Remoxiprid
| Strukturformel | ||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||
| Freiname | Remoxiprid | |||||||||||||||
| Andere Namen |
(S)-3-Brom-N-(1-ethyl-2-pyrrolidinylmethyl)-2,6-dimethoxybenzamid (IUPAC) | |||||||||||||||
| Summenformel |
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| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||
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| Arzneistoffangaben | ||||||||||||||||
| ATC-Code | ||||||||||||||||
| Wirkstoffklasse | ||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||
| Molare Masse |
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| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||
| Schmelzpunkt |
173 °C<ref name="MerckIndex">The Merck Index. An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals. 14. Auflage. 2006, ISBN 0-911910-00-X, S. 1401.</ref> | |||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||
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| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | ||||||||||||||||
Remoxiprid ist ein atypisches Neuroleptikum, das Anfang der 1990er Jahre in der Psychiatrie eingesetzt wurde. Von der chemischen Struktur ist es ein Benzamid.
Geschichte[Bearbeiten]
Remoxiprid war von 1990 (Erstzulassung in Dänemark;<ref name="buschmann2007">H. Buschmann, J. Holenz, A. Párraga, A. Torrens, J. M. Vela, J. L. Díaz (Hrsg.): Antidepressants, Antipsychotics, Anxiolytics. From Chemistry and Pharmacology to Clinical Application. Wiley & Sons, 2007. S. 544</ref> Zulassung in Deutschland ab 1991<ref name="aebl1994" />) bis Ende 1993 für die Therapie schizophrener Psychosen zugelassen. Der Handelsname des Originalpräparats war Roxiam; die tägliche Dosis betrug 150–450 mg (max. 600 mg) in Form von Kapseln zum Einnehmen, auch eine Injektionslösung war verfügbar.
Marktrücknahme[Bearbeiten]
Ende 1993 wurde Roxiam durch die Herstellerfirma weltweit vom Markt genommen,<ref name="buschmann2007" /> als der Widerruf der behördlichen Zulassung für Remoxiprid drohte.<ref name="aebl1994">Remoxiprid-haltige Arzneimittel. Bundesgesundheitsamt: Abwehr von Arzneimittelrisiken (Stufe II). In: Deutsches Ärzteblatt, 91, Heft 1/2, 10. Januar 1994.</ref> Anlass waren tödlich verlaufene Fälle von aplastischer Anämie, einer Schädigung der Blutbildung im Knochenmark, die durch Remoxiprid verursacht wurden (Risiko 1 zu 2000). Der begründete Verdacht auf das schlechte Nutzen-Risiko-Verhältnis dieses niedrigpotenten Neuroleptikums rechtfertigte die Verwendung nicht länger, auch vor dem Hintergrund, dass Remoxiprid in allen Therapiesituationen als durch andere Antipsychotika ersetzbar angesehen wurde.<ref name="aebl1994" />
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />