Sand-Nelke
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| Datei:Dianthus arenarius 2.JPG
Sand-Nelke (Dianthus arenarius) | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dianthus arenarius | ||||||||||||
| L. |
Die Sand-Nelke (Dianthus arenarius) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nelken (Dianthus) innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
Beschreibung[Bearbeiten]
Vegetative Merkmale[Bearbeiten]
Die Sand-Nelke ist eine ausdauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 20 bis 30 Zentimetern. Sie bildet lockere Polster mit hohen, oben meist verzweigten, meist einblütigen, mehr oder weniger zylindrischen Stängeln. Die Blattscheiden sind 1 etwa Millimeter lang. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind bei einer Breite von 1 Millimeter linealisch.
Generative Merkmale[Bearbeiten]
Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchschuppen sind eiförmig und haben eine kurze Spitze. Der Kelch ist mit einer Länge von 20 bis 45 Millimetern drei- bis viermal so lang wie die Kelchschuppen. Die Platte der Kronblätter ist etwa 20 Millimeter lang, bis über die Mitte zerschlitzt, weiß und an der Basis grünlich gepunktet.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 60.<ref name="Oberdorfer2001" />
Vorkommen[Bearbeiten]
Das Verbreitungsgebiet der Sand-Nelke erstreckt sich vom nördlichen Skandinavien einerseits bis nach Südeuropa und andererseits bis in die Steppen des südwestlichen Sibirien. Sie ist in Mitteleuropa sehr selten und erreicht in Mecklenburg und Brandenburg ihre Westgrenze der Verbreitung.
Die Sand-Nelke gedeiht am besten in humus- und nährstoffreichen Sandböden, die trocken sein müssen und sommerwarm sein sollten. Sie besiedelt Trockenrasen und lichte Kiefernwälder, geht aber auch an Wegränder, vor allem dort, wo in neu angelegten Böschungen Sand freigelegt worden war. Sie ist pflanzensoziologisch eine Charakterart des Verbands Koelerion glaucae, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Erico-Pinion vor.<ref name="Oberdorfer2001" />
Systematik[Bearbeiten]
Die Erstveröffentlichung von Dianthus arenarius erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 412.<ref name="Euro+Med" />
Je nach Autor gibt es mehrere Unterarten:<ref name="GRIN" />
- Dianthus arenarius Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L. subsp. arenarius: Sie kommt in Schweden<ref name="GRIN" />, Estland und Lettland vor.<ref name="Euro+Med" />
- Dianthus arenarius subsp. bohemicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Novák) O.Schwarz: Dieser Endemit kommt nur in Tschechien vor.<ref name="Euro+Med" />
- Preußische Sand-Nelke (Dianthus arenarius subsp. borussicus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Vierh.): Sie kommt in Schweden, Finnland, Russland, Belarus, Moldawien, in der Ukraine, in Polen, Tschechien, in der Slowakei, in Deutschland, Österreich, Ungarn, Kroatien und Rumänien vor.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
- Dianthus arenarius subsp. pseudoserotinus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Zapal.) Tutin: Sie kommt in der Ukraine vor.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
- Dianthus arenarius subsp. pseudosquarrosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Novák) Kleopow: Sie kommt in Belarus und in der Ukraine vor.<ref name="GRIN" /><ref name="Euro+Med" />
Literatur[Bearbeiten]
- Otto Schmeil, Jost Fitschen (Begr.), Siegmund Seybold: Die Flora von Deutschland und der angrenzenden Länder. Ein Buch zum Bestimmen aller wild wachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen. 95. vollst. überarb. u. erw. Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01498-2.
- Henning Haeupler, Thomas Muer: Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands (= Die Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. Band 2). 2., korrigierte und erweiterte Auflage. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz. Ulmer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4990-2.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. S. 370. </ref> <ref name="Euro+Med"> Karol Marhold, 2011: Caryophyllaceae: Datenblatt Dianthus arenarius In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>