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Orchon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Orchon
Орхон
Datei:Selengerivermap.png
Daten
Lage Mongolei
Flusssystem Jenissei
Abfluss über Selenga → Angara → Jenissei → Arktischer Ozean
Quelle am Suwraga-Chairchan im Changai-Gebirge
46° 52′ 24″ N, 101° 9′ 24″ O
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Mündung bei Süchbaatar in die SelengeKoordinaten: 50° 15′ 7″ N, 106° 8′ 14″ O
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Linke Nebenflüsse Tamir
Rechte Nebenflüsse Tuul, Charaa, Scharyn, Jero
Kleinstädte Charchorin, Süchbaatar
Datei:Harhorin.jpg
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Der Orchon bei Charchorin

Vorlage:Infobox Fluss/KATVorlage:Wikidata-Registrierung

Datei:Orchon-mongolei.JPG
Oberlauf des Flusses Orchon
Datei:Orkhon gol 01.JPG
Der Orchon an der Straße von Darchan nach Erdenet
Datei:Orkhon gol 12.JPG
Der Orchon an der Straße von Darchan nach Erdenet
Datei:Orchon.jpg
Orchon Region

Der Orchon (

  1. WEITERLEITUNG Vorlage:mnS-Cyrl

Dauerhafte Service-Weiterleitung, da kyrillische Schrift die regelmäßige Notation in der Wikipedia ist.

Gleichwohl sollte in Artikeln besser explizit das Schriftsystem durch das Suffix -Cyrl gekennzeichnet werden., manchmal auch Orkhon) ist ein 1124 km<ref name="Orchon" /> langer, südwestlicher bzw. rechtsseitiger Zufluss der Selenga (Selenge) im Norden der Mongolei (Asien) und zugleich der längste Fluss der Mongolei.

Geographie[Bearbeiten]

Verlauf[Bearbeiten]

Der Orchon entspringt im Zentrum der Mongolei etwa an der Grenze des Archangai-Aimag zum Öwörchangai-Aimag. Seine Quelle liegt im Ostteil des Changai-Gebirges am Berg Suwraga-Chairchan (Vorlage:Höhe/Fmt m) im Changai-Nuruu-Nationalpark.

Anfangs verläuft der Fluss im Öwörchangai-Aimag nach Südosten, um sich kurz darauf nach Nordosten und dann nach Norden zu wenden, wobei ihm der Tamir zufließt. Etwas später schlägt er östliche Richtung ein, wobei er im Bulgan-Aimag in großen Windungen fließt. Dann erreicht er den Selenge-Aimag und verläuft etwas nach Einmündung des Tuul durch den in diesem liegenden Darchan-Uul-Aimag und danach wieder durch den Selenge-Aimag, in dem er sich nach Nordosten wendet.

Kurz vor der russischen Grenze mündet der Orchon direkt unterhalb von Süchbaatar in die Selenga (Selenge), die von dort überwiegend nordnordostwärts verlaufend dem Baikalsee zufließt.

Zuflüsse[Bearbeiten]

Wichtigster Zufluss des Orchon ist der Tuul, der das südöstliche Einzugsgebiet um Ulaanbaatar abdeckt. Er ist an der Mündung zwar deutlich kleiner als der Orchon, übertrifft diesen jedoch an Länge. Obwohl die Längenangabe von 819 km<ref name="Tuul" /> sicher nicht alle Windungen einbezieht, ist damit das Flusssystem des Orchon mit dem 340 km oberhalb einmündenden Tuul rund 1160 km lang.

Ortschaften[Bearbeiten]

Zu den Ortschaften am Orchon gehören:

Hydrographie, Hydrologie und Eisgang[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet des Orchon ist rund 132.835 km²<ref name="Orchon" /> groß. Dieses Gebiet war mythologischer und administrativer Kernraum der Turkvölker Innerasiens und ist heute der wirtschaftliche Kernraum der Mongolei, was sich auch in der Abwasserbelastung widerspiegelt.

Anfang November bildet sich Eis auf dem Orchon, der nach und nach ganz zufriert. In der Tauperiode, in der Regel ab Mitte Mai, bilden sich starke Hochwässer. Dadurch ergeben sich extrem unterschiedliche mittlere Monatsabflüsse: der mittlere Abfluss im Juli beträgt an der Mündung das 80- bis 90-fache des mittleren Februarwertes.<ref name="MQ" /> Mit seiner Wasserführung von 96,0 m³/s<ref name="MQ" /> ist er an seiner Mündung bei Süchbaatar nur wenig kleiner als die Selenga.

Kulturgeschichte[Bearbeiten]

Das Tal ist wenig erforscht und mythenumwoben, hier siedelten Hunnen, Uiguren und Mongolen, außerdem wurden alttürkische Stammesfürsten bestattet<ref>Bericht über das Orchon-Tal beim SRW, abgerufen am 29. Juni 2020</ref>.

Ein 1220 km² großer Bereich des Orchon-Tals wurde von der UNESCO 1994 unter dem Eintrag "Orkhon Valley Cultural Landscape" in die Liste der Stätten des Weltkultur- und Naturerbes aufgenommen.<ref>UNESCO World Heritage Centre: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar); (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Vorlage:Toter Link/Core (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Ein auf zehn Jahre angelegter Managementplan zum Schutz und zur Entwicklung der Region wurde mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Welterbe aufgelegt.

Die wichtigsten historischen Stätten entlang des Orchon sind wie folgt:

Nach dem Fluss sind benannt[Bearbeiten]

Nach dem Fluss Orchon wurden benannt:

  • der Orchon-Aimag, eine um die Stadt Erdenet gelegene Provinz der Mongolei, obwohl er dessen Territorium nicht berührt, sondern nur ganz knapp daran vorbeifließt,
  • mehrere Sum (Verwaltungsbezirke) gleichen Namens in verschiedenen Aimags (Provinzen) der Mongolei und
  • die Orchon-Runen, eine türkische Schrift aus dem 7. Jahrhundert.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Orchon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Wikidata-Registrierung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Orchon">Webarchiv: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (Orchon) in einer Übersicht mongolischer Gewässer (mongolisch)</ref> <ref name="MQ"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackVorlage:Webarchiv/archiv-botSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (Pegel bei Süchbaatar nahe der Mündung in die Selenge), Zeitraum 1950–1957, auf webworld.unesco.org</ref> <ref name="Tuul">Webarchiv: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden. (Tuul) in einer Übersicht mongolischer Gewässer (mongolisch)</ref> <ref name="CEBosworth">Clifford Edmund Bosworth: Orkhon, in The Encyclopaedia of Islam. New Edition</ref> </references>

Vorlage:Navigationsleiste Welterbe Mongolei