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Samthäubchen

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Samthäubchen
Datei:2008-12-23 Conocybe tenera (Schaeff.) Fayod 33118 crop.jpg

Roststieliges Samthäubchen (Conocybe tenera)

Systematik
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: Agaricomycetidae
Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
Familie: Mistpilzverwandte (Bolbitiaceae)
Gattung: Samthäubchen
Wissenschaftlicher Name
Conocybe
Fayod

Die Samthäubchen (Conocybe) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Mistpilzverwandten (Bolbitiaceae) und umfassen etwa 150 eigenständige Arten.<ref name="Hallen" /> Die Typusart ist das Roststielige Samthäubchen (Conocybe tenera).<ref name="mycobank" /> Es sind meist kleine, helmlingsartige Pilze ohne Velum oder Schleier. Die angewachsenen oder freien Lamellen stehen dichter als bei den sehr ähnlichen Häublingen (Galerina) und das Sporenpulver ist zimtbraun bis rostbraun. Die Huthaut ist ein Hymeniderm und die Lamellenschneiden tragen immer lecythiforme Zystiden, Pleurozystiden fehlen. Die meist nitrophilen Saprobionten kommen auf Rasen, Weide, in Gärten oder auf Mist vor, in Wäldern sind sie eher selten.<ref name="MycoKey" /><ref name="Gibson" /> Üblicherweise wird die Gattung den sogenannten Little brown mushrooms zugeordnet.

Merkmale[Bearbeiten]

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Gattung Conocybe besteht überwiegend aus sehr kleinen bis kleinen, zierlichen und leicht zerbrechlichen Pilzen. Ihr dünner, glatter, 0,3–7 cm breiter Hut ist kegelig bis glockenförmig und hat eine weißliche, gelbe, hellbeige oder ocker- bis rostbraune Färbung. Bei Feuchtigkeit scheinen die Brauntöne stärker durch. Diese Eigenschaft nennt man hygrophan. Die Lamellen sind angeheftet bis frei und erst ockerlich und bei Sporenreife meist blass rostbraun gefärbt. Die Lamellenschneiden sind blasser, oft flockig und gezähnelt bis schartig. Das Sporenpulver ist zimt- bis rostbraun. Der weiße bis braune Stiel ist dünn, steif, 15 bis 140 mm lang und 0,5 bis 12 mm breit, selten hat er eine 14 mm breite Knolle, ein Velum partiale oder ein Ring kommt nicht vor. Das Fleisch ist weich und zerbrechlich und selten gefärbt.<ref name="MycoKey" /> Der Geschmack ist in der Regel mild.

Wenig typisch und innerhalb der Gattung eine Ausnahme ist das Ansehnliche Samthäubchen (Conocybe intrusa), dessen kompakte Fruchtkörper eher an einen Fälbling erinnern.<ref name="Ryman1992" />

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die meist glatten Sporen sind elliptisch, mandel- bis zitronenförmig oder sechseckig und werden 4,5–20 µm lang und 3–10 µm breit. Bei den Vertretern der Untergattung Ochromarasmius tragen sie auch niedrige, runde Warzen. Die inamyloiden Sporen sind dickwandig und haben an der Spitze meist einen deutlichen Keimporus. Bei den zwei- bis viersporigen Basidien können arttypisch an der Basis Schnallen ausgebildet sein oder auch fehlen. Während Pleurozystiden fehlen, sind die gattungscharakteristischen Cheilozystiden auf den Lamellenschneiden immer vorhanden. Sie werden als „lecythiform“ bezeichnet, weil sie mit dem Köpfchen an ihrer Spitze wie die vasenartigen Gefäße aussehen, in denen die alten Griechen ihr Olivenöl aufbewahrten. Einige Mykologen vergleichen die Zellen auch mit Kegelfiguren.

