Oerrel (Munster)
Oerrel Stadt Munster
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(561)&title=Oerrel 52° 58′ N, 10° 11′ O
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| Fläche: | 47,92 km²<ref name="geo">Daten und Karte der Gemarkung Oerrel</ref> | |||||
| Einwohner: | 561<ref name="geo"/> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 12 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Februar 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 29633 | |||||
| Vorwahl: | 05192 | |||||
Lage von Oerrel in Niedersachsen
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Oerrel ist eine Ortschaft und eine Gemarkung der Stadt Munster im Heidekreis in Niedersachsen. Bis 1971 bildete Oerrel eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Soltau.
Geographie[Bearbeiten]
Das Dorf Oerrel liegt in der Lüneburger Heide etwa sieben Kilometer südöstlich der Kernstadt von Munster. Zur Ortschaft gehört auch der Wohnplatz Kohlenbissen. Die Kleine Örtze fließt von Norden nach Süden durch die Gemarkung Oerrel und bildet den Kern des Naturschutzgebiets Tal der Kleinen Örtze. Ein großer Teil der Gemarkung Oerrel ist dicht bewaldet.
Geschichte[Bearbeiten]
Oerrel wurde erstmals 1308 urkundlich erwähnt.<ref name="schön">Website des Vereins Schönes Oerrel</ref> Der Ort gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Ebstorf des Kurfürstentums Hannover.<ref>Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 120 (google.de).</ref> Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zum französischen Satellitenstaat Königreich Westphalen und dort zum Kanton Uelzen im Departement der Aller.<ref name="hassel">Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).</ref> 1814 fiel Oerrel an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Ebstorf. Die Gemeinde Oerrel gehörte seit 1852 zum Amt Soltau.<ref>Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852</ref> 1867 fiel Oerrel mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Soltau. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Oerrel am 1. Februar 1971 Teil der Stadt Munster.<ref>Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1971</ref>
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1812 | 83 | <ref name="hassel"/> |
| 1845 | 143 | <ref name="harseim">Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 90 (google.de).</ref> |
| 1871 | 195 | <ref name="vz71">Volkszählung 1871</ref> |
| 1885 | 259 | <ref>Volkszählung 1885</ref> |
| 1895 | 215 | <ref name="vz95">Volkszählung 1895</ref> |
| 1910 | 228 | <ref>Der Kreis Soltau im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.</ref> |
| 1925 | 238 | <ref name="demand">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> |
| 1939 | 285 | <ref name="demand"/> |
| 1950 | 1497 | <ref name="isys">Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)</ref> |
| 1961 | 877 | <ref name="isys"/> |
| 1970 | 698 | <ref name="isys"/> |
Bau- und Bodendenkmale[Bearbeiten]
Das Jagdhaus an der Kleinen Oertze steht unter Denkmalschutz. Mehrere alte Umwallungen sind geschützte Bodendenkmale.
Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]
Oerrel hat eine eigene Ortsfeuerwehr.<ref>Website der Ortsfeuerwehr Oerrel</ref>
Vereine[Bearbeiten]
Der Golf-Club Munster betreibt einen Neun-Loch-Golfplatz in Kohlenbissen.<ref>Website des Golf-Clubs Munster</ref> Der Verein Schönes Oerrel kümmert sich um die Heimatpflege und die Verschönerung des Ortsbildes.<ref name="schön"/>
Wirtschaft[Bearbeiten]
Ein großer Teil des Werksgeländes der GEKA, einem Unternehmen zur Entsorgung chemischer Kampfstoffe, liegt in der Gemarkung Oerrel.
Verkehr[Bearbeiten]
Das Dorf Oerrel liegt an der Bundesstraße 71, die von Munster nach Uelzen führt. Die Bahnstrecke Uelzen–Langwedel und die Bahnstrecke Beckedorf–Munster durchqueren das Gebiet der Ortschaft.
Militärische Einrichtungen[Bearbeiten]
- Im Waldgebiet westlich des Dorfs Oerrel wurde 1935 die Lufthauptmunitionsanstalt 4/XI Oerrel zur Lagerung und Füllung von chemischen Kampfstoffen errichtet. Von der Anlage sind heute praktisch keine Spuren mehr sichtbar.<ref>geschichtsspuren.de: Lufthauptmunitionsanstalt 4/XI Oerrel</ref>
- Südlich des heutigen Golfplatzes in Kohlenbissen wurde 1937 ein Luftwaffenflugplatz, der sogenannte Einsatzhafen Kohlenbissen errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand auf dem Gelände ein Barackenlager für Flüchtlinge und Displaced Persons; heute wird das Gelände von der Bundeswehr als Übungsplatz genutzt.<ref>geschichtsspuren.de: Einsatzhafen Kohlenbissen</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references /> Vorlage:Navigationsleiste Ortschaften von Munster Vorlage:Hinweisbaustein
