Roland Collombin
| Roland Collombin Vorlage:SportPicto | |||||||||||||
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| Roland Collombin, 1973 | |||||||||||||
| Nation | |||||||||||||
| Geburtstag | 17. Februar 1951 | ||||||||||||
| Geburtsort | Versegères, Schweiz | ||||||||||||
| Grösse | 174 cm | ||||||||||||
| Gewicht | 80 kg | ||||||||||||
| Sterbedatum | 10. Juli 2026 | ||||||||||||
| Sterbeort | Versegères, Schweiz | ||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||
| Disziplin | Abfahrt | ||||||||||||
| Karriereende | 1975 | ||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||
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| Platzierungen im Alpinen Skiweltcup | |||||||||||||
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Roland Collombin (* 17. Februar 1951 in Versegères; † 10. Juli 2026<ref>Sport-Schweiz trauert – Ski-Legende Roland Collombin (†75) ist tot, blick.ch, 10. Juli 2026, abgerufen am 10. Juli 2026.</ref> ebendort) war ein Schweizer Skirennfahrer, der zu Beginn der 1970er Jahre zur Weltspitze in der Abfahrt zählte und für seine riskante Fahrweise bekannt war.
Biografie[Bearbeiten]
Seine grössten Erfolge waren der zweite Platz bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo (hinter Bernhard Russi) sowie der zweimalige Gewinn des Abfahrtsweltcups in den Jahren 1973 und 1974. Ausserdem wurde er 1973 Dritter in der Gesamtwertung. Insgesamt gewann er acht Weltcuprennen, vier davon innerhalb von 21 Tagen; dazu kommen drei zweite Plätze. Aufgrund der Erfolge in den vorherigen Saisonabfahrten galt er als grosser Favorit für die Weltmeisterschaften 1974 in St. Moritz, bei der er aber an derselben Stelle wie Werner Grissmann stürzte (Collombins erster Ausfall in diesem Rennwinter). Allerdings war er bereits nach dem Gleitstück 0,45 s hinter Sieger David Zwilling gelegen.<ref>St. Moritz ist bereit. In: Die Tat. 1. Februar 1974, S. 3.</ref><ref>Sieggewohnte Schweizer Abfahrer auf «Heimatpiste» geschlagen. Collombin durch Sturz ausgeschieden. In: Walliser Bote. 11. Februar 1974, S. 6.</ref>
Am 8. Dezember 1974, beim ersten Abfahrtsrennen der Saison in Val-d’Isère stürzte er und zog sich eine Verstauchung der Wirbelsäule zu, wodurch er ein Jahr lang pausieren musste. Am 6. Dezember 1975<ref>Der schwarze Samstag von Val-d’Isère. In: Die Tat. 7. Dezember 1975, S. 12.</ref> stürzte er im zweiten Trainingslauf an der genau gleichen Stelle. Er verletzte sich dabei so schwer (Bruch zweier Rückenwirbel), dass er zwei Tage lang gelähmt war und danach seine Sportkarriere mit nur 24 Jahren beenden musste. Dieser Sprung auf der Piste Oreiller-Killy wird seither Bosse à Collombin genannt.
Seit dem Abschluss seiner Karriere als Skifahrer war Collombin als Winzer, Weinhändler und Hotelier tätig. Zuerst führte er ein Bistro in seinem Heimatort Versegères, 2015 eröffnete er sein «Raclette-Stübli» «Streif» (benannt nach der berühmten Abfahrt in Kitzbühel) in Martigny.<ref>Andreas Ineichen: «Habe gut gelebt und trotzdem gesiegt». In: Luzerner Zeitung. 24. Januar 2015 (Interview).</ref> 2024/2025 stand er wegen Hals- und Leberkrebs in Behandlung. Ein Teil der Leber wurde im August 2025 entfernt.<ref>ifahrer Roland Collombin spricht über den Krebs Ski-Legende Roland Collombin hat Krebs «Ich habe Angst vor dem Sterben – weil das Leben so wunderschön ist»</ref>
Collombin starb im Juli 2026 im Alter von 75 Jahren in seinem Elternhaus in Versegères, wo er auch geboren wurde.<ref>Im Alter von 75 Jahren - Ski-Legende Roland Collombin verstorben, SRF Sport, 10. Juli 2026, abgerufen am 10. Juli 2026.</ref><ref>Remo Geisser: Der letzte Flug der Taube: Die Schweizer Ski-Legende Roland Collombin ist tot. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. Juli 2026, abgerufen am 12. Juli 2026.</ref>
Erfolge[Bearbeiten]
Olympische Spiele (auch WM)[Bearbeiten]
- Sapporo 1972: 2. Abfahrt
Weltcupwertungen[Bearbeiten]
Roland Collombin gewann zweimal die Disziplinenwertung in der Abfahrt.
| Saison | Gesamt | Abfahrt | ||
|---|---|---|---|---|
| Platz | Punkte | Platz | Punkte | |
| 1971/72 | 38. | 8 | 15. | 8 |
| 1972/73 | 3. | 131 | 1. | 120 |
| 1973/74 | 4. | 140 | 1. | 120 |
Weltcupsiege[Bearbeiten]
Collombin errang insgesamt 11 Podestplätze, davon 8 Siege:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 15. Dezember 1972 | Gröden | Italien | Abfahrt |
| 6. Januar 1973 | Garmisch-Partenkirchen | Deutschland | Abfahrt |
| 7. Januar 1973 | Garmisch-Partenkirchen | Deutschland | Abfahrt |
| 27. Januar 1973 | Kitzbühel | Österreich | Abfahrt |
| 6. Januar 1974 | Garmisch-Partenkirchen | Deutschland | Abfahrt |
| 12. Januar 1974 | Avoriaz | Frankreich | Abfahrt |
| 19. Januar 1974 | Wengen | Schweiz | Abfahrt |
| 26. Januar 1974 | Kitzbühel | Österreich | Abfahrt |
Literatur[Bearbeiten]
- Roland Collombin im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
- Philipp Rindlisbacher: Partys, Gefängnis, Unfälle – so lebt der wildeste Skifahrer der Schweiz. In: Tages-Anzeiger, 11. Januar 2022 (Paywall).
Weblinks[Bearbeiten]
- Roland Collombin in der Datenbank des Internationalen Skiverbands (englisch)
- Roland Collombin in der Datenbank von SKI-DB.com (englisch)
- Vorlage:Olympedia
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Collombin, Roland |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Skirennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 17. Februar 1951 |
| GEBURTSORT | Versegères |
| STERBEDATUM | 10. Juli 2026 |
| STERBEORT | Versegères |
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- Alpiner Skirennläufer (Schweiz)
- Olympiateilnehmer (Schweiz)
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 1972
- Teilnehmer einer Alpinen Skiweltmeisterschaft
- Sportler (Kanton Wallis)
- Schweizer
- Geboren 1951
- Gestorben 2026
- Mann