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Quibdó

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Quibdó
Quibdó (Departamento del Chocó)
Quibdó (Departamento del Chocó)
Quibdó
Quibdó auf der Karte von Departamento del Chocó
Lage der Gemeinde Quibdó auf der Karte von Chocó
Koordinaten 5° 41′ 35″ N, 76° 39′ 29″ W
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Basisdaten
Staat Kolumbien

Departamento

Chocó
Stadtgründung 1648
Einwohner 141.778 (2025)
Stadtinsignien
Datei:Flag of Quibdó.svg
Datei:Escudo de quibdo.jpg
Detaildaten
Fläche 3337 km²
Bevölkerungsdichte 42 Ew./km2
Höhe 43 m
Gewässer Río Atrato
Postleitzahl 720001–720009
Vorwahl 4
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Rafael Bolaños Pino (2024–2027)
Website www.quibdo-choco.gov.co
Blick über die Stadt
Blick über die Stadt
Blick über die Stadt

Quibdó ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) des Departamentos Chocó in Nordwest-Kolumbien. Sie hat 142.000 Einwohner (Stand: 2025)<ref>Población de Quibdó en 2025. In: telencuestas.com/censos-de-poblacion. Abgerufen am 24. August 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> und liegt am Ufer des Río Atrato in einer der bewaldetsten und niederschlagreichsten Regionen Kolumbiens in der Nähe des Naturparks Emberá mit mehreren Indigenen-Reservaten.

Quibdó ist Sitz des Bistums Quibdó.

Geographie[Bearbeiten]

An die Gemeinde grenzen im Norden und Nordosten Bojayá und Medio Atrato sowie Vigía del Fuerte und Urrao in Antioquia, im Osten El Carmen de Atrato, im Süden Lloró, Atrato und Río Quito und im Westen Alto Baudó.<ref>Información del municipio. Alcaldía de Quibdó - Chocó, abgerufen am 7. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Informationen zur Gemeinde).</ref>

Verwaltung[Bearbeiten]

Quibdó verfügt über eine Fläche von 3.338 km² und wird in folgende corregimientos eingeteilt:

  • Corregimiento de Tutunendo
  • Corregimiento de Neguá
  • Corregimiento de Guayabal
  • Corregimiento de Alta Gracia
  • Corregimiento de TanguíDurchschnittswerte 1971–2000
  • Corregimiento de La Troje
  • Corregimiento de Las Mercedes
  • Corregimiento de Tagachí
  • Corregimiento de Munguidó
  • Corregimiento de Campo Bonito
  • Corregimiento de La Divisa

Klima[Bearbeiten]

Das Klima in Quibdó wird durch feuchtschwüle äquatorialtropische Temperaturen beeinflusst. Die Stadt gilt wegen der sehr hohen Niederschlagsmengen als einer der regenreichsten Orte der Erde. Das feuchtwarme Klima führt dazu, dass es fast jeden Tag für mehrere Stunden heftig regnet. Dagegen gibt es im Jahresverlauf kaum Unterschiede.<ref>In diesen Ländern regnet es noch mehr als bei uns mz-web.de, abgerufen am 21. Juli 2017</ref>


Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Quibdó
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 30,8
Mittl. Tagesmin. (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 22,9
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ Vorlage:Klimatabelle/Format
Regentage (d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Luftfeuchtigkeit (%) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format ⌀ 86,1

Durchschnittswerte 1961–1990

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Quibdó stammt von einem gleichnamigen Kaziken, dessen Herrschaftsgebiet sich im Umfeld der heutigen Stadt erstreckte.

