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Rhenium(III)-chlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Rhenium(III)-chlorid
Vorlage:Farbe Re3+ 0 Vorlage:Farbe Cl−
Kristallsystem

trigonal

Raumgruppe

R3mVorlage:Raumgruppe/160

Gitterparameter

a = 1033 pm, c = 2036 pm

Allgemeines
Name Rhenium(III)-chlorid
Andere Namen
  • Rheniumtrichlorid
  • Trirhenium(III)-nonachlorid
Verhältnisformel ReCl3
Kurzbeschreibung

dunkelroter Feststoff<ref name="Sigma" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 236-987-1
ECHA-InfoCard 100.033.610
PubChem 83581
ChemSpider 75411
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 292,57 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

4,66 g·cm−3<ref name="brauer" />

Schmelzpunkt

500 °C (Zersetzung)<ref name="Sigma" />

Sublimationspunkt

450 °C<ref name="howi103" />

Löslichkeit
  • Hydrolyse in Wasser<ref name="IS12" />
  • löslich in Aceton, Ethanol und konzentrierter Salzsäure<ref name="IS12" />
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Rhenium(III) chloride bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Toxikologische Daten

280 mg·kg−1 (LD50, Maus, i.p.)<ref name="Sigma" />

Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0

−264 kJ·mol−1 <ref name="howi103">A. F. Holleman, N. Wiberg: Anorganische Chemie. 103. Auflage. 2. Band: Nebengruppenelemente, Lanthanoide, Actinoide, Transactinoide. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2016, ISBN 978-3-11-049590-4, S. 1921 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Rhenium(III)-chlorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Rheniums aus der Gruppe der Chloride. Es wurde 1932 von Wilhelm Biltz, Wilhelm Geilmann und Friedrich Wilhelm Wrigge entdeckt.<ref>Wilhelm Biltz, Wilhelm Geilmann und Friedrich Wilhelm Wrigge, Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Rheniumtrichlorid (Memento vom 13. Januar 2017 im Internet Archive), Nachrichten von der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, 1932, S. 579–587</ref>

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Rhenium(III)-chlorid kann durch thermische Zersetzung von Rhenium(V)-chlorid gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1612.</ref>

<chem>3ReCl5 -> Re3Cl9 + 3Cl2 ^ </chem>

Es kann weiterhin durch Umsetzung von Rhenium(V)-chlorid mit Zinn(II)-chlorid bei 250 °C hergestellt werden. Es entsteht mit hoher Ausbeute durch Reaktion von Re2(CH3CO2)4Cl2 mit trockenem Chlorwasserstoff bei 340 °C.<ref name="brauer" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Rhenium(III)-chlorid ist ein dunkelroter Feststoff. Er liegt in Form von dreikernigen diamagnetischen Re3Cl9 Clustern vor,<ref name="Riedel">Erwin Riedel, Christoph Janiak: Anorganische Chemie. Walter de Gruyter & Co KG, 2015, ISBN 978-3-11-038774-2 (books.google.de).</ref> in dem zwei Doppelbindungen zwischen zwei Rhenium(III)-Ionen vorliegen.<ref name="brauer" /> An normal feuchter Luft einige Zeit beständig, in Wasser (Lösung anfänglich rot) und Basen erfolgt Hydrolyse. Es ist unter Bildung tiefroter Lösungen unzersetzt löslich in Aceton, Methanol und Ethanol, konzentrierter Salzsäure<ref name="IS12"></ref>, Eisessig, Dimethylsulfon und Sulfolan (Tetrahydrothiophensulfon). In Salzsäure ist es löslich unter Bildung von [Re3Cl12]3− und ähnlichen Formen. Es reagiert mit Sauerstoff bei 400 °C zu Rheniumoxidchloriden, wird von Wasserstoff bei 250–300 °C zum Metall reduziert und zerfällt bei Temperaturen über 360 °C in Rhenium und Chlor. Der grüne Dampf enthält überwiegend Re3Cl9-Moleküle. Im festen Zustand besitzt es eine trigonale Kristallstruktur mit der Raumgruppe R3m (Raumgruppen-Nr. 160)Vorlage:Raumgruppe/160 und a = 1033 pm und c = 2036 pm. Die Kristallstruktur besteht aus Re3Cl9-Baueinheiten, die über je zwei Chlor-Brücken mit drei anderen Re3Cl9-Gruppen verknüpft sind.<ref name="brauer" />


Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Rhenium(III)-Verbindungen: Rhenium(III)-chlorid | Rhenium(III)-bromid | Rhenium(III)-iodid

Rhenium(IV)-Verbindungen: Rhenium(IV)-fluorid | Rhenium(IV)-chlorid | Rhenium(IV)-bromid | Rhenium(IV)-iodid

Rhenium(V)-Verbindungen: Rhenium(V)-fluorid | Rhenium(V)-chlorid | Rhenium(V)-bromid

Rhenium(VI)-Verbindungen: Rhenium(VI)-fluorid | Rhenium(VI)-chlorid

Andere Oxidationsstufen: Rhenium(VII)-fluorid Vorlage:Klappleiste/Ende