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Samarium(II)-chlorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Samarium(II)-chlorid
Vorlage:Farbe Sm2+ 0 Vorlage:Farbe Cl−
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

Pnma (Nr. 62)Vorlage:Raumgruppe/62

Gitterparameter

a = 900,9 pm, b = 756,2 pm, c = 450,7 pm<ref name ="Meier_Schleid">G. Meier und Th. Schleid: The metallothermic reduction of several rare-earth trichlorides with lithium and sodium. In: Journal of the Less-Common Metals 116, 1986, S. 187–197, doi:10.1016/0022-5088(86)90228-6.</ref>

Allgemeines
Name Samarium(II)-chlorid
Andere Namen

Samariumdichlorid

Verhältnisformel SmCl2
Kurzbeschreibung

dunkelbrauner Feststoff<ref name="brauer" />

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 237-631-8
ECHA-InfoCard 100.034.196
PubChem 6393953
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 221,27 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="brauer" />

Dichte

3,69 g·cm−3<ref name="William M. Haynes">William M. Haynes: CRC Handbook of Chemistry and Physics, 93rd Edition. CRC Press, 2012, ISBN 1-4398-8049-2, S. 4–86 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Schmelzpunkt

850 °C<ref name="brauer" />

Siedepunkt

1310 °C<ref name="brauer" />

Löslichkeit

löslich in Tetrahydrofuran<ref name="Jane E. Macintyre" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Samarium(II)-chlorid ist eine anorganische chemische Verbindung des Samariums aus der Gruppe der Chloride und kristallisiert in der PbCl2-Struktur.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Samarium(II)-chlorid kann durch Reduktion von Samarium(III)-chlorid mit Samarium im Vakuum bei 800 bis 900 °C oder Wasserstoff bei 350 °C gewonnen werden, wobei jedoch letztere Reaktion lange Reaktionszeiten erfordert und unerwünschte Nebenreaktionen auftreten.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 1081.</ref>

<math>\mathrm{2 \ SmCl_3 + Sm \longrightarrow 3 \ SmCl_2}</math>
<math>\mathrm{2 \ SmCl_3 + H_2 \longrightarrow 2 \ SmCl_2 + 2 \ HCl}</math>

Auch die Darstellung durch Reduktion des Samarium(III)-chlorid mit Zink in einem Schmelzfluss aus Zink(II)-chlorid bei 500 °C ist möglich.<ref name="brauer" />

Die Verbindung lässt sich auch durch Reduktion mit Lithium-Naphthalin gewinnen.<ref name="DOI10.1007/BF00903752">Kurt Rossmanith: Herstellung der klassischen Seltenerd(II)-chloride in Lösung. In: Monatshefte für Chemie. 110, 1979, S. 109–114, doi:10.1007/BF00903752.</ref> Andere Reduktionsmittel wie Natrium oder Magnesium<ref>Advances in Inorganic Chemistry and Radiochemistry. Academic Press, 1977, ISBN 0-08-057869-1, S. 9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> können ebenfalls verwendet werden.

<math>\mathrm{SmCl_3 + Li \longrightarrow SmCl_2 + LiCl}</math>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Samarium(II)-chlorid ist ein dunkelbrauner Feststoff. Die Verbindung ist äußerst hygroskopisch und kann nur unter sorgfältig getrocknetem Schutzgas oder im Hochvakuum aufbewahrt und gehandhabt werden. An Luft oder bei Kontakt mit Wasser geht er unter Feuchtigkeitsaufnahme in Hydrate über, die aber instabil sind und sich mehr oder weniger rasch unter Wasserstoff-Entwicklung in Oxidchloride verwandeln. Die Verbindung besitzt eine Kristallstruktur vom Blei(II)-chlorid-Typ.<ref name="brauer" /> Oberhalb von 680 °C existiert auch eine kubische Modifikation.<ref name="Jane E. Macintyre">Jane E. Macintyre: Dictionary of Inorganic Compounds. CRC Press, 1992, ISBN 0-412-30120-2, S. 2903 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Verwendung[Bearbeiten]

Samarium(II)-chlorid wird (wie auch Samarium(II)-iodid und Samarium(II)-bromid) in der organischen Chemie zum Beispiel für Pinakol-Kupplungsreaktionen verwendet.<ref name="David J. Procter, Robert A. Flowers, Troels Skrydstrup">David J. Procter, Robert A. Flowers, Troels Skrydstrup: Organic Synthesis Using Samarium Diiodide: A Practical Guide. Royal Society of Chemistry, 2010, ISBN 1-84755-110-6, S. 157 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref>

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Oxidationsstufe (II): Samarium(II)-fluorid | Samarium(II)-chlorid | Samarium(II)-bromid | Samarium(II)-iodid

Oxidationsstufe (III): Samarium(III)-fluorid | Samarium(III)-chlorid | Samarium(III)-bromid | Samarium(III)-iodid Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Navigationsleiste Lanthanoidchloride