Das Hyphensystem ist monomitisch, ist also nur aus gleichartigen Hyphen aufgebaut. Auch bei den Hyphen können artabhängig Schnallen vorhanden sein oder fehlen. Die zellig aufgebaute Huthaut (Pileipellis) ist ein Hymeniderm oder Ixohymeniderm und besteht aus rundlichen bis birnförmigen Zellen. Das Lamellentrama ist regelmäßig.<ref name="krieglsteiner" /><ref name="MycoKey" />

Gattungsabgrenzung[Bearbeiten]

Verwechslungsgefahr besteht mit den Vertretern der Gattungen Mistpilze (Bolbitius), ferner Faserlinge, Ackerlinge, Tintlinge, Trompetenschnitzlinge sowie die teils hochgiftigen Häublinge.<ref name="natur-in-nrw" />

Einige Autoren stellen auch die Arten aus der Gattung der Glockenschüpplinge (Pholiotina) in die Gattung Conocybe, doch werden in neueren Systematiken (Hausknecht & Krisai 2007 und E. Arnolds 2003) die Glockenschüpplinge als eigene Gattung wieder abgetrennt.<ref name="pilzbestimmung" />

Verbreitung und Ökologie[Bearbeiten]

Samthäubchen-Arten sind in Europa, Asien, Nordafrika, sowie ganz Amerika, besonders in den USA und Kanada, verbreitet. Sie wachsen bevorzugt auf grasreichen Flächen wie Weiden, Wegrändern oder Wiesen, außerdem auf Dung. Lichte Laubwälder bieten ebenfalls günstige Wachstumsbedingungen.<ref name="Gibson" /><ref name="Ryman1992" />

Arten[Bearbeiten]

Die Gattung der Conocybe umfasst strenggenommen knapp 150 Arten. Die Abgrenzung der Taxa auf Artebene ist hierbei nicht abschließend geklärt.<ref name="Hausknecht" /> Außerdem bestehen auf Seiten der Mykologen verschiedene Auffassungen zur Einordnung. Unter Berücksichtigung der Varietäten und Formen ergeben sich etwa verschiedene 240 Taxa. In Europa sind über 100 Arten und Varietäten bekannt bzw. zu erwarten.<ref name="Strittmatter2007" /> In Österreich wurden 93 Arten gemeldet.<ref name="mykodata.net" />

