstudio Berlin bei der Veranstaltung „Writers in the Room“ von ZDF und Verband Deutscher Drehbuchautoren (2019); Mit Christian Lex, Heike Hempel, Frank Zervos

Auf Vorschlag von Intendant Thomas Bellut und Bestätigung durch den ZDF-Verwaltungsrat wurde Himmler zum 1. April 2012 zum Programmdirektor des ZDF berufen.<ref>Dr. Norbert Himmler wird neuer ZDF-Programmdirektor – Intendant Dr. Bellut: „Ein hochqualifizierter, junger Programm-Manager“. ZDF, 16. März 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 19. März 2015.</ref><ref>Carsten Heidböhmer: Neuer ZDF-Programmdirektor: Norbert Himmler soll Bellut-Nachfolger werden. Stern, 25. Januar 2012, abgerufen am 25. April 2013.</ref><ref>Michael Brandes: Norbert Himmler wird ZDF-Programmdirektor, wunschliste.de, 16. März 2012.</ref> In dieser Funktion verantwortete er das fiktionale Programm, Shows, Musik- und Comedysendungen, das Kinderprogramm sowie Kultur, Geschichte und Wissenschaft des ZDF.<ref>ZDF Jahrbuch 2012. Abgerufen am 18. August 2019.</ref> In seinem Verantwortungsbereich lagen zudem der Sender ZDFneo, die Zulieferungen des ZDF zum Kinderkanal sowie seit 2017 die Federführung des Kulturkanals 3sat.<ref>Mainz: Das ZDF verschlankt seine Strukturen. In: rp-online.de. Abgerufen am 18. August 2019.</ref>

Am 5. April 2014 verkündete Himmler die Einstellung der Sendung Wetten, dass..? zum Dezember des Jahres aufgrund von „Veränderungen im Showbereich“ und sinkenden Zuschauerzahlen.<ref>Carmen Schucker / Julia Nikschick: Markus Lanz verkündet Ende von ZDF-Show „Wetten, dass..?“ Tagesspiegel, 5. April 2014, abgerufen am 6. April 2014.</ref> Noch 2013 hatte er im „log-in“-Magazin in ZDFinfo eine gegenteilige Meinung geäußert, Wetten, dass..? sei immer noch eine der „großen Marken“ in der deutschen Fernsehlandschaft. Zwischenzeitlich hatte die Sendung jedoch weiter an Zuschauerzuspruch verloren.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„ZDF log in vom 13. August 13.“ (Memento vom 10. August 2014 im Internet Archive) Mediathek des ZDF. Abgerufen am 30. Juli 2014.</ref>

2018 vereinbarte er mit France Télévisions und Rai – Radiotelevisione Italiana die European Alliance für die Produktion gemeinsamer europäischer Serien.<ref>France Télévisions, Rai, ZDF drama pact takes on Netflix. 4. Mai 2018, abgerufen am 30. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im April 2019 vereinbarten BBC und ZDF unter den Programmverantwortlichen Charlotte Moore und Himmler eine umfangreichere Zusammenarbeit bei gemeinsamen Fernsehprojekten.<ref>ZDF und BBC Studios planen engere Zusammenarbeit. In: dwdl.de. Abgerufen am 30. Juli 2019.</ref>

Im Februar 2019 startete das ZDF die digitale Kulturplattform ZDFkultur gemeinsam mit deutschen Kulturinstitutionen.<ref>Michael Hanfeld: Gespräch mit ZDF-Programmdirektor: „Wir schaffen einen digitalen Kulturraum“. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 30. Juli 2019]).</ref> Für den Start wurden insgesamt 35 Kulturpartnerschaften u. a. mit der Alten Pinakothek München<ref>Benedikt Frank: Klick durchs Museum. In: sueddeutsche.de. 12. Februar 2019, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 30. Juli 2019]).</ref>, dem Städel in Frankfurt<ref>Per Klick zur Kunst. Abgerufen am 30. Juli 2019.</ref> und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz<ref>Digitales Angebot „ZDFkultur“ gestartet – Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Abgerufen am 30. Juli 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> vereinbart.

ZDF-Intendant (seit 2022)[Bearbeiten]

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Himmler auf der Re:publica 2024 in Berlin

