Oening
Oening Stadt Berching
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(153)&title=Oening 49° 6′ N, 11° 31′ O
{{#coordinates:49,094722222222|11,521666666667|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Oening | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 498 m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 153 (30. Juni 2025)<ref name="Einwohner2021">Großgemeinde – Stadt Berching. Abgerufen am 28. Dezember 2025.</ref> | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 92334 | |||||
| Vorwahl: | 08460 | |||||
Oeninger Hirtenhaus
| ||||||
Oening ist ein Gemeindeteil der Stadt Berching im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern und eine Gemarkung.
Geografie[Bearbeiten]
Lage[Bearbeiten]
Das Pfarrdorf liegt auf der Hochfläche der südlichen Frankenalb im Naturpark Altmühltal rund 5,5 km südöstlich des Gemeindesitzes Berching und ca. 650 m westlich der Unterbürger Laber. Die durch den Ort führende Kreisstrasse NM3 führt in nordwestlicher Richtung zur Staatsstraße 2251 und in südlicher Richtung zum Nachbarort und Berchinger Gemeindeteil Raitenbuch.<ref>Ortslage. In: BayernAtals. Kartenviewer des Freistaats Bayern, abgerufen am 21. September 2026.</ref>
Gemarkung[Bearbeiten]
Die Gemarkung Oening hat eine Fläche von 4,064069 km². Sie ist in 5002 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8.097,0 m² haben.
Nachbargemarkungen[Bearbeiten]
Nachbargemarkungen sind von Norden aus im Uhrzeigersinn: Holnstein, Staufersbuch, Gimpertshausen, Staadorf, Raitenbuch, Wallnsdorf und Winterzhofen.
| Winterzhofen | Holnstein | Staufersbuch |
| [[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]: | Gimpertshausen | |
| Wallnsdorf | Raitenbuch | Staadorf |
Quelle<ref>ALKIS-Verwaltungsgrenzen-Gemarkungen. In: BayernAtlas. Kartenviewer des Freistaats Bayern, abgerufen am 21. September 2026.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Oening wurde erstmals um das Jahr 1060 (1057–1075) als „Onningun“ urkundlich erwähnt, als der Eichstätter Bischof Gundekar hier eine Kirche weihte.<ref>Franz Heidingsfelder: Die Regesten der Bischöfe von Eichstätt, I. + II. Lieferung, Bogen 1-20, Verlag der Wagner'schen K. K. Universitäts-Buchhandlung, Innsbruck 1915, Seite 85, Absatz Nr. 521, Nummer 124. In: Website der. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, 2016, abgerufen am 21. September 2026.</ref> Mit Urkunde vom 27. September 1296 verlieh „Gebhardus, Comes de Hirzperch“ (Graf Gebhard VI von Hirschberg) dem Kloster Rebdorf u. a. das Patronatsrecht über die Pfarrkirche in „Oeningen“.<ref>Karl Heinrich von Lang: Regesta sive rerum Boicarum autographa ad annum usque MCCC: e regni scriniis fideliter in summas contracta iuxtaque genuinam terrae stirpisque diversitatem in Bavarica, Alemanica et Franconica synchronistice disposita, Bd. 4, Bd. 4, München 1828. Seite 629 Absatz 3. In: MDZ Münchner DigitalisierungsZentrum. BSB Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 21. September 2026.</ref> In der letztwilligen Verfügung des Grafen Gebhard von Hirschberg vom 8. September 1304 vermachte er mit Zustimmung seiner Ehefrau „Sophya“ der „Eysteter Kirche“ u. a. auch seinen Besitz in Oening.<ref>Franz Heidingsfelder: Die Regesten der Bischöfe von Eichstätt, V. Lieferung, Bogen 41-52, Kabitzsch und Mönnich Universtäts-Verlag, Würzburg 1926, Seite 397, Absatz 1288. In: Website der. Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, Frankfurt am Main, 2016, abgerufen am 21. September 2026.</ref>
Im Zuge der Hirschberger Erbschaft nach dem Aussterben der Grafen von Hirschberg mit Gebhard VII. wurde Oening mit dem Gaimersheimer Spruch vom 19. Oktober 1305 die Landeshoheit den Eichstätter Bischöfen zugesprochen. Mit Spruch vom 8. September 1306 verlieh König Albrecht dem Eichstätter Bischof Philipp auch das Dorfgericht.<ref name=":1">Gerhard Hirschmann: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Reihe I, Heft 6, Beilngries-Eichstätt-Greding, Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Druck: Michael Laßleben, Kallmünz, München, 1959, Seiten 7, 25, 77, 83, 85, 129, 134, 216, 217, 238 und 253. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum. BSB Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 21. September 2026.</ref>
Im Dorf saß im frühen 14. Jahrhundert das Adelsgeschlecht der Vestenberger auf einem Edelsitz, dem sogenannten Quakhaus.<ref>Dr. Joseph Anton Eisenmann und Dr. Carl Friedrich Hohn: Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreich Bayern, Zweiter Band, Hrsg. und Druck: Joh. Jac. Palm und Ernst Enke, Erlangen 1832, Seiten 230 + 347. In: Website. Google Books, abgerufen am 21. September 2026.</ref> Diese hatten schon unter den Grafen von Hirschberg den Ort als Lehen inne und wurden nunmehr bischöfliche Lehensnehmer. 1370 löste Bischof Raban Truchseß von Wilburgstetten Oening von den Vestenbergern um 1100 Pfund Heller ein.