Die Stadt wurde im Jahr 1648 von Indigenen an Fray Matías Abad und den Franziskanerorden geschenkt und Citará benannt. Im Laufe der Zeit wurde sie von den indigenen Ureinwohnern während diverser Zwischenfälle in Brand gesteckt. 1654 erbauten die Jesuiten Pedro Cáceres und Francisco de Orta den Ort erneut auf. Bis 1690 kam es zu Ansiedlungen auf den Ländereien der Kaziken Guasebá und Quibdó unter der Führung von Don Manuel Cañizales, einem Minenschürfer aus Antioquia. 1702 stieg die Bevölkerungszahl und die Stadt wurde nach dem Kolonisten Francisco de Berro San Francisco de Quibdó benannt. Am 2. Februar 1813 erklärte Quibdó seine Unabhängigkeit und wurde 1825 Distrikthauptstadt. 1948 wurde Quibdó die Hauptstadt der Provinz Chocó.

1966 brannten weite Teile der Stadt nieder und mussten neu errichtet werden. Das Umland von Quibdó und vor allem die entlegenen ländlichen Regionen Chocós gehörten lange Zeit zum Aufmarschgebiet paramilitärischer AUC Einheiten<ref>regionale operierende Einheiten des Bloque Pacífico de las Autodefensas</ref> und FARC-Guerrilleros, was militärische Operationen der kolumbianischen Armee zur Kontrolle des Atratogebietes mit sich zog.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Stadt bietet mehrere touristische Sehenswürdigkeiten wie die dem Heiligen Franz von Assisi geweihte Kathedrale, Palacio Municipal, Palacio Episcopal, den Konvent der Claretianer und das Denkmal des Poeten César. Aufgrund seiner Lage, der Naturschätze, Regenwälder und seiner Artenvielfalt bietet die Umgebung von Quibdó Möglichkeiten des Ökotourismus.

Kultur[Bearbeiten]

Zu Ehren des Heiligen Franz von Assisi veranstalten die zwölf Bezirke von Quibdó von September bis Oktober die Fiesta de San Pacho, eine Feier der afro-kolumbianischen Chocó-Ethnie. Dieses Fest verbindet volkstümliche Religion synkretistisch mit dem Katholizismus. Messen und Andachten wechseln sich mit Karnevalsumzügen und anderen Feiern ab, bei denen kostümierte und tanzende Gruppen mit Musik und Festwagen durch die Bezirke ziehen. Prozessionen mit den Heiligenfiguren des Franziskus auf dem Río Atrato und in der Stadt schließen das Fest ab.

Die Fiesta wurde 2012 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.<ref>Festival of Saint Francis of Assisi, Quibdó. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2012, abgerufen am 31. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft in Quibdó wird durch den Abbau natürlicher Ressourcen (Gold und Platin), Holzwirtschaft und Landwirtschaft (Bananen, Kochbananen, Maniok und lokalen Früchten wie Borojo (Alibertia patinoi), Pfirsichpalmen (Bactris gasipaes), Ananas, Kaschu (Anacardium occidentale), Caimito (Chrysophyllum cainito), Almirajó (Patinoa almirajo), Lulo (Solanum quitoense) und andere) bestimmt.<ref>Contexto Regional. prevencionviolencia.univalle.edu.co</ref>

Verkehr[Bearbeiten]

Da die Verkehrsgegebenheiten auf dem Landweg durch Tropenregen häufig beeinträchtigt sind, ist die Flugverbindung von Bogotá, Medellín oder Cali zum Flughafen El Caraño (IATA-Code: UIB) die geeignetste Anreisemöglichkeit. Im Jahr 2010 wurde ein neues Flughafenterminal fertiggestellt.

Die wichtigste Verkehrsader der Region stellt der Río Atrato dar.

Bildung[Bearbeiten]

Quibdó verfügt über mehrere staatliche und private Universitäten. Dazu gehören Universidad Tecnológica del Chocó, Universidad Antonio Nariño, Universidad Cooperativa de Colombia, Fundación Universitaria Remington, UNAD<ref>Universidad Nacional Abierta y a Distancia</ref> und SENA.<ref>Servicio Nacional de Apredizaje</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

darunter Sportler

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Quibdó – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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