Am 2. Juli 2021 wurde Norbert Himmler im dritten Wahlgang vom ZDF-Fernsehrat mit 57 der 60 Stimmen zum Intendanten gewählt. Seine Mitbewerberin Tina Hassel hatte zuvor ihre Kandidatur zurückgezogen. In den ersten beiden Wahlgängen konnte Himmler mit 34:24 und 32:28 zwar mehr Stimmen auf sich vereinigen als Hassel, erreichte aber die erforderliche<ref>§ 26 (1) Satz 2 ZDF-Staatsvertrag</ref> Drei-Fünftel-Mehrheit nicht. Hassel galt bei der Wahl als Favoritin des SPD-nahen „roten Freundeskreises“ innerhalb des Fernsehrates, während Himmler als Favorit des CDU-nahen „schwarzen Freundeskreises“ galt.<ref name="nzz-1633577">Alexander Kissler: Norbert Himmler wird neuer Intendant beim ZDF. In: nzz.ch. 2. Juli 2021, abgerufen am 3. Juli 2021.</ref><ref>Christian Buß: Norbert Himmler: Was der neue ZDF-Intendant kann – und was nicht. Abgerufen am 16. März 2022.</ref> Als Nachfolger von Thomas Bellut übernahm Himmler sein Amt zum 15. März 2022.<ref>Himmler als neuer ZDF-Intendant gewählt. In: zdf.de. 2. Juli 2021, abgerufen am 2. Juli 2021.</ref><ref>Michael Hanfeld: Hassel tritt von Kandidatur zurück, Weg frei für Himmler. In: faz.net. 2. Juli 2021, abgerufen am 2. Juli 2021.</ref> Als Intendant des ZDF ist er überdies Mitglied des Aufsichtsrates der Aktion Mensch.

Seit April 2022 ist er als einer der Vertreter des ZDF Mitglied im Verwaltungsrat des Deutschlandradios.<ref>Dr. Norbert Himmler. In: deutschlandradio.de. April 2022, abgerufen am 10. September 2022: „Mitglied im Verwaltungsrat seit April 2022 als Vertreter des ZDF.“</ref>

Himmler erhält für seine Tätigkeit als ZDF-Intendant eine Vergütung von 372.000 Euro pro Jahr, Aufwandsentschädigungen und weitere Bezüge nicht eingerechnet.<ref>Alexander Dinger, Ulrich Kraetzer, Martin Lutz, Tim Röhn: Zwei Millionen für Markus Lanz. Die geheimen Honorare der ZDF-Stars. In: Die Welt. 27. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref>

Am 13. März 2026 wurde Himmler zum ZDF-Intendanten wiedergewählt. Von den 53 anwesenden Fernsehratsmitgliedern stimmten 48 für ihn.<ref>Fernsehrat bestätigt Norbert Himmler als Intendant des ZDF. In: presseportal.zdf.de. 13. März 2026, abgerufen am 13. März 2026.</ref>

Im Juli 2026 wurden Danger Dan und Igor Levit mit der Begründung, ihr Liedtext könne als Aufruf zur Gewalt verstanden werden, aus der 100. Folge von Die Anstalt ausgeladen.<ref>"Die Anstalt": Warum der Musiker Danger Dan ausgeladen wurde. 16. Juli 2026, abgerufen am 16. Juli 2026.</ref> Nach Angaben der Künstler geschah dies, trotz einer ZDF-internen positiven juristischen Bewertung, aufgrund eines Vetos von Himmler. Sie kritisierten dies als Angriff auf die Kunstfreiheit.<ref>Sarah Kohler: ZDF: Danger Dan und Igor Levit werfen ZDF Eingriff in die Kunstfreiheit vor. In: Die Zeit. 16. Juli 2026, abgerufen am 16. Juli 2026.</ref>

Privates[Bearbeiten]

Norbert Himmler ist verheiratet, hat zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn, und lebt in der Nähe von Mainz. Er ist laut eigener Aussage mit dem damaligen Reichsführer SS Heinrich Himmler „weder verwandt noch verschwägert“.<ref>Von Wetten, dass..? bis Böhmermann: Norbert Himmler, Programmdirektor des ZDF im Interview. In: echo-online.de. 3. Juni 2017, abgerufen am 4. Juli 2021.</ref>

Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • Zwischen Macht und Mittelmaß: Großbritanniens Außenpolitik und das Ende des Kalten Krieges. Akteure, Interessen und Entscheidungsprozesse der britischen Regierung 1989/90. (Dissertation) Band 6 der Schriftenreihe Zeitgeschichtliche Forschungen, Duncker & Humblot, Berlin 2001, ISBN 978-3-428-10123-8.<ref>Zwischen Macht und Mittelmaß. Buchinformation auf der Website des Verlags, abgerufen am 6. Juni 2019.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Norbert Himmler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Karl Holzamer (1962–1977) | Karl-Günther von Hase (1977–1982) | Dieter Stolte (1982–2002) | Markus Schächter (2002–2012) | Thomas Bellut (2012–2022) | Norbert Himmler (seit 2022)

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Ulrich Grahlmann (1962–1965) | Joseph Viehöver (1965–1972) | Gerhard Prager (1972–1975) | Dieter Stolte (1977–1982) | Alois Schardt (1982–1988) | Oswald Ring (1988–1998) | Markus Schächter (1998–2002) | Thomas Bellut (2002–2012) | Norbert Himmler (2012–2022) | Nadine Bilke (seit 2022)

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