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Samarium(II)-bromid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Samarium(II)-bromid
Vorlage:Farbe Sm2+ 0 Vorlage:Farbe Br−
Allgemeines
Name Samarium(II)-bromid
Andere Namen

Samariumdibromid

Verhältnisformel SmBr2
Kurzbeschreibung

rotbrauner Feststoff<ref name="brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
PubChem 11833842
ChemSpider 10008489
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 310,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="brauer" />

Schmelzpunkt

669 °C<ref name="brauer" />

Siedepunkt

1250 °C<ref name="brauer" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Samarium(II)-bromid ist eine anorganische chemische Verbindung des Samariums aus der Gruppe der Bromide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Samarium(II)-bromid kann durch Reduktion von Samarium(III)-bromid mit Samarium im Vakuum bei 800 bis 900 °C gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 1081.</ref>

<math>\mathrm{Sm + 2 \ SmBr_3 \longrightarrow 3 \ SmBr_2}</math>

Auch die Darstellung durch thermische Zersetzung von Samarium(III)-bromid bei 200 °C unter relativ großer Verlusten durch Disproportionierung ist möglich.<ref name="brauer" />

<math>\mathrm{2 \ SmBr_3 \longrightarrow 2 \ SmBr_2 + Br_2}</math>

Die Verbindung wurde erstmals 1934 durch Selwood durch Reduktion von Samarium(III)-bromid mit Wasserstoff bei 740 °C synthetisiert.<ref name="David J. Procter, Robert A. Flowers, Troels Skrydstrup">David J. Procter, Robert A. Flowers, Troels Skrydstrup: Organic Synthesis Using Samarium Diiodide: A Practical Guide. Royal Society of Chemistry, 2010, ISBN 1-84755-110-6, S. 157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

<math>\mathrm{2 \ SmBr_3 + H_2 \longrightarrow 2 \ SmBr_2 + 2 \ HBr}</math>

Später wurde Syntheseverfahren aus Samarium(III)-oxid oder aus Lithiumbromid und Samarium(II)-iodid in Tetrahydrofuran oder durch Reaktion von Samarium mit 1,1,2,2-Tetrabromethan entwickelt.<ref name="David J. Procter, Robert A. Flowers, Troels Skrydstrup" />

Eigenschaften[Bearbeiten]

Samarium(II)-bromid ist ein rotbrauner Feststoff. Die Verbindung ist äußerst hygroskopisch und kann nur unter sorgfältig getrocknetem Schutzgas oder im Hochvakuum aufbewahrt und gehandhabt werden. An Luft oder bei Kontakt mit Wasser geht er unter Feuchtigkeitsaufnahme in Hydrate über, die aber instabil sind und sich mehr oder weniger rasch unter Wasserstoff-Entwicklung in Oxidbromide verwandeln. Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Strontiumbromid-Typ bzw. Blei(II)-chlorid-Typ.<ref name="brauer" />

Verwendung[Bearbeiten]

Samarium(II)-bromid wird in der organischen Chemie zum Beispiel zur Pinakol-Kupplung von Aldehyden und Ketonen und Kreuzkupplung von Carbonylverbindungen verwendet, wobei es bei diesen Reaktionen bessere Eigenschaften als das häufig verwendete Samarium(II)-iodid besitzt.<ref name="David J. Procter, Robert A. Flowers, Troels Skrydstrup" /> Es wird als Reduktionsmittel eingesetzt.<ref name="Andreas P. Zörb">Andreas P. Zörb: Samarium(II)-halogenid-vermittelte alpha-Defunktionalisierung geschützter ... Lulu.com, 2010, ISBN 1-4461-2753-2, S. 62 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (II): Samarium(II)-fluorid | Samarium(II)-chlorid | Samarium(II)-bromid | Samarium(II)-iodid

Oxidationsstufe (III): Samarium(III)-fluorid | Samarium(III)-chlorid | Samarium(III)-bromid | Samarium(III)-iodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Navigationsleiste Lanthanoidbromide