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Riwetho

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Riwetho

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Riwetho Logo.jpg
Rechtsform Eingetragene Genossenschaft
Gründung 1998
Sitz 46117 Oberhausen (Rheinland) Ripshorster Str. 375
Leitung
  • Ralph Brunotte, Tina Brunotte, Michael Karrer, Karl Heinz Kohnen, Claudia Linz, Volker Wilke (Vorstand)
  • Phillipa Michels (Vorsitz Aufsichtsrat)
Branche Wohnungswirtschaft
Website www.riwetho.de
Stand: 2022
Datei:Siedlung Riwetho.jpg
Zeichnung „Siedlung Ripshorster Straße“, Manuel "Lin" Barneto
Datei:Siedlung Ripshorster Straße57543.jpg
Blick in die Werkstraße (2010)
Datei:Siedlung Ripshorster Straße.jpg
Infotafel „Route der Industriekultur“
Datei:Kindergarten Siedlung Neu Oberhausen ca. 1912.jpg
Kleinkindschule Siedlung „Neu Oberhausen“ ca. 1912

Riwetho eG – Genossenschaft für selbstverwaltetes, multikulturelles, soziales und ökologisches Wohnen ist eine standortgebundene Wohnungsbaugenossenschaft in Oberhausen. Sie ist 1998 aus einer Bewohnerinitiative zum Kauf der abrissbedrohten Siedlung „Ripshorster Straße“ der Thyssen AG am Rande der Neuen Mitte Oberhausen hervorgegangen und versteht sich als Bewohnergenossenschaft und Modell einer selbstverwalteten Wohnsiedlung.<ref>„Mehr als Mieter“ abgerufen am 5. März 2014</ref> Riwetho ist unter GnR 253 im Handels- und Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Duisburg eingetragen. Neben der obligatorischen Mitgliedschaft in einem Prüfungsverband bestehen Mitgliedschaften im Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen und im Wohnbund.

Wohnungsbestand[Bearbeiten]

Der Wohnungsbestand der Genossenschaft besteht aus der zwischen Neue Mitte Oberhausen, Rhein-Herne-Kanal und Haus Ripshorst gelegenen Siedlung „Ripshorster Straße“, intern auch „Ripse“ genannt, und umfasst 22 Häuser mit 68 Wohnungen. Es ist der erhalten gebliebene Wohnungsbestand der ehemaligen Werkssiedlung „Neu Oberhausen“, die in Bauabschnitten 1889, 1910 und 1927 für Angehörige des Stahl- und Walzwerks „Neu Oberhausen“ der Gutehoffnungshütte (GHH) errichtet wurde. Die ursprüngliche Planung der Erstellung von Bürgerhaus und Konsumanstalt wurde aufgrund der Weltwirtschaftskrise nicht mehr verwirklicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zerstörte oder beschädigte Häuser wieder aufgebaut, nicht aber die Gemeinschaftseinrichtungen Kleinkindschule (Bruno Möhring) und der Lebensmittelladen. Den Abrissplänen der späteren Eigentümerin Thyssen AG fielen 1969 die acht Häuser an der Osterfelder Straße zum Opfer.

Zu Beginn der ersten Bauphase wurden Grundrisse der Siedlung und der Häuser auf der Weltausstellung Paris 1889 präsentiert.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.„Ausflugstipps Rhein-Ruhr“ (Memento vom 6. März 2014 im Internet Archive)</ref> Alle Häuser sind entsprechend der Bauabschnitte in die Liste der Baudenkmäler in Oberhausen eingetragen. Die Siedlung „Ripshorster Straße“ ist Bestandteil der Route der Industriekultur und darin Station der Themenrouten Oberhausen: Industrie macht Stadt und zusammen mit den GHH-Siedlungen Eisenheim, Stemmersberg und Grafenbusch Station der Themenroute Arbeitersiedlungen.<ref>Route der Industriekultur</ref>

Das Siedlungsbild diente schon mehrmals als Filmkulisse. Das ZDF drehte 1982 aufgrund des seinerzeit noch anzutreffenden Originalzustands der Siedlung den 13-Teiler Die Pawlaks – Eine Geschichte aus dem Ruhrgebiet. Für Sönke Wortmanns Das Wunder von Bern wurde die Werkstraße 2002 als Filmkulisse hergerichtet. Der Film erinnert an den sensationellen Sieg der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der Fußballweltmeisterschaft 1954 und zeichnet zugleich das Porträt einer Familie im Nachkriegsdeutschland.<ref>Die Werkstraße, Drehort für das Wunder von Bern</ref>

Genossenschaftsgründung[Bearbeiten]

Die Thyssen AG übernahm 1968 die Aktienmehrheit an der Hüttenwerke Oberhausen AG, dem Stammwerk der GHH, und betrieb den Abriss der Siedlung. Frei werdende Wohnungen wurden nicht mehr vermietet. 1980 entstand eine Bewohnerinitiative aus ehemaligen Werksangehörigen und zugezogenen Studenten, die sich für den Erhalt einsetzte und leer stehende Siedlungshäuser besetzte. Jahrelange, wechselvolle Verhandlungen mit Thyssen und der Stadt Oberhausen führten schließlich 1998 zur Genossenschaftsgründung und 2001 zu einer Einigung. Die Bewohnergenossenschaft Riwetho eG kaufte die Siedlung und verpflichtete sich als Eigenleistung zur Modernisierung der Siedlungshäuser und Sanierung der Siedlungsstraßen sowie von Versorgungsleitungen. Die denkmalgerechte, öffentliche geförderte Modernisierung der Häuser steht vor dem Abschluss. Durch fachlich angeleitete Selbsthilfeleistungen der Bewohner konnten die Mieten weiterhin niedrig gehalten werden.<ref>Modernisierung kommt voran. In: Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung. Funke Mediengruppe, 17. Februar 2008, abgerufen am 1. Mai 2025.</ref>

Die Namensbezeichnung „Riwetho“ ist abgeleitet aus den Anfangsbuchstaben der drei Siedlungsstraßen Ripshorster Straße, Werk- und Thomasstraße. Die sprachliche Nähe zur ehemaligen südafrikanischen Township Soweto ist beabsichtigt.

Verein und Gemeinschaftshaus[Bearbeiten]

Der Verein „Riwetho e. V. – Interessengemeinschaft zum Erhalt der Arbeitersiedlung Ripshorster-, Werk- und Thomasstraße“ wurde 1987 gegründet. Der Antrag des Vereins an die Internationale Bauausstellung Emscherpark (1989–1999), die Siedlung als innovatives Wohnprojekt mit sozialen, kulturellen und ökologischen Ansätzen zu fördern und damit zu ihrem Erhalt beizutragen, wurde nicht angenommen. Gegen Ende der IBA Emscherpark konnte aber im Rahmen des Projektaufrufs „Initiative ergreifen“ der Bau eines barrierefreien Gemeinschaftshauses<ref>Hübner/Forster</ref> auf dem Grundstück des früheren Kindergartens und Lebensmittelladens in der Werkstraße begonnen werden, das nach Fertigstellung 2003 vom Bewohnerverein bewirtschaftet wird.<ref>Gudrun Mattern: Zeitzeuge für Gemeinschaftssinn in Oberhausen. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Funke Mediengruppe, 6. Januar 2016, abgerufen am 23. Januar 2016.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Siedlung Ripshorster Straße – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): | Zechenpark Friedrich Heinrich | Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | St.-Antony-Hütte | Villa Hügel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | Henrichshütte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm

Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | 26. Sakralbauten | 27. Eisen & Stahl | 28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen | 29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers | 30. Gelsenkirchen | 31. Route Industriekultur und Bauhaus | per Rad

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Siedlung Eisenheim Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Stemmersberg | Siedlung Grafenbusch | Siedlung Ripshorster Straße | Siedlung Lohberg | Siedlung Wehofen | Dichter-Viertel | Siedlung Hüttenheim | Margarethensiedlung | Beamtensiedlung Bliersheim | Siedlung Rheinpreußen Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Johannenhof | Kolonie Meerbeck | Siedlung Repelen | Alt-Siedlung Friedrich-Heinrich Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Niederberg – Alte und Neue Kolonie | Bergarbeitersiedlung Mausegatt | Siedlung Karnap | Margarethenhöhe Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Altenhof II Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Brandenbusch | Siedlung Carl Funke | Gartenstadt Hüttenau | Kolonie Friedlicher Nachbar | Siedlung Dahlhauser Heide Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Lange Riege Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Walddorf-Siedlung | Cuno-Siedlung | Kreinberg-Siedlung | Siedlung Vogelsang | Zechensiedlung Neustadt Ahlen | D-Zug-Siedlung Rünthe | Victoria-Siedlung | Siedlung Ziethenstraße Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Bergarbeiter-Wohnmuseum | Müsersiedlung | Bergbaubeamtensiedlung Neu-Asseln | Alte Kolonie Eving Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg mit Wohlfahrtsgebäude | Siedlung Oberdorstfeld | Kolonie Landwehr | Siedlung Teutoburgia Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Dreieck-Siedlung Hochlarmark | Siedlung Flöz Dickebank Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Klapheckenhof | Vittinghoff-Siedlung | Siedlung Schüngelberg Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Spinnstuhl | Gartenstadt Welheim Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Siedlung Zweckel | Siedlung Fürst Leopold

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Zinkfabrik Altenberg | Siedlung Gustavstraße Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Hauptbahnhof Oberhausen | Altmarkt | Bert-Brecht-Haus | Friedensplatz Oberhausen | Rathaus Oberhausen und Grillopark | Direktorenvilla der Zeche Concordia | Ebertplatz | Knappenhalde | Zeche Oberhausen | Siedlung Ripshorster Straße Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Hauptlagerhaus der GHH | Turbinenhalle Oberhausen | Gusseiserner Eingangsbogen der Gutehoffnungshütte | Werksgasthaus der GHH | Hauptverwaltung der GHH | Wasserturm Oberhausen | Gasometer Oberhausen Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Siedlung Grafenbusch Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Ludwiggalerie Schloss Oberhausen | Westfriedhof Lirich | Rhein-Herne-Kanal und Schleuse Oberhausen | Zeche Concordia, Schacht 6 und Theater an der Niebuhrg | Zeche Osterfeld | Siedlung Eisenheim Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Johanniter-Krankenhaus Sterkrade | Friedenskirche Sterkrade | Siedlung Stemmersberg Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | HOAG-Trasse | Zeche Sterkrade | Siedlung Dunkelschlag Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Ruhrchemie | Baumeister Mühle | Zeche Osterfeld, Schacht IV | St.-Antony-Hütte Datei:RouteIndustriekultur Ankerpunkt Symbol.svg | Halde Haniel Datei:RouteIndustriekultur Panorama Symbol.svg | Revierpark Vonderort | Siedlung Vondern Datei:RouteIndustriekultur Siedlung Symbol.svg | Brache Vondern | Emscher-Klärpark | Haus Ripshorst

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Koordinaten: 51° 29′ 36,1″ N, 6° 53′ 27,5″ O

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