Samthäubchen (Conocybe) in Europa
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat
Milchweißes Samthäubchen Conocybe albipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G.H. Otth 1871) Hausknecht 1998
Zweisporiges Wurzel-Samthäubchen Conocybe ambigua Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Arnolds 1983
Kohlen-Samthäubchen Conocybe anthracophila Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maire & Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1983
Eckigsporiges Wurzel-Samthäubchen Conocybe antipus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Lasch 1828 : Fries 1832) Fayod 1889
Gold-Samthäubchen Conocybe aurea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jul. Schäffer 1930) Hongo 1963
Zweisporiges Samthäubchen Conocybe bispora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Singer 1977) Hausknecht 1998
Gesägtblättriges Samthäubchen Conocybe brachypodii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1947) Hausknecht & Svrcek 1999
Büscheliges Samthäubchen Conocybe cettoiana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht & Enderle 1992
Zerbrechliches Samthäubchen Conocybe crispella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Murrill 1942) Singer 1950
Zylinderhütiges Samthäubchen Conocybe cylindracea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Maire & Kühner 1935 ex Singer 1959
Schleimiges Samthäubchen Conocybe deliquescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht & Krisai-Greilhuber 2006
Hecken-Samthäubchen Conocybe dumetorum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1921) Svrcek 1956
Dünen-Samthäubchen Conocybe dunensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.T.J. Wallace 1960
Dunkelscheiteliges Samthäubchen Conocybe echinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1947) Singer 1989
Dunkelscheiteliges Samthäubchen Conocybe echinata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1947) Singer 1989
Wurzelndes Mist-Samthäubchen Conocybe fimetaria Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Watling 1986
Dattelbraunes Wurzel-Samthäubchen Conocybe fiorii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(D. Saccardo 1898) Watling 1981
Fleischrosa Samthäubchen Conocybe fragilis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Peck 1897) Singer 1950
Viersporiges Mist-Samthäubchen Conocybe fuscimarginata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Murrill 1942) Singer 1969
Riesensporiges Samthäubchen Conocybe gigasperma Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Enderle & Hausknecht 1992
Dunkles Gras-Samthäubchen Conocybe graminis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 1996
Kräuter-Samthäubchen Conocybe herbarum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 1996
Eckigsporiges Samthäubchen Conocybe hexagonospora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Métrod 1940 ex Hausknecht & Enderle 1993
Bescheidetes Samthäubchen Conocybe hornana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Singer & Hausknecht 1989
Fleischrotes Samthäubchen Conocybe incarnata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jul. Schäffer 1930) Hausknecht & Arnolds 2003
Risspilzähnliches Samthäubchen Conocybe inocybeoides Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Watling 1980
Ansehnliches Samthäubchen Conocybe intrusa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Peck 1896) Singer 1950
Binsen-Samthäubchen Conocybe juncicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 2001
Schwachgestreiftes Samthäubchen Conocybe juniana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1947) Hausknecht & Svrcek 1999
Linsensporiges Samthäubchen Conocybe lenticulospora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Watling 1980
Hasen-Samthäubchen Conocybe leporina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1947) Singer 1989
Rillstieliges Samthäubchen Conocybe leucopus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1983
Lobau-Samthäubchen Conocybe lobauensis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Singer & Hausknecht 1988
Auwald-Samthäubchen Conocybe macrocephala Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1980
Freudiggefärbtes Samthäubchen Conocybe mesospora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1980
Bereiftes Samthäubchen Conocybe microspora var. brunneola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1980) Singer & Hausknecht 1992
Kleinstes Samthäubchen Conocybe minima Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Singer & Hausknecht 1992
Bleigraues Samthäubchen Conocybe moseri Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Watling 1980
Mausgraues Samthäubchen Conocybe murinacea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Watling 1980
Schwarzscheibiges Samthäubchen Conocybe nigrodisca Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht & Krisai 1992
Ockerlichweißes Samthäubchen Conocybe ochroalbida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 1995
Ockerstreifiges Samthäubchen Conocybe ochrostriata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 2005
Blasssporiges Samthäubchen Conocybe pallidospora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1983
Engblättriges Samthäubchen Conocybe pilosella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Persoon 1801 : Fries 1821) Kühner 1935
Zweisporiges Milch-Samthäubchen Conocybe pseudocrispa Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Hausknecht 1998) Arnolds 2003
Flaumstieliges Mist-Samthäubchen Conocybe pubescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Gillet 1874) Kühner 1935
Großsporiges Langstiel-Samthäubchen Conocybe pubescens var. macrospora Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(G.F.Atkinson 1918) E. Ludwig 2007
Bereiftstieliges Samthäubchen Conocybe pulchella Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1921) Hausknecht & Svrcek 1999
Rostgoldenes Samthäubchen Conocybe rickeniana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Singer 1951 ex P.D. Orton 1960
Rötlichbraunes Samthäubchen Conocybe robertii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Singer & Hausknecht 1992
Rosafuß-Samthäubchen Conocybe roseipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 1995
Sand-Samthäubchen Conocybe sabulicola Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht & Enderle 1992
Halbkugeliges Samthäubchen Conocybe semiglobata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kühner 1935 ex Kühner & Watling 1980
Sienablättriges Samthäubchen Conocybe siennophylla Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Berkeley & Broome 1871) Singer 1955
Tonblasses Samthäubchen Conocybe siliginea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fries 1818 : Fries 1821) Kühner 1935
Dungliebendes Samthäubchen Conocybe siliginea f. rickenii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Jul. Schäffer 1930) Arnolds 2003
Großes Mist-Samthäubchen Conocybe singeriana Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht in Hausknecht & Krisai-Greilhuber 1998
Subalpines Samthäubchen Conocybe subalpina Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Singer 1989) Singer & Hausknecht 1992
Gerandetknolliges Samthäubchen Conocybe subovalis Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Kühner & Watling 1980
Bleiches Samthäubchen Conocybe subpallida Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Enderle 1991
Langstieliges Samthäubchen Conocybe subpubescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.P.D. Orton 1960
Trockenrasen-Samthäubchen Conocybe subxerophytica Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Singer & Hausknecht 1992
Dunkles Trockenrasen-Samthäubchen Conocybe subxerophytica var. brunnea Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 2002
Roststieliges Samthäubchen Conocybe tenera Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schaeffer 1774 : Fries 1821) Fayod 1889
Gebirgs-Samthäubchen Conocybe velutipes Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Velenovský 1939) Hausknecht & Svrcek 1999
Grünbraunes Samthäubchen Conocybe viridibrunnescens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.E. Ludwig 2007
Runzelhütiges Samthäubchen Conocybe zuccherellii Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Hausknecht 2003

