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Richard Bloos

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Richard Bloos (* 9. Oktober 1878 in Brühl; † 12. Mai 1957 in Düsseldorf) war ein vom Impressionismus beeinflusster deutscher Maler und Radierer der Düsseldorfer Schule.

Leben[Bearbeiten]

Datei:Musée Européen de la Bière, Beer coaster pic-051.JPG
Bierdeckelmotiv Ein Jeder spricht vom vielen Trinken

Bloos studierte Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort waren Peter Janssen der Ältere, Willy Spatz und Carl Ernst Forberg seine Lehrer. Er wurde dort, wie seine Zeitgenossen Max Stern und Willy Lucas, zur Freilichtmalerei ausgebildet.<ref>Richard Bloos Biografie. Galerie Paffrath, abgerufen am 22. Oktober 2019.</ref> 1906 ging er nach Paris, wo er bis 1914 blieb. Während seines achtjährigen Parisaufenthaltes und seiner Kontakte zu Künstlerkreisen am Montmartre und im Café du Dôme verinnerlichte er wie kaum ein anderer Maler der Düsseldorfer Schule den französischen Impressionismus. Dementsprechend waren seine Motive geprägt von menschenbelebten Alleen, Parkanlagen sowie Marktplätzen.<ref>Richard Bloos Biografie. Galerie Paffrath, abgerufen am 22. Oktober 2019.</ref> Seit 1908 beschickte er Ausstellungen der Münchener Secession und des Pariser Salon. Auch am Salon des Indépendants war er von 1909 bis 1913 vertreten.<ref>Richard Bloos Biografie. Abgerufen am 22. Oktober 2019.</ref> Von 1910 bis 1924 nahm er am Salon der Société nationale des beaux-arts teil und schuf Genreszenen und Pariser Stadtlandschaften.<ref>Bettina Baumgärtel: Chronik der Düsseldorfer Malerschule 1815–2011. In: Bettina Baumgärtel (Hrsg.): Die Düsseldorfer Malerschule und ihre internationale Ausstrahlung 1819–1918. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-702-9, Band 1, S. 375</ref><ref>Christoph Kivelitz: Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 1. Bruckmann Verlag, München 1997, ISBN 3-7654-3009-9, S. 143–144.</ref> 1914 kehrte er nach Düsseldorf zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg wohnte er dort in der Oberkasseler Cheruskerstraße 21.<ref>Cheruskerstraße 21, Bloos, Richard, Kunstmaler; Bloos, Willy, Kunstmaler; E. Bloos, J., Witwe. In: Adreßbuch für die Stadtgemeinde Düsseldorf und die Bürgermeistereien Benrath, 1922</ref>

Schon während seiner Zeit in Paris begann Bloos mit seinen Radierungen. Diese Radierungen wurden als „fraglos beste deutsche Graphik“ bezeichnet.<ref>Paul Horn: Düsseldorfer Graphik in alter und neuer Zeit. Verlag des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1928</ref> Sie karikierten auf eine satirische und humorvolle Weise die Gesellschaft und das Leben in der Gesellschaft.<ref>Christoph Kivelitz: Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Band 1. Bruckmann Verlag, München 1997, S. 143–144.</ref> Werke von Bloos befinden sich im Museum der bildenden Künste in Leipzig und im Rheinischen Landesmuseum Bonn.<ref>Richard Bloos Biografie. Abgerufen am 22. Oktober 2019.</ref>

Richard Bloos hatte einen Bruder, Willi Bloos (1884–1959), der auch an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hatte und Maler wurde.<ref>Liselotte Dom: Erinnerungen an Willi Bloos. Abgerufen am 22. Oktober 2019.</ref> Beide Bloos-Brüder waren Mitglieder im Düsseldorfer Künstlerverein Malkasten,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bestandsliste (Memento des Vorlage:IconExternal vom 12. Juli 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/malkasten.org, Webseite im Portal malkasten.org, abgerufen am 11. September 2016.</ref> Richard Bloos von 1901 bis 1906 und von 1916 bis 1957.

Während seiner Zeit in Düsseldorf nahm er Aufträge als Werbezeichner an. Auch durch Buch-Illustrationen ist er bekannt.<ref>Arthur Linder: Ut der Levermang. Späße und Anekdoten in und um Solingen. Mit Zeichnungen von Richard Bloos, Düsseldorf 1938.</ref> In der Zeit des Nationalsozialismus war Bloos Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Für diese Zeit ist seine Teilnahme an 8 Gruppenausstellungen sicher belegt.<ref>Martin Papenbrock, Gabriele Saure (Hrsg.): Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1. Ausstellungen deutsche Gegenwartskunst in der NS-Zeit. VDG, Weimar, 2000; S. 395 und passim</ref> Als während des Zweiten Weltkriegs sein Düsseldorfer Haus zerstört war, ging er mit seiner Frau Gisela, einer Miniaturmalerin, nach Gerolstein.<ref>Liselotte Dohm: Richard Bloos. Zu seinem 25. Todestag. In: Heimatjahrbuch Vulkaneifel. Jahrgang 1982 (online)</ref> Schon als Kind hatte er dort den Kreisbaumeister, Kunstsammler und Familienfreund Josef Krahe besucht. Während des Zweiten Weltkriegs konnte Bloos Ölmalerei sowie das Radieren für die meiste Zeit nicht ausüben, da ihm das Zubehör fehlte. Allerdings entdeckte er dort seine Liebe zu den versteinerten Seelilien, die in den Gerolsteiner Kalkschichten zu finden sind. Schon bald fing er an, diese Seelilien zu sammeln, zu skizzieren und zu aquarellieren. Außerdem wurde er von der Umgebung der Eifel inspiriert, die so ein weiteres Motiv seiner Werke wurde. Noch heute existieren Aquarelle von Burgen, Bürgerhäusern und alter Mühlen aus dieser Zeit.<ref>Liselotte Dohm: Richard Bloos. Abgerufen am 22. Oktober 2019.</ref>

Am 12. Mai 1957 starb Richard Bloos. Sein Grab ist noch heute auf dem Düsseldorfer Nordfriedhof erhalten.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Datei:Brauerei Schumacher Oststraße Düsseldorf Germany April 2013 (8715137352).jpg
Getränkekarte der Brauerei Schumacher
  • Allée du Luxembourg, 1911
  • Au Jardin du Luxembourg, 1911
  • Le pecheur (Der Fischer), 1911
  • Moulin de la Galette, 1911
  • Scène de Bal au Moulin Rouge, 1912
  • An der Pferderennbahn, 1920
  • Gartencafé (Biergarten), Radierung 1921
  • Allee, 1922
  • Bierdeckel und Getränkekarten der Brauerei Schumacher, Düsseldorf, 1920er bis 1930er Jahre<ref>Jens Prüss: Der Köbes. Ein rheinisches Original. Droste Verlag, Düsseldorf 2016, ISBN 978-3-7700-4128-2 (Google Books)</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Bloos, Richard. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 1: A–D. E. A. Seemann, Leipzig 1953, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
  • Christoph Kivelitz: Bloos, Richard. In: Kunstmuseum Düsseldorf, Galerie Paffrath (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule 1819–1918. Bruckmann Verlag, München 1997, Band 1, S. 143–144.
  • Schloß Burg von Richard Bloos. Eine „neue“ Darstellung von Schloß Burg. In: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land. Heft 4, 1999 und Heft 2, 2005.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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