Neben den Vestenbergern besaßen noch andere Adelige Lehen in Oening, so die Heidecker<ref>Wolfgang Wiesner: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Reihe I, Heft 24, Hilpoltstein, Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Verlag Michael Lassleben, Kallmünz, München 1978 Karte Seite 102. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum. BSB Bayerische StaatsBiliothek, abgerufen am 21. September 2026.</ref>, die Valtorer, die Herren von Laber, die 1433 vier Hofstätten an das Benediktiner-Kloster Plankstetten verkauften, und die Wolfsteiner zu Sulzbürg. Gegen Ende des Mittelalters gab es auch mehrere bäuerliche Eigenbesitzer.
Im frühen 18. Jahrhundert wurde im Ort eine Schule errichtet. Anfang des 19. Jahrhunderts sind 14 Untertanen steuermäßig zum Amt Hirschberg, vier zum Klosteramt Plankstetten und ein Untertan zu Sulzbürg verzeichnet. Bezüglich der Ehehaft gehörte das Dorf zu Kevenhüll.
Bei der Säkularisation kam das untere Hochstift, zu dem das Oberamt Beilngries-Hirschberg und damit auch Oening gehörte, 1802 an Großherzog Erzherzog Ferdinand III. von Toskana und 1806 an das Königreich Bayern und dort in das Landgericht Beilngries. 1809 bildete Oening zusammen mit Raitenbuch den Steuerdistrikt Oening, der 1811 zur Ruralgemeinde wurde.
Mit dem Gemeindeedikt von 1818 wurden beide Orte wieder selbständige Ruralgemeinden. Seit 1862 gehörte der Ort zum Bezirksamt Beilngries, aus dem später der Landkreis Beilngries wurde.
Im Rahmen der bayerischen Gemeindegebietsreform, schloss sich Oening am 1. Januar 1972 der Gemeinde Berching im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. an.<ref></ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1830: 116 Einwohner
- 1871: 143 Einwohner (davon 70 männlich und 73 weiblich in 30 Haushalten)<ref>Ergebnisse der Volkszählung im Königreich Bayern vom 1. Dezember 1871, Hrsg.: k. statistisches Bureau, Verlag: E. A. Fleischmann's Hof-Buch und Kunstbuchhandlung, München 1873, Seite 138. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
- 1925: 162 Einwohner
- 1950: 207 Einwohner
- 1970: 129 Einwohner
- 1987: 131 Einwohner
- 2026: 153 Einwohner
Quellen: 1830<ref name=":1" /> / 1871–1987<ref>Historische Einwohnerzahlen. In: Ortsdatenbank. bavarikon, Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 22. September 2026.</ref> / 2026<ref>Großgemeinde. In: Website der. Stadt Berching, abgerufen am 22. September 2026.</ref>
Ortsnamensdeutung[Bearbeiten]
Der Ortsname deutet auf eine Bajuwaren-Sippensiedlung<ref>Bernhard Heinloth: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 16, Neumarkt, Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Akademie der Wissenschaften, Verlag Michael Laßleben, Kallmünz, München 197, Seite 6. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum. BSB Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 21. September 2026.</ref> des Onno. Gemäß den Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte basiert der Ortsname auf den althochdeutschen Personennamen Onno (vgl. ahd. Personen-Kurzname Ōno) und dem Suffix -ing- der die Zugehörigkeit zu einer Personensippe bezeichnet. Die Namensbedeutung ist somit „bei den Leuten des Onno“.<ref>Andrea Weber, Sarah Rathgeb und Wolfgang Janka: Historische Ortsnamen. In: bavarikon. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 21. September 2026.</ref>
Religion[Bearbeiten]
Die Pfarrei Oening wurde 1307 durch den Eichstätter Bischof dem Augustiner-Chorherrenstift Rebdorf inkorporiert. 1313 ging das Patronatsrecht durch Tausch an den Bischof über. 1751 kam es durch Tausch an das Kloster Plankstetten, das die Pfarrei mit Konventualen besetzte. 1820 bis 1875 besaß Oening Weltpriester als Pfarrer; heute wird die Pfarrei wieder vom Kloster Plankstetten betreut.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Baudenkmäler[Bearbeiten]
In der Liste der Baudenkmäler in Berching sind für Oening drei Baudenkmäler aufgeführt.
Neben dem ehemaligen Hirtenhaus (Oening A5) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und einem Wohnstallhaus eines Dreiseitenhofens steht v. a. die Kirche St. Nikolaus unter Denkmalschutz. Diese Kirche wurde 1693 unter Beibehaltung des gotischen Turms vom in Obermässing lebenden Graubündner Baumeister Giovanni Battista Camessina im barocken Stil neu errichtet. Geleitet wurde der Neubau vom fürstbischöflichen Hofbaumeister Jakob Engel. Die Weihe erfolgte 1729. 1743 stuckierte Franz Xaver Horneis den Innenraum. Die drei Barockaltäre stammen von 1729 (die Altarbilder sind jünger), die Stuck-Kanzel schuf 1744 Horneis.
Bodendenkmäler[Bearbeiten]
→ Hauptartikel: Liste der Bodendenkmäler in Berching
Beim heutigen Wohnhaus Oening D2 befand sich der Burgstall „Quakhaus“, einem heute nur noch in Teilen leicht erhöhten Areal. Schon Anfang des 19. Jahrhunderts waren nur noch wenige Spuren vorhanden.<ref>Armin Stroh: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz. In: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Abteilung für Vor- und Frühgeschichte (Hrsg.): Materialhefte zur Bayerischen Vorgeschichte. ReiheB, Heft 3. Michael Lassleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7847-5030-3, S. 190+191.</ref>
Naturdenkmäler[Bearbeiten]
Unter der Kennung NM 10 wird bei Oening eine Kiefer mit einem Umfang von 2,8 m und einer Höhe von 11 m als Naturdenkmal ausgewiesen. Sie befindet sich rund 150 m östlich des Kreisverkehrs an der Kreuzung der Staatsstraße St2251 und der Kreisstraße NM3. Siehe auch Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz.
Wind- und Solarpark[Bearbeiten]
Die zehn Windkraftanlagen des Windparks Berching sowie der A-J-E Solarpark befinden sich rund 1 km westlich des Ortes.
Vereine[Bearbeiten]
- Frauenkreis Oening/Raitenbuch
- Freiwillige Feuerwehr Oening
- Soldaten- und Kriegerkameradschaft Oening-Raitenbuch
Literatur[Bearbeiten]
- Öning. In: Friedrich Hermann Hofmann und Felix Mader (Bearbeiter): Die Kunstdenkmäler von Oberpfalz & Regensburg. XII Bezirksamt Beilngries. I. Amtsgericht Beilngries. Oldenbourg Verlag, München 1908 (Nachdruck 1982), S. 110f.
- Vorlage:Heinloth Neumarkt 1967
- Vorlage:Hirschmann Eichstätt 1959
- Felix Mader: Geschichte des Schlosses und Oberamtes Hirschberg. Brönner & Daentler, Eichstätt 1940, S. 214–216
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Altmannsberg | Berching | Biermühle | Breitenfurt | Butzenberg | Dietersberg | Eglasmühle | Eismannsberg | Erasbach | Ernersdorf | Fribertshofen | Grubach | Grubmühle | Gsöllnhof | Hagenberg | Hennenberg | Hermannsberg | Holnstein | Jettingsdorf | Matzenhof | Neuhaus | Oening | Plankstetten | Pollanten | Raitenbuch | Rappersdorf | Ritzermühle | Roßthal | Rübling | Rudertshofen | Schweigersdorf | Simbach | Sollngriesbach | Staudenhof | Staufersbuch | Stierbaum | Thann | Thannbrunn | Wackersberg | Wallnsdorf | Wattenberg | Wegscheid | Weidenwang | Winterzhofen | Wirbertshofen | Wolfersthal
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Geographie (Berching)
- Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz)
- Ersterwähnung 1060
- Gemeindeauflösung 1971
- Kirchdorf (Siedlungstyp)