Bedeutung[Bearbeiten]

Speisewert[Bearbeiten]

Samthäubchen gelten als ungenießbar, einige Arten sind giftig: Conocybe velutipes syn. C. kuehneriana, das Gebirgs-Samthäubchen, enthält psychoaktive Alkaloide. Auch der aus Mexiko stammende und von R. Heim beschriebene Samthäubling Conocybe siligineoides steht im Verdacht psychoaktive Substanzen zu enthalten, ein entsprechender Nachweis steht aber noch aus.<ref name="Raetsch" />

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Bei einzelnen Arten wurden größere Mengen der Indolalkaloide Psilocybin, teilweise Psilocin<ref>R. G. Benedict, L. R. Brady, A. H. Smith, V. E. Tyler: Occurence of Psilocybin and Psilocin in certain Conocybe and Psilocybe Species. In: Lloydia. 30 (1962)</ref> und später Baeocystin nachgewiesen, die denen der verwandten Gattung der Kahlköpfe (Psilocybe) ähneln (vgl. Psilocybe semilanceata). Phytochemische Analysen ergaben Einzelwerte (Blaufuß-Samthäubchen; Conocybe cyanopus) im Bereich von 0,15 bis 0,23 % Baeocystin und 0,73 bis 1,01 % Psilocybin.<ref name="Gartz" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Gartz"> Jochen Gartz: Narrenschwämme. Psychoaktive Pilze rund um die Welt. Nachtschattenverlag, Solothurn 1999, ISBN 3-907080-54-8.</ref> <ref name="Hallen"> H. E. Hallen, R. Watling, G. C. Adams: Taxonomy and Toxicity of Conocybe lactea and Related Species. In: Mycological Research. Vol.: 107 (8), 2003, S. 969–979.</ref> <ref name="Hausknecht"> Anton Hausknecht: Beiträge zur Kenntnis der Bolbitiaceae 5. Die Conocybe rickeniana- und G magnicapitata-Gruppe in Europa. In: Österreichische Mykologische Gesellschaft (Hrsg.): Österreichische Zeitschrift für Pilzkunde. Vol. 8, 1999, S. 35–61 (Vorlage:ZOBODAT/URL [PDF; 9,6 MB]).</ref> <ref name="krieglsteiner"> German Josef Krieglsteiner (Hrsg.), Andreas Gminder: Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 4: Ständerpilze. Blätterpilze II. Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3281-8, S. 306.</ref> <ref name="Ryman1992"> Svengunnar Ryman, Ingmar Holmåsen: Pilze. Bernhard Thalacker, Braunschweig 1992, ISBN 3-87815-043-1. </ref> <ref name="mycobank"> Genus Conocybe. In: mycobank.org. Abgerufen am 5. März 2012: „Conocybe tenera“ </ref> <ref name="natur-in-nrw"> Weißstieliger Glockenschüppling, Büscheliger Glockenschüppling (Pholiotina striipes). In: natur-in-nrw.de. Abgerufen am 5. März 2012. </ref> <ref name="MycoKey"> Conocybe. In: mycokey.org. Abgerufen am 6. März 2012. </ref> <ref name="Raetsch"> Christian Rätsch: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT-Verlag, 2007, ISBN 978-3-03800-352-6.</ref> <ref name="pilzbestimmung"> Pilzarten der Gattung Conocybe, Samthäubchen. In: pilze.ch. 2011, abgerufen am 6. März 2012: „Samthäubchen, Conocybe“</ref> <ref name="Gibson">Ian Gibson: CONOCYBE in the Pacific Northwest. In: svims.ca. Abgerufen am 6. März 2012.</ref> <ref name="Strittmatter2007"> Eric Strittmatter: Die Gattung Conocybe. Auf: fungiworld.com. Pilz-Taxa-Datenbank. 6. August 2008. Abgerufen am 5. März 2012.</ref> <ref name="mykodata.net"> Mykologische Datenbank. Österreichische Mykologische Gesellschaft, 2021, abgerufen am 7. November 2023. </ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Samthäubchen (Conocybe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien