Projekt 1256
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Projekt 1256 Deckname: Topaz ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), NATO-Bezeichnung: „Andryusha-Klasse“) war eine Klasse von schnellen Minenräumschiffen der Sowjetischen Marine. Die beiden Schiffe der Klasse wurden von der Sowjetunion als Erprobungsträger für eine neue Art von Minenräumschiff für das Küstenvorfeld entwickelt, deren Erprobung aber scheiterte, so dass das Projekt nicht fortgesetzt wurde.
Beschreibung[Bearbeiten]
Projekt 1256 wurde entwickelt, um am Meeresgrund liegende Seeminen in den flachen Gewässern vor der Küste durch künstlich gesteigerte Geräusch- und Magnetfeldemissionen zur Explosion zu bringen und sich dann den Auswirkungen der Detonation durch eine Kombination aus hoher Geschwindigkeit und einer speziellen Bauweise entziehen.
Entscheidend für diese Idee war zunächst eine leistungsstarke Maschinenanlage. Man baute dazu neben zwei starken M-504A-3-Schiffsdieselmotoren auch eine 20.000 PS M-8NL-Gasturbine ein, so dass Projekt 1256 für einen schnellen Sprint auf bis zu 40 Knoten beschleunigt werden konnte. Zum Erzeugen eines künstlichen Magnetfeldes, das den Sensoren im Magnetzünder einer Grundmine ein großes Zielschiff vortäuschen konnte, wurden zwei große Stahlbügel mit je einer Zylinderspule (Solenoid) vom Heck kommend über das Achterschiff am Brückenaufbau vorbei und aufs Vorschiff geführt. Mit speziell geformten Propellern und anderen Mechanismen wurde die Abstrahlung von Geräuschen künstlich gesteigert, so dass Minen, die mit Mikrofonen auf Lärm von Schiffen reagierten, in einem größeren Radius getäuscht werden sollten.<ref name="APAL"/>
Um die Gefahr für die Besatzung gering zu halten, sollten die Schiffe im Zielgebiet auch ferngesteuert werden können. Dazu wurde das „Stroy“-Funkfernsteuerungssystem entwickelt, mit dem jedes Schiff gesteuert und die Formation mehrerer Schiffe gehalten werden sollte. Dieses System war der Aufgabe jedoch nicht gewachsen, so dass das Projekt schließlich komplett aufgegeben wurde.<ref name="APAL"/>
Die Bewaffnung bestand aus einem 30-mm-L/63-AK-306-Flugabwehrturm auf dem Vorschiff vor der Brücke.<ref name="APAL">Ю.В.Апальков: Корабли ВМФ СССР. Том IV – Десантные и минно-тральные корабли. Sankt Petersburg, 2007, ISBN 978-5-8172-0135-2, S. 146 und folgende</ref>
Verbleib[Bearbeiten]
Zwei Schiffe wurden bis 1974 gebaut und bis 1993 ausgemustert.<ref name="APAL"/>
Literatur[Bearbeiten]
- Ю.В.Апальков: Корабли ВМФ СССР. Том IV – Десантные и минно-тральные корабли. Sankt Petersburg, 2007, ISBN 978-5-8172-0135-2. (russisch)
Weblinks[Bearbeiten]
- Projekt 1256 bei russianships.info (englisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Aufklärungs-, Vermessungs- und Kommunikationsschiffe: 393A Mirny-Klasse | 394B Primorje-Klasse | 503R Alpinist-Klasse | 861 Moma-Klasse | 864 Vishnya-Klasse | 1128 Sibir-Klasse | 1130 Desna-Klasse | 1826 Balzam-Klasse | 1914 Marschall Nedelin-Klasse | 1941 Kapusta-Klasse
Lazarettschiffe: 320 Ob-Klasse
Tanker: Projekt 92 | 160 Altai-Klasse | 437 Chobi-Klasse | Projekt 563 | 577 Uda-Klasse | 1559V Boris-Tschilikin-Klasse
Werkstattschiffe 725 | 300 Oskol-Klasse | 304 Amur-Klasse
Versorgungsschiffe: 572 MS-6-Klasse | 650 Telnowsk-Klasse | 141 Kaschtan-Klasse | 310 Don-Klasse | 323 Lama-Klasse | 1833 Beresina-Klasse | 1866 Urga-Klasse
Minensucher: 254 | 257D Vanya-Klasse | 264 | 266 Yurka-Klasse | 266M Natya-Klasse | 12660 Gorya-Klasse | 1252 Zhenya-Klasse | 1253 | 1256 Andryusha-Klasse | 1258 Yevgenya-Klasse | 1259 Olya-Klasse | 1265 Sonya-Klasse | 10750 Lida-Klasse | 1300 | 12700
Landungsschiffe: 770/771/773 Polnocny-Klasse | 1171 Alligator-Klasse | 775 Ropucha-Klasse | 1174 Iwan-Rogow-Klasse | 11711 Iwan-Gren-Klasse | Projekt 23900
Landungsboote: 1205 Gus-Klasse | 1206 Lebed-Klasse | 12061 Tsaplya-Klasse | 1232.1 Aist-Klasse | 1232.2 Pomornik-Klasse | 1176 Ondatra-Klasse | 11770 | 21820