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Rhenium(III)-iodid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Rhenium(III)-iodid
Vorlage:Farbe Re3+ 0 Vorlage:Farbe I−
Kristallsystem

monoklin

Raumgruppe

P21/mVorlage:Raumgruppe/11

Gitterparameter

a = 923,4 pm, b = 1130,9 pm, c = 879,9 pm, β = 110,25°

Allgemeines
Name Rhenium(III)-iodid
Andere Namen

Rheniumtriiodid

Verhältnisformel ReI3
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff<ref name="brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 239-698-9
ECHA-InfoCard 100.036.074
PubChem 12984320
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 566,92 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="Sigma" />

Dichte

6,37 g·cm−3<ref name="brauer" />

Schmelzpunkt

800 °C (Zersetzung)<ref name="brauer" />

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser und verdünnten Säuren<ref name="brauer" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Rhenium(III) iodide, 97% bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Rhenium(III)-iodid ist eine anorganische chemische Verbindung des Rheniums aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Rhenium(III)-iodid kann durch Reaktion einer Perrheniumsäure-Lösung mit Iodwasserstoffsäure und Ethanol oder Methanol gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.) u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band III, Ferdinand Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1615.</ref>

<math>\mathrm{HReO_4 + 3 \ HI + 2 \ C_2H_5OH \longrightarrow ReI_3 + 4 \ H_2O + 2 \ CH_3CHO}</math>

Es lässt sich auch durch thermische Zersetzung von Rhenium(IV)-iodid bei 350 °C<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{2 \ ReI_4 \longrightarrow 2 \ ReI_3 + I_2}</math>

oder durch Reaktion von Rhenium(III)-chlorid mit Bor(III)-iodid bei 310 °C darstellen.<ref name="brauer" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Rhenium(III)-iodid ist ein schwarz glänzender Feststoff mit nadelartigen Kristallen, der wenig löslich in Wasser und verdünnten Säuren ist. Er ist fast unlöslich in Methanol, Ethanol, Ether, Petrolether und Kohlenstofftetrachlorid. In flüssigem Ammoniak ist er unter Solvolyse löslich. Im Vakuum zersetzt er sich langsam, besonders bei erhöhter Temperatur, unter Abgabe von Iod. Er zerfällt beim Erhitzen auf 800 °C in Rhenium und Iod. Rhenium(III)-iodid besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe P21/m (Raumgruppen-Nr. 11)Vorlage:Raumgruppe/11 und den Gitterparametern a = 923,4 pm, b = 1130,9 pm, c = 879,9 pm und β = 110,25°. Die Kristallstruktur besteht aus Re3I9-Baueinheiten (Inselstruktur<ref name="Hans Peter Latscha, Martin Mutz">Hans Peter Latscha, Martin Mutz: Chemie der Elemente. Springer, 2011, ISBN 3-642-16915-5, S. 239 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>), die über Re-I-Re-Brücken zu Zickzack-Ketten verknüpft sind.<ref name="brauer" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Rhenium(III)-Verbindungen: Rhenium(III)-chlorid | Rhenium(III)-bromid | Rhenium(III)-iodid

Rhenium(IV)-Verbindungen: Rhenium(IV)-fluorid | Rhenium(IV)-chlorid | Rhenium(IV)-bromid | Rhenium(IV)-iodid

Rhenium(V)-Verbindungen: Rhenium(V)-fluorid | Rhenium(V)-chlorid | Rhenium(V)-bromid

Rhenium(VI)-Verbindungen: Rhenium(VI)-fluorid | Rhenium(VI)-chlorid

Andere Oxidationsstufen: Rhenium(VII)-fluorid Vorlage:Klappleiste/Ende